Vor ein paar Tagen habe ich mir den Disney Film „Vaiana“ angesehen. Ich bin ein erklärter Disney Fan, und halte mich gerne aus Diskussionen heraus, die Disney unterstellen, Frauen zu unterdrücken und Liebesbeziehungen unrealistisch darzustellen. Doch begrüße ich, dass in den letzten Jahren die Hauptpersonen in Disney Filmen weiblich sind, die auch – im Falle von Vaiana – völlig ohne männlichen Part und/oder eine Liebesbeziehung auskommen. Das soll aber nun kein feministischer Artikel werden, sondern vielmehr möchte ich mit dir ein paar Überlegungen teilen, die mir bei dem Film durch den Kopf gegangen sind. Es geht darum, seinem Herzen zu folgen, auf die eigene, innere Stimme zu hören und nicht ewig auf deine Berufung zu warten.

Kleine Zusammenfassung der Geschichte „Vaiana“

Vielleicht hast du den Film gesehen, dann kannst du ohne Verluste zum nächsten Absatz weiterscrollen. Falls nicht, dann kommt hier eine kleine Mini Zusammenfassung. Übrigens: Ich empfehle dir absolut, dir den Film anzusehen, er ist lustig, unterhaltsam, regt zum Nachdenken an und hat einen wundervollen Soundtrack, der bei mir seit Tagen in Endlosschleife läuft.

Vaiana ist Tochter eines Polynesischen Häuptlings und lebt auf einer Insel im Südpazifik. Ihre Großmutter Tala erzählt den Kindern regelmäßig die alten Geschichten der Polynesischen Völkern, sie erzählt von Göttern und dem Anbeginn der Zeiten sowie der Entstehung der Inseln bzw. der Welt. Vaiana fühlt sich schon als kleines Mädchen zum Meer hingezogen, es ist aber verboten mit dem Boot hinter die Brandung zu fahren, weil es dort draußen viel zu gefährlich ist. Doch etwas tief in dem Mädchen weiß, dass sie aufs Meer hinausfahren will. Ihre Großmutter unterstützt sie und macht ihr bewusst, dass das Meer Vaiana auserkoren hat, mit Hilfe des Meeres ihr Volk zu retten. Als die Insel erkrankt und ihre Großmutter stirbt, besteigt Vaiana trotz des Verbotes ihres Vaters ein großes Boot, welches sie in einer versteckten Höhle auf der Insel entdeckt hat. Sie erkennt, dass ihre Vorfahren Entdecker (“Voyager”) gewesen sind und mit ihren Booten von Insel zu Insel gefahren sind. Vaiana fährt mit ihrem Boot weit hinaus und findet dort den Halbgott Maui, mit dem sie auf einigen Umwegen die ganze Welt vor dem Untergang bewahrt. Sie kehrt zurück und überzeugt ihr Volk davon, dass sie eigentlich auf dem Meer zu Hause sind, um von Insel zu Insel zu fahren und fremde Welten zu erkunden.

Schon als sehr kleines Kind, weiß Vaiana, dass sie gerne aufs Meer hinausfahren will. Irgendetwas tief in ihr drin, treibt sie dazu. Doch, es ist verboten. Man fährt nicht weiter als die Brandung ist. Man verlässt die Insel nicht. Vaiana, als Tochter des Häuptlings, hat sich angepasst. Doch immer hat sie sich anders gefühlt. Immer hat sie gewusst, dass sie eigentlich dazu bestimmt ist, aufs Meer zu fahren. Fremde Welten zu entdecken, fremde Gewässer zu bereisen. Doch sie kann gar nicht wirklich navigieren und mit einem großen Boot umgehen. „Was ist nur los mit mir?“, fragt sie sich. Wieso kann ich nicht so sein, wie die anderen? Warum kann ich mich nicht anpassen und meinen Herzenswunsch vergessen?

Die Stimme deines Herzens

Der Film hat mich besonders berührt, weil er sehr eindrucksvoll zeigt, was es bedeutet, wenn man eine kleine Stimme in seinem Herzen trägt, die immer lauter wird, je mehr man sich ihr verwehrt. Sie singt, sie führt dich, sie nimmt dich mit – und zeigt dir, wer du bist.

Ich höre sie schon lange, diese innere Stimme. Sie flüstert zu mir und manchmal schreit sie mich an. Als ich vor 4 Jahren mit meinem Studium fertig war, wusste ich genau, was ich nicht machen wollte: Irgendwo angestellt arbeiten. Aber, was macht man, wenn man gerade ein Studium beendet hat und keine „zündende“ Idee sich zeigt? Naja, man sucht sich einen Job und arbeitet angestellt. Es war ein fester Job, ok bezahlt und es war sicher. Doch glücklich bin ich damit nicht geworden. Ich war jeden Tag auf der Suche danach, was ich eigentlich wirklich machen möchte.

Dabei habe ich viele Ideen von anderen Menschen gehört: „Du solltest ein Buch schreiben. Ich weiß genau, dass du das kannst.“ – „Nein, du solltest die Heilpraktiker Ausbildung machen. Das ist genau das richtige für dich.“ – „Du solltest aufhören zu jammern und deinen Job gut machen. Alle haben angestellt angefangen und du solltest lernen, dich da unterzuordnen.“ – „Du musst einfach noch ein bisschen warten. Irgendwann wirst du schon wissen, was du eigentlich machen willst und dann geht alles ganz schnell.“

Ich habe auf einige Stimmen gehört und auf andere nicht. Ich war also angestellt tätig und habe festgestellt, dass dies einfach wirklich nichts für mich ist. Zumindest nicht so. Natürlich ist es sehr schwer das zu sagen. Es gibt bestimmt ganz tolle Jobs und super Angestellten Daseins. Aber, ich habe es eben so gefühlt. Ich wusste genau, dass es mich jeden Tag unglücklicher macht und, dass ich einfach nicht „dafür gemacht bin“ irgendwo das zu machen, was irgendjemand anderer sich ausgedacht hat. Ja, vielleicht wäre es irgendwann besser geworden, mit mehr Verantwortung, mit mehr Selbstständigkeit und mit der Führungskompetenz. Doch so lange wollte und konnte ich einfach nicht warten.

Also, habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen und mich selbstständig gemacht. In der Elternzeit. Mit einem sehr knappen Einkommen und keinem Businessplan. Und einem kleinen Baby. Ab ins kalte Wasser, habe ich gedacht, wärmer wird es nicht mehr.

Ich lerne so viele Menschen kennen die genau das an mir bewundern, dass ich mich das getraut habe. Die sagen: „Ich könnte das nicht.“ – „Mir wäre das alles zu unsicher. Ich würde mich das nicht trauen.“ Und, die Wahrheit ist: Ich habe mich das auch nicht getraut, ich fand das auch alles sehr unsicher, ich habe auch heute noch täglich Bedenken – doch: Ich konnte einfach nicht anders.

Was aber, wenn ich gar keine Stimme höre?

Es gibt solche und solche Menschen und nicht alle tragen irgendeine Sehnsucht oder diese laute, innere Stimme mit sich herum, weil sie die Welt retten sollen oder ähnliches. Doch du kennst sie bestimmt, diese eine innere Stimme in dir, die eine Verbindung zu deinem innersten, zu einer inneren Weisheit und deiner Seele darstellt. Eine Stimme, die dich führen kann, wenn du sie lässt. Vielleicht erzählt sie dir nicht, dass du dazu bestimmt bist, dein Volk zu retten. Und, das musst du ja auch gar nicht. Vielleicht aber erzählt sie dir, dass du mit diesem Mann eigentlich keine Kinder bekommen möchtest? Oder, dass du noch nicht den richtigen Job für dich gefunden hast? Oder sie erzählt dir, dass du noch sehr viel mehr von der Welt sehen möchtest?

Diese innere Stimme haben wir alle und jeder einzelne von uns kann sie hören. Sie ist unsere Verbindung zu unserer Seele und unserem Herzen. Wenn du im außen still bist, kann das innere laut werden.

Wenn du lernst, bei Entscheidungen deinem eigenen Gefühl zu vertrauen – egal, was dabei heraus kommt – dann ist das die beste Möglichkeit, deine innere Stimme zu trainieren bzw. zu trainieren, auf dich selbst zu hören.

Was ist denn meine Bestimmung? Und, welches meine Berufung?

Viele Menschen warten. Auf die große Offenbarung. Auf den geeigneten Augenblick. Auf den perfekten Job. Auf den lang ersehnten Prinzen. Auf den richtigen Moment. Auf ihre Berufung.

