Dass gesunde Ernährung die Grundlage für unseren Körper bildet, um fit zu bleiben, ist unumstritten. Zusätzlich spielt aber auch unser seelisches Befinden eine große Rolle. Da vor allem andauernder Stress ein starker Faktor bei Histaminintoleranz ist, ist es sehr wichtig, dem entgegenzuwirken, und sich auch auf seelischer Ebene etwas Gutes zu tun. 

Die folgenden, überraschend einfachen Beispiele zeigen, dass wir uns durch solche wohltuenden Momente nicht nur kurzzeitig besser fühlen, sondern damit nachweislich unsere Gesundheit unterstützen, wenn wir sie uns regelmäßig gönnen. Der wissenschaftliche Hintergrund dazu macht es vielleicht einfacher, sich immer öfter daran zu erinnern!

Die heilende Wirkung von Musik

Das Lieblingslied läuft im Radio, schon fühlt man sich besser – wer kennt das nicht? Dass sich diese positive Wirkung von Musik auf unseren Körper sogar messen lässt, zeigen mehrere Studien.


So wurde in einer groß angelegten Untersuchung die Wirkungsweise dargestellt, wie das Hören von Musik unsere Stimmung, den Umgang mit Stress, unser Immunsystem und auch unsere Beziehungen beeinflusst. Dabei konnte bei den Testpersonen ein Anstieg an Antikörpern nachgewiesen werden, die uns bei der Abwehr von Infekten unterstützen. Auch sogenannte „natürliche Killerzellen“, die Bakterien, kranke Zellen oder auch Krebszellen bekämpfen, wurden vermehrt festgestellt. Dass bei angenehmer Musik der Stress langsam nachlässt, ist dieser Studie zufolge auf niedrigere Werte des Stresshormons Kortisol zurückzuführen.

Sogar eine verminderte Ausschüttung von Histamin im Speichel der Testpersonen nach dem Hören von Musik ließ sich im Rahmen einer weiteren Untersuchung nachweisen.

Genießen wir also die schönen Sommertage bei entspannter Musik, einem kühlen Getränk – und helfen so aktiv unserer Gesundheit!

Den Stress „wegtanzen“

Eng mit Musik verbunden ist auch das Tanzen. Sport und Aktivität kommen dem ganzen Körper zugute und helfen insbesondere auch dem Darm dabei, die positiven Bakterien zu unterstützen.

Umso besser, wenn man dies auch noch mit Freude und Spaß verbinden kann, welche beim Tanzen zu guter Musik fast automatisch aufkommen. Kein Wunder, denn hierbei reguliert sich der Serotonin- und Dopaminspiegel im Körper, was wiederum gegen Stress und sogar bei Depressionen hilft. Durch die Bewegung werden zusätzlich Anspannungen gelöst und man fühlt sich insgesamt gleich wohler und entspannter. Wer regelmäßig tanzt, stärkt damit seine Muskeln, der ganze Körper wird resistenter und hat wieder mehr Energie.

Schon lange bevor diese Zusammenhänge wissenschaftlich untersucht wurden, schätzte bereits Hildegard von Bingen die heilende Wirkung von Bewegung zur Musik:

„Wie kein anderes Mittel sind Tanz und Musik in der Lage, den Menschen wieder in innere und äußere Harmonie zu bringen. Durch die Heilkräfte der Musik verschwinden Depressionen, Schwindel, Migräne, Verkrampfungen, Koliken und Schlaflosigkeit.“

Bei Histaminintoleranz sollte jedoch auf moderate Aktivität geachtet werden, da durch eine Überforderung vermehrt Histamin ausgeschüttet werden kann. 

Lachen befreit

Dieses gelöste, wohltuende Gefühl, wenn wir schallend über einen Witz oder einen guten Film gelacht haben, kennen wir alle. Was aber geht dabei tatsächlich im Körper vor und warum tut es uns so gut? Damit beschäftigt sich sogar ein eigener Wissenschaftszweig, die Gelotologie (gelos = Lachen). Hier konnten bereits zahlreiche positive Effekte des Lachens auf unsere Gesundheit nachgewiesen werden. 

Wenn wir lachen, wird die Atmung intensiviert, wodurch der Gasaustausch in der Lunge und somit ihre Kapazität erhöht wird. Die inneren Organe erfahren eine Art „Massage“, welche auch die Darmaktivität unterstützt.

Ausgleichend kann das tiefere Atmen auch bei Ängsten wirken, die sonst durch eine eher kurze und flache Atmung noch verstärkt werden.

Darüber hinaus wurde in verschiedenen Studien festgestellt, dass bei ausgiebigem Lachen sowohl Stresshormone abgebaut werden, als auch gleichzeitig das Immunsystem gestärkt wird, da bei Testpersonen für einige Zeit, nachdem sie ausgiebig gelacht hatten, eine erhöhte Anzahl an Abwehrzellen nachgewiesen wurde.

Einige Minuten lang herzhaft lachen hilft also, Dauerstress, der ja als einer der Haupttrigger für die Ausschüttung von Histamin gilt, zu unterbrechen. 

Jedoch ist es manchmal gar nicht so einfach – gerade im Umgang mit Unverträglichkeiten und deren Auswirkungen, den vielen Gedanken über die richtige Ernährung – Momente zum Lachen und Abschalten zu finden. Tatsächlich hilft aber schon eine Minute den Mund zu einem Lächeln zu verziehen, um Glückshormone auszuschütten. Dafür muss das Lächeln nicht einmal von Herzen sein, sondern die reine Mundbewegung (und das Halten für 1 Minute) flutet den Körper mit Endorphinen und wir fühlen uns hinterher besser.

Wer sich aber dennoch hin und wieder dieses befreiende Gefühl des Lachens gönnen will und etwas Neues ausprobieren möchte, kann es einmal mit Lachyoga versuchen. Dabei werden Yoga-Atemübungen, pantomimische Impulse zum Lächeln und Dehnübungen kombiniert, wodurch nach und nach ein natürliches Lachen angeregt wird. Entwickelt wurde diese Methode in den 1990er Jahren von Dr. Madan Kataria, der herausfand, dass  „künstlich herbeigeführtes“ Lachen die gleichen positiven Effekte im Körper auslöst wie das spontane Lachen. Mittlerweile gibt es hierzu Kurse und Online-Videos mit Anleitungen.

Ob mit Hilfe von solchen speziellen Übungen oder spontan – wie schön, dass wir von Zeit zu Zeit auch lachend etwas für unsere Gesundheit tun können!

 

Quellen

Bücher von Nora bei Amazon:

  1. Wenn Ernährung zur Qual wird*: Was ist Histamin eigentlich und wofür braucht es der Körper?
  2. Wenn Histamin dir den Kopf verdreht*: Mentale Auswirkungen von Histamin und was du dagegen tun kannst

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