Entgiftung bei Histaminintoleranz? So geht es richtig

Entgiftung bei Histaminintoleranz

Ist die Histaminintoleranz heilbar? Aus schulmedizinischer Sicht nicht, da es kein Medikament dagegen gibt. Aus naturheilkundlicher Sicht sieht es anders aus, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten über Ernährung, Entgiftung und die Stärkung des Körpers die Histaminintoleranz umzukehren.

Hier haben wir dir natürliche Helfer für deinen Körper zusammengetragen, die uns in den letzten 10 Jahren sehr gute Dienste geleistet haben und dazu beigetragen haben, dass wir heute nicht mehr unter unserer Histaminintoleranz leiden – und wieder (fast) alles essen können.

Ein wichtiger Baustein war bei uns die kontinuierliche Entgiftung des Körpers – und zwar am Besten auf täglicher Basis. Dazu zählt es auch, dass wir Verantwortung dafür übernommen haben, was in unsere Körper hinein kommt. Es lohnt sich immer den Körper auf Dauer mit weniger Giftstoffen zu belasten. Dazu zählt es z. B. Gemüse und Obst in Bioqualität zu kaufen und auf den Verzehr von E-Stoffen (Konservierungs- oder Farbstoffen sowie Geschmacksverstärker, aber auch Aroma und Emulgatoren) großflächig zu verzichten.

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Was ist Histaminintoleranz?

Bei einer Histaminintoleranz ist der Abbau von Histamin gestört. Dies führt dazu, dass sich vermehrt Histamin im Körper befindet und nur schwer oder gar nicht durch die histaminabbauenden Enzyme abgebaut werden kann. Histamin wird im Körper durch die Mastzellen gespeichert, welche die Freisetzung von Histamin bei einer Immunreaktion bewirken – was eine wichtige und gegebenenfalls lebensnotwendige Funktion unseres Körpers ist. Durch histaminhaltige Lebensmittel gelangt zusätzlich Histamin in den Körper. Wenn zu wenige histaminabbauende Enzyme vorhanden sind im Verhältnis zur Menge an Histamin, dann spricht man von einer Histaminintoleranz. Die Wirkung von Histamin auf den Körper sind sehr vielfältig und deswegen reichen die Symptome von tränenden Augen über Hautreizungen, Magen-Darm-Beschwerden hin zu Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht. Histaminreiche Lebensmittel sollten gemieden werden, damit der Körper überschüssiges Histamin verarbeiten kann. Die Ausschüttung von Histamin durch die Mastzellen kann durch bestimmte Stoffe sowie Entspannungstechniken reguliert werden.

Einfaches Entgiften mit Hausmitteln

Schätzungen zufolge leiden knapp 2 Millionen Deutsche unter einer Intoleranz gegenüber Histamin. Oft kann über eine Histaminkonzentration im Blut nicht auf eine Histaminintoleranz geschlossen werden, deswegen ist die Intoleranz gegenüber Histamin häufig noch schwer zu diagnostizieren. Dein Vorgehen bei Verdacht auf HIT haben wie hier für dich zusammengetragen.

Wir haben dir heute ein paar natürliche Helfer mitgebracht, welche dabei unterstützen, Histamin aus dem Körper zu transportieren und bei der Inaktivierung von Histamin durch die Enzyme unterstützend wirken können.

Hausmittel für akute und langfristige Entgiftung

Diese Hausmittel helfen deinem Körper bei der natürlichen Ausleitung von Histamin. Wenn du gleichzeitig auf histaminreiche Nahrungsmittel verzichtest, dann hat es dein Körper um so leichter, langfristig das Histaminfass zu leeren.

Lade dir hier deinen Entgiftungsguide herunter.

Langfristig gesund werden bedeutet auch, schädliche Stoffe in deinem Umfeld (Ernährung, Kleidung, Kosmetik, Putzmittel) zu vermeiden. Denn erst wenn dein Körper nicht mehr mit dem Abbau dieser beschäftigt und überfordert ist, kann er einwandfrei arbeiten. Und so hat er die Möglichkeit, auch belastende Stoffe gut verarbeiten zu können.

Man kann sich den Körper wie einen Müllzerkleinerer vorstellen: Er arbeitet sich durch den Müll und sieht niemals ein Ende, weil immer wieder neuer Müll von oben hinein geworfen wird. Gönne deinem Körper also ab und zu eine Müllpause, damit er Zeit hat, das ganze angestaute Zeug fortzuschaffen, bevor neuer Müll produziert wird.

Die histaminreichen Lebensmittel lassen wir bewusst für mindestens 3 Monate weg.

Wasser ist grundlegend zur Entgiftung

1. Wasser zur inneren Reinigung

Wasser hat eine wunderbar entgiftende und reinigende Wirkung, deine gesamten Ausscheidungsorgane benötigen Wasser, um richtig zu funktionieren. Die intakte Clusterstruktur des Wassers bindet Toxine und hilft so bei der Entgiftung. Wasser reguliert zudem die Histaminfunktion deines Körpers, zudem fördert zu wenig Wasser die Histaminausschüttung. Achte bei deinem Wasser darauf, dass es nicht in Plastikflaschen abgepackt ist, gerne kannst du filtriertes Leitungswasser trinken. Achte darauf, jede Stunde ein Glas Wasser zu dir zu nehmen – vermeide es, Durst zu bekommen und auch große Mengen auf einmal zu konsumieren. Gerne kannst du 1 Prise Salz oder ein Basenmittel in dein Trinkwasser geben, dieses liefert dir zusätzliche Mineralien.

2. Ölziehen als Entgiftungshelfer

Um die Entgiftung deines Körpers langfristig zu unterstützen, kann ich dir das morgendliche Ölziehen sehr ans Herz legen. Eine genaue Beschreibung findest du auf meinem Blog. Ich kann dir verraten, dass ich es auch nicht jedem Morgen mache. Vielmehr habe ich Phasen, zum Beispiel im Frühjahr 4 Wochen als Kur oder nach einer längeren Krankheit. Dann mache ich jeden Morgen fleißig Ölziehen und es tut mir wunderbar gut. Diese Entgiftungsmaßnahme kannst du auch als Unterstützung im akuten Fall anwenden.
Täglich Entgiften durch Ölziehen
Gesunde Ernährung für Aminosäuren und Vitamin B6

3. Gesunder Darm

Der Darm ist der Sitz der Gesundheit, er ist übersät mit Tausenden von Zoten, die jeden Tag wichtige Nährstoffe aus der Nahrung ziehen und diese verdauen. Der Darm ist besiedelt von Millionen Darmbakterien, welche unser Abwehrsystem und den Großteil unseres Immunsystems stellen. Der Darm arbeitet und arbeitet und zurückbleiben Abfallprodukte der Nahrung, welche ihn tagtäglich durchziehen.

Eine gesunde und intakte Darmschleimhaut ist unerlässlich für die ausreichende Produktion von Diaminoxidase (kurz: DAO), einem der wichtigen Histamin abbauenden Enzyme. Ein starkes und gesundes Mikrobiom, die Darmflora, spielt eine wichtige Rolle bei der Versorgung deiner Darmschleimhaut mit allem, was sie zu einer optimalen Funktion braucht. Gleichzeitig ist ein gesundes Mikrobiom das Zuhause für deine Darmbakterien. Der Abbau von Histamin wird durch ein intaktes Mikrobiom unterstützt. Hierbei helfen z. B. Vulkangestein, denn es bindet Histamin sowie die Aminosäure L-Glutamin, welche die Darmschleimhaut repariert. Vitamin B6 bei Histaminintoleranz ist unerlässlich, denn das Vitamin ist ein Co-Faktor beim Abbau von Histamin, ebenso wie Vitamin C und Huminsäure den Abbau von Histamin fördert.

Schwarzer Tee, Kaffee, Alkohol oder große Mengen an Kakao hemmen das Enzym DAO und auf diese sollte für eine Zeit verzichtet werden.

