#93 [Talk] Welches toxische Verhalten durch Social Media aktuell normalisiert wird & wie wir es ändern

Okt. 9, 2024

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„Schatz, du brauchst mir nichts zum Valentinstag schenken“

Und dann sind wir sauer, wenn wir wirklich nichts bekommen. Was auf Social Media aktuell oft als lustige Eigenheit von (großteils) Frauen gezeigt wird, ist  zum einen ein tief unbewusstes Muster, was viele Frauen gelernt haben und zum anderen sowohl für die Beziehung als auch für das ganze Leben hochproblematisch.

Nach dieser Folge Happy HIT Podcast weißt du:

  • Warum du als Frau (genauso wie als Mann) sagen darfst, was deine Wünsche und Bedürfnisse sind und warum du es aktuell vielleicht nicht (immer) tust
  • Warum es so problematisch ist, wenn Männer (oder überhaupt andere) erraten müssen, was wir wirklich meinen
  • Wie Kindererziehung und emotionale Erpressung in diese Themen hineinspielen

Unser Miss Ovu Programm findest du hier: https://missovu.de/miss-ovu-programm/
Alle Infos zu Rebirth findest du hier: https://www.leben-mit-ohne.de/rebirth/ 

Transkript lesen

Nora: [00:06]
Hallo und herzlich willkommen beim Happy Hit Podcast. Ich bin Nora und Jacqueline wirst du gleich kennenlernen. Bei LMO unterstützen wir dich dabei, deine Histaminentoleranz und oder deine überreaktiven Mastzellen zu überwinden und ein wirklich schönes, entspanntes Leben führen zu können. Ganz ohne ständige Darmkuren oder Einschränkungen beim Essen. Leider gibt es immer noch sehr wenig offizielle Untersuchungen zum Thema Histaminentoleranz und Mastzellen oder MCAS. Und vor allem, ob und wie gut die gängigen Therapien funktionieren, ist wenig erforscht. Das möchten wir ändern und dazu brauchen wir jetzt deine Hilfe. Auf unserer Internetseite Therapie-Erfolg bei HIT/MCAS kannst du an einer Umfrage teilnehmen und dazu beitragen, dass HIT und MCAS und die gängigen Therapien noch besser verstanden und erforscht werden kann. Mit dem Ergebnis wollen wir unserem Teil zur Aufklärung bei Histaminentoleranz und Mastzailenüberreaktivität beitragen. Vielen Dank für deine Mithilfe. Und jetzt ganz viel Spaß mit der heutigen Folge.

Jacqueline: [01:23]
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Happy Hit Podcast-Folge. Hallo, wir haben heute mal wieder eine Talk-Folge für dich mitgebracht, und zwar mit einem Phänomen, was uns auf Social Media vor allem aufgefallen ist, dass vermehrt Männer lustige Videos machen, wie sie quasi übersetzen die Dinge, die die Frau nicht sagt, in was meint sie eigentlich? Also sowas wie, nein, ich will zum Valentinstag kein Geschenk und wir müssen nichts machen. Und eigentlich meint sie, also wenn der Mann es dann wirklich so macht, dann ist sie total sauer. Und eigentlich meint sie, ja, natürlich will ich ein Geschenk und natürlich erwarte ich, dass du irgendwie was reserviert hast. Und da finden wir tatsächlich einige Punkte ziemlich, ziemlich schwierig dran. Merkst du ein bisschen?

Nora: [02:17]
Ja, ich meine, die Videos sind total lustig gemacht, ne? Aber es ist eigentlich, wenn man dann mal kurz drüber nachdenkt, so, warum genau? Also genau, es gibt ja mehrere Sachen eigentlich. So, eigentlich dieses, also so das Hauptthema ist ja dieses, warum kann die Frau nicht einfach sagen, was sie möchte? Also warum dürfen wir als Frauen, und ich meine, da tun wir uns ja nicht ausschließen, das haben wir auch so gelernt, dass es sehr, sehr schwer ist, zu sagen, was wir möchten. Oder dass wir gelernt haben, dass es besser ist, immer zu einem Ja zu sagen, auch wenn wir Nein meinen, zuzustimmen, genau, oder überhaupt nicht zu wollen, genau. Brauchst du kein Geschenk extra für mich. Natürlich auch nicht. Für mich doch nicht. Nee, mach dir keine Umstände. Ja, genau. Und auch so dieses lieb und nett zu sein, ne? Also nicht anecken zu wollen, nicht irgendwie mal dagegen zu sprechen oder, oder auch eben Bedürfnisse zu haben.

