Schöne Tee Alternativen – auch bei Histaminintoleranz verträglich

Tee ist ein leidiges Thema bei Menschen, die unter einer Histaminintoleranz leiden, denn in so vielen Tees sind Kräuter oder Aromastoffe drin, die wir nicht vertragen: Anis, Pfefferminze, Früchte (Erdbeeren), Thymian und andere. Es gibt aber viele tolle Alternativen für schöne Tees, die außerdem eine wohltuende Wirkung auf unseren Körper haben. Diese Wirkungen sind wissenschaftlich oftmals nicht nachgewiesen, aber seit Jahrhunderten im überlieferten Allgemeinwissen vorhanden – und außerdem schmecken die Tees einfach super gut.

Meine sechs liebsten Tees

1. Kurkuma

Kurkuma ist ein spannendes Gewürz*, es färbt alles in ein wundervolles orange-gelb und schmeckt irgendwie nach nicht so viel, finde ich. Am besten gefällt es mir ja in Curry Mischungen, aber die sind mit HIT ja dann auch wieder schwierig, weil scharfes die Darmschleimhaut angreift und außerdem ein starker Histaminliberator ist. Zurück zu Kurkuma: Es schmeckt einfach köstlich als Tee (da bin ich sehr überrascht von gewesen). 

Wirkung: Kurkuma wirkt entzündungshemmend auf den Darm. In der Ayurveda gilt Kurkuma als heiliges und “heißes” Gewürz, es hat eine energiespendende (macht wach und fit!) und (Blut) reinigende Wirkung. Es stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Des Weiteren kann Kurkuma auch als Salbe für Wundheilungen helfen.

Anwendung: Einfach die Wurzel (gibt es in gut sortierten Bioläden, vor allem jetzt im Winter) schälen und in 1-2 cm dicke Scheiben schneide. 5 davon genügen für eine heiße Tasse Kurkuma-Wasser. Je nach Belieben und Verträglichkeit süßen.

Teetasse Bett

2. Rosen

Getrocknete Rosenblüten* gibt es in gut sortierten Bioläden in der Teeabteilung zu kaufen. Ich liebe den Geruch von getrockneten Rosenblütenblätter, wenn sie sich im heißen Wasser langsam ausbreiten. Wundervoll ist auch eines meiner Lieblingsrezepte: Rosen-Sirup. Das ist allerdings eher etwas für den Sommer, kommt also noch.

Wirkung: Rose hat eine wundervoll beruhigende Wirkung ist vor allem für gestresste Tage oder hibbelige Menschen eine große Wohltat. Dem ätherischen Öl wird außerdem eine Wirkung gegen Schwindel und Kopfschmerzen zugesprochen. Wenn also mal wieder einer “dieser Tage ist”, dann setz dich gemütlich hin und trinke einen Rosentee.

Anwendung: 1 El getrocknete Rosen in einer Kanne mit heißem Wasser für mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Oder nach Packungsanleitung Tee kochen.

ingwertee

3. Ingwer

Wirkung: Ingwer* wird in der ayurvedischen Küche/Medizin für Kreislaufbeschwerden verwendet, es hat eine anregende und erfrischende Wirkung, kann also vor allem bei Müdigkeit angewandt werden. Des Weiteren regt Ingwer die Verdauung an und hat eine sehr gute Wirkung, wenn es 1/2 Stunde vor dem Essen getrunken wird.

Anwendung: Ähnlich wie Kurkuma wird die Wurzel geschält und dann in kleine Stücke geschnitten. Allerdings muss man bei der Dosierung hier sehr viel vorsichtiger sein als bei Kurkuma. Schon 2 Stücke (1-2cm groß) reichen für eine Tasse mit warmen (heißem) Wasser. 

4. Lavendel

Ich liebe den Duft von Lavendel, es erinnert mich an ferne Weiten und weite Fernen und lässt mich träumen. Lavendel ist übrigens gerade zum Träumen ganz wunderbar, dank seiner beruhigenden Wirkung. Echter Lavendel ist in diversen Naturkost (Bio) Läden in getrockneter Form erhältlich.

Wirkung: Lavendel* hat antiseptische und antibakterielle Eingenschaften, sein ätherisches Öl soll sogar Viren bekämpfen können und kann zudem krampflösend wirken. Auf den Geist wirkt es vor allem beruhigend und macht bereit für Neues, schafft Ruhe und Klarheit. Somit wird Lavendel gegen Auswirkungen von Stress und Ärger angewandt und kann bei Migräne helfen. 

Anwendung: 1 EL in einer Kanne mit heißem Wasser für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Achtung bei Allergie gegen Lippenblüter!

5. Frische Petersilie

Petersilie wird traditionell ja eher als Gewürz verwendet, doch gerade als Tee kann dieses Kraut seine Wirkung besonders gut entfalten. 

Wirkung: Nach der TCM ist Petersilie, wie auch andere grüne Kräuter Arten, dem Element Holz zugeordnet. Die Kraft des Holzes ist die Zeit des Frühlings, des Wachstums und Neubeginns. Petersilie kann Ideen und Visionen unterstützen, und Kraft zum Handeln bereit halten. Auf einer körperlichen Ebene ist Petersilie der Leber und Gallenblase zugeordnet und hat eine reinigende Wirkung auf das Blut, unterstützt die Seekraft und stärkt die Muskeln.  Außerdem ist Petersilie reich an Vitamin C, welches besonders bei Histaminintoleranz ein wichtiges Vitamin ist. Die Blutfördernde und reinigende Wirkung ist auch bei uns (früher) bekannt gewesen, die weisen Frauen setzten sie auch bei ausbleibender oder schmerzhafter Menstruation ein. Petersilie kann auch als Nahrungsergänzungsmittel* eingenommen werden.

Anwendung: Ca. 1/2 Bund Petersilie in ein großes Glas (kleine Kanne, 250-500ml) geben und für 10 Minuten ziehen lassen. Der Geschmack ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig.

Hagebutten Tee

6. Hagebutte

Hagebutten sind die “Beeren” der Rosen, wenn die Blütenblätter im Spätsommer abgefallen sind, bleiben die Hagebutten übrig. Daraus kann man (im getrockneten Zustand) einen wunderbar feinen Tee herstellen.

Wirkung: Hagebutte* wird traditionell zur Stärkung des Immunsystems und zur Unterstützung der Abwehrkräfte verwendet. Auch zur Entschlackung soll Hagebuttentee geeignet sein, da ihm eine Harntreibende Wirkung nachgesagt wird. 2 Tassen täglich sollen die Abwehrkräfte, besonders momentan zur kalten Jahreszeit, optimal stärken.

Anwendung: 1 EL getrocknete Hagebutten in einer Tasse mit heißem Wasser für 10 Minuten ziehen lassen. 

Warum kein Minztee?

In Berlin wird an jeder Ecke frischer Minztee ausgeschenkt, der im besten Fall nicht aus Pfefferminze, sondern anderen Minzarten besteht. Leider sind auch diese einfachen Minzsorten nicht immer gut verträglich bei Histaminintoleranz. Manchmal allerdings doch, das ist leider, wie es immer öfter so ist mit der HIT: Einige vertragen es, andere gar nicht. Vielleicht willst du dich ja einfach ganz vorsichtig dort herantasten. Denn Minze hat eine wunderbar erfrischende Wirkung auf den Geist, macht wach und klar und bringt neue Ideen. Und, wer könnte das nicht ab und zu gebrauchen??! Übrigens gibt es auch (natürliche) fertige Teesorten, die sehr gut verträglich sind, zum Beispiel dieser: Der mit ohne Tee! (Klar, warum mir der gut gefällt…)

Du bist gefragt!

Hast du noch ein paar Ideen? Welches sind deine liebsten Teesorten? Und, was verträgst du überhaupt nicht?

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Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige