Ich (Nora) liebe Nüsse, vor allem im Kuchen. Man muss ja Prioritäten setzen. Tatsächlich habe ich aber über 5 Jahre zwar sehr viel Kuchen gebacken – und gegessen – aber immer ohne Nüsse gebacken. Denn ich hatte eine Histaminintoleranz und habe konsequent alle Nüsse weggelassen, denn „damals“ (um 2010 rum) war man sich noch sicher: Nüsse & Samen sind tabu.

Heute ist man in der Histamin-Forschung sehr viel weiter und es gibt Entwarnung. Warum es trotzdem Sinn machen kann auf Nüsse zu verzichten und welche wirklich nicht gut verträglich sind, das erfährst du in diesem Artikel.

Moment, denkst du jetzt vielleicht, hat sie „hatte“ gesagt? Yes. Heute habe ich keine Histaminintoleranz mehr (obwohl damals genetisch mit überreaktiven Mastzellen) und kann wieder alles essen (und das sieht man auch, aber das ist ein anderes Thema). Zurück zur verschwundenen HIT – wie kann das sein?
Nun ich habe 5 Jahre lang alles ausprobiert, was ich gefunden habe und dabei weggelassen, was nicht geholfen hat und vertieft, was hilfreich war. Und ich kann dir jetzt schon sagen: Mein Ziel habe ich anders erreicht, als du sehr wahrscheinlich denkst. Und wie ich das gemacht habe und du das auch kannst (und dafür nicht 5 Jahre lang alles ausprobieren musst), das zeigen Jacqueline und ich dir hier – im Happy HIT Code.

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Sind Nüsse Histaminliberatoren?

Nüsse galten lange Zeit als Histaminliberatoren, tatsächlich gibt es darüber aber keinen wissenschaftlichen Nachweis. Es kommt bei Nüssen wohl vor allem auf drei Dinge an:
  • Die Lagerung
  • Die Antinährstoffe & deinen Darm
  • Kreuzallergien auf (Birken) Pollen
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Der Histamingehalt von Nüssen steigt mit der Lagerung

Nüsse können auf Grund der Lagerung, vor allem, wenn sie gemahlen sind, verunreinigt sein und deswegen Histamin enthalten oder im Laufe der Lagerzeit entwickeln.
Zusätzlich kann es zur Bildung von anderen biogenen Aminen kommen, die bei sehr sensiblen Menschen zu Problemen führen können.

Deine Darmgesundheit beeinträchtigt maßgeblich die Verträglichkeit von Nüssen mit Histaminintoleranz

Viele Mediziner sind der Meinung, dass das Hauptproblem bei der Verarbeitung von Nüssen im Darm allerdings nicht die Mischung an Aminen, sondern die sogenannten “Antinährstoffe” sind, die ein „kaputter“ Darm nicht gut vertragen kann. Zudem kann es auf Grund des hohen Ballaststoffgehaltes zu Bläghungen kommen.

Als Allergiker mit Histaminintoleranz besonders vorsichtig mit Nüssen

Viele Betroffene von HIT entwickeln andere Allergien, sogenannte Kreuzallergien, auf Pollen (Gräser, Stäuche) oder bestimmte Obst-Sorten. Besonder Birkenpollen Allergiker sollten Nüsse meiden.

Nüsse, Antinährstoffe & Histaminintoleranz

Nüsse sind größer geratene Samen, die ebenfalls die Fähigkeit besitzen, zu keimen. Um einen neuen Nussbaum entstehen zu lassen benötigen sie: Feuchtigkeit, Wärme und einen nährstoffreichen Boden.
Sobald die Nüsse längere Zeit mit Wasser in Berührung kommen, beginnen sie zu keimen und können Wurzeln bilden. Für diese verzögerte Keimung sorgen die Antinährstoffe bzw. Enzymhemmer.

Der Enzymhemmer Inhibin sorgt für diese zeitliche Verzögerung, die für die Nuss überlebenswichtig, für uns Menschen und unseren Darm allerdings sehr schwierig ist.

Viele Ernährungsmediziner raten daher dazu, Nüsse vor dem Verzehr “keimen” zu lassen – das heißt mehrere Stunden (12-15 Stunden) in Wasser einzulegen. Die Nüsse beginnen dann noch nicht sichtbar zu keimen, aber ihre chemische Struktur verändert sich und der Enzymhemmer Inhibin ist abgebaut. Dies kann aber nur für 1-3 Nüsse täglich funktionieren.

