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In 3 schritten zu einem gesunden darm!

Wie Stress sich auf die Ernährung auswirkt

Dez 13, 2019

 „Es gibt grundsätzlich zwei Arten, wie Menschen hinsichtlich des Essverhaltens auf Stress reagieren. Sie essen besonders viel oder besonders wenig. Denen, die nicht ins sogenannte Frustessen verfallen, schlägt der Stress oftmals auf den Magen und sie vergessen schlichtweg Mahlzeiten.“

Beinahe in jedem Fall geht Stress mit Gewichtsab- oder –zunahme einher. Daher kann ein veränderter BMI (Body-Mass-Index) ein Warnsignal für Stress bedeuten.

Neben einer gewissen Ersatz-Befriedigung, die manche Menschen beim Frustessen empfinden, gibt es auch noch einen konkreten Grund:

In Stresssituationen wird z.B. Zucker wenig geschmeckt und es wird automatisch mehr davon verzehrt, als gut sein kann.

Ein Problem der stressbedingten Fehlernährung ist das fehlende Bewusstsein für den auslösenden Faktor. Ist dieser jedoch erkannt, können alternative Lösungen gefunden werden, um in Stressphasen widerstandsfähig gegen Frust-Fressattacken zu werden.

Solche Wege könnten sein:

  • Entspannungsmethoden
  • Sport
  • Lesen
  • Spazierengehen
  • kreatives Schaffen
  • oder einfach in Ruhe einen guten Tee genießen.

Leider verfallen „Gestresste“ allerdings häufig ins Gegenteil. Nämlich, um vermeintlich dem Stress beim Einkaufen und Kochen zu entgehen, wird viel Fast Food konsumiert, mit der fatalen Folge, noch weniger Stress „verdauen“ zu können.

Einleuchtend dürfte sein, dass ungesundes Essen mit viel Zucker, Weißmehl, Fett und obskuren Lebensmittelzusätzen, dafür ohne nennenswerte Nährstoffe, dem Organismus in keinster Weise irgendwie weiterhelfen können. Sie belasten den Darm und führen häufig zu Entzündungen, Leaky Gut und sogar zu Unverträglichkeiten.

Ausnahmen können und dürfen sein, davon geht die Welt nicht unter, doch auf lange Sicht mangelt es schließlich an allen Ecken und Enden. Sei es, dass die inneren Organe, die Haut oder eben auch das Nervenkostüm betroffen sind.

Gesunde Ernährung – gesunde Zellen

Wer aktiv etwas gegen Stress unternehmen will, sollte zusätzlich zu anderen Maßnahmen, eine Ernährungsumstellung versuchen. Denn gesunde Körperzellen, sind auch entspannte Körperzellen.

Leider ändern viele Betroffene ihre Gewohnheiten erst nach einem „Wake-up-all“, wie z.B. einem Burn-out. „Dabei kann man zu jeder Zeit sein Leben ändern, sei es in Bezug auf die Ernährung oder auf den Stress“.

Welche Ernährung hilft

Welche Ernährung empfiehlt sich letztlich? Die viel zitierten „Wunder-Diäten“ Keto, Paleo, vegetarisch oder vegan? Letztlich muss das jeder für sich entscheiden. Es gibt sicher Gründe, wie ethische, religiöse, umweltorientierte usw., weshalb jemand auf gewisse Nahrungsmittel verzichten möchte.

Doch allen gemein sollte der Grundsatz sein: Natürlichkeit-biologisch-ökologisch ist die Basis für eine gesunde Ernährung!

3 Quick Tipps:

Bekanntlich hat die Pharmaindustrie für alle Beschwerden die Lösung parat. Wem sie hilft, ist ein anderes Thema. Medikamente sind in vielen Fällen gar nicht nötig, und wenn, ist in der Regel in der Natur für und gegen alles „ein Kraut gewachsen“.

Um den Teufelskreis Stress-falsche Ernährung und daraus entstehende Krankheiten zu bekämpfen, sollten wir die Einnahme von pharmazeutischen Produkten stark reduzieren und nur bei Notfällen einnehmen.

Anti-Stress-Ernährung!

Wie kann jetzt eine ausgewogene Ernährung dir helfen, mit Stress und Belastungen umzugehen? Welche Nahrungsmittel eignen sich am besten und wie kannst du sie in den Alltag integrieren?

