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Die häufigsten Symptome einer Histaminintoleranz im Überblick

Eine Histaminintoleranz zeigt sich bei Betroffenen in vielen verschiedenen Ausprägungen und Symptomen. Doch es gibt einige, die bei vielen gleich sind und daher ein relativ eindeutiges Anzeichen für eine Unverträglichkeit auf Histamin darstellen.
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Histaminintoleranz-Symptome: Herz-Kreislauf-System

Ein Histaminüberschuss im Körper führt zu einer Vergrößerung der Herzkranzgefäße. Außerdem wird der Puls erhöht. Gleichzeitig sinkt jedoch der Blutdruck, weil die Blutgefäße erweitert und durchlässiger geworden sind. Zur Bekämpfung von Hypoxie (Sauerstoffmangel) und anderen histamininduzierten Defiziten in unserem Körper wird Adrenalin ausgeschüttet, um den Histaminspiegel zu senken und dem sinkenden Blutdruck entgegen zu wirken. Adrenalin aber führt zu Aufgedrehtheit und Unruhe. Es können dadurch Beschwerden wie Herzrasen und Herzstolpern auftreten. Das sind meist harmlose Herzrhytmusstörungen, die aber auch zu Schwindel und Kreislaufproblemen führen können.

Zu viel Histamin im Körper führt bei Betroffenen einer Intoleranz gegenüber Histamin häufig auch zu Kopfschmerzen und Migräne.

Histamin und Kopfschmerzen

Durch das Histamin wird Stickstoffmonoxid (NO) zellintern freigesetzt. Stickstoffmonoxid ist ein chemisches Gift, welches als freies Radikal im Körper vorkommen kann. Dieses Gift führt zur Vergrößerung der Blutgefäße. Erweitere Blutgefäße können im Gehirn zu drückenden Kopfschmerzen führen und andere (Migräne) Symptome und Beschwerden wie Schwindel, Lichtempfindlichkeit und Übelkeit hervorrufen.

Histamin und Migräne

Man hat herausgefunden, dass das Histaminniveau im Blutplasma bei Migränepatienten sowohl während der Migränephase als auch in den Pausen dazwischen sehr hoch ist. Eine erhöhte Anzahl an Patienten haben ein vermindertes Vorkommen des körpereigenen Enzyms DAO, welchen dem Abbau von Histamin dient. Durch diesen Mangel der Enzymaktivität wird eine histaminindizierte Form des Kopfschmerzes unterstützt.
Darüber hinaus ist nachgewiesen, dass die Konzentration der Mastzellen bei Migränepatienten im Gehirn erhöht ist. Dadurch wird die Freisetzung von Histamin begünstigt und es besteht die Gefahr einer Stickstoffmonoxid-Vergiftung direkt im Hirn. Dies führt schließlich zu den Kopfschmerzen und auch weiteren Migränebeschwerden.

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Mehr zu Kopfschmerzen in Verbindung mit einer Histaminintoleranz sowie Tipps und Tricks was hilft, findest du auch hier.

Histaminintoleranz-Symptome: Haut

Histamin kann zur Aktivierung der Mastzellen führen, wodurch allergene Inhaltsstoffe freigesetzt werden. Es ist möglich, dass dadurch bei Betroffenen einer Histaminintoleranz verschiedene allergische Reaktionen der Haut hervorgerufen werden:

Urtikaria (Nesselsucht): Nesselsucht äußert sich durch Quaddeln, Schwellungen, Juckreiz und Hautrötungen. Besonders Quaddeln sind ein häufiges Symptom bei einer Histaminintoleranz. Sie treten auf, wenn die Wasserdurchlässigkeit der Blutgefäße durch eine zu große Mengen an Histamin im Körper erhöht wird. Besteht der Auslöser der Quaddeln und Rötungen nicht mehr, sinkt der Gehalt an Histamin im Körper, so verschwinden sie in der Regel nach 24 Stunden.

Juckreiz: Die freigesetzten Substanzen lösen einen massiven Juckreiz aus. Ein allergischer Hautausschlag, sowie verstärkte Akne können ebenfalls als Folge von zu viel Histamin im Körper auftreten.

Flush (rote Flecken): Histamin führt zur Freisetzung von Stickstoffmonoxid. Das führt zur Weitung der Blutgefäße, wodurch mehr Blut durch sie hindurch strömt. Hautrötungen, meist am Hals oder im Gesicht, sind die Folge.

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Histaminintoleranz-Symptome: Verdauungstrakt

Besonders bei  dem Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel wie zum Beispiel Käse, Wein, Bananen, Schokolade und Tomaten kommt es bei Betroffenen einer Histaminunverträglichkeit häufig zu Magen-Darm-Beschwerden. Aber auch Stress kann zu einer Störung in der Verdauung führen. Stress aktiviert die Mastzellen im Darm und sorgt somit für eine erhöhte Histaminfreisetzung im Körper.

