Eine entspannte Adventszeit: Die bezaubernde Sarah von OmLiving schreibt heute in diesem wunderbaren Gastbeitrag für euch, wie sie die Adventszeit entspannt übersteht und jeden Tag auch genießen kann. Ihre fünf Gebote können auch dir dabei helfen, diese Zeit des Jahres besinnlich und gemütlich zu erleben. 

Alle Jahre wieder kommt es mir so vor, als ob die letzten Wochen im Jahr besonders schnell vergehen würden. Während meine Kinder schon kurz nach den Sommerferien darauf bestehen, ihre Wunschzettel zu schreiben und mich ab den Herbstferien fragen, wann es endlich schneit und wann sie ihre Adventskalender bekommen, versuche ich mich und meinen Einkaufswagen wochenlang gezielt an den Weihnachtssüßigkeiten im Supermarkt vorbei zu manövrieren. Es ist doch noch so lange hin bis Weihnachten!

Oder doch nicht? Ganz heimlich, still und leise überfiel mich ein paar Tage vor dem ersten Advent ein leichter Anflug von Panik. Während unser Nachbar gerade stolz einen wunderschönen Adventskranz an seiner Haustür anbrachte, durchzuckte es mich: „Was, es ist schon wieder der erste Advent? Wie kann der mich denn alle Jahre wieder so überraschen?“

Aus war es mit meiner Yogalehrerinnen natürlich angeborenen Ruhe! Wie im Domininosteinchen-Effekt eilte ich sofort los, um auch einen Adventskranz, Adventskalenderbefüllungen für die Kinder und Plätzchenzutaten zu besorgen. Schließlich konnte ich doch nicht auf mir sitzen lassen, alles auf den letzten Drücker zu machen. Aber Moment mal bitte! Wo war all die Besinnlichkeit der Weihnachtszeit geblieben? Ich atmete tief durch und entschied: „Nein, in diese Falle tappst du dieses Jahr nicht.“


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Entspannte Adventszeit? Der Perfektionismus der anderen

All die Jahre ließ ich mich davon verrückt machen, dass scheinbar alle anderen schon längst die schönsten Plätzchenimg_5818 gebacken hatten, das traute Heim festlich geschmückt, einen neuen Adventskalender für jedes Familienmitglied gebastelt hatten, mit den Kindern Lieder auf ihren Instrumenten geübt und ich weiß nicht, was noch alles. Das Ganze bekommt man ja schließlich über die sozialen Medien in fröhlich bunten Bildchen präsentiert.

So muss es nicht sein! Mit ein bisschen mehr Achtsamkeit und ein paar Intentionen oder Affirmationen, die wir uns setzen, kann die letzte Zeit im Jahr doch noch zu einem entspannten, fröhlichen Familienfest werden.

Um nicht in die Weihnachtsstressfalle zu tappen, entschied ich mich dafür, gelassen zu bleiben und nur eine Sorte Plätzchen zu backen: Die Zwergenplätzchen (Rezept siehe unten) zum Ausstechen, ein bewährtes Familienrezept, welches schnell und einfach geht. Am Ende hatten wir einen riesigen Spaß und sehr lecker waren sie auch. Wir backen am nächsten Wochenende gleich wieder!

Meine 5 Gebote für eine entspannte Adventszeit

1. Schalte deinen Perfektionismus aus!

Muss es wirklich jedes Jahr ein selbstgebastelter Kalender sein? Ist es nicht auch legitim, erst nach Nikolaus Plätzchen zu backen? Seien wir mal ganz ehrlich: Wenn du nur noch kurzatmig durch die Gegend hetzt, dann kann das Haus noch so schön geschmückt sein, der Spaß ist weg und die Besinnlichkeit auch! Statt alles perfekt haben zu wollen, werde achtsamer für die eigenen Bedürfnisse. Du musst es nicht der Schwiegermama recht machen, dir muss es gefallen.

2. Mut zur Lücke und zur Improvisation

Wer sagt, dass du alles alleine schaffen musst? Die Kinder sind schließlich besonders stolz, wenn sie mithelfen können. Meine Kinder freuen sich riesig, wenn die Kisten mit der Weihnachtsdeko und den Weihnachtsbüchern wieder aus dem Keller geholt werden und legen sofort los, das ganze Haus damit zu verzieren. Es muss ja nicht aussehen, wie im edlen Wohnmagazin, dafür ist alles selbstgemacht. 

