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Antihistaminika sind nicht die Lösung! Doch sie können ein wichtiger Teil des Weges sein

Häufig bekomme ich Anfragen, welches Antihistaminikum ich empfehlen würde. Da kann ich nur sagen: Bitte frage deinen Arzt. Grundsätzlich empfehle ich allerdings immer: Versuche die Anwendung von Antihistaminika so kurz wie möglich zu halten. Ich weiß, dass es einige von euch gibt, die nicht ohne die Behandlung mit einem Antihistaminukum leben können, weil die Symptome so stark sind. Das ist ok, erst einmal. Versuche deinen Körper auszubauen, dein Immunsystem und deinen Darm zu stärken und versuche dann wieder ohne tägliche Einnahme von Antihistaminika zu leben, – oder stärke deinen Körper mit natürlichen Antihistaminika, die entweder deinem Körper beim Abbau von Histamin, der Stabilisierung der Mastzellen oder der Produktion von histaminabbauenden Enzymen helfen. Wenn du das möchtest. Wenn nicht, dann ist das auch vollkommen in Ordnung.

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Wirkungsweise von Antihistaminika

Histamin ist ein Hormon (Botenstoff), das sich an bestimmte Rezeptoren andockt, um Informationen weiterzugeben oder eine Reaktion in Gang zu setzen. Es gibt vier verschiedene Histaminrezeptoren: H1-H4. Dies ist vergleichbar mit einem Schlüssel, der in ein bestimmtes Schloss passt. Durch das Andocken und das Auslösen eines bestimmten Stoffwechselvorgangs kann es bei Histaminintoleranz-Betroffenen zu bestimmten Beschwerden und Symptomen kommen.

Antihistaminika blockieren die Rezeptoren, sodass das Histamin nicht andocken kann. Wenn es nicht andocken kann, kann es auch keine Beschwerden auslösen, denn es übermittelt kein Signal an die Zelle. Antihistaminika werden von den Rezeptoren präferiert aufgenommen, sodass sie sich vor dem Histamin auf den Rezeptor setzen können und dieses blockieren.

Am wichtigsten ist dabei das H1-Antihistaminikum. Dieses blockiert die H1-Histaminrezeptoren, welche für die schwerwiegendsten Symptome wie Schwindel, Schnupfen, Hautbeschwerden sowie Migräne zuständig sind. H1-Antihistaminika helfen allerdings nicht bei Magen-Darm-Beschwerden.

H2-Antihistaminika können beispielsweise bei überschüssiger Magensäureproduktion hilfreich eingesetzt werden und so eine Unterstützung bei Sodbrennen sein.

Antihistaminika senken nicht den Histaminspiegel im Blut und erhöhen auch nicht die DAO-Produktion. DAO ist neben HNMT das Enzym, welches am Histaminabbau beteiligt ist. Antihistaminika sind demnach keine Therapie bei einer Histaminintoleranz, sondern können vielmehr eine momentane Hilfe bei schwerwiegenden Beschwerden sein. Sie werden auch bei starken allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen, Nussallergie und zur Unterbindung eines allergischen Schocks eingesetzt.

Antihistaminika können die Blut-Hirn-Schranke passieren und so im Zentralen Nervensystem im Gehirn sedierend wirken, das heißt, sie machen müde. Tagsüber kann das sehr hinderlich sein, nachts könnte es für einen begrenzten Zeitraum eine wichtige Einschlafhilfe darstellen. Es gibt allerdings mittlerweile Anthistaminika der neuen Generation, welche diese meist unerwünschte Nebenwirkung nicht aufweisen.

Als weiteren unerwünschten Nebeneffekt können Antihistaminika eine hemmende Wirkung auf die Produktion der histaminabbauenden Enzyme haben.

Nachteile von Antihistaminika

Antihistaminika sind eine sehr gute und wichtige Notfallmedizin. Sie sollten allerdings immer nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden und du solltest darauf achten, sie so kurz wie möglich einzunehmen. Sie helfen dir zwar kurzfristig bei deinen Beschwerden, sind aber kein langfristiges therapeutisches Medikament. Sie sind künstliche Stoffe, die als Abfallprodukte von deinem Körper wieder hinaus transportiert werden müssen – deine Leber und dein Darm müssen hart arbeiten, um alles wieder loszuwerden.fwachen geht es Betroffenen dann meist auch schon besser. Wenn es nicht ganz optimal läuft, dann vergiftest du deinen Körper schleichend mit der regelmäßigen Einnahme von Antihistaminika. Eine starke, innerkörperliche Vergiftung führt wiederum dazu, dass der Darm belastet ist und der Organismus überfordert – dieser Zustand begünstigt eine Histaminintoleranz und kann die Beschwerden erheblich verschlechtern.

Nachtrag: Erfahrungen einer Leserin mit Antihistaminika

Nach der Veröffentlichung dieses Artikels bekam ich eine E-Mail einer fleißigen Leserin, die mir von ihrer Antihistaminika-Therapie bei einem bekannten Histamin-Spezialisten erzählte. Sie bekommt als Therapie gegen ihre Histaminintoleranz und Mastzellenaktivität hoch dosierte Antihistaminika, um erst einmal den Körper aus dem Teufelskreis heraus zu bekommen. Dieser Maßnahme sollte allerdings niemals ohne eine ärztliche Überwachung durchgeführt werden – genau so wenig übrigens wie ein verschriebenes Antihistaminikum abzusetzen.

Was kannst du selbst für die Gesundheit deines Körpers tun?

Eine regelmäßige Entgiftung deines Körpers ist enorm wichtig, du kannst deinen Körper in seiner natürlichen Entgiftung mit wenigen und einfachen Maßnahmen gezielt unterstützen.

Die wichtigsten kannst du dir ganz einfach direkt hier herunterladen.

Des Weiteren ist es wichtig, dass du dich und deinen Darm gut ernährst. Dazu zählt, dass du Weizen, Kuhmilch und Zucker nur in kleinem Maße konsumieren solltest und ansonsten auf eine ausreichende Eiweißmenge achten sowie viel gutes Gemüse zu dir nehmen sollest. In unserem LMO Health Club haben wir dir alles zusammen gestellt, was uns dabei geholfen hat, die Histaminintoleranz loszuwerden.

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