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Mandeln, Cashew, Haselnüsse & Co bei Histaminintoleranz

 

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Haselnüsse bei Histaminintoleranz

Ganze Haselnüsse machen bei Histaminintoleranz keine Probleme. Bei gemahlenen Nüssen sieht das anders aus: Auf Grund der vergrößerten Oberfläche kann es schneller zu Kontaminierung durch Mikroorganismen kommen und so kann sich Histamin bilden.
Oft werden für gemahlene Nüsse, Nüsse zweiter Wahl verwendet, die per se eher mehr Histamin enthalten, da sie nicht mit genug Sorgfalt und Qualität behandelt werden. Wenn die Nüsse nicht ausreichend getrocknet oder falsch gelagert werden, entsteht als „Abfallprodukt“ gerne Histamin – das gilt für alle gemahlenen Nuss-Sorten.

Mandeln mit Histaminintoleranz

Mandeln sind keine Nüsse, sondern Samen und werden in der Regel sehr gut vertragen.

Bei Nüssen wie bei Samen darf man wirklich auf die Qualität achten und grundsätzlich ganze Nüsse oder Samen kaufen, die nach Bedarf selbst gemahlen werden können.

mandeln und histaminintoleranz
cashews und histaminintoleranz

Cashew & Macadamia bei Histaminintoleranz

Cashew, Paranüsse, Pekannüsse und Macadamian sind bei Histaminintoleranz in der Regel gut verträglich. Empfehlenswert ist es, diese nur in kleinen Mengen zu verzehren, da sie wie oben beschrieben für den Darm schwer verdaulich sein können und dieser dadurch Probleme haben kann.

Erdnüsse sollten sehr vorsichtig verzehrt werden bei Histaminintoleranz

Erdnüsse sind die einzigen Nüsse, die tatsächlich reich an Tyramin (ein anderes biogenes Amin) sein sollen und bei Menschen mit Histaminintoleranz zu Problemen führen können.

Des Weiteren ist es so, dass Erdnüsse allergen wirken können und es so zu einer allergischen Reaktion auf Grund des hohen Histaminspiegels im Körper eines Betroffenen führen kann. Erdnüsse sollten nur in Maßen verzehrt werden.

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Walnüsse vermeiden bei Histaminintoleranz

Walnüsse enthalten große Menschen Serotonin (mehr als Bananen) und Serotonin gilt als Histaminliberator. Deswegen ist von Walnüssen abzuraten.

Tatsächlich ist auch Walnuss-Öl eher zu vermeiden, da zwar Histamin und Serotonin nicht ölgängig sind, aber es bei Walnussöl zu Verunreinigungen kommen kann und deswegen hier wieder Histamin entstehen kann.

Phytinsäure als Nuss-Bestandteil schwierig mit Histaminintoleranz

Phytinsäure ist ein weiterer Anti-Nährstoff-Bestandteil von Nüssen, der allgemein als sehr negativ betrachtet wird. Phytinsäure gilt als: Speicher für Phosphat (zu viel ist sehr schädlich für den Körper), kann die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen behindern, kann die Verdauungsenzyme blockieren.
 
  • Phytinsäure hat antioxidative Fähigkeiten, kann daher sogar gegen Krebs schützen.
  • Phytinsäure kann Eisen binden und so einen Überschuss im Körper regulieren (Eisenüberschuss kann schädlich sein für den Organismus).

Fazit zu Nüssen und Histaminintoleranz: Eine Handvoll ist meist ok

Es wird empfohlen, den Verzehr von Nüssen nicht zu übertreiben. Eine Handvoll Nüsse am Tag ist daher eine sehr gesunde Menge. Mandlen und Cashews haben außerdem gute entzündungshemmende Faktoren, was immer eine gute Idee ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten um den Darm zu entlasten und zu unterstützen.

Für immer bei Nüssen aufpassen muss nicht sein

    Vielleicht hast du es selbst schon bemerkt: Je mehr du weglässt, um so sensibler wird dein Körper!? Bis dir vielleicht irgendwann nur noch wenige Lebensmittel bleiben. So geht es vielen Betroffenen von Histaminintoleranz und auch bei mir war das ähnlich.

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    Ich habe immer mehr weggelassen und immer eingeschränkter gegessen, doch die Symptome wurden nicht weniger – sondern mein Körper wurde immer empfindlicher. Bis mir sehr klar wurde, dass das nicht der Weg sein kann und anscheinend nicht die Lösung ist, von der alle erzählen.
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    So habe ich mir erlaubt, out of the box zu gehen und meinen ganz eigenen Weg der Heilung einzuschlagen. Heute zeige ich Betroffenen von HIT im Happy HIT Code zusammen mit Jacqueline genau den Weg, den sie gehen dürfen, um auch aus dem Histamin-Hamsterrad auszubrechen und die HIT Schritt für Schritt zu verbessern. Dieser Weg hat nichts mit Kuren, Weglassen oder NEMs zu tun, sondern geht an die tiefste Ursache der HIT, die in uns und den gespeicherten Emotionen in unserem Körper geht.
    Wie das genau geht, zeigen wir dir im Happy HIT Code:
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