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Fact #14: Histamin und Sex

Dez 14, 2016

Sex ist (positiver) Stress für den Körper und Stress löst Histamin aus, somit sollte auch Sex für eine große Histaminausschüttung führen. So zumindest die Theorie. Wie bei Sex ja oftmals, unterscheidet sich die Theorie von der Praxis in manchen Punkten. Zum einen gibt es keine vernünftige Forschung über den Zusammenhang von einer Histaminausschüttung, des Weiteren gibt es in Foren usw. viele HIT Betroffene, die von keinem Zusammenhang berichten können. Auf der anderen Seite wiederum erzählen zahlreiche Betroffene (Frauen) von eben diesen HIT Symptomen wie Schwindel, rote und juckende Flecken, Schlaflosigkeit sowie Übelkeit direkt nach dem Sex. Ist doch etwas dran, dass Sex Stress für den Körper ist? Natürlich sollte bei Sex niemals die psychische Komponente ignoriert werden, die ebenfalls zu allen diesen Symptomen führen kann, aber die Masse der Betroffenen scheint doch für einen Zusammenhang sprechen zu können. 

Die Theorie dahinter

Sex ist körperliche Anstrengung, so wie auch bei anderer sportlicher Betätigung, führt der Anstieg von Puls, Blutdruck sowie Körpertemperatur zu einer Ausschüttung von Histamin.  Körperliche Anstrengung wird in engem Zusammenhang mit allergischen Reaktionen (Ausschüttung von Histamin) gebracht. Der Körper wird mit körpereigenem Histamin überschwemmt und kommt (eventuell) nicht mit dem Abbau hinterher – die typischen Symptome einer Histaminvergiftung treten auf.  Erstaunlicherweise haben Studien herausgefunden, dass körperliche Anstrengung nur im Bereich des Cardio-Trainings, wo der Puls nach oben getrieben wird, zu eben diesen Histaminsymptomatiken führen kann. Trainingsarten, die gegen ein von außen auftretendes Gewicht Kraft ausüben (selbst, wenn es nur der eigene Körper ist), hingegen lösen keine Histaminreaktion aus. Es ist also verträglicher Hanteln zu stemmen als Seil zu hüpfen. Nicht zu verachten ist die mentale Komponente: Sportarten, die “nicht dynamisch” sind und den Puls nur langsam erhöhen, wo Pausen gemacht werden und inne-gehalten werden kann, werden sehr viel besser vertragen. Mehr noch, sie haben im besten Fall (Yoga ist hier immer ein prominentes Beispiel) zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung, entspannen nachweislich und lassen den Histaminspiegel sogar sinken.

Was heißt das, auf Sex übertragen?

Die meisten Betroffenen berichten davon, dass es ihnen hilft, nach dem Sex, sich hinzulegen, tief ein- und ausatmen und entspannen – und zu warten, bis es “vorbei geht”. Des Weiteren kann eine histaminreduzierte Diät einen großen Beitrag dazu leisten, dass das Histaminfass geleert wird und der Körper nicht mehr mit so viel Histamin geschwemmt werden kann.  Nehmen wir die Studien zu “nicht-dynamischen” Sportarten als Grundlage, dann kann es Sinn machen, es einmal mit einer langsameren Variante beim Sex zu probieren. Lieber Blümchen als Sado Maso, kann eine Devise sein.

 Und: Es langsam angehen lassen, ganz im Augenblick sein, hingeben und genießen. Nicht: Gedanken machen, Checklisten abarbeiten, gegen den eigenen Körper und die eigene Lust arbeiten, nur Geben, nicht Nehmen.

Und nicht vergessen: Sex sollte vor allem Spaß machen!

Quellen

Silvers (1992), Exercise-induced allergy: the role of histamine release. Aguayo et al. (2015), One bout of vibration exercise with vascular occlusion activates satellite cells Interessantes Interview zum Thema Sex und Zeit mit Diana Richardson 

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