Jacqueline: [03:14]
Ganz einfach zu sagen, was ich möchte, ja. Also das habe ich wirklich, also für mich, ich weiß nicht, wie es dir dagegen gibt. Also ich habe, als ich das das erste Mal gesehen habe, habe ich sofort gedacht, aber das ist doch extrem problematisch. Warum darf, also darf, das macht ja nicht der Mann, das ist ja wirklich eben, was wir gelernt haben, warum sagt die Frau nicht einfach, was sie möchte? Sagt, ja, ich würde voll gerne schön essen gehen. Ich hätte auch echt gerne, dass du dir was überlegst und ein Geschenk machst. Ich finde das wirklich cool.

Nora: [03:43]
Ja, keine Ahnung. Naja, doch, bei mir war das schon auch das erste Mal. Und dann dieses, wie stolz sie sind, und es ist ja auch süß, irgendwie, dass sie dann, die Männer, ne, ja, ich hab’s verstanden. Aber eigentlich ist das ja dann ein total toxisches Verhalten, ne? Ich habe verstanden, was sie mir sagen will mit dem, was sie nicht sagt, und mich da so ein bisschen rein manipuliert, anstatt einfach zu. Also ich meine, eigentlich, wenn sie sagt, sie möchte nichts, dann möchte sie nichts.

Jacqueline: [04:11]
Ja, also so tatsächlich aber auch schon immer geliebt. Das ist eine der Sachen, die ich, glaube ich, nicht. Also, oder wobei man vergisst ja manchmal, was man so in den 20ern gemacht hat. Genau, weil das, also ich glaube, es sind vor allem zwei Punkte, die wir extrem problematisch finden und auf die wir irgendwie so ein bisschen aufmerksam vielleicht machen wollen. Einmal wirklich dieses Krass, warum haben wir Frauen so sehr das Gefühl eben, dass wir nett sein müssen und nicht anecken dürfen und immer ja sagen müssen und nicht sagen dürfen, ich möchte das gerne so. Ich wünsche mir auch, dass du was Schönes für mich machst. Ich möchte das so und so. Das ist, glaube ich, wirklich der eine ganz große Punkt. Und dann eben der zweite, das ist ja eine ganze Welt, die sich da dann irgendwie öffnet von ich sage was, ich erwarte, dass der andere auf magische Art und Weise weiß, was ich eigentlich meine. Und zwar genau in diesem Moment, weil vielleicht meine ich ja auch irgendwann tatsächlich mal, dass ich nichts möchte. Und woher soll der andere das wissen? Also das ist ja extrem toxisch. Und dann finde ich, dann entstehen ja auch wieder dann Dynamiken, was du auch erzählt hattest, dass der Partner natürlich immer mehr sich daran gewöhnt oder wer auch immer, selbst zu überlegen, was könnte sie jetzt damit meinen und damit natürlich zwangsläufigerweise auch immer wieder falsch liegen wird.

Nora: [05:30]
Genau, das ist unser großer Streitpunkt zu Hause, ist nämlich ein bisschen anders, dass ich nämlich genau sage, was ich möchte, zumindest glaube ich das, also dass meine Kommunikationsschiene ist. Ich sage, so und so möchte ich das. Dann basiert es nicht. Ist ja auch okay, ja. Er muss es ja nicht machen. Und dann macht er irgendwas und sagt, ja, aber jetzt habe doch genau gemacht, was du gesagt hast. Oder was du wolltest. Dann sage ich, nee, nee, du hast gemacht, was du dachtest, was ich wollte. Und das ist nicht das Gleiche. Und außerdem nur, weil ich in dem Moment gesagt habe, dass ich jetzt rausgehen möchte, ist das zwei Stunden später nicht mehr, was ich möchte. Sondern vielleicht habe ich dann Hunger oder also ich weiß nicht, dann musst du mich halt vielleicht einfach nochmal fragen. Und nicht, wenn ich dann sage, nee, ich will nicht rausgehen und sagen, ja, aber das wolltest du doch und jetzt habe ich, mach ich, was du willst. Und dann so. Äh, okay. Also was da einfach, also wie viel da, ich meine, der Arme, ne? Wie viel, ich würde jetzt mal schätzen, dass viele Frauen vor mir ein bisschen, oder die Frauen vor mir, wie viele es waren, weiß ich jetzt gar nicht so, ein bisschen kaputt gemacht haben. Oder dass er jetzt irgendwie da so auf, so ich sah, ich habe gelernt zu sagen, was ich möchte, und er denkt trotzdem, er weiß, was ich will, wenn ich es nicht sage, oder wenn ich Nein sage, denkt er, sie meint vielleicht ja und kriegt mir Blumen mit oder so.