Der richtige Moment ist immer Jetzt. Warte nicht und verschiebe deine Herzenswünsche nicht auf später. Fange jetzt an. Beginne klein, mit dem, was dich anzieht. Möchtest du ein Buch schreiben? Dann beginne doch heute damit eine erste Seite zu schreiben. Möchtest du deinen Job kündigen? Dann beschäftige dich heute mit den Alternativen. Möchtest du endlich diese Idee in die Tat umsetzen, von der du schon seit Tagen träumst? Mache heute noch einen ersten Entwurf des Konzepts fertig. Auf später zu warten ist keine gute Idee. Wer weiß schon, was später ist?

Warte nicht auf deine innere Bestimmung oder darauf, dass dir plötzlich die Eingebung kommt, welches deine wahre Berufung ist. Mache dich auf den Weg. Setze einen Fuß nach dem anderen und gehe ein paar Schritte in eine Richtung. Du wirst sehen, wo es dich hinführt. Achte bei jedem weiteren Schritt darauf, was dein Herz dir sagt. Bist du noch auf dem richtigen Weg? Sonst passe ihn an. Wichtig ist vor allem, dass du los gehst.

Sehr inspirierendes Interview mit Seth Godin, wo er darüber spricht, warum du nicht auf “The Calling” warten solltest. Fange heute damit an, wie du anfangen kannst. Starte heute. Der Rest kommt, wenn die Zeit reif ist. 

Deine Berufung: Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Oftmals tragen wir uns viele Wochen und Monate mit einer Entscheidung, weil wir diese innere Stimme eben nicht hören können – oder aber, nicht verstehen, was sie uns sagen will. Außerdem gibt es ja da noch das außen. Das spricht auch. Und zwar ungefragt und ungefiltert, laut und bestimmt. Im außen wissen viele Menschen oftmals ganz genau, welches die beste Entscheidung wäre, was du jetzt tun solltest oder wie du dich verhalten solltest. Lässt du dich davon beeinflussen? Dann schalte das außen aus. Besprich Entscheidungen nur mit ein bis zwei Menschen, deren Meinung dir wichtig ist – oder aber, vielleicht sagen sie dir gar nicht ihre Meinung, sondern stellen einfach nur Fragen und hören zu. Es geht nämlich immer darum, was DU willst. Manchmal gibt es Entscheidungen, da musst du Kompromisse eingehen, weil noch andere Menschen (deine Familie) von dieser Entscheidung abhängen. Achte jedoch darauf, dass du nicht immer gegen dich entscheidest. Es sollte sich die Waage halten, manchmal Kompromisse und dann immer häufiger sollten deine Entscheidungen mit deinem Inneren konform gehen.

Eine kleine Aufgabe: Triff Entscheidungen

Übe mit einfachen Entscheidungen. Mache aus der Fülle von Entscheidungen, drei Möglichkeiten, die du gut findest. Beschäftige dich für eine halbe Stunde mit jeder Möglichkeit – so, als hättest du die Entscheidung bereits getroffen.

Wie fühlt es sich an? Fühlst du dich leicht? Fühlst du dich energetisiert? Oder spürst du Schwere und Lustlosigkeit? Nicht zu verwechseln mit dem Gedanken: Das ist aber ganz schön viel Arbeit! Ja, oftmals ist es ganz schön viel Arbeit. Aber, wenn es die für uns richtige Entscheidung ist, dann macht es neben der ganzen Arbeit auch immer sehr viel Spaß, Freude und Leichtigkeit. Übe deinem eigenen Gefühl zu vertrauen – und warte nicht auf später.

Suchst du noch deine innere Stimme oder brauchst du Entscheidungshilfe? Jemanden, der die richtigen Fragen stellt?

Dann komm doch zu mir ins Coaching. Ich habe zwei Paket Angebote, die dich auf deiner Reise zu dir selbst unterstützen. Lebst du noch oder bist du schon? Vereinbare doch heute noch deinen Termin mit mir und ich begleite dich auf deiner Reise zu deiner inneren Stimme und wir hören gemeinsam hin, was dein Herz dir sagt. 

Erzählt mir von dir!

Was sagt die Stimme in deinem Herzen so laut, dass du es fast nicht ignorieren kannst? Fällt es dir leicht Entscheidungen zu treffen und deinem Herzen zu folgen?

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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