Stress unterstützt die Ausschüttung von Histamin durch die Mastzellen – dann erscheint es doch logisch, dass Entspannung für den Körper (und den Geist, völlig abgesehen davon) eine große Erleichterung liefert. Oder?

Yoga bekämpft Entzündungen

Über Yoga gibt es zahlreiche Studien, manche mit sehr erstaunlichen Erkenntnissen. Ich habe mir ein paar detailliert durchgelesen, um herauszufinden, warum Yoga so eine gute Entspannungs-Methode ist.

Es gibt Studien, die zeigen, dass regelmäßiges Yoga (vor allem auf Grund der Atem- und Entspannungsübungen) tatsächlich die Entzündungswerte im Körper nachweislich senken kann. Besonders die Entspannungsübungen und das bewusste Atmen während den Bewegungsabläufen scheint (chronischen) Entzündungen entgegenzuwirken. Es ist jedoch wichtig, Yoga tatsächlich regelmäßig zu praktizieren, um den gewünschten Effekt hervorzurufen.

Yoga sorgt für schnellere Entspannung

Es gibt eine sehr schöne Studie, in der Menschen beim Stretching in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die eine Gruppe hat den Körper gedehnt und dabei haben sich die Gruppenmitglieder unterhalten und die Leiterin hat ebenfalls “über das Wetter” gesprochen. In der anderen Gruppe wurde achtsames Stretching durchgeführt, die Kursleiterin hat die Teilnehmer angeleitet, im Rhythmus der Atmung ihren Körper zu dehnen. Diese Form des Dehnens haben beide Gruppen über mehrere Wochen praktiziert. Danach und auch davor wurden die Hirnaktivitäten der Probanden untersucht und man fand heraus, dass die achtsame Gruppe neue Areale trainiert hatte, nämlich jene, die für Entspannung zuständig sind. Das bedeutet, dass nur durch achtsames Dehnen im Rhythmus des Atems bereits signifikante Veränderungen im Gehirn stattfinden können und der Mensch sich und seinen Körper schneller und effektiver entspannen kann. Überlege, was dies dann in Bezug auf Yoga für deinen Körper bedeuten kann … 

Yoga senkst Histamin im Körper

Des Weiteren fand man heraus, dass regelmäßige Atemübungen zusätzlich das Histamin im Körper senken können und zu einem Zustand der Entspannung führen – welches immer noch das beste Antihistaminkum ist. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Yoga praktizieren ein signifikant niedrigeres Stressniveau haben, als jene, die kein oder nur ab und zu Yoga praktizieren. 

Yoga praktizierst du am besten in zertifizierten Studios, um die Übungen auch richtig anzuwenden.

Auch chronische Allergien/Krankheiten wie beispielsweise Asthma kann durch regelmäßiges Yoga einen positiven Effekt erfahren und die Symptome können minimiert werden

 Meditation entspannt ganzheitlich

Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation ebenfalls eine starke antientzündliche Wirkung haben kann, als natürliches Antihistaminikum wirken kann und die Mastzellen auf Dauer stabilisiert: Meditieren senkt den HDAC und COX2 Spiegel. Diese beiden begünstigen Mastzellen Destabilisierung und die Ausschüttung von Histamin begünstigen. Umso weniger HDAC und COX2 in unserem Körper vorhanden sind, umso besser kann unser Körper mit dem Histamin in den Mastzellen umgehen. 

Des Weiteren hat Meditation auch noch den Nebeneffekt, dass es die Realität verändern kann bzw. die Warhnehmung umpolen kann. Die Realität sowie Gefühle, die wir in bestimmten Situationen haben und von diesen ausgelöst werden, ist “nur” das Resultat unserer Gedanken. Was im Übrigen nicht bedeutet, dass es deswegen weniger wahr wäre. Doch das Großartige daran ist, wir können mit unseren Gedanken auch unsere Realität formen. Wir können uns mutiger machen und wir können uns kraftvoller machen, wir können uns Resilienz trainieren und Entspannung schulen. Die Meditation hilft uns dabei, unsere momentane Situation als weniger schlimm wahrzunehmen und den Fokus zu verändern. Es gibt diesbezüglich ebenfalls eine Studie. Dort wurden Schmerzpatienten bei einem 8-wöchigen-MBSR Training begleitet, nach 8 Wochen waren die Schmerzen zwar nicht verschwunden, doch sie wurden von den Probanden als weniger (störend) wahrgenommen und die Teilnehmer gaben an, sich insgesamt besser und glücklicher zu fühlen. 

Meditation reduziert das Stress Niveau im Körper

Erstaunlicherweise kann Meditation sogar jahrelang eingefahrene StressReaktion, zum Beispiel: …wenn Stress, dann wird ganz viel Histamin ausgeschüttet, umschreiben. Der Körper hat so die Chance etwas Neues zu lernen. Vieles von dem, wie der Körper reagiert (auf einer chemischen Ebene – auch bei Krankheiten) sind gelernte Prozesse, die er sich im Laufe der (stressigen) Jahre antrainiert hat – diese Verhaltensmuster können erlernt und demnach auch wieder abtrainiert werden (mit sehr viel Arbeit und Disziplin und/oder vielen Stunden Meditation).

Meditation entspannt den Darm und das Nervensystem

Unser Darm ist eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden, wir nennen ihn auch das “Bauchgehirn”. So ist es möglich, durch Entspannung das parasympathische System des Zentral-Nervensystems zu stärken und gleichzeitig über den Nervus Vagus den Darm und das Verdauungssystem zu unterstützen. Sehr detailliert habe ich diese Zusammenhänge in diesem Artikel über Darmgesundheit aufgeschrieben.

Auf einer geistigen Ebene entspannt Meditation, der Stress (des Alltags) kann abgebaut werden, im Zustand der Meditation fühlen wir uns frei und vollkommen unbeeinflusst von äußeren Faktoren. Meditation – der Zustand des “Einfach nur Atmens” und “Vollkommenen im Hier und Jetzt Seins” – kann unseren Körper auf einer höheren Ebene heilen.

Und, wenn dir das zu abstrakt ist: Meditation entspannt und gleicht somit körpereigenes Histamin aus. 

Wie geht das eigentlich mit der Meditation

Grundsätzlich würde ich sagen: Meditation ist, was du daraus machst. Meditation bedeutet, in der Mitte sein und (medi= die Mitte, und tatione= der Zustand), kann aber auch aus dem lateinischen meditare = nachdenken, nachsinnen abgeleitet werden. Meditation wird oftmals in religiösen Zusammenhängen praktiziert, die Fernöstlichen Traditionen haben Meditation in unseren Breitengraden aber auch interessant gemacht für Menschen, die fern ab von Religion in sich gehen möchten. Bei Meditation kannst du die Stille in dir und das laute Äußere suchen und finden, Meditation ist die Rückbesinnung zu dir selbst und das Abschalten der Alltagsgedanken, um Raum zu machen für einen Zugang zu deiner inneren Weisheit, der Quelle von allem. Eine sehr einfache Zählmeditation findest du übrigens auch hier auf dem Blog.  

 

Weiterlesen?

Du möchtest noch mehr Histamin Facts? In der Kategorie “24 HistaminFacts” kannst du Fakten, Hintergründe und interessantes Wissen rund um die Themen Histamin, Histaminintoleranz, Mastzellen (Aktivierungserkrankung) und viele mehr finden. Eine Sammlung der 24 Facts und noch mehr Erkenntnisse gibt es übrigens in meinem Buch über Histamin-Intoleranz, welches du dir hier im Detail ansehen kannst. 

 

 

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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