Jacqueline: [06:44]
Ja, ich glaube schon. Oder vielleicht auch von Social Media eben, dass das natürlich immer mehr entsteht, dieses, hey, als Mann muss ich auf magische Weise wissen, was eigentlich sie meint. Meint sie jetzt das, was sie sagt? Meint sie eigentlich was anderes? Und am Ende ist es ja dann tatsächlich, finde ich, auch für beide Geschlechter, also quasi eine große Aufgabe, was zu ändern, nämlich wirklich unsere Einladung, unsere Bitte auch an euch Frauen. Ihr dürft sagen, was ihr möchtet. Ihr dürft auch sagen, ich möchte gern mit dir essen gehen, ich möchte gerne einen schönen Abend mit dir haben, ich möchte gerne ein Geschenk haben. Am Ende ist natürlich nicht, also wie du ja gerade gesagt hast, nicht zwangsläufigerweise muss der andere mir das erfüllen. Und dann dürfen wir natürlich auch gucken, wenn mich das extrem sauer macht, dann lege ich ja quasi die Verantwortung für mein Glück und meine Zufriedenheit auf jemand anderes. Und niemals ist jemand anderes für mich verantwortlich. Das heißt, der andere darf dann durchaus auch sagen, okay, ich möchte dir aber nichts schenken. Ich will nicht mit dir essen gehen. Und dann dürfen wir erstmal gucken, warum ärgert mich das so? Das sind ja einfach so Themen, die wir dann bearbeiten dürfen. Und im Zweifel gucken, okay, wie kann ich denn das Bedürfnis sonst erfüllen? Kann ich irgendwie mit einer Freundin stattdessen essen gehen? Kann ich selber in die Stadt gehen und mir irgendwas Schönes kaufen? Geht es eigentlich um was ganz anderes? Und ich brauche einfach Ruhe für mich oder was auch immer. Will ich eigentlich Nähe und möchte mich mit dem anderen unterhalten? Aber wir dürfen wirklich lernen, wieder zu sagen, was wir wollen. Also absolut. Und ich finde auch die Männer haben dann ja schon eine Aufgabe, finde ich, ne? Weil ich finde es eigentlich nicht gut, wenn sie dann immer besser darin werden, zu wissen, was wir eigentlich meinen, sondern ich finde, ein Mann darf auch, also, und natürlich gilt es ja auch für, das ist einfach jetzt halt die Kapitulation, wie es am häufigsten passiert, kann aber natürlich auch genauso andersrum sein. Oder in jeglicher Kombination, Frau, Frau, Mann, Mann, wie auch immer. Aber die andere Person, häufig der Mann, finde ich, darf schon, auch wenn jemand sagt, nein, ich möchte das nicht, dem folgen. Einfach sagen, okay, sie hat es ja gesagt.

Nora: [08:45]
Genau. Ja, und auch das mit den Bedürfnissen finde ich total wichtig, weil ich glaube eben, dass wir so oft ja auch so viel Verantwortung auf den Partner legen. Überhaupt dieses, der andere muss alle meine Bedürfnisse erfüllen. Sorry. Das ist auch was, finde ich, was wir auch entlernen dürfen. Auch gerade in einer Beziehung, in der Partnerschaft, wahnsinnig wichtig, Freundschaften, ähnlich, aber in der Partnerschaft ja nochmal eine Ebene tiefer einfach. So wichtig, dass nur weil ich was machen möchte oder was mein Bedürfnis habe, ich will genau was erleben, rausgehen, essen gehen, was auch immer, darf der andere trotzdem sagen, nein, ich möchte es nicht oder das macht mir gerade keinen Spaß oder können wir es nächste Woche machen. Und dann habe ich ja trotzdem noch mein Bedürfnis und sitze da und denke so, ja, aber ich wollte jetzt essen gehen. Und dann kann ich das aber anders machen. Ja, genau, ich kann alleine gehen, eine Freundin anrufen. Oder damit fein sein, sagen, okay, dann verschieben wir es auf nächste Woche, das passt auch. Auch was, was wir lernen dürfen, dass der andere nicht für die Erfüllung meiner Bedürfnisse verantwortlich ist. Und er muss schon mal gar nicht raten, fühlen, spüren, was das Bedürfnis sein könnte.

