Alle, die meinen Blog schon länger verfolgen, wissen sicherlich, dass ich weder Fan von Antihistaminika noch von Antibiotika oder auch von den meisten Medikamenten bin. Ich bin ja eher so der Verfechter von: Stärke die Selbstheilungskräfte deines Körpers und mache ihn nicht mit noch mehr Chemie kaputt. Es gibt natürlich Notfälle und lebenswichtige Umstände, zu deinen Antibiotika oder besonders Antihistaminika unerlässlich sind. Und dafür bin ich der modernen Medizin sehr dankbar, dass sie uns mit diesen Medikamenten versorgt. Die Betonung liegt aber auch: Für Notfälle! Denn für alles andere, ist die Natur und unsere eigenen Selbstheilungskräfte die beste Medizin.

Antibiotika bei Histaminintoleranz – Was ist zu beachten?

Zu beachten ist vor allem das folgende: Die meisten Antibiotika werden bei Histaminintoleranz sehr schlecht vertragen. Die Schweizer Interessensgemeinscht für Histaminintoleranz (SIGHI) hat einge sehr umfangreiche Liste zusammengestellt, wo die wichtigsten Medikamente aufgelistet werden, die NICHT verträglich sind. Wie ihr sehen werdet, sind es sehr viele. Hier könnt ihr euch die Liste anschauen.

Warum überhaupt Antibiotika?

Ein Antibiotikum (aus dem griechischen: bios = das Leben, anti = gegen) ist eine Substanz, die das Wachstum von Bakterien (Mikroorganismen) hemmt und diese abtötet. Ursprünglich ist der Begriff genutzt worden, um Bakterien oder Pilze natürlichen Ursprungs zu bezeichnen, die eben diese antimikrobielle Wirkung haben. Heutzutage verwenden wir diesen Begriff für künstlich hergestellte Substanzen (Medikamente), welche wir einnehmen, um Bakterien in unserem Körper zu bekämpfen – leider eben nicht nur die guten, sondern alle. Antibiotika sind sehr wirksam und können Leben retten, Beschwerden lindern und Erkrankungen schneller kurieren.

histaminintoleranz probiorikum bakterien darm

Wichtiges bei der Einnahme von Antibiotika

  • Antibiotika wirken nur gegen eine Bakterien Infektion, bei Viren haben Antibiotika keine Wirkung. Bei häufigen Erkrankungen wie Husten, Schnupfen, Grippe, die meisten von Viren ausgelöst werden, wirken Antibiotika nicht!
  • Antibiotika müssen über den gesamten Zeitraum der Verschreibung eingenommen werden und dürfen nicht abgesetzt werden, sobald Besserung eintritt. 
  • Antibiotika sollten nur in Ausnahmefällen genommen werden und auch nur dann, wenn eine bakterielle Infektion gesichert ist. Auf Verdacht Einnahme und vorsorgliche Einnahmen schaden dem Körper unnötig, bessern die Erkrankung nicht, schwächen den Körper und verstärken die allgemeine Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika.

Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika haben eine breite Wirkung und sind in der Regel gut verträglich, die Nebenwirkungen sind jedoch enorm und manchmal erst nach Jahren sichtbar: Dazu gehören Allergien, Darmfehlbesiedlungen oder vermehrtes Auftreten von Pilzinfektionen. Besonders die langanhaltende Einnahme von Antibiotika können den Darm enorm schwächen und die Darmflora fast vollständig zerstören. Es gibt Antibiotika Formen, die nur lokal verabreicht werden, weil ihre Nebenwirkungen auf das gesamte System so enorm sind, dass die Medizin diese Verantwortung nicht mehr übernehmen möchte. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die regelmäßige Einnahme von Antibiotika, besonders in der Kindheit, in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen stehen.


Resistenzen von Erregern

Durch eine nicht sachgemäße Einnahme oder eine zu häufige Einnahme von Antibiotika kann es im Körper zu resistenten Erregern kommen. Wenn eine Antibiotika Einheit nicht zu Ende genommen wurde, dann kann es sein, dass Erreger überleben, die bereits Antikörper gegen das Antibiotikum gebildet haben. Wenn nun eine erneute Erkrankung durch eben diesen Erreger auftritt (oder die im Körper gespeicherten Erreger einen erneuten Angriff einläuten), dann können die bereits resistenten Erreger die “neuen” ebenfalls resistent werden lassen. Resistenz kann erlernt werden. Das Antibiotikum wirkt somit nicht mehr gegen diese Erreger und es muss ein neues Antibiotikum eingenommen werden, stärker und noch länger.

Nach einer Antibiotika Behandlung

Das wichtigste nach einer Antibiotika Behandlung ist es, den Darm wieder aufzubauen. Dies geschieht am besten durch Probiotika (pro = für, bios = das Leben). Probiotika sind aktive Darmbakterien, die deinen Darm wieder auf Vordermann bringen und besonders bei Histaminintoleranz enorm notwendig sind. Warum das so ist, kannst du detailliert hier nachlesen.