3. Weniger ist mehr. Zeit statt Geschenke!

Bei uns kommen jedes Jahr viel zu viele Geschenke unter den Baum. Meist hört es sowieso nach dem 4. Geschenk auf mit der Spannung und Begeisterung. Jeden Wunsch zu erfüllen ist eh nicht möglich. Wichtiger ist, dass die Kinder sich mit ihren Wünschen gehört und gesehen fühlen. Anstatt vieler kleiner Geschenke kann die ganze Familie vielleicht einen größeren Wunsch erfüllen. Zudem macht eine stundenlange Geschenkeschlacht auch nicht glücklich. Schöner ist es doch, endlich mal Zeit miteinander zu verbringen, miteinander zu spielen und zu reden.

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4. Und jetzt alle!

Manchmal glauben wir, dass nur wir selbst alles richtig machen können. Deshalb machen wir alles alleine und liegen am Weihnachtsabend erschöpft unter dem Tannenbaum. Wie wäre ein Aktionsadventskalender: Hinter ein paar Türchen finden sich Aktionen wie ins (Puppen-) Theater, in den Zirkus oder auf den Weihnachtsmarkt gehen, Schlittschuhlaufen, ein Lebkuchenhaus bauen. Diese Aktionen sind vielleicht sogar noch spannender, wenn sie Freunde oder andere Familienmitglieder übernehmen. Vielleicht gibt es eine Freundin/Freund, der schon immer mal wieder Kind spielen und ins Puppentheater gehen wollte. Auch die Kinder finden es vielleicht spannender mit Tante Heidi Plätzchen zu backen, als mit der gestressten Mama, die immer nur schimpft, dass der Teig weggenascht wird das ganze Mehl und die Deko auf dem Boden verteilt sind.

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5. Beschenke dich selbst!

Du willst es allen Recht machen und alle beschenken und wunderst dich, dass du aus der Puste kommst, weil du selbst zu img_5754kurz kommst? Während alle anderen beim Plätzchenbacken oder im Zirkus sind, gönne dir einfach eine Mütze voll Schlaf, eine Stunde im Café sitzen und in Zeitschriften schmökern oder beim Yoga *. Schaffe dir selbst Raum. Danach lässt sich alles viel gelassener angehen und du hast einen längeren Atem, auch wenn die Kinder schon vor Ungeduld platzen.

*Probiere mal die Brahmari Atmung aus dem Yoga, sie geht ganz einfach und ist effektiv. Setze dich an einigen ruhigen Ort auf ein bequemes Kissen auf den Boden. Richte die Wirbelsäule lang auf , schließe deine Augen, atme ein paar Mal tief durch und beginne dann mit der dem „Bienensummen“: halte dir die Ohren zu und Summe mit geschlossenen Mund wie eine Biene, so dass es in den Ohren vibriert. Übe das fünf Runden und du wirst spüren, wie dein Geist klarer wird und du dich ruhiger fühlst.

Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du als Mama in die Balance kommst und bleibst, mehr Lebensfreude und Energie gewinnst, melde dich hier für unser Anfang 2017 beginnendes zweiwöchiges Onlineprogramm „Om4MOM“ an.

Über Sarah Müggenburg, www.om-living.com. Seit 2005 unterrichtet Sarah Hatha Yoga nach Aunsara Yoga. Pre- und Postnatalyoga und Yoga für Mütter sind ihr Fokus seit 2009. Diese Erfahrungen flossen in „Om4Mom“ ein: Das 2017 erscheinende Onlineprogramm von OM LIVING soll Mamas mehr Lebensfreude, Entspannung und Energie schenken – Am 23.01.2017 geht es los!

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Rezept: Zwergen-Lieblingsplätzchen

für 6 Personen (naja oder auch 2-3 Schleckermäuler, je nach dem ;-))

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eigelb

Dekorationszutaten

  • Hagelzucker
  • bunte Streusel
  • Schokostreusel
  • gemahlene Haselnüsse
  • gehackte Mandeln
  • gehackte Pistazien
  • zum Bestreichen 1-2 Eigelb mit etwas Wasser zerschlagen

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten stellt man einen Knetteig her. Nach dem Ruhen wird dieser ca. 1/2 cm dick ausgewellt und daraus mit den verschiedenen Förmchen die Plätzchen ausgestochen. Diese legt man auf ein gefettetes Backblech, bestreicht sie mit dem Eigelb und verziert sie beliebig mit den verschiedenen Dekorationszutaten. Bei 200 Grad werden sie ca. 10 Min. hellgelb gebacken.

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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