Ich befinde mich gerade in den letzten Zügen der Fertigstellung vom “Histamin Fakten Buch”, welches im Dezember als Adventskalender hier auf dem Blog und nun bald als Histaminbuch veröffentlicht wird. Im Zuge dessen möchte ich heute noch einmal ein bisschen über das Thema Stress sprechen. 

Stress und Histaminintoleranz – eine enge Verbindung

Stress ist ein Zustand des Nervensystems – Da Histamin ein Neurotransmitter ist (wissen wir bereits) wird dieser Botenstoff bei einem akuten Zustand von Stress von den Mastzellen ausgesandt, um dem Gehirn Meldung über den “Stress-Zustand” des Körpers zu geben. Histamin wird demnach bei Stress in großen Mengen in die Blutbahnen entlassen. Ein Gefühl von Überdrehtheit, Aufgeregt sein, zusammen mit erhöhtem Puls und eventuellen (gefühlten) Herzrhythmusstörungen können die Folge sein.wüste mit straße

Das Nervensystem ist eng mit dem Verdauungstrakt verbunden – daher kann einem Stress auf den Magen schlagen: Histamin wird im Körper in den Mastzellen gespeichert und diese befinden sich zu großer Zahl in der Magenschleimhaut – oder positiver Stress wie Verliebtsein verursacht “Schmetterlinge im Bauch”.  Die Freisetzung von Histamin in stressigen Situationen ist ein regulärer Vorgang des Nervensystems, das Problem bei einer Histaminintoleranz ist lediglich, dass der Körper dieses Amin dann nicht ausreichend abbauen oder verarbeitet kann.

Stress – welcher Art auch immer – löst demnach im Körper eine Anspannung aus, die zu einer übermäßigen Freisetzung von Histamin führt. Dieser Zustand hat im Prinzip selten etwas mit der “reinen” Lebensmittelunverträglichkeit Histaminintoleranz zu tun, denn es reagiert in diesem Fall das bereits im Körper gespeicherte Histamin. Ein langanhaltender Stresszustand kann auch bei gesunden Menschen zu einer zeitweiligen Histaminintoleranz führen – hier gilt es den Auslöser dieses Stresses zu finden und zu eliminieren. Denn das Histaminfass ist so voll, dass es überläuft und sich entlädt. Das Gefühl “gar nichts mehr essen zu können” und dauerhaft auf 180 zu sein, kann ein Merkmal für diese Form der Überanstrengung des Körpers sein. 

Stress zu reduzieren führt zu mehr Gesundheit

stress auswirkungen körper Umgangssprachlich sprechen wir von Stress meist im Zusammenhang mit Hektik und Zeitdruck – aber Stress ist so viel mehr. Stress ist ein umfangreiches Prinzip, welches sich ganzheitlich auf den Organismus (Geist und Körper) des Menschen auswirken kann. Bei langanhaltendem Stress entsteht Krankheit, die sich meist in körperlichen Zuständen zeigt. Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Autoimmunerkrankungen werden einem erhöhten Stress-Niveau zugeschrieben. Stress kann übrigens im Einzelfall sehr unterschiedliche Ursachen haben – nicht alles, was mir Stress bereitet, führt auch bei dir zu einem gestressten Zustand!

6 Top Gründe, warum du Stress reduzieren solltest 

  1. Stress gilt als Hauptgrund für weit verbreitete, schwerwiegende Krankheiten wie beispielsweise Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Embolien, aber es gilt auch als Hauptursache für Selbstmord sowie tödliche Unfälle (die zurück zu führen sind auf Unachtsamkeit). Die bestätigt unter Anderem eine Studie der American Academy of Familiy Physicians.
  2. Durch eine dauerhafte Ausschüttung von Histamin und einem erhöhten Histaminpegel im Blut, kann eine Histaminintoleranz sowie andere Unverträglichkeiten ausgelöst werden.
  3. Durch Stress wird im Körper mehr Adrenalin und Cortisol produziert – diese gelten als die sogenannten Stresshormone und versetzen den Körper in ständige Alarmbereitschaft. Ruhe finden ist in so einem Zustand sehr schwer nur möglich.
  4. Unser Herzschlag, unsere Atmung und unsere Verdauung werden von Stress gestört und durcheinander gebracht. Der Körper findet keine Balance mehr und kann sich dadurch nicht erholen, weil er sich in einem dauerhaft erregten Zustand befindet.
  5. Dauerhafter Stress stört den Schlaf-Rhythmus und kann zu anhaltender Müdigkeit sowie Überforderung führen. 7-9 Stunden pro Nacht sollten es sein, damit der Schlaf wirklich als erholsam empfunden werden kann. Für die Regulierung des Schlafes ist unter 24anderem das biogene Amin Histamin zuständig. Wer Stress reduziert, leert gleichzeitig das Histaminfass, was wiederum zu einem erholsameren Schlaf führt und dies führt zu weniger Stress.
  6. Langanhaltender Stress kann zu einer Überforderung des Körpers führen, welches wiederum in einer Nebennierenschwäche enden kann. Die Nebennieren produzieren die Stress Hormone Adrenalin und Cortisol. Ein dauerhaft hohes Niveau dieser beiden Hormone bedeutet auch, eine konstante Überanstrengung der Nebennieren. Sie überfordern sich und gelangen in ein Ungleichgewicht. Die Nebennieren kommen nicht mehr hinterher, der Mensch fühlt sich ausgebrannt, überfordert, gestresst, chronisch müde (bereits beim Aufstehen) sowie sehr gereizt. Die Nebennieren sind Teil unseres Hormonsystems, ein Gleichgewicht an einer Stelle bringt das ganze Konstrukt in Gefahr und die Hormone spielen verrückt. 

fluss landschaft natur

Die Verbindung zu Unverträglichkeiten und Allergien

Stress kann zu einer Überlastung des Organismus führen und den Histaminpegel des Menschen im Blut erhöhen. Es besteht dadurch eine erhöhte Gefahr für die Entstehung von Unverträglichkeiten.

Allergien werden wohl nicht durch Stress ausgelöst, aber Stress kann diese verstärken, hat die University of Ohio in einer Testreihe herausgefunden. So kann Stress, der über eine längere Zeit besteht, zu einem Ausbruch einer Allergie oder einer Verstärkung dieser führen.

Die Studie empfiehlt Stress zu minimieren und Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. So kann Meditation und bereits tiefes Ein- und Ausatmen das Stressniveau merklich senken. Ebenfalls wird empfohlen, ohne Hilfe von außen (Koffein, Alkohol oder Rauchen) schwierige Phasen und auch Müdigkeit durchzuhalten – und lieber einmal früher ins Bett gehen, als sich selbst zum Durchhalten zu zwingen. Zeit für schöne Dinge des Lebens übrig haben, Spaß haben, Freunde treffen, Entspannung bewusst in den Alltag einbauen. Und um Hilfe bitten – wenn es einmal nicht alleine geht. 

Nutze die Kraft der Kräuter! Lavendel, Johanneskraut, Kamille – diese Kräuter können dir helfen, dich zu entspannen. Trinke Tee, hole dir diese ätherischen Öle als Duftmischung oder in Massageöl. Aber bitte übertreibe es nicht. Ätherische Öle haben starke Heilkräfte, nutze sie nur, wenn du sie auch brauchst. titelbild stress zeitdruck

Ein paar hilfreiche Tipps, wie du Stress minimieren kannst, liest du im nächsten Artikel der Reihe “Stress Management”!

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

Stress triggert Histamin!

Du hast Symptome, auch, wenn du gar nichts Falsches gegessen hast?

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