Histamin führt im Magen zu einer verstärkten Magensäureproduktion. Zudem führt es zu einer stärkeren Aktivierung der Muskelzellen in der Wand des Magen-Darm-Traktes. Das Ergebnis: Übelkeit, Bauch- und Magenschmerzen sowie Durchfall oder Verstopfungen und Blähungen.

Eine Histaminintoleranz kann außerdem – genau wie eine Zöliakie, Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder eine andere Nahrungsmittelunverträglichkeit  – zu einer Entzündung des Darms oder einem Leaky Gut, eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (intestinale Permeabilität), verursachen.

Histaminintoleranz-Symptome: Schleimhäute

Die Aufnahme histaminreicher Getränke und Lebensmittel kann bei Betroffenen einer Histaminunverträglichkeit zu Schwellungen der Nasenschleimhäute und den Nasennebenhöhlen führen. Eine Nasennebenhöhlenentzündung, chronischer Schnupfen, Atembeschwerden, aber auch tränende Augen sowie Augenjucken sind daher häufig Symptome.

Histaminintoleranz-Symptome: Genitaltrakt

Histamin wird bei Frauen zusätzlich in den Eierstöcken und der Gebärmutter produziert und führt zu einer erhöhten Konzentration des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Ist der Histamingehalt im Körper zu hoch, so kann es zu einer Östrogendominanz kommen.

Östrogen ist bei der Menstruation die Ursache für das schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmutter. Die Kombination mit einer Histaminunverträglichkeit kann Beschwerden wie PMS und besonders starke Unterleibskrämpfe hervorrufen. Auch andere Menstruationsbeschwerden können durch einen zu hohen Histamingehalt gefördert werden.

Durch die Schwangerschaft bedingte Hormonschwankungen können sich bei Frauen mit einer Histaminintoleranz dagegen positiv auf die histaminbedingten Symptome auswirken: Oftmals verschwinden sie!

Histaminintoleranz-Symptome: Mentale Gesundheit

Eine Unverträglichkeit von Histamin wird häufig auch von Schlafstörungen begleitet. Unser Wach-Zustand ist maßgeblich vom körpereigenen Histamin abhängig, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Antihistaminika Müdigkeit hervorrufen. Das bedeutet, dass sowohl Schlaflosigkeit als auch extremes Schlafbedürfnis in vielen Fällen einer Histaminintoleranz beobachtet werden können. Wer zu viel Histamin im Körper hat, ist ruhelos, rastlos und kann schlecht abschalten und einschlafen. Denn Histamin behindert nicht nur im Gehirn das Einschlafen, sondern triggert zusätzlich noch Adrenalin.

Ein zu hoher Histaminspiegel im Körper kann demnach zu Anspannungen und Unruhegefühlen führen.
Eine Studie des American Journal of Psychiatry hat außerdem einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung von Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) und der Verstoffwechselung von Histamin bestätigt. Es ist demnach so, dass viele der an ADHS erkrankten Kinder an einer Mutation des HNMT (Histamin-N-Methyltransferase) Gens leiden. HNMT ist, genau wie das Enzym DAO, für den Abbau von Histamin im Körper verantwortlich. Da Histamin einen direkten Einfluss auf das Zentralnervensystem und die Nervenverbindungen im Gehirn hat, kann zu viel davon zu den Symptomen von ADHS (Zappelphilipp-Syndrom, Hans-Guck-in-die-Luft, etc.) führen.

Histamin und Stress kann außerdem durch die H3-Histaminrezeptoren im Gehirn Stimmungsschwankungen verursachen. Im Gehirn fungiert Histamin nämlich als Neurotransmitter, der Ängste und depressive Gefühlesowie Antriebslosigkeit auslösen kann.

Bei extremen Einfluss von Stress berichten viele Betroffene einer Histaminintoleranz von Tinnitus oder Panikattacken. Panikattacken werden vor allem darauf zurückgeführt, dass Histamin die Blutgefäße im Herz weitet. Dies führt dazu, dass der Blutdruck fällt. Das Herz beginnt schneller zu schlagen, um den Blutdruck wieder zu stabilisieren. Der niedrige Blutdruck in Kombination mit einem schnellen Puls kann zu Kurzatmigkeit, Schwindel und Herzrasen führen. Es kommt zu einer Panikattacke.

Viele Patienten mit der Diagnose Histaminintoleranz berichten von täglichen Albträumen nachts und auch am Tag, Angstzustände und unbegründete Ängste verfolgen sie: Hat mir jemand etwas ins Essen gemischt? Was, wenn ich nicht nach Hause finde? Wird er mich verlassen? Diese Ängste steigern sich zunehmend, die Angst vor Reaktionen auf Lebensmittel führt oftmals zu einem rapiden Gewichtsverlust bei dem Patient*innen, da irgendwann fast gar nichts mehr gegessen wird.

Histaminintoleranz-Symptome: Diverse andere Beschwerden

Seekrankheit

Seekrankheit und Histamin sind eng miteinander verbunden – das Phänomen der Seekrankheit wird durch zu viel Histamin ausgelöst – so die neuste Erkenntnis. Mehr dazu liest du hier.

Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit ist bei Histaminintoleranz oft besonders ausgeprägt. Bereits ab 1500m macht die Höhe Probleme. Was dagegen wirklich hilft & was du tun kannst. Weitere Informationen findest du hier.

Auftreten von Symptomen nach dem Sex

Histamin und Sex bilden einen engen Zusammenhang. Sex ist Stress für den Körper, bei dem es zu einer Histaminausschüttung kommt. Lies hier weiter.

Wetterfühligkeit

Starke Hitze kann bei einer Histaminintoleranz als Stressfaktor für den Körper die gleichen Symptome wie histaminreiche Lebensmittel hervorrufen. Weitere Informationen hier.

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Die Symptome & die Enzyme

Es gibt die histaminabbauenden Enzyme DAO, HNMT und MAO. Sie sorgen im Körper dafür, dass gespeichertes oder aufgenommenes Histamin inaktiv geschaltet wird.

Das Enzym DAO wird vor allem in der Darmschleimhaut gebildet und sorgt dafür, dass der Körper nicht mit Histamin aus der Nahrung überschwemmt wird. Das bedeutet, die DAO-Aktivität sorgt für den Schutz vor Histamin, das von außen kommt.

HNMT ist im Inneren der Zelle zu finden und ist dort für den Abbau von Histamin zuständig. Es schützt den Körper vor dem körpereigenen bzw. gespeicherten Histamin.

Histamin wird in den Mastzellen gespeichert. Bei einer Reizung von außen (Trigger) wird dieser Botenstoff ausgeschüttet – dies ist bei einer Immunreaktion lebenswichtig, bei einer Überaktivität der Mastzellen aber kontraproduktiv.

Die Mastzellen können durch Anstrengung, Stress oder Histaminliberatoren (Stoffe, die als Trigger fungieren) aktiviert werden. Manche Menschen, die von einer Histaminintoleranz betroffen sind, haben besonders aktive Mastzellen.

Plagen dich vor allem Symptome, welchen den Magen-Darm-Trakt sowie die Schleimhäute betreffen, dann kann von einer verminderten Aktivität des histaminabbauenden Enzyms DAO ausgehen.

Innerzelluläre Vorgänge wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen und mentale Auswirkungen von Histamin lassen eher auf eine HNMT-Störung (oder eine Mastzellenüberaktivität) schließen.

Eintritt und Dauer der Symptome

Bei manchen sind es wirklich schon geringe Mengen an histaminreichen Nahrungsmitteln, die die üblichen Reaktionen hervorrufen. Bei anderen macht eine Mahlzeit alleine in der Regel noch keine Probleme.
Wie lange diese Histaminintoleranz Symptome auftreten und wie schnell die Beschwerden nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel kommen, hängt sehr von dem Schweregrad der Unverträglichkeit sowie der individuellen Verfassung des jeweiligen Betroffenen ab– bei manchen setzen die Kopfschmerzen sofort ein, andere bekommen erst nach ein paar Minuten Bauchschmerzen und manche leiden erst nach 3 Stunden an pseudo-allergischen Reaktionen wie einer Hautrötung.

Wenn dir das Krankheitsbild und eines oder mehr der genannten Symptome bekannt vorkommt, dann solltest du dich einmal bei einem Arzt auf eine Histaminunverträglichkeit testen lassen.
Allerdings: Mindestens zwei Wochen vorher solltest du nicht histaminfrei essen, wenn du eine Diagnose in Form eines Bluttests feststellen oder ausschließen lassen möchtest.

Eine andere Möglichkeit den Verdacht auf eine Histaminintoleranz zu testen, ist eine Ernährungsumstellung. Die Umstellung deiner Ernährung auf eine histaminarme Diät begünstigt den Histaminabbau und sollte deine Beschwerden verbessern. Dazu verzichtest du für ca. 3 Monate auf histaminhaltige Lebensmittel und schaust, ob deine Symptome weniger werden (nachdem du andere Erkrankungen ausgeschlossen hast). Am besten führst du auch ein Ernährungstagebuch, um den Verzehr und die Verträglichkeit bestimmter histaminhaltiger Lebensmittel zu dokumentieren. Das gibt dir genaue Hinweise darüber, welche histaminhaltige Nahrungsmittel du nicht verträgst und in Zukunft weglassen solltest.

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