Vorweg das A und O: Selber kochen und backen, vielleicht zusammen mit Freunden und/oder der Familie. Zusammen ausprobieren, experimentieren und anschließend (hoffentlich) genießen!

Lebensmittel gewinnen wieder an Wert und Bedeutung. Die Zubereitung ist weder Last noch Stress, sondern ein Meilenstein zum Wohlbefinden. Versuche auch Bio Produkte zu bevorzugen. Sie haben mehr Nährstoffe, sind weniger belastet und tun den Zellen gut.

Nicht zu vergessen sind die Nährstoffverluste vieler Nahrungsmittel wo nur noch auf Masse und nicht auf die Qualität geachtet wird. Die so erzeugten Pflanzen sind von minder Qualität und kein Vergleich zu Produkten bspw. in „Demeter-Qualität“, diese können nur noch getoppt werden von Wildpflanzen.

 

Außerdem ist es gut, auf viel Abwechslung zu achten, damit auch alle relevanten Vitalstoffe verzehrt werden. Einige Nahrungsmittel enthalten zudem Substanzen, die ausgleichend auf das Nervensystem wirken, besonders in hektischen Zeiten:

Als „Anti-Stress-Food“ gehört auf den Speiseplan:

  • Grünes Blattgemüse, insbesondere Grünkohl, Spinat (nicht histaminarm), Salate und Kräuter, Avocados (nicht histaminarm), Bananen (nicht histaminarm) und Aprikosen
  • Vollkorngetreide, besonders auch Haferflocken
  • Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Weintrauben mit Kernen
  • Nüsse, Mandeln, Kerne und Samen (eventuell Vorsicht bei HIT)
  • kaltgepresste Öle, z.B. Leinöl, Walnuss-, Kürbiskern- oder Hanfsamenöl
  • roher Kakao – eines der magnesiumhaltigsten Nahrungsmittel überhaupt
  • tierische Produkte wie Milch, Eier, Fleisch und Fisch – hier ist Klasse natürlich viel wichtiger als Masse
  • viel stilles Wasser und gute Tees.

 

Wildpflanzen – die sanfte Medizin am Wegesrand

Petersilie, Schnittlauch, Dill, Basilikum oder Majoran sind noch gut bekannt in deutschen Küchen und haben natürlich auch ihre Wirkung, doch wer kennt schon „die wilden Verwandten“?

Hier gibt es Bekannte wie Brennnesseln, Löwenzahn, Gänseblümchen oder Bärlauch. Allesamt lassen sich wunderbar verwenden in Salaten, Suppen, geschnippelt auf dem Brot oder in grünen Smoothies.

  • Gesund und erfrischend ist die Kräuterlimonade der Hildegard von Bingen, bestehend aus Apfelsaft, Zitronensaft (nicht histaminarm), Mineralwasser und Brennnessel, Dost, Schafgarbe und Gundermann. Histaminarme Alternative könnte mit einem Schuss Apfelessig veredelt werden.
  • Um den Stoffwechsel und die Organe anzuregen, eignen sich Pflanzen mit vielen Bitterstoffen, wie z.B. Artischocke, Rucola, Löwenzahn, Scharfgarbe, Birke, Giersch oder Vogelmiere. Die Wildkräuter können zu herkömmlichem Salat kombiniert oder auch als Tee genossen werden.
  • Ob Holunder und Schlüsselblumen bei Erkältungen, Melisse bei Schlafstörungen, Rosmarin bei Magenverstimmungen oder unterschiedliche „Herzkräuter“ – tatsächlich scheint es in der unendlichen Auswahl der Naturapotheke für jedermann etwas zu geben.
  • Mit relativ wenig Aufwand lassen sich viele Heilpflanzen auch im eigenen Garten oder dem Balkon anbauen.

Zum guten Schluss bleibt wohl nur zu sagen: Wer für gesunde ausgewogene Ernährung sorgt, sich ausreichend Ruhe, Schlaf und frische Luft gönnt, dazu noch körperlich aktiv ist, dürfte ein gutes Schutzschild aufbauen, gegen Wind und Wetter und Stress.

 

Autor:

Angermann Thomas ist diplomierter Ernährungstrainer und Inhaber von myfoodmyfuture.com. Er liebt es, die Natur zu beobachten und von ihr zu lernen. Mit seinem Blog und seinen Büchern, hilft er Menschen eine gesunde natürliche Ernährung umzusetzen!