Heute stelle ich euch Anja Lee, zertifizierte (vegane) Ernährungsberaterin, vor und im Interview erzählt sie euch, warum sie sich seit knapp 5 Jahren vegan ernährt. Mit Hilfe dieser pflanzenbasierten Ernährung hat sie auch ihre Hashimoto gut für sich in den Griff bekommen. Du willst weitere Interviews zum Thema “Wenn Ernährung heilt…” lesen? Dann schau mal bei Helen, sie erzählt uns von ihrer Erfahrung mit der FODMAP Ernährung und Julia berichtet davon, wie sie ihre ganz eigene Ernährungsform gefunden hat.

Was bedeutet vegan?

Im Prinzip ist es einfach, die vegane Ernährung verzichtet auf jegliche tierische Produkte. So essen Veganer keine Milchprodukte, kein Fleisch, keine Eier, kein Fisch oder Butter und ähnliches. Die vegane Ernährung setzt auf eine gute pflanzliche Basis, eine ausgewogene, vegane Ernährung basiert auf gesundem und sehr vielem Gemüse, kombiniert mit Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte, Pilzen, Kartoffeln, Amaranth, Reis, Soja, Quinoa und guten Ölen sowie Kräuter und frische Produkte. Bei einer veganen Ernährung sollte man auf den Vitamin B12 Spiegel achten sowie auf eine ausreichende Omega-3-Fettsäuren Versorgung, was eventuell mit Nahrungsergänzungsmitteln substituiert werden sollte.

Warum vegane Ernährung?

Der vegane “Papst”, Attila Hildmann*, erklärt in seinen Büchern immer wieder die Gründe, warum er es für sinnvoll hält, sich für eine vegane Ernährung zu entscheiden: Die vegane Ernährung ist sehr gesund, da sie auf Gemüse basiert, was viele gute Nährstoffe und Vitamine liefert. Des Weiteren ist Cholesterin ein Stoff, der besonders in fetten tierischen Produkten vorkommt. So ist die vegane Ernährung eine Ernährung, die sehr gut dazu geeignet ist, das Wunschgewicht zu erreichen, da eine sehr günstige Fettbilanz vorhanden ist. Die meisten Menschen entscheiden sich aus einer ethischen Grundhaltung heraus für eine vegane Ernährung, weil sie sich gegen die Massentierhaltung aussprechen wollen – außerdem ist mittlerweile bekannt, dass Kühe den größten Beitrag zur Methan-Bildung beitragen, also größere Umweltverschmutzer sind als Autos, Flugzeuge und Schiffe.

Interview mit Anja

Nach welcher Ernährungsform ernährst du dich?

Ich ernähre mich vollwertig vegan und glutenfrei. Dazu verzichte ich auf Produkte mit Zusatzstoffen und möglichst auf Haushaltszucker.

Wie lange ernährst du dich bereits so?

Vegan seit 2013, glutenfrei seit 2015.

Was hat sich dadurch für dich verändert?

Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, hatte ich mir bahnbrechende Veränderungen erhofft. Ich wollte abnehmen und mich fitter fühlen. Beides traf nicht ein, damals wusste ich noch nicht, dass ich Hashimoto habe. Vorher habe ich mich vegetarisch ernährt und nicht besonders viel Milchprodukte konsumiert, so dass die Veränderung auch nicht so krass war. Erst nachdem ich mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzte und 2014 begann, eine Ernährungsberaterausbildung zu machen, konnte ich wirklich meine Ernährung umstellen.

Gab es einen ursprünglichen Anlass für diese Änderungen in deiner Ernährung?

Als ich mich 2013 entschied, konsequent vegan zu essen, kamen einige Gründe zusammen. Ethik und Umwelt waren ein Aspekt, ebenso war ich überzeugt, mich damit gesünder zu ernähren. Ich hatte schon einige vegane Tage eingelegt und es fiel mir nicht schwer. Bin aber kein Kompromisstyp und ich hatte das Bedürfnis, Nägel mit Köpfen zu machen und „richtig“ vegan zu werden.

Woher hast du deine Informationen über diese Ernährungsform?

Zu Beginn aus Büchern, Broschüren, Blogs. Das richtig brauchbare Wissen jedoch aus meiner Ausbildung: Ich hatte das Glück, an eine wirklich kompetente Dozentin zu geraten, die uns auch ständig mit den neuesten Studienergebnissen versorgte.

Wem würdest du diese Ernährung empfehlen?

Meine Ernährung ist (im Idealfall, natürlich habe ich auch meine Schwächen 😉 ) schon individuell auf mich abgestimmt. Was ich allgemein Jeder/m empfehlen kann ist, sich so viel wie möglich pflanzlich zu ernähren. Ich würde nicht hingehen und sagen „Iss kein Fleisch“, sondern eher „Iss mehr Gemüse“. Viele Leute geraten ja direkt in Panik, wenn sie etwas nicht mehr dürfen/sollten. Ich empfehle da lieber, sich Gedanken zu machen, wovon man MEHR essen möchte. Das erzeugt kein Mangelempfinden und die „bösen“ Sachen isst man dann automatisch weniger.

Glutenfrei ist immer einen Versuch wert, wenn man an Autoimmunerkrankungen leidet, aber auch Menschen mit anderen Beschwerden probieren es oft aus und fühle sich besser. Ich wäre da nur vorsichtig bei der Auswahl der Alternativen, denn nur auf pappige Stärkebrötchen zurückzugreifen verbessert sicher nicht automatisch den Gesundheitszustand. Vollwertig und natürlich ist auch hier das A und O.

Anja Lee

Green Eating

Anja Lee

Zertifizierte Enährungberaterin, Diplom Sozialpädagogin

Ich gebe Seminare und Kochkurse zu gesunder veganer Ernährung und habe einen Foodblog mit gf & veganen Rezepten, diesen findet ihr hier: www.theveganfoodnerd.com

Informationen zu Seminaren & Kochkursen gibt es hier: www.green-eating.de

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