Es gibt immer wieder so ein paar bestimmte Lebensmittel, da kursieren Gerüchte und Warnungen, und eigentlich sind sie doch gar nicht so schlimm… So zum Beispiel: Pilze! (Oder das Ei, aber dazu kannst du hier mehr lesen).
Und auch noch ganz wichtig für mich: All diese Infos zu Histamin und Pilzen sind super wichtig. Allerdings für mich nur für ein paar Monate. Denn ich und wir hier bei LMO stehen dafür, die HIT wieder wegzubekommen. Für den Start ist es dazu tatsächlich wichtig, histaminhaltige Lebensmittel wegzulassen, allerdings sollte das kein Dauerzustand sein. Ganz unten erfährst du mehr dazu.
 

Sind Pilze überhaupt histaminhaltig?

Pilze haben einen wirklich schlechten Ruf in der Histaminintoleranz-Community. Pilze verderben schnell und lassen dabei Histamin entstehen. Im Prinzip (so die Forschung) haben Pilze kein Histamin und auch keine anderen biogenen Amine, können aber schon nach sehr kurzer Zeit solche entwickeln.
Daher gibt es ein paar Tipps für den Umgang mit Pilzen und dann solltest du keine Probleme damit haben!
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Tipp #1 – Rohe Pilze sind aufgrund der Enzyme tabu

Pilze NIEMALS roh essen. Ich weiß, das soll schick sein. Aber, glaube mir, das ist es nicht. Es ist vielmehr sehr ungesund, weil rohe Pilze Enzyme haben, die wir Menschen nicht gut verdauen können – ähnlich wie Nüsse.

Begegnen dir also rohe Pilze in einer Mahlzeit, solltest du sie leider zur Seite legen. Kochst du selbst, kannst du Pilze einfach garen. Wie genau du das machen solltest erfährst du in unserem Tipp #2.

Tipp #2 – Bei Histaminintoleranz die Garzeit von Pilzen beachten

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Im ersten Tipp hast du ja bereits erfahren, dass du Pilze nicht roh essen solltest. Aber selbst beim Garen gibt es etwas wichtiges zu beachten: Die Garzeit.

Du solltest Pilze am besten für 10-15 Minuten köcheln lassen. Erst nach dieser Koch-Zeit verlieren die Pilze jene schlechten Enzyme, die Probleme machen können.

Wenn du dir unsicher bist, lasse die Pilze lieber noch etwas länger kochen oder braten. Das Gute ist nämlich, dass Pilze sehr verzeihend sind und trotzdem gut schmecken, du aber mit deiner Histaminintoleranz so auf der sicheren Seite bist.

Wenn etwas übrig bleibt die Pilze (auch gekocht) am nächsten Tag bitte nicht mehr essen!

Tipp #3 – Der Histamingehalt steigt bei Pilzen täglich

Darum kannst du Pilze auch bei HIT verträglich machen, wenn du sie am Kauftag verbrauchst.

Achte allgemein auf die Frische der Pilze wenn du sie kaufst: liegen sie im Geschäft bereits seit vielen Tagen herum, kann sich auch dort bereits Histamin entwickelt  haben.

Frische Pilze erkennst du daran, dass sie sich fest anfühlen, nicht auseinanderfallen und nicht nässen oder schmierig sind (Gefahr von Schimmelbildung). Bei Champignons sollten die Lamellen hell und fest sein – mit zunehmendem Alter werden sie nämlich immer dunkler.

Bei Champignons aus der Dose wäre ich übrigens tendetiell auch vorsichtig. Gerade wenn sie nicht Bio sind, weißt du nie, was noch für Zusatzstoffe dabei sind. Und selbst bei Bio-Qualität kannst du nicht mehr sehen, wie frisch die Pilze bei der Verarbeitung waren – darum lieber auf Frischware zugreifen.

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Tipp #4 – Champignons ja, Steinpilze nein

Mit einer Histaminintoleranz kommt es nicht nur auf dir Frische an, sondern auch auf die Sorte.

Mit einer Histaminintoleranz kommt es nicht nur auf dir Frische an, sondern auch auf die Sorte.

Champignons und Kräuterseitlinge kannst du gut nutzen, denn sie sind arm an Histamin. Auch Austernpilze und Shitake sind in Ordnung, beachte dazu allerdings unseren Tipp #5.

Tabu sind Steinpilze & Pfifferlinge (Eierschwammerl),  diese sind tatsächlich reich an Histamin und anderen Aminen.

Wenn wir Tipps #1 bis 4 zusammenfassen, bist du also mit frischen, gebratenen Champignons oder Kräuterseitlingen gut beraten.

Tipp #5 – Pilze mit dem Richtigen mischen

Austernpilze und Shitake besitzen sehr viel Eiweiß und können daher ein wenig schwerer verdaulich sein. Daher gilt, diese nicht mit anderem Eiweiß mischen, sondern lieber als einzige Eiweißquelle in einer Mahlzeit benutzen.

Fleisch und Fisch solltest du also nicht mit diesen Pilzen mischen. Auch bei Hülsenfrüchten gilt es, vorsichtig zu sein.

Gut gehen dafür Gnocci oder frische Spätzle.

Mit was kannst du Champignons, Steinpilze & Co. bei Histaminintoleranz noch kombinieren

Es gibt viele histaminreiche Lebensmittel und solche, die eine Histamin-Ausschüttung im Körper verursachen, sogenannte Histaminliberatoren.

Damit du trotz Histaminintoleranz lecker mit Pilzen kochen kannst, haben wir dir hier eine ausführliche Lebensmittel-Liste inklusive Download zusammengestellt. So findest du ganz leicht, was du mit Champignons & Co. kombinieren kannst und was du lieber vermeiden solltest.

Und was wäre, wenn alle Pilze wieder gehen?

Wieder alle Pilze essen, egal ob Steinpilz, Pfifferling oder Champignon, egal ob ein oder fünf Tage alt – das lebe ich seit 2015 wieder. Anders als die Schuldmedizin sind wir nämlich der Meinung, dass die HIT wieder weggehen kann. Das habe ich selbst erlebt und das erleben viele unserer Kund*innen.

Um das zu schaffen gibt es nur ein paar wichtige Punkte:

  • Du darfst etwas anders machen als bisher
  • Du darfst sehr viel tiefere Verbindungen zwischen deiner Histaminintoleranz und deiner Vergangenheit erkennen
  • Du darfst diese tiefen Verbindungen lösen

Was wäre denn, wenn sich schon in den strengen Regeln beim Essen ein Muster zeigen würde, was du lösen darfst? Genauso ist es nämlich. Und zwar ist das das Muster der Intoleranz. Was genau sich dahinter verbirgt und wie du mit diesem Muster arbeitest, um wieder ganz viel Entspannung in deine Ernährung zu bringen, zeigen wir dir in Bye Bye Intoleranz.

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