Ganz ehrlich, egal, wie es sich gerade anfühlt, die Diagnose Histaminintoleranz ist nicht für immer (zumindest nicht in dieser Form)! Es mag unter Umständen ein langwieriger Weg sein und einige Opfer von dir verlangen, aber es lohnt sich. Vielleicht ist auf die eine oder andere Weise sogar deine Histaminintoleranz heilbar. Auch mein Weg war lang und steinig, aber momentan sehe ich wirklich Licht am Ende des Tunnels. Wie ich das gemacht habe? In diesem Artikel habe ich dir die besten Methoden zusammengestellt, um langfristig wieder gesund zu werden (die ich auch alle selbst angewandt und befolgt habe!) Alles beginnt bei einem aktiven und starken Darm. Am besten lässt du dich bei der Darmsanierung von Arzt oder Heilpraktiker begleiten.

Ein aktiver und gesunder Darm ist der Sitz unserer Gesundheit. Eine funktionierende Darmflora bildet ein intaktes Immunsystem und schützt so vor Überreaktionen und Allergierisiko. Selbstverständlich gibt es sehr unterschiedliche Gründe für eine Entstehung einer Unverträglichkeit oder auch Intoleranz, diese spezifischen und persönlichen Gründe gilt es heraus zu finden, oftmals ist es ein ganzheitlicher Heilungsprozess, der sich nicht alleine auf das Körperliche beschränken kann. Aber damit können wir am besten anfangen. 

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Auslassdiät 

Das Wichtigste ist erst einmal, dass du mindestens 3 Monate eine Auslassdiät machst und dich wirklich histaminfrei bzw. histaminarm ernährst. Sei dir bewusst, dass je strenger du diese Diät durchhältst, umso besser sind die Ergebnisse, denn eigentlich ist es so: Sobald du eine Ausnahme machst, solltest du eigentlich wieder von neuem mit deinen 3 Monaten „Diät“ beginnen. Diät bedeutet in diesem Fall nicht, dass du wenig essen sollst – es ist vielmehr eine besondere Art zu essen, eine sehr vorsichtige und histaminfreie. Lies dir dazu den Artikel Histaminfrei essen durch, damit du einen Überblick über die wichtigsten histaminfreien Lebensmittel bekommst und dich damit vertraut machst, welche Lebensmittel wirklich absolut tabu sind. 


Bevor du damit beginnst, solltest du aber deinen Darm erst einmal entlasten und auf die „Umprogrammierung“ vorbereiten.

Reinigung Darm / Darmsanierung

Darmsanierung 

Um deinen Körper von seiner Überreaktion gegen Histamin und seiner Trägheit bei der Bildung des Histaminabbauenden Enzyms DAO zu befreien, kann es dir helfen, eine Darmsanierung durchzuführen. Wenn du einen guten Arzt hast, der dich dabei unterstützt, dann lasse dich (zusätzlich) dort professionell betreuen.

Hier gebe ich dir wertvolle Tipps aus der Praxis, wie du zuerst deinen Darm reinigen und im Anschluss die Darmflora wieder aufbauen kannst. Denn, denke immer daran, dass der Darm der Sitz der Gesundheit ist, – wenn der Darm optimal funktioniert und mit den richtigen probiotischen Bakterien ausgerüstet ist, so kann er auch mit schwierigen Lebensmitteln viel besser umgehen und du kannst mit Hilfe eines gut funktionierenden Darms zu mehr Gesundheit gelangen.

Step 1: Entlastung

Es bietet sich an, vor deiner Essensumstellung, drei Entlastungstage einzulegen. Bei diesen Tagen (du kannst es auch eine Woche machen), kommt es ganz darauf an, wie schwerwiegend deine Symptome sind. Hast du einen gereizten Darm und das Gefühl überhaupt nichts mehr vertragen zu können? Dann solltest du eine sehr reduzierte Diät halten, um deinen Darm vollständig zu entlasten und sogenannte “Reistage” durchführen.

Entlastung für den akut gereizten Darm

[s[sam id=”5" codes=”true”]ntweder kannst du ganz klassisch Reis essen oder es einmal Quinoa probieren. Ich persönlich empfehle Quinoa sehr, da dieses Pseudo-Getreide viele gute Inhaltstoffe (gute Kohlenhydrate, glutenfrei, Proteine, Kalzium, Magnesium, Eisen etc.) besitzt. Von Kartoffeltagen würde ich abraten, da Kartoffeln oftmals selbst Allergene darstellen können auf Grund ihres hohen Salicylsäure-Gehaltes. 

Bei beiden Getreidesorten gilt: 

  • Ohne Salz in der doppelten Menge Wasser kochen
  • Mindestens 2L Wasser (oder Kräutertee) am Tag dazu trinken (wer mag gerne heißes Wasser)
  • Ca. 500g Reis / Quinoa am Tag 
  • Evtl. gekochte Karotten unter das Getreide mischen
  • Wer mag und verträgt, kann dazu pro Tag 1 Apfel essen (gerne auch gedünstet ausprobieren)

Dein Körper kann sich bereits in diesen 3 Tagen gut erholen. Nach diesen drei Tagen kannst du beginnen pro Mahlzeit eine Gemüsesorte dazu zu ergänzen, so kannst du auch besser heraus finden, was du nicht so gut verträgst. Die meisten Gemüsesorten werden gut vertragen, selbst, wenn du das Gefühl hast, gar nichts mehr essen zu können. Relativ unkompliziert sind: Karotten, grüne Bohnen, Zucchini, Sellerie, Blumenkohl und Brokkoli

Entlastung für den “normalen” Darm

Hast du nicht so akute und starke Beschwerden, dann kannst du auch drei Tage basisch essen (nur gekochtes Gemüse -histaminfrei-, kein Obst, kein tierisches Eiweiß, kein Zucker, keine Kohlehydrate) – wenn du großen Hunger verspürst, kannst du dir gerne dazu einen Topf Quinoa kochen. Gut ist es auch, wenn du drei Tage lang hauptsächlich Gemüsesuppen isst. Davon kannst du soviel essen wie du möchtest. 

Nach diesen Entlastungstagen kann es für dich mit deiner Darmsanierung weitergehen.

Histaminintoleranz heilbar: So geht es weiter!

Nun ist dein Körper bereit, die histaminfreie Diät und die Darmsanierung bzw. Darmreinigung in Teil 2 zu verarbeiten.

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige