Es ist bei uns Tradition, dass mindestens eine aus der Familie die Vanillekipferl von Oma in der Adventszeit backen muss – oder alle, weil es bei jedem ein wenig anders schmeckt. Und da dieser Geschmack uns verbindet, müssen die leckeren Halbmonde natürlich mit den anderen geteilt werden. Denn nur geteiltes Glück ist doppeltes Glück. 

Die Vanillekipferl meiner Oma sind ganz besonders – aber leider, das sei hier gleich mal erwähnt, bei Histaminintoleranz nicht immer verträglich. Denn in echte Vanillekipferl müssen schon Nüsse hinein. Daher heißt es seit ein paar Jahren bei dieser Tradition für mich: Freude verschenken und ein oder zwei kleine Kipferl essen. Ganz heimlich versteht sich, damit mein Körper das gar nicht so richtig mitbekommt. Aber auch hierbei gilt: Jeder Körper reagiert anders. Nüsse selbst haben kein Histamin (siehe unten) und sind sehr gesund. Daher: Einfach mal ausprobieren und (vielleicht) staunen. 

Dieses Rezept findest du übrigens mit über 20 anderen Weihnachtsplätzchen – glutenfrei und histaminarm – in meinem neuen eBackbuch: Weihnachtsbäckerei – klick hier! [/box]

Weihnachten – Zeit zum Backen und zum Verschenken

Hast du Lust zu Weihnachten Freude mit Leckereien zu verschenken? Dann habe ich hier auf Leben mit Ohne ein paar schöne Ideen für dich! Klick auf die Bilder! (Vorsicht! Nicht histaminfrei – außer Kürbis Chutney! Eher zum Verschenken geeignet):

Hausgemachtes Kürbis Chutney

Kürbis Chutney

Leckere rote Beete Konfitüre

Rote Beete Konfitüre

Mango-chilli-Ketchup selbstgemacht

Selbstgemachtes Ketchup

 

 

 

 

Echte österreichische Vanillekipferl mit der ganz besonderen Zutat

Meine Oma ist ursprünglich aus Österreich und daher stammt auch dieses alte Vanillekipferl Rezept. Das besondere daran: Es werden Haselnüsse verwendet und keine Mandeln. Meine Oma und mit ihr die gesamte österreichische Verwandtschaft behauptet natürlich, dass dieses das echte und einzig wahre Rezept ist – denn nur mit Haselnüssen bekommen die süßen Kipferl ihren wunderbar herben und einzigartigen Geschmack. Die Haselnüsse machen die Plätzchen zudem dunkler, frischer und nehmen ein wenig der penetranten Süße von “normalen” Vanillekipferl weg. Viele, viele Freunde und Bekannte konnten wir mit unserem traditionsreichen Gebäck schon damit überzeugen – was ist mit euch?


Vanillekipferl

Rezept: Vanillekipferl à la Oma Maria

  • ★  280g Mehl, ★  200g Butter, ★  80g Zucker, ★  125g Haselnüsse
  • Die Zutaten alle mit der Hand zu einem festen Teig verkneten. Den Teig dann ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Den Ofen auf 150°C (Umluft) vorheizen, runter schalten auf 120°C.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Händen halbmondförmige Plätzchen formen.
  • Die Vanillekipferl für ca. 30 Minuten in den Ofen geben – sie trocknen mehr als dass sie backen.
  • Nach dem Backen unbedingt abkühlen lassen – denn sonst brechen sie beim Hochheben.
  • Die lauwarmen Plätzchen (kalt sollten sie auch nicht sein, sonst haftet der Vanillezucker nicht mehr daran – der Zeitpunkt ist wichtig!)  in Vanillepuderzucker (kein Vanillin!) rollen, wälzen, tupfen. Irgendwie so, dass der Zucker an den Kipferl hängen bleibt. Und dann habt ihr ganz wunderbare, echt österreichische Vanillekipferl. Feine Sache!

vanillekipferl Teig

Glutenfreie Variante

Für mein neues e-Backbuch “Histaminarme & glutenfreie Weihnachtsbäckerei” habe ich dieses Rezept auch in einer glutenfreien Variante ausprobiert, und Mandelmehl anstatt Haselnüsse genommen für die bessere Verträglichkeit bei HIT: Das geht auch. Hier meine Vorschläge:

Glutenfreie Vanillekipferl mit Haselnüssen

Mehl ersetzen durch 100g Reismehl und 100g Stärke (z.B. Tapiokastärke oder Kartoffelmehl). Gerne 50g mehr Butter verwenden.

Histaminärmere Variante mit Mandelmehl

200g Mandelmehl plus 200g Stärke verwenden (Tapiokastärke oder Kartoffelmehl). Diese Plätzchen werden recht fest, eventuell zwischen 80g und 100g mehr Butter verwenden, damit die Plätzchen mürbe werden. Etwas Xanthan hinzufügen (1/2 TL).

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ACHTUNG NÜSSE

Nüsse sollten bei Histaminintoleranz mit Vorsicht genossen werden, auch, wenn ihr Histamingehalt nicht sonderlich hoch ist. Auch andere biogene Amine, welche zu Problemen führen können (wie Tyramin und Serotonin) sind nur zu einem geringen Anteil in Nüssen enthalten. Trotzdem – und das wohl zurecht – wird in HIT Kreisen vom Verzehr von Nüssen abgeraten: Denn Nüsse sind vor allem in bereits gemahlener Form ungemein schnell verderblich. Schon eine schlechte Nuss kann das gesamte Paket unverträglich werden lassen. Histamin entsteht sowohl bei der Haltbarmachung, als auch bei dem Verderben von Speisen. 

Daher mein Tipp: Lieber ganze Nüsse kaufen und selber zu Hause im Mixer mahlen. Die Packung in ein Schraubglas umfüllen und innerhalb von einer Woche aufbrauchen. 

Und außerdem: Probiere aus, welche Nüsse du gut verträgst. Einige Betroffene von HIT erzählen, dass sie Mandeln am besten vertragen, andere wiederum gerade diese Nüsse überhaupt nicht. Macadamianüsse können auch sehr gut verträglich sein. Am besten probierst du es ganz vorsichtig selbst aus. 

Mandeln gelten allgemein als sehr gesund, Ayurveda zum Beispiel rät, jeden Tag eine Handvoll Mandeln zu essen, da diese so viele gute Nährstoffe haben, die wir jeden Tag gebrauchen könne. Auf Grund der anti-entzündlichen Inhaltsstoffe kann ich diese Empfehlung sehr gut nachvollziehen. Trotz der Tatsache, dass dieses Rezept “extra” mit Haselnüssen gemacht wird, sind Mandeln für HIT im Zweifel die bessere Wahl. Wie gesagt, aber: Jede/r muss das selbst ausprobieren!

Ein sehr informatives Video von Urgeschmack zum Thema “Sind Nüsse gesund” findet ihr hier. 

Vanillekipferl Sterne

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige