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Schwaches Immunsystem? 10 Impulse für aktive Darmbakterien

Darmbakterien – das sind diese Milliarden kleinen Helfer, die im menschlichen Darm leben und dort für eine gesunde Darmflora, ein gesundes Milieu sorgen. Die Mikroorganismen im Darm unterstützen dein Immunsystem, stärken dein Hormonsystem und helfen dabei, die Mineralien und Vitamine aus der Nahrung zu extrahieren. Die Bakterien im Darm sind der Grund, warum wir den Darm als die “Wiege der Gesundheit” bezeichnen.

Die meisten Menschen der westlichen Welt haben eine gestörte Darmflora, das liegt zu einem großen Teil an unserer Ernährung, aber auch an unserer Medizin, Mikroplastik in Kosmetik, zu viel Zucker im Essen und Umweltgifte auf den Feldern. Wenn das Mikrobiom nicht gesund ist, dann kann die Darmflora Krankheiten verursachen.

Deine Darmbakterien stärken deine Gesundheit und helfen dir dabei, Mängel auszugleichen. Beim Gesundwerden geht es nicht nur darum, etwas wegzulassen, sondern vielmehr die richtige Ernährung sowie die richtige Therapie zu finden, um den Darm, den Körper und eben die nützlichen Bakterien so zu nähren, dass sie gesund sind und bleiben. Die Darmbakterien kannst du zum Beispiel mithilfe von Probiotika in deinem Darm ansiedeln. Probiotika sind eine Mischung an Darmbakterien, die mithilfe von Wasser reaktiviert werden und dann eingenommen werden können. So kannst du dir dein eigenes, passendes Darmvolk züchten. Was allerdings häufig vergessen wird, ist, dass wir nicht nur die richtigen Bakterien ansiedeln müssen, sondern diese auch nähren und züchten müssen. Ausgewogene Ernährung hilft uns dabei sehr.

Unsere Darmbakterien sind maßgeblich dafür verantwortlich, ob unser Darm gesund ist oder nicht. Die nützlichen Darmbakterien sorgen für eine intakte Darmflora. Wir haben Billionen von Bakterien in unserem Darm und durch falsche Ernährung wird die natürliche Darmflora gestört. Eine gestörte Darmflora ist der Auslöser zahlreicher Krankheiten und verantwortlich für ein schlechtes Immunsystem.

Das Mikrobiom im Darm trägt viele wichtige Aufgaben für unseren Körper, so sind sie Teil unseres Immunsystems, helfen bei der Verdauung und unterstützen den Darm bei der Produktion wichtiger Hormone. Die Darmbakterien sind ein kleines Wunderwerk und unser Darm wird häufig als Sitz der Gesundheit bezeichnet, deswegen ist es so wichtig, dass wir ihn und die Bakterienstämme, die in ihm wohnen, gut und sinnvoll ernähren.

Heute habe ich dir 10 Impulse aufgeschrieben, wie du deinem Darm und den Darmbakterien hilfst, ihre wichtige Arbeit tun zu können.

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1. Sorge für gutes Klima, damit die Bakterien sich wohlfühlen

Die guten Darmbakterien helfen dem Darm dabei, optimal zu funktionieren und haben außerdem noch zahlreiche weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit deines ganzen Körpers. Das Schöne daran ist, die Darmbakterien machen das Klima selbst. Die guten Bakterien produzieren Buttersäure und Milchsäure, welche das Mikrobiom sauer macht und die optimale Umgebung für die guten Darmbakterien schafft. Je mehr und je aktivere gute Darmbakterien du hast, umso schneller und besser können sie für ein gutes Darmklima sorgen. Die schlechten Darmbakterien mögen das saure Milieu nicht und gehen.

2. Mache einen Darmflorastatus, um den Überblick zu gewinnen

Grundsätzlich ist es immer ratsam, erst mal einen Test machen zu lassen (z.B. diesen hier)* , um einen Überblick zu erhalten, welche Bakterien sich bereits in deinem Darm befinden. Es gibt gute und schlechte Darmbakterien. Die guten Darmbakterien helfen dir und unterstützen deinen Darm bei seiner Arbeit – die schlechten Darmbakterien sorgen für Fäulnis im Darm, begünstigen Entzündungen, Unverträglichkeiten und Fettpölsterchen.

3. Sorge für eine optimale Ansiedlung der guten Bakterien

Essenziell wichtig ist es, Probiotika einzunehmen. Doch erst nachdem du den Darm darauf vorbereitet hast, zum einen durch Detox/Entgiftung und zum anderen durch die perfekte Ernährung, die den Darm und die Darmbakterien stärken. Probiotika sollte nicht einfach “nur” so eingenommen werden.

