Noch ein Jahresrückblick? Reicht doch einer eigentlich, oder? Ja, theoretisch schon. Praktisch aber, möchte ich diesen anders gestalten. Es soll mein ENTZÜCK-Blick werden und ich möchte mit euch die schönen Momente in meinem persönlichen Leben teilen und dafür auch noch länger als nur ein Jahr zurück gehen und vor allem ein wenig mehr ausholen. Licht an und los geht’s! Dieser Beitrag folgt übrigens einer Einladung zur Blogparade “Entzückblick 2016”.

Vor 6 Jahren war sie plötzlich da, die Angst und mit ihr der Schwindel. Manchmal saß ich stundenlang auf dem Sofa und dachte, dass ich nie wieder froh werden würde. Nie wieder! Die Aussicht darauf, dass mein Leben von nun an ein langes Einatmen und ausatmen sein sollte, das ich zu Hause auf meinem Sofa verbrachte, war erschreckend. Ich wollte so gerne wieder raus gehen können, ohne Angst zu haben, den nächsten Schritt nicht zu schaffen, ohne Angst zu haben, im Supermarkt an der Kasse umzukippen. Raus gehen ohne Angst zu haben, das wünschte ich mir. Und vielleicht, im besten Fall auch mal wieder mit Freunden ins Restaurant gehen zu können. 

Es war zum Glück die Hoffnung und nicht die Angst, die mich jeden Tag dann doch aufstehen ließ, die mich jeden Tag einen Schritt nach dem anderen setzen ließ und die mich meine Suche nach dem Glück fortsetzen ließ, obwohl es in diesem Moment nichts gab, dass mich hätte glücklich machen können. Ich wusste nur noch, ganz tief unten in meinem Herzen, dass es einmal so etwas wie Glück und zwar großes Glück und viel Sonnenschein in meinem Herzen gegeben hatte. Jetzt war dort nichts mehr, außer einem tobenden Sturm und viel Schwere. 

Das Bild von mir mit meinen Freunden im Restaurant das hat mich viele Stunden, Tage und Wochen begleitet. Es symbolisierte für mich einen Zustand, zu dem ich wieder kommen wollte. Es symbolisierte für mich Freiheit, Wärme und Glück. Wegkommen von der Angst. Doch die Angst ging nicht einfach so, sie ging nicht kampflos, sie ließ sich nicht wegdiskutieren oder wegatmen. Obwohl das Atmen sehr half. 


Wie hast du die Angst wegbekommen?

“Wie hast du es denn geschafft, die Angst weg zu bekommen?”, hat mich am Wochenende eine Freundin gefragt. Die Wahrheit ist: Die Angst ist nicht weg. Die Angst ist ein großer Teil meines Lebens, auch heute noch. Doch sie kontrolliert mich nicht mehr, sie ist ein Teil von mir, sie ist mein ganz persönlicher Radar dafür, dass es mir nicht gut geht oder ich etwas tue, was mir nicht gut geht. 

Wie habe ich es soweit geschafft? Ich habe trainiert. Ich habe mich immer wieder Situationen ausgesetzt, vor denen ich Angst hatte. Ich bin wieder vor die Tür gegangen. Nie alleine und nicht weit. Ich bin gelaufen und habe einen Schritt vor den anderen gesetzt. Ich habe jeden Sonnenstrahl aufgetankt und habe jede Blüte auf meinem Weg bewundert. Ich habe mich von der Schönheit der Natur im Grunde meines Herzens berühren lassen. Ich habe mich in ein Restaurant gesetzt, obwohl ich Angst davor hatte. Ich bin mit der Straßenbahn gefahren, obwohl ich Angst davor hatte. Doch nie zuviel und nicht alleine, Schritt für Schritt, ganz langsam. 

Ich habe Meditation kennengelernt, Achtsamkeit praktiziert, Coachings genommen und Seminare besucht, ich habe in mein Innerstes geblickt und mich selbst gefunden. Ich habe Ärzte gefunden, die mir helfen konnten, habe meine Ernährung umgestellt und mich bewusst gesünder ernährt. Ich habe gemerkt, was für eine enorme Kraft ich habe und, wie sehr mir das Durchhalten angeboren ist – doch, wie sehr mich das Durchhalten auch kaputt machen kann. Ich habe also lernen müssen, viel mehr noch an mich zu denken und meine Bedürfnisse wahrzunehmen und achten zu lernen. Ich habe meine eigenen Stärken gesehen und mir meine Schwächen verziehen.

