Gerade ist Teil 2 meines Amazon Kindl Ratgeber eBooks “Dein Wegweiser im Umgang mit der Histaminintoleranz” erschienen, es trägt den Titel “Wenn Histamin dir den Kopf verdreht”*. Darin geht es – der Titel verrät es vielleicht schon – um die Zusammenhänge zwischen Histamin und mentaler Gesundheit sowie der Tatsache, dass viele HIT Betroffene unter Angstzuständen und Panikattacken leiden. Heute habe ich dir deswegen meine 5 Tipps im Umgang mit deiner Angst mitgebracht. Ach so, und Teil 1 der Reihe mit dem Titel “Wenn Ernährung zur Qual wird” findest du übrigens hier*. Das Schöne an Amazon ist ja, dass du dort immer die Möglichkeit hast, direkt in das Buch hineinzusehen, dir das Inhaltsverzeichnis anzuschauen und dir so ein eigenes Bild darüber zu machen, ob der Inhalt dich anspricht oder nicht. 

#1: Senke deinen Histaminspiegel nachhaltig

Tipp Nummer 1 ist recht naheliegend, zumindest hier auf dem Blog: Senke deinen Histaminspiegel. Dies kannst und solltest du natürlich erst einmal über die histaminarme Ernährung machen. Dazu ist es hilfreich, dich wirklich für ca. 3 Monate ganz streng histaminarm zu ernähren. Nimm dir die Zeit und gönne dir die Ruhe, welche die histaminarme Ernährung für dich und deinen Körper bedeutet. Sieh auf einer Liste nach, zur Orientierung kannst du erst einmal hier schauen, oder besorge dir eine App für dein Smartphone, damit du jederzeit auf Unterstützung zurück greifen kannst. Ernähre dich wirklich nur von den grünen und gelben Lebensmitteln und, wenn es sein muss, dann iss erst Mal jeden Tag das gleiche. Es mag langweilig klingen, aber es wird deinem Körper helfen, den Histaminüberschuss abzubauen. Gleichzeitig ist es sehr ratsam mit natürlichen Antihistaminika und Nahrungsergänzungsmitteln deinen Körper bei der Ausleitung von Histamin zu unterstützen. 

#2: Lerne zu meditieren

Meditation ist ein natürliche Antihistaminikum und eine der effektivsten Methoden, um Stress abzubauen. Regelmäßige Meditation senkst den Spiegel bestimmter Stoffe im Gehirn, die für eine Destabilisierung der Mastzellen verantwortlich sind. Des Weiteren sorgt Meditation dafür, dass Entspannungsareale im Gehirn trainiert werden. Der Fokus unserer Gedanken ist für die Zeit der Meditation auf uns gerichtet und wir richten unsere Konzentration auf etwas Bestimmtes in uns drin. Wir sind ganz still im Moment und in uns. Durch diesen veränderten Fokus kann unser Geist sich auf etwas anderes als unsere Angst konzentrieren, die Angst erhält keinen Raum mehr. Je regelmäßiger wir trainieren, umso mehr können wir unseren Körper darin trainieren, den Fokus auf uns selbst und auf Entspannung zu setzen und nicht auf die Ängste. 

#3: Überprüfe deine Gedanken

Unsere Gedanken schaffen unsere Realität. Angst ist so gut wie immer irreal, kommt uns aber sehr real vor. Es ist unsere Realität und wir sollten sie auch ernst nehmen. Hinter Angst steckt oftmals eine Botschaft, die du herauszufinden versuchen solltest. Der Gegenspieler von Angst ist Liebe. Wenn du die Liebe zu dir selbst, zum Leben und zu deiner Umwelt verloren hast, dann kann sich die Angst breit machen. Ängste entstehen im Kopf, in unseren Gedanken. Dort kreieren wir selbst unsere Welt, dort sind die Ängste zu Hause und können sich austoben, wenn wir sie lassen. Überprüfe deswegen regelmäßig deine Gedanken. Nimm dir ein Blatt Papier und denke über deine Ängste nach und notiere sie. Zum Beispiel: Ich habe Angst, das Haus zu verlassen, weil ich mich nicht gut fühle und vielleicht auf dem Weg umkippen könnte. Wenn du magst, arbeite nun nach “the work” von Byron Katie und frage dich: Ist dieser Gedanke wahr? Kannst du dir 100% sicher sein, dass dieser Gedanke wahr ist? 

Wenn die Antwort “nein” lautet, dann gehe weite. Hilft dir dieser Gedanke? Unterstützt dich dieser Gedanke im Alltag oder dabei, deine Ziele zu erreichen? Wenn auch hier die Antwort “nein” ist, dann gehe noch einen Schritt weiter und formuliere den Gedanken um, so dass er dich unterstützt. “Ich fühle mich zwar heute etwas schwach, doch ich weiß, dass ich stark genug bin und auf dem Haus gehen kann.” Oder: “Ich fühle mich stark und geborgen und es ist immer jemand in meiner Nähe, so dass ich mich sicher fühlen kann.” Lies oder sage dir diesen Satz mehrmals am Tag auf, besonders dann, wenn die Angst gerade besonders stark ist. Im Falle von Angst, kann auch “nur” die Affirmation “Ich bin in Sicherheit und geborgen” unterstützen. Gehe in dich hinein und fühle, was dir hilft. Nimm dir pro Tag höchstens einen negativen oder schädigenden Gedanken vor. Überfordere dich nicht. 

#4: Schaffe dir einen inneren Ort der Sicherheit

Nutze die Kraft der Visualisation und schaffe dir einen inneren Ort, der für dich Sicherheit verkörpert. Gibt es eine Situation in deiner Kindheit, die du mit Sicherheit und Geborgenheit verbindest? Gibt es einen inneren Kraftort, den du kennst und zu dem du immer wieder zurück kehren kannst? Wenn du bereits einen solchen Ort hast, dann lass ihn ganz genau vor deinen Augen entstehen. Sieh dir alles genau an, spüre das Gefühl mit jeder Faser deines Körper, atme den Geruch ein und lausche den Geräuschen. Trainiere, dich in Angstmomenten dort hin zu begeben. Dieser Ort kann dich halten und unterstützen.

Wenn du noch keinen inneren Ort der Sicherheit hast, dann nimm dir bewusst Zeit dafür, diesen zu finden oder zu kreieren. Überlege, was du mit dem Wort Sicherheit assoziierst. Schreibe diese Worte oder Situationen auf. Bastele eine Collage der Sicherheit! Dazu kannst du Bilder aus Zeitschriften auskleben, selbst Bilder malen oder Wörter aufschreiben oder ausschneiden. Klebe alles auf ein großes Blatt Papier und hänge es dir irgendwo hin, wo du es gut sehen kannst. Beschäftige dich täglich mindestens einmal mit dieser Sicherheits-Collage. Irgendwann wirst du die Collage nicht mehr brauchen und es wird sich vor deinem inneren Auge ein Ort abzeichnen, den du mit Sicherheit verbindest. Wann immer eine Situation auftaucht, in der du Angst hast, dann erinnere dich an diesen Ort und an das Gefühl, welches für dich Sicherheit und Geborgenheit bedeutet. 

#5: Stelle dich der Angst in kleinen Häppchen

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, das man Angst bekämpfen kann, indem man sich ihr stellt. Ich weiß, wie es ist, Angst zu haben. Ich weiß aber auch, dass tatsächlich etwas dran ist, sich der Angst zu stellen. Sehr vorsichtig und nur in kleinen Häppchen, vielleicht mal eine Stufe mehr als vorher, wenn du Höhenangst hast. Es ist ein langwieriger Prozess, aber gerade, wenn die Angst dich im Alltag sehr einschränkt, ist es ein Versuch wert. Sinnvoll ist hier natürlich immer die Unterstützung durch einen Therapeuten oder Psychologen. Wenn ich mich in eine Situation begebe, vor der ich Angst habe, dann helfen mir meine inneren Mantras sehr, schon das mehrmalige Aufsagen von “Ich bin in Sicherheit.” hilft mir persönlich enorm. So durchbreche ich den Kreislauf meiner Angst und nutze die Kraft der Gedanken, die sehr machtvoll sind. Lass dich nicht von der Angst beherrschen, sondern stelle dich ihr immer und immer wieder auf ein Neues. Sei vorsichtig und überfordere dich nicht und verlange nicht zu viel von dir selbst. 

Lass die Angst nicht siegen und begegne dir selbst mit Liebe und Achtung, denn nur so kannst du dir selbst die Hilfe sein, die du in diesem Moment brauchst. Dich klein zu machen nützt der Welt nicht. Gehe jeden Tag ein Schrittchen mehr aus der Spirale der Angst heraus und befreie dich selbst. 

Paradoxerweise ist es  ja nämlich so, wie Marianne Williamson sagt: Unsere größte Angst, ist es nicht, ungenügend zu sein. Unsere größte Angst ist es, über alle Maßen kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das wir am meisten fürchten. 

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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