Ohne Kaffee zu Leben ist möglich, aber es macht nur halb so viel Spaß!

Vor meiner Histaminfreien Zeit, da war ich ein kleiner Kaffeejunkie. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich einmal mehrere Tage, geschweige denn Jahre ohne Kaffee überstehen könnte. Gar nicht so sehr wegen des Koffeins – so behauptete ich zumindest immer – sondern wegen des Geschmacks. Nach 1 Jahr völliger Kaffeeabstinenz bin ich nun tatsächlich wieder auf den Geschmack gekommen: Entkoffeinierter Milchkaffee. Schmeckt großartig, ist super verträglich und macht mich hier in Berlin außerdem noch besonders hipp.
Eine weitere große Leidenschaft von mir war damals Schwarztee, eigentlich ist das nicht korrekt, denn ich hatte nicht einfach nur eine Schwäche für Schwarztee, nein, ich war verliebt in Earl Grey. Das klingt so sehr nach britischem Adel, dass ich mich jetzt noch nur beim Gedanken daran ganz aristokratisiert fühle. Earl Grey, eine Versuchung aus der herben Bitterkeit des Schwarztees mit der süßlich-bitteren Note der Bergamotte. Die Bergamotte, eine geheimnisvolle Zutat, die mir bis jetzt noch nirgendwo anders begegnet ist, außer eventuell in Duftölen. Eine Zeitlang war ich tatsächlich der assoziatorischen Meinung, die Bergamotte sei ein Tier, vielleicht ein Bergziege oder eben ein Fliegetierchen, was wohl von der Motte in Bergamotte herrührt. In Wahrheit ist die Bergamotte aber eine Zitrusfrucht, die in subtropischen Gebieten angebaut wird und nah mit der Bitterorange verwandt ist. Noch so eine traumhaft duftende Frucht, die Bitterorange. Fein… Naja, ich persönlich habe also einen Faible für den zarten zitronig, bitter, exotischen Geschmack und Geruch von bitteren Zitrusfrüchten, aber mein Körper hat diese Antihaltung aufgebaut und hat nun etwas gegen den Konsum von Zitrusfrüchten. Denn Zitrusfrüchte beinhalten zwar selbst kein Histamin, gelten aber als Histaminliberatoren, das bedeutet, dass das Histamin, welches der Körper in den Mastzellen eingespeichert hat, durch die Liberatoren freigesetzt wird. Diese Reaktion ist vergleichbar mit einer allergischen Reaktion, und ist daher auch nicht zu unterschätzen.IMG_3555
Nun, da es also aus ist mit dem Earl Grey Getrinke – übrigens nicht nur wegen der Bergamotte, sondern vielmehr wegen des Koffeins in Schwarztee – habe ich mich auf die Suche begeben nach einer neuen, frühstückstauglichen Köstlichkeit. Natürlich trinke ich viel Kräutertee, das ist schön und nett, aber nichts besonderes. Der große Nachteil beim Kräutertee ist außerdem, dass man ihn, wie ich finde, nicht mit Milch trinken kann. Das wiederum geht ganz wunderbar mit Rooibostee. Rooibostee stammt aus Südafrika und wird aus der Rinde des Rooibos-Strauches hergestellt. Und das Beste daran: Rooibos ist von Natur aus koffeeinfrei. Mit HI sollte man darauf achten, keinen Rooibos mit Geschmack, Bio-Tees ausgenommen, (Sahne-Karamell, Vanille, Schokolade und was es da alles so gibt) zu sich zu nehmen, da diese immer mit künstlichen Aromastoffen hergestellt sind und daher sehr schlecht vertragen werden – und außerdem sowieso ungesund sind, aber das nur am Rande. Nach zahlreichen Tassen Rooibos pur, habe ich im Rewe diesen tollen Fund gemacht: Rooibos mit Bourbon-Vanille. Nur das und sonst nichts. Dieser Tee ist von StickLembke, die Tees machen „die mit ohne“ sind (wie super passend!). Mit ohne Aromastoffen und mit ohne andere Zusätze, dafür aber mit ganz viele Geschmack. Leider eignet sich außer dieser einen Sorte keine weitere für HI, aber Rooibos und Bourbon-Vanille ist ein echter Traum. Zart süßlich und herb natürlich – eine echte neue Leidenschaft. Und vor allem mit Milch eine Offenbarung.Die mit ohne: StickLembke Tee
Den gibt es nun bei mir zum Frühstück, bis ich ihn nicht mehr sehen kann. Aber, das dauert wohl noch ein Weilchen. Dazu mache ich mir liebend gerne meinen warmen oder kalten Frühstücksbrei. Natürlich auch dieser völlig mit ohne Histamin.
Heute zum Beispiel gab es Grießbrei mit Joghurt und Beerenmischung (natürlich die mit ohne Erdbeeren). Dazu bringe ich 100ml Milch zum Kochen, rühre 3 EL Dinkel-Vollkorn-Grieß hinein und lasse das Ganze noch ein paar Minuten köcheln, bis es ein schöner Brei geworden ist. In den warmen Brei gebe ich noch 100g Joghurt dazu und rühre die Beeren unter. Ich musste heute, auf Grund der Jahreszeit, tiefgefrorene Beeren benutzen, die ich zuvor im Ofen bei 50°C aufgetaut habe. Da die Beeren von selbst eine feine Süße verbreiten, gebe ich keinen Zucker hinzu, wer möchte kann jedoch etwas Honig verwenden. Um meine Geschmacksnerven auszutricksen, streue ich lieber etwas Zimt oben drauf, denn mein Mund verbindet Zimt stets mit süß und so habe ich das Gefühl, der Brei sei leicht gesüßt, dabei ist es doch nur Zimt. Verrückt, oder? Ich weiß, dass manche Menschen mit HI Zimt nicht so gut vertragen, ich allerdings liebe Zimt und kann mir nicht vorstellen darauf zu verzichten.
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Mhm…so kann der Tag doch beginnen! Und, wie startet ihr in den Tag? Habt ihr auch ein Lieblingsfrühstück oder ein morgendliches Essensritual?

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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