Manche Dinge machen ja auch erst im Nachhinein Sinn. Ich erinnere mich jetzt an eine Reise über den Gotthard (2106m Passhöhe). Im Tunnel war Stau und meine Mutter, die eh kein großer Tunnel-Fan ist, hatte die Idee über den Gotthard zu fahren. Eigentlich eine gute Idee und die Fahrt war spektakulär, es ist eine traumhafte Landschaft. Oben angekommen, dachten wir uns, es sei nett, noch einen Tee zu trinken. Ich steig aus und sofort wurde mir ganz schummrig, meine Beine gaben nach und ich musste mich festhalten. Es war nicht wie Höhenangst, denn man kann ja nicht herunter schauen, es war mir einfach nicht gut. Wir haben uns dann fürs Herunterfahren entschieden, was zum Glück eine sehr gute Idee war, schon auf halber Strecke war mir gleich viel besser. Woran liegt das eigentlich?

Die Höhenkrankheit in Zusammenhang mit Histamin

Es gibt die akute Höhenkrankheit, welches sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit, beschleunigter Ruhepuls und Leistungsabfall bemerkbar macht – diese Symptome treten meist ab einer Höhe von 2500m auf. Zudem gibt es noch klinische und sehr gefährliche weitere Faktoren von extremer Höhe, wie Hirnödeme und Lungenödeme, die hier nicht Thema sein sollen. 

Die “normale” Höhenkranheit kann man behandeln, in dem man die Höhe langsam wieder minimiert, tief atmet sowie reinen Sauerstoff einatmet und eine Ruhepause einlegt. Menschen mit einer Histaminabbaustörung reagieren sehr viel empfindlicher und bereits früher auf die veränderten Bedingungen in der Höhenluft. Vielen Betroffenen wird schwindlig bereits ab einer Höhe von 1500m, manche entwickeln erst später starke Symptome. Die Forschung vermutet, dass die Höhe Stress für den Körper darstellt und so aus den Mastzellen Histamin ausgeschüttet wird – zur Bekämpfung des Stresses sozusagen.

Es kann auch eine “neuronale Störung” vorliegen, wobei Histamin als Botenstoff des Nervensystems auf den Plan gerufen wird, damit der Körper mit den veränderten Bedingungen besser umgehen zu können. Die Gründe der Höhenkrankheit bei HIT Patienten ist noch nicht ausreichend nachgewiesen, aber viele Betroffene berichten von eben diesen Problemen. 


berg

Was du dagegen tun kannst

  • Du solltest die Höhe meiden, wenn du krank bist oder mit starken Syptomen deiner Unverträglichkeit eh schon zu kämpfen hast. Höhe kann übrigens bereits ab 1500m zu Problemen führen.
  • Viel Wasser trinken und den Aufstieg sehr langsam planen und durchführen, das kann helfen.
  • Am besten hast du ein Sauerstoff-Gerät dabei, da der Luftdruck nach oben hin abfällt und dies zusätzlichen Stress für den Körper bedeutet.
  • Vor einem geplanten Anstieg, solltest du für dich gesund und vorsichtig essen, gönne deinem Histaminfass ein wenig Ruhe. 
  • Gut ist es, dir Zeit zu geben, dich an die Höhe zu gewöhnen. Atme tief durch, versuche dich zu entspannen und, wenn es wirklich nicht geht, dann suche den Abstieg wieder. Stress dich nicht.

Hast du Erfahrung damit?

Was hilft dir in den Bergen? Hast du Erfahrung damit und, was kann helfen? Ich freue mich über Kommentare!

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Quellen

Dieser Artikel ist eine Weiterführung vom Artikel “Stress von Außen” über Sommer & Hitze und den Umgang damit bei Histaminintoleranz. Alle Histamin Facts des Adventskalenders 2015 findest du in dieser Kategorie: Histamin Facts

Dr. Paulke-Korinek (2014), Häufige Gesundheitsstörungen in der Reisemedizin. Kinetosen, Höhenkrankheit und Tauchmedizin

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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