4. Leber stärken

In einer gut arbeitenden Leber wird ein weiteres histaminabbauendes Enzym, Histamin-N-Methyltransferase (kurz: HNMT), produziert. Die Leber ist außerdem ein enorm wichtiges Ausscheidungs- und Entgiftungsorgan, es reinigt das Blut und wird von einer unterstützenden Behandlung profitieren. Die Leber ist stark angeschlagen, wenn der Darm nicht in der Lage ist, die Entgiftungsleistung zu vollbringen, deswegen freut sich deine Leber sehr über einen gesunden Darm. Gleichzeitig werden vermehrt Giftstoffe in den Körper entlassen und die Leber hat viel zu tun. Du kannst sie mit leberstärkenden Kräutern wie Mariendistel, Löwenzahn, Schafgarbe und Kurkuma unterstützen. Warme Leberwickel unterstützen ebenfalls die richtige Funktion der Leber.
Histamin Detox durch Histamin-N-Methyltransferase

5. Entspannung / Meditation

Stress und Aufregung ist für jeden Körper anstrengend, für einen mit Histaminintoleranz ist es allerdings Gift denn bei Stress wird Histamin ausgeschüttet. Gleichzeitig wissen wir aus Studien, dass beim meditativen Zustand ein Stoff ausgeschüttet wird, welcher nachweislich die Mastzellen stabilisiert. Ganzheitliche Gesundheit ist ein Zusammenspiel aus einem gesunden Körper und einem gesunden Geist.
Daher solltest du es zu einer deiner obersten Prioritäten machen, dich in Entspannung zu üben. Ich weiß, dass dies immer so leicht gesagt und doch so schwer gemacht ist. Es gibt einfach zu viel, was uns jeden Tag aufregt, diese vielen Kleinigkeiten, die uns den letzten Nerv rauben. Aber versuche doch einmal, den Tag in Entspannung zu schließen.
Versuche abends ca. 30 Minuten bevor du ins Bett gehst, jegliche Ablenkung, Fernseher, Computer, Smartphone, Radio auszumachen. Wenn du möchtest, kannst du dir deine Lieblingsmusik anmachen oder (und das ist eigentlich die bessere Variante) lausche der Stille der Nacht, dimme das Licht ein wenig und setze dich auf ein Kissen auf dem Boden (oder auf ein/en Sessel/Sofa).
Setze dich hin und beobachte deinen Atem. Atme tief ein und spüre, wie sich dein Atem im ganzen Körper ausbreitet. Atme aus und stell dir vor, dass alle verbrauchte Luft deinen Körper verlässt und er gereinigt ist. Zähle deine Atemzüge und konzentriere dich nur auf deinem Atem und das Zählen.
Sollte dir diese Übung nicht auf Anhieb gelingen, ist das kein Problem. Versuche es einfach immer wieder und nach ein paar Wochen wirst du sehen, wie leicht es dir fällt. Du wirst diese Entspannungsübung schneller machen können und dennoch den Effekt des Abschaltens erfahren können. Lasse dich auf diese Erfahrung ein und erfahre, wie du die Entspannung dein Leben bereichern kann.

6. Nährstoffmangel beheben

Die Produktion von histaminabbauenden Enzymen benötigt Nährstoffe und ein angeschlagener Darm kann Nährstoffe schlechter aus der Nahrung extrahieren. Bei der Herstellung von DAO und HNMT werden vermehrt Vitamin C, B-Vitamine, Kupfer und Magnesium gebraucht. Zink, Calcium und Vitamin D gelten als hilfreiche Nährstoffe, welche den freien Radikalen im Körper Einhalt gebieten.

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2 Kommentare

  1. Daniela

    Hallo Nora, du schreibst, dass” Vulkangestein gut ist,denn es bindet Histamin sowie die Aminosäure L-Glutamin, welche die Damschleimhaut repariert.” – Das ist doch kontraproduktiv, das L-Glutamin benötigt der Körper doch!?
    Ebenso bei der Leber: “…deine Leber freut sich sehr über einen gesunden Darm. Gleichzeitig werden vermehrt Giftstoffe in den Körper entlassen und die Leber hat viel zu tun.” Das widerspricht sich für mich ,oder??

    Antworten
    • Nora Hodeige

      Hallo Daniela, danke für deine Nachricht. Das ist umständlich und tatsächlich falsch formuliert. Es wird empfeohlen Vulkangestein einzunehmen und dann macht es auch noch Sinnn L-Glutamin einzunehmen. Nicht gleichzeitig. Und natürlich soll nicht das L-Glutamin sonder das Histamin (und Toxine etc) gebunden werden. Danke.
      Ja, auch mit der Leber darf noch anders formuliert werden.Danke.

      Antworten

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