In diesen dunklen Stunden meines Lebens begegnete mir das Licht, mein eigenes Licht und es war heller als die Dunkelheit in meinem Kopf. Und genau diese Erfahrung ist es, die mich darin bestärkt, in meinen Coachings, Kursen und Büchern mein Gelerntes an dich weiterzugeben.

Wie war 2016?

So kontinuierlich wie es mir in den letzten Jahren besser gegangen ist, gesundheitlich, mental, körperlich und auch seelisch, so sehr war doch auch das Jahr 2016 ein Jahr vieler Höhepunkte und sehr vieler Tiefpunkte. Das vergangene Jahr hat mich manchmal an die Jahre der Angst erinnert, nicht so ausgeprägt und nicht so körperlich, doch geistig. Ich musste im vergangenen Jahr oft an die Jahre des Schwindels und der Dunkelheit denken und habe da noch einmal einiges verarbeitet, auch mit der Coaching Ausbildung und vielem, was ich in meinem Fokus von ganzheitlicher Gesundheit bei Leben mit ohne gelernt und erfahren habe. Im letzten Jahr bin ich an vielen Herausforderungen noch einmal gewachsen und habe noch einmal eine große Fokusverschiebung auf mich selbst bekommen. 

2016 war auch geprägt von vielen Wochen und Monaten, in denen ich mich gesundheitlich und körperlich unwohl fühlte. Ich war müde, schlapp, unausgeglichen, schlecht gelaunt und unglücklich. Auch dieses Mal gab es dafür eine körperliche Ursache, mein Hormonsystem war durch die Schwangerschaft völlig durcheinander geraten und das Progesteron erschöpft. Genau so wie auch meine Nebennieren ausgebrannt zu sein schienen, Mattigkeit und Erschöpfung waren die Folgen. Ich möchte gerne in den nächsten Wochen auch auf diese Themen, hormonelle Zusammenhänge bei Histaminintoleranz sowie in Zusammenhang mit der Psyche, eingehen. Jetzt, wo ich das bei mir so weit im Griff habe, dass ich auch wieder den ganzen Tag voller Elan und Zuversicht gestalten kann, da möchte ich gerne mein Wissen und meine Erkenntnisse an euch weitergeben, damit diese euch auf eurem Weg unterstützen können. 

Entzückblick? Nun ja, Rückblick.

Entzückend war mein Rück-Blick nun nicht gerade. Doch so ist das manchmal eben mit den Gedanken. Das Entzückende an meinem Rückblick ist aber: Heute geht es mir besser. Heute weiß ich auch, dass ich mit diesen Phasen umgehen kann, heute weiß ich, dass meine Hoffnung und mein Wille zum Glücklich Sein stärker sind als jede depressive Phase. Heute weiß ich, wie schön so eine gerade aufblühende Knospe sein kann und wie sehr ich daraus Glück und Zuversicht ziehen kann. Denn, so lange die Blumen beginnen zu blühen, so lange kann auch ich mich aus meinem dunklen Kokon immer wieder befreien und hinaus ins Licht treten. Und mein Licht scheinen lassen, damit es auch andere befreien kann und vielleicht ein Licht in den dunklen Momenten des Lebens sein kann.

Empfehlen kann ich dies: Ernähre dich entsprechend den Anforderungen deines Körpers, halte dich an einem starken Glücksbild und verwende es als Anker für deinen Weg, konfrontiere dich mit der Angst in ganz kleinen Häppchen und nur so, wie du es aushältst und lerne Methoden der Achtsamkeit, des Stressmanagements und beschäftige dich intensiv mit deinem inneren Selbst – denn das ist dein ganz persönlicher Kraftort.

Von ganzem Herzen möchte ich euch daher meinen Ernährungskurs empfehlen, diese Form der Ernährung habe ich nämlich in diesen dunklen Stunden kennengelernt und sie hat mich gerettet. Auch heute halte ich mich noch an die Grundprinzipien und mache einmal im Quartal so eine strenge Phase mit, so wie: “In 21 Tagen zu einem besseren Körpergefühl”

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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