Probiotika* sind Mischungen aus guten Darmbakterien, die du oral einnehmen kannst. Sinnvoll ist es, Probiotika in Pulverform einzunehmen, die du in Wasser aufgelöst und mindestens 15 Minuten aktivieren lassen solltest. Es bietet sich an, diese Probiotika (also die Bakterien) mit Präbiotika zu kombinieren – Präbiotika* ist das Bakterienfutter, zum Beispiel Apfelpektin Inulin *. Wichtig ist nämlich, dass du es den Bakterien in deinem Darm auch angenehm machst, dazu muss das Milieu stimmen, sonst siedeln sie sich nicht an. Dazu ist es hilfreich, Präbiotika einzunehmen und auch bei der Ernährung auf Bakterienfutter zu achten: Ballaststoffe, resistente Stärke, Omega-3-Fette und Inulin bzw. Apfelpektin (1 Apfel am Tag mit Schale hilft enorm).

4. Bleibe treu und halte durch

Die Hersteller verwenden in ihren Probiotika Produkten verschiedene Bakterienstämme. Ein Wechsel verhindert die Ansiedlung der Keime und vermindert deren Einfluss auf die bestehende Darmflora. Von daher ist es wichtig, ein Produkt eines Herstellers über mehrere Monate zu nehmen, mindestens 3 Monate und am besten 1x täglich. Die Bakterien benötigen Zeit und ständigen Nachschub, um sich anzusiedeln. Es kann je nachdem relativ lange dauern, bis ein Effekt zu spüren ist, denn je nachdem, wie das Milieu im Darm ist und wie sehr die guten Darmbakterien in der Unterzahl sind, umso länger dauert es auch, bis sie wirklich und nachhaltig angesiedelt werden können. Es sollten täglich mindestens 100 Millionen probiotischer Bakterien aufgenommen werden, um den gezielten Effekt zu erreichen.

5. Nutze inulinhaltige Lebensmittel, um die richtigen Bakterien zu züchten

Die Bakterien lieben Inulin* , das ist ihr Bakterienfutter. Inulin kommt natürlicherweise in Chicorée, Schwarzwurzel und Topinambur vor. Lebensmittel, die in den wenigsten Haushalten täglich auf dem Mahlzeitenplan stehen. Von daher kann es ratsam sein, Inulin als Nahrungsergänzungsmittel* zur Stärkung der Bakterien in einem kurmäßigen Zeitraum einzunehmen und die Bakterien, die sich bereits im Darm befinden, zu füttern – und groß und stark werden zu lassen.

6. Füttere die guten Darmbakterien durch ballaststoffreiche Ernährung

Die Bakterien essen aber nicht nur Inulin, sie lieben auch Apfelpektin – ein Apfel mit Schale pro Tag füttert sie schon mal sehr gut. Dazu lieben die guten Bakterien (resistente) Stärke, Nüsse und Ballaststoffe. Wenn du dein Essen also mit diesen Zutaten anreicherst, nährst du ganz gezielt die guten Darmbakterien und sie können sich dank des vorzüglichen Essens fantastisch vermehren. Ballaststoffe sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Leinsamen und Vollkornprodukte. Die guten Darmbakterien ernähren sich davon und das beste daran ist: Die schlechten Bakterien mögen diese Stoffe nicht. Resistente Stärke hat den Vorteil, dass es alle Verdauungsorgane überdauert, bis es endlich im Dickdarm und somit bei den Bakterienstämmen angekommen ist. Diese gilt es verstärkt zu essen, damit die Bakterien auf natürliche Weise gestärkt werden: Resistente Stärke ist besonders in gekochten, aber kalten Kartoffeln sowie in Reis, der ebenfalls abgekühlt ist. Vollkornprodukte, Leinsamen, Haferflocken und -kleie sind sehr ballaststoffreich. Übrigens liefert auch Kaffee (selbst in der koffeinfreien Variante) zahlreiche gute Ballaststoffe – dazu muss er allerdings ohne Milch genossen werden, da diese wertvollen Inhaltsstoffe bindet. Ballaststoffe unterstützen die Verdauung, versorgen den Darm mit Nährstoffen und wichtigem Bakterienfutter, denn diese komplexen Kohlenhydrate schaffen es ebenfalls bis in den Dickdarm. Gleichzeitig machen sie satt und lassen das Insulin nur sehr langsam ansteigen – dadurch bleibt der Blutzucker auf einem gesunden Niveau und der Verdauungskreislauf wird nicht unnötig gestört.

Ein gutes Präbiotikum ist in den ersten Monaten* zusätzlich eine sehr gute Unterstützung, so kannst du gezielt die guten Darmbakterien füttern.

7. Versorge den Darm mit ausreichend Eiweiß und Aminosäuren

Eiweiß kommt in tierischen Produkten vor und es gibt auch pflanzliches Eiweiß, zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und verschiedenen Pilzsorten. Protein, das Eiweiß, besteht aus Aminosäuren. Es gibt essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren, die essenziellen können vom Körper nicht selbstständig hergestellt werden und müssen somit über die Nahrung aufgenommen werden. Tatsächlich ist es so, dass tierische Eiweiße mehr der essenziellen Aminosäuren verteilen und diese Form der Proteine vom Körper effektiver aufgenommen werden kann. Grundsätzlich bietet es sich jedoch bei Eiweiß an, eine Mischung aus tierischem und pflanzlichem Protein anzustreben. Einige der Aminosäuren – die kleinsten Teile der Proteine – haben die tolle Fähigkeit, die Darmschleimhaut zu reparieren. Genauso wie auch Lecithine, im Übrigen. Du kannst Aminosäuren, allen voran L-Glutamin *, und auch die Lecithine kurmäßig als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um deinen Darm und vor allem die Darmschleimhaut zu unterstützen.

8. Reduziere Entzündungen im Darm durch Omega-3-Fette

Entzündungen in unserem Darm sorgen für das falsche Klima und die Ansiedlung falscher Bakterienstämme. Entzündungen verletzen die Darmschleimhaut und sorgen im schlechtesten Fall für einen löchrigen Darm, auch als Leaky Gut Syndrom* bezeichnet. Chronische Entzündungen können auch im Körper vorkommen und schaden somit dem gesamten Organismus, im Besonderen dem Darm. Entzündungshemmer sind Omega-3-Fettsäuren* , die besonders in fetten Fischen wie Thunfisch, Lachs, Makrele oder Hering vorkommen. Leinsamen, Walnussöl, Rapsöl, Leinöl und Macadamianüssen sind ebenfalls sehr reich an Omega-3-Fetten. Ballaststoffe und bestimmte Gewürze können ebenfalls die Entzündungen im Körper eindämmen. Entzündungsfördernd sind Omega-6-Fettsäuren, die in Sonnenblumenöl, Kürbiskernen sowie Margarine vorkommen – und auch Zucker sowie schnelle Kohlenhydrate.

9. Nutze die antientzündliche Wirkung von Kurkuma und Ingwer

Kurkuma hat eine starke antientzündliche Wirkung, die den Darm reparieren kann und das gesamte Entzündungspotenzial im Körper herunterfährt. Die Inhaltsstoffe der Wurzel greifen direkt in die Entzündungskaskade ein und blockieren so die Bildung von Entzündungsstoffen. Des Weiteren bietet Kurkuma Schutz vor freien Radikalen und Zellschäden. Im Übrigen wird Kurkuma von den Zellen besser aufgenommen, wenn gleichzeitig schwarzer Pfeffer oder Zimt sowie Zitrusfrüchte verzehrt werden, dies kannst du natürlich für einen überschaubaren Zeitraum auch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen* . Ingwer ist ebenso wie Kurkuma eine Anti-Entzündungs-Wunderwaffe und verhindert die Bildung von Entzündungsstoffen.
Entzündungshemmender Tee: ½ TL Kurkuma, ½ TL Zimt, ein kleines Stück Ingwer (gerieben) und eine Prise schwarzer Pfeffer mit ½ Liter Wasser überbrühen und trinken.

10. Bewege dich ausreichend, damit die Bakterien tanzen können

Die Darmbakterien lieben Bewegung und arbeiten besser, wenn wir uns mindestens 30 Minuten am Tag bewegen. Dabei ist es nicht wichtig, dass du dich 30 Minuten am Stück bewegst, doch insgesamt solltest du pro Tag mindestens 30 Minuten Sport machen, ob Spazierengehen, Boxen, Fahrrad fahren oder Yoga. Jede Form der Bewegung baut Muskeln auf und bringt die Darmbakterien in Bewegung. Unser Darm mag es nicht, wenn wir den ganzen Tag sitzen. Dabei quetschen wir den Darm ein und so wird es den Darmbakterien zu eng. Wenn wir uns bewegen, haben sie auch die Möglichkeit, sich besser zu entfalten.

Mehr zum Thema Gesundheit und Heilung bei einer Histaminintoleranz kannst du hier nachlesen.

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