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Nie wieder ins Restaurant? So ist es sicher mit Histaminintoleranz essen zu gehen

Diese Frage lese ich wirklich sehr, sehr häufig in Foren und auch per E-Mail habe ich sie bereits einige Male erhalten: Was kann ich essen, wenn ich ins Restaurant gehe? Für viele Betroffene ist die histaminarme Ernährungsumstellung erst einmal eine große Herausforderung und die Frage, was kann ich dann im Restaurant noch essen, ist groß.

Ich kann mir vorstellen, dass ihr sicherlich auch ein paar gute Tipps auf Lager habt – daher möchte ich euch bitten, mir diese in den Kommentaren mitzuteilen, damit ich diese Liste dann noch ergänzen kann. Erst mal kann ich euch nämlich vor allem erzählen, was ich so im Restaurant esse.

Das Wichtigste bei Histaminintoleranz im Restaurant ist, dass ich selbst einen Überblick habe über die Dinge, die ich vertrage. Vor allem, wenn noch weitere Unverträglichkeiten dazu kommen. Das Nächste ist, dass ich mir ein Restaurant aussuche, welches auf Qualität achtet und wo ich nicht zahlreiche Konservierungs- oder Farbstoffe im Essen habe. Hilfreich ist es, sich die wichtigsten Stichpunkte der Unverträglichkeiten (die absoluten NO GOs!) auf ein kleine Karte zu schreiben und diese dann beim Bestellen dem Kellner in die Hand zu drücken. Außerdem habe ich immer eine kleine Glasflasche mit Essig- und Ölgemisch sowie Salz & Gewürzen als Salatsoße dabei. So weiß ich immer, dass ich die Salatsoße gut vertrage und kann mir den Salat ohne Soße bestellen.

Wer stark auf Gewürze reagiert, der bittet beim Bestellen darum, dass sie Fleisch etc. nur salzen sollen oder auch gar nicht und dir lieber Salz und Pfeffer mitbringen sollen. Das ist in der Regel kein Problem und für dich selbst unkomplizierter.

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1. Beim Italiener

Jeder geht gerne zum Italiener und wir alle lieben Pizza, Pasta, Tiramisu – aber das ist leider alles Tabu, wenn man eine Histaminintoleranz hat. Was geht also? Ich persönlich esse immer gerne Carpaccio (rohes Rindfleisch) und bestelle den Parmesan ab und das Dressing, dann mache ich mir selbst Olivenöl darüber und freue mich. Carpaccio ist leider nicht für jeden mit Histaminintoleranz geeignet. Und dies geht auch wirklich nur bei einem guten Italiener, denn die Qualität und Frische muss stimmen. Manche Italiener haben auch Pizza Biancha (das heißt nur mit Mozzarella und dann belegt). Wenn man Hefe einigermaßen verträgt, ist das eine Überlegung wert – es schmeckt großartig!

2. Beim Mexikaner

Mexikaner ist ein schwieriges Kapitel, da es meist scharfes Essen gibt. Dass man das nicht gut verträgt, sollte man dem Kellner am besten direkt klar machen. In der Küche geben sie darauf dann meistens Acht. Beim Mexikaner muss man ein wenig kreativ sein.

Essensvorschläge: Burrito oder Maistaccos mit verträglicher Füllung “zusammenstellen” bzw. abbestellen, was nicht geht. Nachos gehen ebenfalls, allerdings ohne Käse. Und mit Guacamole sollte man vorsichtig sein, weil man nie so genau weiß, wie lange die schon fertig herumsteht.

Folienkartoffel mit Sour Cream geht im Prinzip auch immer – in der Sour Cream kann Zitrone drin sein, nach individueller Verträglichkeit austesten.

3. Beim Griechen

Griechisches Essen ist nicht so stark gewürzt, leider aber leicht tomatenlastig. Alles in allem aber eine recht gute Grundlage, um dort histaminarm essen zu können.

Relativ unkompliziert ist: Gegrilltes oder gebratenes Lamm, Pommes, Tzatziki (geht meistens) sowie Salat ohne Dressing (mit eigenem Dressing nach Belieben würzen). Gegrilltes Gemüse (Paprika, Zucchini, Pilze) geht meistens ebenfalls.

4. Beim Asiaten

Ganz klar, Asiate ist ziemlich doof, wenn man eine Histaminintoleranz hat. Nehmen wir zum Beispiel japanisch: Sojasoße, Algen, Wasabi, alles doof. Roher Fisch mit Fragezeichen. Bleibt Reis. Da kann man dann auch zu Hause bleiben.

Beim Asiaten muss man noch strenger darauf achten, dass auch wirklich nichts drin ist. Die sind da nämlich noch ein bisschen anders als wir und “werfen” viel Künstliches in ihr Essen hinein. Wenn asiatisch, dann wirklich nur richtig gut und lieber etwas teurer.

Asiate – Was geht?

Ich selbst habe gute Erfahrung mit Vietnamesen gemacht. Die meisten (zumindest hier bei uns) achten darauf, dass kein Glutamat oder Ähnliches enthalten ist und stellen ihr Essen immer frisch und direkt her. Es wird nicht mit Sojasoße gekocht und auch die Schärfe hält sich in Grenzen (vor allem, wenn man darum bittet). Manchmal ist Kokosmilch dabei, das wird unterschiedlich gut vertragen (Bio Qualität macht kaum Probleme). Einige haben keine Probleme mit Kokos, andere umso mehr, – obwohl es keine Nuss ist und somit kein Histamin hat. Das Problem bei Kokosmilch ist auch hier wieder: Die darin enthaltenen Konservierungsstoffe und Emulgatoren, außer die Kokosmilch ist bio.

5. Deutsch, Regional oder Österreichisch

So die richtige deutsche Küche gibt es ja meist nicht, es ist eher regional unterschiedlich. Dennoch kann man sich auch hier ganz gut an ein paar Regeln halten. Nämlich:

  • Die Soße abbestellen.
  • Salat ohne Dressing essen und lieber eigenes Dressing mitnehmen.
  • Kein Schwein.
  • Auf Qualität des Restaurants achten.
  • Beim vegetarischen Essen ist leider meistens Käse dabei.

Relativ unkompliziert ist Fleisch mit Gemüse, Pommes/ Kartoffeln und Salat ohne Dessing (das geht eigentlich dort immer). Salat mit Hühnerstreifen oder mit Fetakäse. Bratkartoffeln, Kartoffelbrei, Gemüsebeilage.

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