1910: “Histamin” wurde von Dale und Laidlaw (Dale: 1910) offiziell entdeckt. Durch die Extraktion der chemischen Bausteine konnte Histamin von nun an auch synthetisch hergestellt werden. Der chemische Ausdruck ist:  2-(4-Imidazolyl)-ethylamin. Es gibt zwei Tautomere, die beide Histamin formen (Nn-H und Nt-H). Histamin ist ein weißer Feststoff, welcher bei 83°C schmilzt und in Wasser sowie Ethanol löslich ist.

1911: Die pharmazeutischen Zusammenhänge wurden entschlüsselt und das Amin bekam seinen Namen. Da es aus Gewebe extrahiert wurde, bezeichnete man dieses „amine“ (engl. biogenes Amin) mit der Vorsilbe „histo“ (medizinischer Ausdruck für Gewebe)  – histamine. Histamin wird durch Abspaltung von Kohlendioxid aus der Aminosäure Histidin gewonnen. Das Histaminabbauende Enzym DAO dahingegen wird mit Hilfe von Vitamin B6 synthetisiert. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Vitamin B6 den Abbau von Histamin fördert.  

1932: Die Rolle von Histamin als einer der Hauptursachen für anaphylaktische (Schock) Reaktionen wurde erkannt. Dies war ein großer Fortschritt in der Immunforschung, denn endlich hatte man den Ursprung für Immunüberreaktionen und konnte an einem „Mittel“ dagegen forschen.


1943/1944: Das erste Antihistaminika wurden entwickelt, um Immunreaktionen regulieren zu können. Ein großer Durchbruch für die Immunbiologie.

1966: Mediziner charakterisierten die Rolle von Histamin im Zentralen Nervensystem und erklärten die Wirkung von Histamin auf die Rezeptoren von Synapsen. Synapsen sind die Verbindungen von Nervenzellen zueinander. Bei einer chemischen Reaktion senden die Synapsen Botenstoffe (zum Beispiel Histamin) aus, um Nachrichten zu senden. Diese Botenstoffe setzen sich auf die Rezeptoren (Empfänger) der empfangenden Zelle.

In den 1980er Jahren begann die Forschung sich langsam mit der Theorie einer Histamin-Intoleranz auseinanderzusetzen und untersuchte die verschiedenen Auswirkungen und Aufgaben, die Histamin im Körper hat und ausfüllt. Forschungen in Bezug auf Wein Intoleranz und dem darin enthaltenen Histamin bildete den Ausgangspunkt für diese medizinischen Studien. 

Quellen

Maintz & Novak, Histamine and Histamine Intolerance, in: AJCN Nutrition 
Dr Mandal, What is histamine? in: News Medical

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Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
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