Seit einigen Jahren wird bei uns Halloweeen groß gefeiert. Als unser kleiner Mann sich ankündigte und klar war, dass seine Geburt in den Oktober fallen wird, da war beim Liebsten kurzfristig die Freude getrübt: Ausgerechnet um Halloween herum, da würden wir ja dann gar nicht feiern können. Nun ja, taten wir dann auch nicht bzw. anders, aber das ist eine andere Geschichte. Dieses Jahr aber, da werden wir wieder einmal groß feiern, Freunde einladen und schick essen. Damit es auch für euch ein histaminarmer und freudiger Abend werden kann, habe ich für euch schon einmal ein feines herbstliches Menü vorgekocht, das ihr euren Gästen an Halloween oder einem anderen schönen Tag zubereiten könnt.

Die Ursprünge von Halloween

Zuerst aber möchte ich euch ein bisschen in die Welt von Halloween entführen. Viele Menschen in Deutschland schimpfen ja darüber, dass wir aber auch wirklich alles immer von Amerika übernehmen müssen… und, dass deswegen Halloween großflächig abgelehnt werden sollte. Doch die Ursprünge von Halloween liegen nicht in den USA, die Wurzeln von Halloween liegen bei den Kelten, es ist ein Ritual aus vorchristlicher Zeit und prägt bis heute das ganze (christliche) Europa.

Der Name Halloween leitet sich dabei aus “All Hallows’ Eve” ab, demnach die Nacht (Eve) vor “Allerheiligen”, einem sehr hohen christlichen Feiertag, der jedes Jahr zum 1. November begangen wird. An diesem Tag wird der Toten gedacht. Traditionell besucht man an diesem Tag die Gräber der Verstorbenen mit der ganzen Familie – besonders in den sehr christlichen Traditionen der Südländer Europas ist dieser Tag einer der höchsten Feiertage und wird umfangreich begangen, so zum Beispiel in Spanien (Lateinamerika) am “Dia de los Santos”.


Der keltische Ursprung Halloweens

Die Kelten hatten zwei hohe Feiertage, einmal das Frühlingsfest Beltane (Walpurgisnacht) am Übergang vom Winter zum Sommer und das Sommerfest Samhain (keltisch samos = Sommer) am Übergang vom Sommer zum Winter. Gefeiert wird an Halloween demnach das Sommerende, es wird dem reichen Sommer und der Ernte gedankt, das Vieh zieht zurück in die Ställe und auch die Menschen ziehen sich in ihre Heime zurück, alle bereiten sich auf die kalten, harten Winter vor. Doch vorher wird noch einmal ausgiebig gefeiert, getanzt, gelacht.

Traditionell glaubten die Kelten auch daran, dass in dieser Zeit und besonders in der Nacht des Samhain die Seelen der Toten zu ihren Heimen zurückkehren – ihnen zu Ehren wurden riesige Feuer (engl. bonfire = Knochenfeuer) entfacht. Gleichzeitig glaubte man daran, dass jene, die an diesem Tag geboren wurden, die Gabe der Hellseherei beherrschten und, dass überhaupt die Zeit des Samhain sich perfekt dazu eignete, in die Zukunft zu blicken.

Der christliche Ursprung Halloweens

Heutzutage ist sich die Forschung nicht mehr sicher darüber, ob das keltische Fest Samhain wirklich in dieser Form begangen wurde oder nicht nur von den christlichen Gelehrten des Mittelalters als heidnisches Fest konstruiert wurde. Wie dem auch sei, mir persönlich gefällt diese keltische Vorstellung, das Ende des Sommers gebührend zu feiern, auch in Demut an das zurück denken, was der Sommer wundervolles Hervorgebracht hat (an Ernte, an schönen Momenten, an entspannten Abenden) sowie dem Gedenken an die Seelen der Verstorbenen.

 

Diesen Brauch hat die Kirche übernommen: Allerheiligen am 1. November, dem Tag nach Halloween. Im frühen Mittelalter gab es im Frühjahr ein Fest, welches allen Märtyrern und der Jungfrau Maria geweiht war, dieses wurde einige hundert Jahre später von einem Papst auf den 1. November verlegt, einem Tag, an dem allen Heiligen gedacht werden sollte. Halloween folgt demnach der Tradition dieses Hochfestes Allerheiligen, an dem allen kirchlichen Heiligen gedacht wird und dem darauf folgenden Allerseelen, welches den irdischen Verstorbenen sowie “allen armen Seelen”, die sich im Fegefeuer befinden, gewidmet ist.

Brauchen wir Bräuche?

Gerade in unserer Zeit, einer Zeit, in der alles schneller, größer, höher sein muss, ist das Rückbesinnen auf Bräuche, seien sie nun keltischen oder christlichen Ursprungs, eine feine Angelegenheit, wie ich zumindest der Meinung bin. Diese Zeit, welche Ende Oktober startet, wenn die Tage dunkler, die Nächte länger und die Zeit langsamer wird, dann ist es eine schöne Angelegenheit mit Festen, Feuer, Lichtern und Gesängen dieser dunklen Jahreszeit Licht einzuhauchen. Die dunkle Jahreszeit ist eine Zeit des in sich gekehrt Seins, eine Zeit des Bastelns, des Geschichten Erzählens, des Backens, eine Zeit, in der die Familie beisammen sitzt und Gedanken ausgetauscht werden. Halloween und die anderen Feiertage sind dabei eine schöne Möglichkeit, eben diese Traditionen zu wahren.

Quellen:

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige