Momentan kann ich nicht sonderlich gut schlafen. Leider habe ich noch nicht herausfinden können, woran es liegt – denn meist liegt einem Schlaf-Problem ja ein anderes Problem zu Grunde. Damit ich dann nachts in keine Grübeleien und Problemwälzerei verfalle, habe ich mir angewöhnt, sofort die 4-Sekunden-Atmung durchzuführen. Seit dem ich dies so konsequent mache, nachts, wenn ich aufwache, schlafe ich innerhalb weniger Minuten wieder ein und fühle mich zum Glück am nächsten Tag dann dennoch ausgeruht und fit. Weil ich so begeistert davon bin, möchte ich dir gerne heute die 4-Sekunden-Atmung vorstellen.

Anspannung und Entspannung – die beiden Pole des Körpers

Es gibt zwei Systeme im Körper, die das vegetative Nervensystem steuern: Den Sympathikus und den Parasympathikus. Der Sympathikus bildet die “Stressachse” unseres Körpers, er sorgt für Anspannung und der Parasympathikus bildet die Entspannung in unserem Körper – beide sind eng mit dem Hormonsystem verbunden.  

Die Anspannung ist wichtig, wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir kämpfen müssen, wenn wir vorwärts kommen wollen, doch nur in der Entspannung kann sich unser System regenerieren. Diese Form der Entspannung muss unser Körper (wieder) lernen, dann kann eine langfristige Regeneration stattfinden.   

Die einfachste und gleichzeitig effektivste Entspannungsmethode 

Die meisten Menschen befinden sich hauptsächlich im Modus von Anspannung, wir “müssen immer noch irgendetwas machen” oder befinden uns in einer generell, schwierigen Lebenssituation – der Körper erleidet Stress, die Stresshormone Adrenalin und Cholesterol arbeiten auf Hochtouren, die Schilddrüse reguliert, die Nebennieren brennen aus und der gesamte Mensch fühlt sich erschöpft, verspannt und schwer. 

Das vegetative Nervensystem reguliert unsere Gesundheit durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung. Durch eine dauerhafte Überlastung dieses Nervensystems entstehen chronische Krankheiten, weil der Körper keine Möglichkeit mehr hat, sich zu regenerieren. 

Daher ist es sinnvoll frühzeitig dagegen zu wirken und das vegetative Nervensystem zu entspannen, damit kann das Hormonsystem, das Blutsystem, der Kreislauf, das Herz, der Darm und der Magen nachhaltig entlastet werden. 

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Das 4-Sekunden Atmen

Es ist so unendlich einfach, dass du es jederzeit und überall anwenden kannst. Ich empfehle es abends vor dem Einschlafen zu praktizieren, weil du eh liegst und es außerdem dein Einschlafen positiv unterstützt. Du kannst es auch morgens im Bett sitzend ausprobieren, wann immer es für dich passt. 

  • Atme ein und zähle dabei 1-2-3-4 (im Sekundentakt)
  • Atme aus und zähle wiederum 1-2-3-4
  • 4 Sekunden aus- und 4 Sekunden einatmen
  • Bleibe immer in diesem Rhythmus
  • Sobald deine Gedanken abschweifen, konzentriere dich wieder auf das Zählen
  • Wiederhole dieses Atmen für mindestens 5 Minuten
  • Stelle dir einen Wecker und steigere dich dann langsam
  • Du kannst diese Übung auch vor schwierigen Situationen (Prüfungen und ähnliches) anwenden

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Die Auswirkungen und Vorteile der 4-Sekunden-Atmung

  • Dein Pulsschlag verringert sich innerhalb weniger Atemzüge
  • Du atmest ausreichend Sauerstoff ein und versorgst so deine Zellen optimal
  • Du atmest ausreichend CO2 aus, um deinen Körper von dem giftigen Kohlenstoffdioxid zu entlasten.
  • Parasympathikus und Sympathikus schwingen in gleichbleibendem Rhythmus hin und her, dein vegetatives Nervensystem entspannt sich
  • Dein Hormonsystem kann sich besser regenerieren
  • Dein Kreislaufsystem wird stabilisiert
  • Deine Gedanken können sich entspannen und du brauchst einmal nicht an irgendetwas zu denken  

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Was passiert eigentlich im Körper bei Meditation?

Habt ihr schon von dieser Schule gelesen, die anstatt Strafarbeiten und Nachsitzen Meditation “anordnet”? Bemerkenswerte Idee und auch bemerkenswerte Ergebnisse: Seit dem die Kinder an dieser Schule meditieren, haben sich ihre Aufmerksamkeitsstpanne verdoppelt und kaum ein Kind muss mehr Ermahnt werden, weil es durch Hyperaktivität auffällt. Erstaunlicherweise, obwohl Kinder sehr viel Bewegung brauchen, scheint ihnen gerade die Ruhe der Meditation unglaublich gut zu tun – sie fühlen sich in ihrem Körper wohl, erfahren (Selbst-)Wertschätzung und regulieren ihr Stress Niveau.

Untersuchungen zeigen, dass regelmäßige Meditation oder Achtsamkeitsübungen das Gehirn positiv beeinflussen und besonders auf das Stressniveau des Menschen einen enormen Einfluss hat. Regelmäßige Meditation, das bedeutet schon 10 Minuten pro Tag mit der 4-Sekunden-Atmung schaffen im Gehirn neue Verknüpfungen, die im Falle eines Stress-Events aktiviert werden und so sogar im Stress für Entspannung sorgen können. Der Puls und der Kreislauf regulieren sich faszinierend schnell und der Parasympathikus (die Nervensysteme, welche für Entspannung verantwortlich sind) werden gestärkt. Meditation stärkt den gesamten Körper, wirkt ähnlich wie Antidepressiva und kann nachhaltig das Histaminlevel senken.

Meditation verändert tatsächlich das Gehirn, das haben Studien gezeigt. Meditation kann neue Verknüpfungen schaffen und Stress minimieren – auch das Histaminfass kann man mit Meditation nachhaltig leeren. 

Möchtest du noch mehr über die Kraft der Meditation lernen und neue Achtsamkeitsübungen erfahren? Dann komm doch im nächsten Jahr zu meinem “Body & Mind in Balance – Day” nach Berlin. Informationen und Anmeldungen findest du hier: Body & Mind in Balance Day 

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Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige
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