Unsere Darmbakterien sind maßgeblich dafür verantwortlich, ob unser Darm gesund ist oder nicht. Gleichzeitig kommen ihnen viele wichtige Aufgaben zu, so sind sie Teil unseres Immunsystems, helfen bei der Verdauung und unterstützen den Darm bei der Produktion wichtiger Hormone. Die Darmbakterien sind ein kleines Wunderwerk und unser Darm wird häufig als Sitz der Gesundheit bezeichnet, deswegen ist es so wichtig, dass wir ihn und die Bakterienstämme, die in ihm wohnen, gut und sinnvoll ernähren. Heute habe ich dir 10 Impulse aufgeschrieben, wie du deinem Darm und den Darmbakterien hilfst, ihre wichtige Arbeit tun zu können.

10 Impulse für deinen gesunden Darm und starke Darmbakterien

1. Sorge für gutes Klima, damit die Bakterien sich wohl fühlen

Die guten Darmbakterien helfen dem Darm dabei, optimal zu funktionieren und haben außerdem noch zahlreiche weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit deines ganzen Körpers. Die guten Darmbakterien selbst sorgen dafür, dass das Milieu sauer wird, denn dort fühlen sich die Darmbakterien erst so richtig wohl. Wichtig für dieses saure Milieu sind vor allem die Bifidobakterien und Lactobazillen, die Buttersäure ausstoßen und so für ein gutes, bakterienfreundliches Klima sorgen.

2. Mache einen Darmflorastatus, um den Überblick zu gewinnen

Grundsätzlich ist es immer ratsam, erst mal einen Test machen zu lassen (z.B. diesen hier)*, um einen Überblick zu erhalten, welche Bakterien sich bereits in deinem Darm befinden. Es gibt gute und schlechte Darmbakterien. Die guten helfen dir und unterstützen deinen Darm bei seiner Arbeit – die schlechten sorgen für Fäulnis im Darm, begünstigen Entzündungen, Unverträglichkeiten und Fettpölsterchen.

3. Sorge für eine optimale Ansiedlung der guten Bakterien

Essentiell wichtig ist, Probiotika einzunehmen. Probiotika* sind Mischungen aus guten Darmbakterien, die du oral einnehmen kannst. Sinnvoll ist es Probiotika in Pulverform einzunehmen, die du in Wasser aufgelöst und mindestens 15 Minuten aktivieren lassen solltest. Es bietet sich an diese Probiotika (also die Bakterien) mit Präbiotika zu kombinieren – Präbiotika* ist das Bakterienfutter, zum Beispiel Apfelpektin* oder Inulin*. Wichtig ist nämlich, dass du es den Bakterien in deinem Darm auch angenehm machst, dazu muss das Milieu stimmen, sonst siedeln sie sich nicht an. Dazu ist es hilfreich, Präbiotika einzunehmen und auch bei der Ernährung auf Bakterienfutter zu achten: Ballaststoffe, ressistente Stärke, Omega-3-Fette und Inulin bzw. Apfelpektin (1 Apfel am Tag mit Schale hilft enorm).

4. Bleibe treu und halte durch

Die Hersteller verwenden in ihren Probiotika Produkten verschiedene Bakterienstämme. Ein Wechsel verhindert die Ansiedlung der Keime und vermindert deren Einfluss auf die bestehende Darmflora. Von daher ist es wichtig, ein Produkt eines Herstellers über mehrere Monate zu nehmen, mindestens 3 Monate und am besten 1x täglich. Die Bakterien benötigen Zeit und ständigen Nachschub, um sich anzusiedeln. Es kann je nach dem relativ lange dauern bis ein Effekt zu spüren ist, denn je nach dem wie das Milieu im Darm ist und wie sehr die guten Darmbakterien in der Unterzahl sind, um so länger dauert es auch bis sie wirklich und nachhaltig angesiedelt werden können. Es sollten täglich mindestens 100 Millionen probiotischer Bakterien aufgenommen werden, um den gezielten Effekt zu erreichen.

So ernährst du die Darmbakterien richtig und stärkst den Darm 

5. Nutze inulinhaltige Lebensmittel, um die richtigen Bakterien zu züchten

Die Bakterien lieben Inulin*, das ist ihr Bakterienfutter. Inulin kommt natürlicherweise in Chicoree, Schwarzwurzel und Topinambur vor. Lebensmittel, die in den wenigsten Haushalten täglich auf dem Mahlzeitenplan stehen. Von daher kann es ratsam sein, Inulin als Nahrungsergänzungsmittel* zur Stärkung der Bakterien in einem kurmäßigen Zeitraum einzunehmen und die Bakterien, die sich bereits im Darm befinden, zu füttern – und groß und stark werden zu lassen.

6. Füttere die guten Darmbakterien durch ballaststoffreiche Ernährung

Die Bakterien essen aber nicht nur Inulin, sie lieben auch Apfelpektin – ein Apfel mit Schale pro Tag füttert sie schon mal sehr gut. Dazu lieben die guten Bakterien Stärke und Ballaststoffe. Resistente Stärke hat den Vorteil, dass es alle Verdauungsorgane überdauert bis es endlich im Dickdarm und somit bei den Bakterienstämmen angekommen ist. Diese gilt es verstärkt zu essen, damit die Bakterien auf natürliche Weise gestärkt werden: Resistente Stärke ist besonders in gekochten, aber kalten Kartoffeln sowie in Reis, der ebenfalls abgekühlt ist. Vollkornprodukte, Leinsamen, Haferflocken und -kleie sind sehr ballaststoffreich. Sie unterstützen die Verdauung, versorgen den Darm mit Nährstoffen und wichtigem Bakterienfutter, denn diese komplexen Kohlenhydrate schaffen es ebenfalls bis in den Dickdarm. Gleichzeitig machen sie satt und lassen das Insulin nur sehr langsam ansteigen – dadurch bleibt der Blutzucker auf einem gesunden Niveau und der Verdauungskreislauf wird nicht unnötig gestört. Ein gutes Präbiotikum ist in den ersten Monaten* zusätzlich eine sehr gute Unterstützung, so kannst du gezielt die guten Darmbakterien füttern.

7. Versorge den Darm mit ausreichend Eiweiß und Aminosäuren

Eiweiß kommt in tierischen Produkten vor und es gibt auch pflanzliches Eiweiß zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und verschiedenen Pilzsorten. Protein, das Eiweiß, besteht aus Aminosäuren. Es gibt essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren, die essenziellen können vom Körper nicht selbstständig hergestellt werden und müssen somit über die Nahrung aufgenommen werden. Tatsächlich ist es so, dass tierische Eiweiße mehr der essenziellen Aminosäuren verteilen und diese Form der Proteine vom Körper effektiver aufgenommen werden kann. Grundsätzlich bietet es sich jedoch bei Eiweiß an, eine Mischung aus tierischem und pflanzlichem Protein anzustreben. Einige der Aminosäuren – die kleinsten Teile der Proteine – haben die tolle Fähigkeit, die Darmschleimhaut zu reparieren. Genauso wie auch Lecithine, im Übrigen. Du kannst Aminosäuren, allen voran L-Glutamin*, und auch die Lecithine kurmäßig als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um deinen Darm und vor allem die Darmschleimhaut zu unterstützen.

8. Reduziere Entzündungen im Darm durch Omega-3-Fette

Entzündungen in unserem Darm sorgen für das falsche Klima und die Ansiedlung falscher Bakterienstämme. Entzündungen verletzen die Darmschleimhaut und sorgen im schlechtesten Fall für einen löchrigen Darm, auch als Leaky Gut Syndrom* bezeichnet. Chronische Entzündungen können auch im Körper vorkommen und schaden somit dem gesamten Organismus, im besonderen dem Darm. Entzündungshemmer sind Omega-3-Fettesäuren*, die besonders in fetten Fischen wie Thunfisch, Lachs, Makrele oder Hering vorkommen. Leinsamen, Walnussöl, Rapsöl, Leinöl und Macadamianüssen sind ebenfalls sehr reich an Omega-3-Fetten. Ballaststoffe und bestimmte Gewürze können ebenfalls die Entzündungen im Körper eindämmen. Entzündungsfördernd sind Omega-6-Fettsäuren, die in Sonnenblumenöl, Kürbiskernen sowie Margarine vorkommen – und auch Zucker sowie schnelle Kohlenhydrate.

9. Nutze die antientzündliche Wirkung von Kurkuma und Ingwer

Kurkuma hat eine starke antientzündliche Wirkung, die den Darm reparieren kann und das gesamte Entzündungspotential im Körper herunterfährt. Die Inhaltsstoffe der Wurzel greifen direkt in die Entzündungskaskade ein und blockieren so die Bildung von Entzündungsstoffen. Des Weiteren bietet Kurkuma Schutz vor freien Radikalen und Zellschäden. Im Übrigen wird Kurkuma von den Zellen besser aufgenommen, wenn gleichzeitig schwarzer Pfeffer oder Zimt sowie Zitrusfrüchte verzehrt werden, dies kannst du natürlich für einen überschaubaren Zeitraum auch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen*Ingwer ist ebenso wie Kurkuma eine Anti-Entzündungs-Wunderwaffe und verhindert die Bildung von Entzündungsstoffen.

Entzündungshemmender Tee: ½ TL Kurkuma, ½ TL Zimt, ein kleines Stück Ingwer (gerieben) und eine Prise schwarzer Pfeffer mit ½ Liter Wasser überbrühen und trinken.

10. Bewege dich ausreichend, damit die Bakterien tanzen können

Aktivität jeder Art wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. Die Bakterien lieben Bewegung und können dank dieser regelmäßigen Aktivität besser arbeiten. Dazu reicht es schon täglich 30 Minuten Bewegungseinheiten einzuplanen. Dabei ist es übrigens egal, ob du 3x 10 Minuten oder 30 Minuten am Stück dich bewegst, wichtig ist nur, dass du eben nicht nur auf deinem Stuhl kleben bleibst, sondern aktiv wirst.

Die perfekte Ernährung für deinen Darm

In meinem Online Kurs “love your metabolism” zeige ich dir in 21 Tagen, wie du deinen Darm perfekt ernähren und unterstützen kannst. Gemeinsam durchlaufen wir 21 Tage inklusive Detox, strenger Ernährungsumstellung sowie Übergangstagen zu einer langfristigen, gesunden Ernährung, die auch im Alltag geeignet ist. Selbstverständlich ist dieser Kurs speziell bei Histamin-Intoleranz anwendbar, aber auch für alle anderen geeignet, die ihren Darm und ihren Körper mit gesunder Ernährung unterstützen wollen.

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

Du willst dein Histaminfass leeren?

Ich zeige dir wie. Mit diesen 5 Entgiftungs-Tipps entgiftest du deinen Körper. Ganz einfach. Von zu Hause aus. Dein Histaminfass freut sich über die Entlastung!

Vielen Dank. Schaue jetzt bitte in deinem Posteingang nach, du hast Post von mir. Bitte bestätige dort diene Email Adresse.

Pin It on Pinterest

Share This