Natürliches Antibiotikum

Wie immer gibt es aber aus der Natur auch Alternativen zu künstlichen Medikamenten, die natürlichen Antibiotika. Sie sind sehr viel sanfter zu unserem Körper, töten nicht grundsätzlich alles ab und zerstören unseren Darm nicht so nachhaltig. Dennoch wirken sie ausreichend und kräftigen den Körper, mit den schädigenden Eindringlingen fertig zu werden. Besonders in der Kindheit ist es so wichtig, dass wir den Körper trainieren, mit schädlichen Erregern umgehen zu lernen, denn dieses Training zahlt sich später aus. Eine regelmäßige Darmsanierung und eine starke Darmgesundheit sind übrigens die Grundlagen für ein wirkungsvolles Immunsystem.

Ingwer-Zitronen-Tee

Natürliche Hilfe gegen Bakterien und Viren

Es gibt eine Rezeptur für ein natürliches Antibiotikum, das anscheinend auf das Mittelalter zurück geht und in langer Tradition weiter gegeben wurde. Die Kombination der Inhaltsstoffe macht dieses Mittel so stark und es soll auch gegen Viren und Pilze wirken sowie die Blutzirkulation verbessern. Dieses Rezept findest du hier. Leider ist es nicht sonderlich histaminfreundlich. Daher möchte ich euch ein paar Gewürze, Lebensmittel und natürliche Helferlein vorstellen, die du auch bei HIT anwenden kannst.

Wie immer gilt: Bitte keine Experimente! Gehe zu einem Arzt und lasse deine Krankheit abklären. Überlege dir anschließend, was du machen möchtest. Deine Gesundheit liegt in deiner Verantwortung, das Lesen dieses Blogs ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. 

Natürliche Hilfe bei HIT

  • Cystus: Die im Mittelmeerraum beheimatete Zistrose ist eine Teepflanze mit besonders hohem Polyphenolgehalt (starkes Antioxidativ und starke natürliches Abwehrmittel gegen Feinde der Pflanze). Daher gilt diese Pflanze als ein sehr wirksames Antibiotikum und wird sowohl als Tee als auch als Lutschtablettenform verabreicht.
  • Knoblauch: Der Schwefel im Knoblauch ist ein wirksames Antibiotikum und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.
  • Zwiebel: Warme Zwiebelwickel werden beispielsweise bei Ohrenentzündungen gerne eingesetzt, dabei wirken die Dämpfe der Zwiebel als ein natürliches Antibiotikum, das auch über die Haut aufgenommen werden kann und das Immunsystem stärkt. Auch ein Wickel um den Hals bei Halsschmerzen kann Linderung bringen.
  • Ingwer und Kurkuma: Ingwer und Kurkuma haben antibiotische Wirkung, stärken die Darmschleimhaut, wirken entzündungshemmend und reinigend gegen schädliche Eindringlinge und kräftigend auf das Immunsystem. Am besten bereitet man einen Tee davon zu.
  • Honig: Honig besitzt antivirale, antiseptische, antibakterielle und entzündungshemmende Faktoren und ist ein wahrere Alles-Könner. Bei Halsschmerzen und anderen Erkrankungen jede Stunde einen Teelöffel Honig lutschen, das unterstützt die Heilung und stärkt die Abwehrkräfte.
  • Käsepappel (Tee): Käsepappel ist sehr wirksam gegen Sodbrennen, da sie sich schützend um die Magenschleimhaut legt und diese beruhigt sowie heilen kann. Das selbe gilt auch bei Halsschmerzen, beim Gurgeln mit Käsepappel werden die empfindlichen Schleimhäute des Rachens geschützt. Inhalieren hilft somit bei der Linderung von Schnupfen, denn die Schleimhäute dort sind sehr empfindlich. Zubereitung: 12 Stunden in kaltes Wasser legen, abseihen und das Wasser leicht erwärmen.

Zu viel Stress? Dann lade dir hier KOSTENLOS meine Anti-Stress-Fibel herunter, einfach auf das Bild klicken.Zu viel Stress? Dann lade dir hier KOSTENLOS meine Anti-Stress-Fibel herunter, einfach auf das Bild klicken.

Essen für die (Darm) Gesundheit

Ernährung ist die beste Medizin. Es gibt ein paar grundlegende Regeln, die deinem Körper helfen, gesund und stark zu bleiben.

  • Viel frisches Gemüse und Obst essen und am besten selbst kochen. Verarbeitete Speisen nur ins Ausnahmen.
  • Nüsse, Hanfsamen, Leinsamen, Chia Samen sind natürliche Protein- und Kraftquellen, der Körper benötigt Proteine, um stark und gesund zu sein.
  • Zucker reduzieren und auch mit Obst (Fruchtzucker) achtsam umgehen. Wenig Milch und kein Weizen zu sich nehmen, diese schädigen leider den Darm enorm, da sie heutzutage zu stark verarbeitet sind und überhaupt nicht mehr vom Darm aufgenommen und aufgespalten werden können.
  • Ausreichend Wasser trinken und den Körper immer im Fluss halten.
  • Für ausreichend Bewegung und frische Luft sorgen.
histaminfass leeren mit brokoli

Ernährung ist Medizin. Über 30 gesunde Rezepte für einen starken Darm findest du in meinem Rezeptbuch. Einfach auf das Bild klicken und direkt in den Shop weitergeleitet werden.

 

Weiter führende Literatur

 

Meine Empfehlungen für dich*:

 

 

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

Letzte Artikel von Nora Hodeige (Alle anzeigen)