Häufig bekomme ich Anfragen, welches Antihistaminikum ich empfehlen würde. Da kann ich nur sagen: Bitte frage deinen Arzt. Grundsätzlich empfehle ich allerdings immer: Versuche das Antihistaminikum so kurz wie möglich und nur als Ausnahme zu verwenden. Ich weiß, dass es einige von euch gibt, die nicht ohne ein Antihistaminkum leben können. Das ist ok, erst einmal. Versuche deinen Körper auszubauen, dein Immunsystem und deinen Darm zu stärken und versuche dann wieder ohne tägliche Einnahme von Antihistaminika zu leben. Doch erst einmal: Was sind Antihistaminka überhaupt und wie wirken sie?

Was ist ein Antihistaminikum und wie wirkt es?

Histamin ist ein Hormon (Botenstoff), der sich an bestimmte Nervenrezeptoren andockt, um Informationen weiterzugeben oder eine Reaktion in Ganz zu setzen. Es gibt vier verschiedene Histaminrezeptoren H1-H4:  Dies ist vergleichbar mit einem Schlüssel, der in ein bestimmtest Schloss passt. Durch das Andocken und das Ausslösen eines bestimmten Stoffwechselvorgangs kann es bei Betroffenen der HIT zu bestimmten Beschwerden und Symptomen kommen.

Antihistaminika blockieren die Rezeptoren, so dass das Histamin nicht andocken kann. Wenn es nicht andocken kann, kann es auch keine Beschwerden auslösen, denn es übermittelt kein Signal an die Zelle. Antihistaminika werden von den Rezeptoren präferiert aufgenommen, so dass sie vor dem Histamin sich auf den Rezeptor setzen können und dieses blockieren. 


Am wichtigsten ist dabei das H1-Antihistaminikum. Dieses blockiert die H1 Histamin Rezeptoren, welche für die schwerwiegendsten Symptome wie Schwindel, Schnupfen, Hautbeschwerden sowie Migräne zuständig sind. H1-Antihistaminika helfen allerdings nicht bei Magen-Darm-Beschwerden.

H2-Antihistaminika können beispielsweise bei überschüssiger Magensäureproduktion hilfreich eingesetzt werden und so eine Unterstützung bei Sodbrennen sein. 

 

Was können Antihistaminka nicht?

 

Antihistaminka senken nicht den Histaminspiegel im Blut und erhöhen auch nicht die DAO Produktion. DAO ist neben HNMT das Enzym, welches am Histaminabbau beteiligt ist. Antihistaminika sind demnach keine Therapie bei einer Histaminintoleranz, sondern können vielmehr eine momentane Hilfe bei schwerwiegenden Beschwerden sein. Sie werden auch bei starken allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen, Nussallergie und zur Unterbindung eines allergischen Schocks eingesetzt. 

 

 

Antihistaminika können die Blut-Hirn-Schrank passieren und so im Zentralen Nervensystem im Gehirn sedierend wirken, das heißt, sie machen müde. Tagsüber kann das sehr hinderlich sein, nachts könnte es für einen begrenzten Zeitraum eine wichtige Einschlafhilfe darstellen. Es gibt allerdings mittlerweile Anthistaminika der neuen Generation, welche diese meist unerwünschte Nebenwirkung nicht aufweisen.

Als weiteren unerwünschten Nebeneffekt können Antihistaminika eine hemmende Wirkung auf die Produktion der Histamin abbauenden Enzyme haben.

Warum du die Einnahme von Antihistaminka einschränken solltest

Antihistaminika sind eine sehr gute und wichtige Notfallmedizin. Sie sollten allerdings immer nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden und du solltest darauf achten, so kurz wie möglich Antihistaminika einzunehmen. Antihistaminika helfen dir zwar kurzfristig bei deinen Beschwerden, sind aber kein langfristiges therapeutisches Medikament. Antihistaminika sind künstliche Stoffe, die als Abfallprodukte von deinem Körper wieder hinaus transportiert werden müssen – deine Leber muss hart arbeiten und dein Darm ebenfalls, um alles wieder loszuwerden. Wenn es nicht ganz optimal läuft, dann vergiftest du deinen Körper schleichend mit der regelmäßigen Einnahme von Antihistaminika. Eine starke, innerkörperliche Vergiftung führt wiederum dazu, dass der Darm belastet ist und der Organismus überfordert – dieser Zustand begünstigt eine Histaminintoleranz und kann die Beschwerden erheblich verschlechtern. 

Nachtrag: Erfahrungen einer Leserin mit Antihistaminika

Nach der Veröffentlichung dieses Artikels bekam ich eine Email einer fleißigen Leserin, die mir von ihrere Antihistaminika Therapie bei einem bekannten Histamin-Spezialisten erzählte. Sie bekommt als Therapie gegen ihre Histaminintoleranz und Mastzellenaktivität hochdosierte Antihistaminika, um erst einmal den Körper aus dem Teufelskreis heraus zu bekommen. Dieser Maßnahme sollte allerdings niemals ohne eine ärztliche Überwachung durchgeführt werden – genau so wenig übrigens wie eine verschriebenes Antihistaminikum abzusetzen. 

Was kannst du selbst für die Gesundheit deines Körpers tun?

Eine regelmäßige Entgiftung deines Körpers ist enorm wichtig, du kannst deinen Körper in seiner natürlichen Entgiftung mit wenigen und einfachen Maßnahmen gezielt unterstützen. Die wichtigsten kannst du dir ganz einfach und einfach hier direkt herunterladen.

Des Weiteren ist es wichtig, dass du dich und deinen Darm gut ernährst. Dazu zählt es, dass du Weizen, Kuhmilch und Zucker nur in kleinem Maße konsumieren solltest und ansonsten auf eine ausreichende Eiweißmenge achten sowie viel gutes Gemüse zu dir nehmen sollest. 

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Deine Meinung interessiert mich

Nimmst du regelmäßig oder hast regelmäßig Antihistaminika eingenommen? Was sind deine persönlichen Erfahrungen damit, in Bezug auf deinen Körper, deine Gesundheit und deine Histaminintoleranz (Symptome)? 

Schreibe mir gerne einen Kommentar, sie helfen mir dabei, motiviert zu bleiben und immer weiter für dich zu schreiben!

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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