Jacqueline: [09:58]
Definitiv. Das ist tatsächlich ein Thema, mit dem ich gerade sehr viel arbeite. Das ist mein Life’s Work-Gene Key, weil am Ende stecken da natürlich ja immer ganz tiefe Konditionierungen drunter. Manchmal ist es recht leicht, das zu ändern, manchmal ist es aber auch unfassbar schwer. Und ich habe da einen Gene Key, den El war, glaube ich. Ich bin immer schnell mit den Zahlen, die Dunkelheit. Und da geht es darum, dass wir so ganz unbewusste Konstrukte in unserem Kopf haben, auch wie wir denken, dass die Dinge sind. Und das ist wirklich was, ich wäre da im Leben nicht drauf gekommen, ohne den Gene Key. Niemals. Und selbst, also es hat einfach drei Jahre gedauert, bis ich jetzt plötzlich überall sehe, boah, krass boah, stimmt, ich habe voll die Erwartung. Und das ist ganz spannend, weil wenn dieser Gene Key bei mir so aktiv wird, dann plötzlich ist es in der Beziehung, als ob da so ein Schalter umgelegt ist. Und plötzlich ist jede Unterhaltung, die wir haben, endet in einem krassen Streit. Es ist ultra angespannt, es wird super aggressiv, sehr schnell. Und das war das erste Mal, als das passiert hat, war das wirklich lang gedauert, bis ich das erkannt habe. Und jetzt erkenne ich sehr, sehr schnell und merke, oh, krass, es sieht aus, als ob ich voll recht habe für mich. Aber eigentlich steckt dahinter tatsächlich so ein verrücktes Bild irgendwie, was ich halt hatte, sowas wie, ich muss, die Beziehung und ich müssen Nummer eins sein in der Beziehung. Und wenn das nicht so ist, dann kann das keine glückliche Beziehung sein. Das ist ja tatsächlich nicht zwangsläufig eine Wahrheit. Muss ja gar nicht stimmen. Und das ist aber, also da, das ist schon wieder was, wo die Arbeit mit den Gene Keys, wie wir sie an Rebirth euch beibringen, wenn ihr das möchtet. Wirklich so einen krassen Mehrwert gibt, dass ich es manchmal fast gar nicht fassen kann. Tadam, kleine Werbung. Jetzt hörst du uns hier die ganze Zeit im Podcast darüber sprechen, dass die Hit wieder gehen kann. Und in den Interviews hörst du dann sogar die Teilnehmer darüber sprechen, dass sie gegangen ist, dass ihre Panikattacken weg sind, die Verdauung sich beruhigt hat, die Migräne weg ist, dass sie wieder alles essen können. Und weißt du, was all das gemeinsam hat? Alle haben den Happy Hit Code gemacht. Nora damals selbst erprobt und rausgefunden, and dann haben wir das ja wirklich zusammengestellt, auf sieben ganz spezielle Muster extrahiert and runtergebrochen. Und die Teilnehmer, die du hörst in den Interviews und die Erfahrungen, die wir teilen, haben den Happy Hit Code gemacht. Und dann nicht noch andere Coachings oder irgendwas, sondern nur den Happy Hit Code. Weil wir ganz spezifisch an diese emotionalen Knoten schauen, die deinen Körper so sehr stressen, dass er irgendwann die HIT entwickt und die überreaktiven Mastzellen. Dass heißt, wenn du daran arbeiten möchtest, wirklich mit dieser aller tiefsten Ursache, wenn du schon ausprobiert hast, dass du mit Darmkuren und Nahrungsergänzungsmitteln und all den anderen Sachen einfach nicht wirklich weiterkommst, dann ist der Happy Hit Code genau für dich. Alle Infos und du Buchungen findest du unter leben-mit-ohne.de/hhc und wir freuen uns unglaublich, wenn wir dich auf diesem Weg begleiten dürfen. Tadam, Werbung Ende

Nora: [13:18]
Das ist schwer. Ist es nämlich, genau. Es hilft uns, Dinge zu verstehen, wie wir sonst einfach gar nicht begreifen können, weil die für uns ja so normal sind. Also weil wir nehmen ja Droh-Körper. Total logisch. Wir fühlen das ja bis zum Ende. Das ist total klar für uns. Und jemand anders von außen denkt vielleicht manchmal so, aber das ist so schwierig für uns, diese Abstraktion hinzukriegen. Und ich finde, da helfen die Gene Keys extrem, weil es so ein ganz bisschen so das Bild oder gar nicht ein bisschen, oft viel, das Bild so entzerrt und auch ja oft diese persönliche Beteiligung so ein bisschen weggenommen wird. Und wir können so von außen auf uns gucken und sagen, so, ach ja, genau, das ist genau das, was ich mache. Total. Und dann so langsam und so rantasten. Und manche sind schwieriger, ne, als andere. Das ist total spannend.

Jacqueline: [14:07]
Ja. Und eine Sache, wo ich zumindest hoffe, dass ich irgendwie einen Beitrag leiste, ist auch bei meinen Kindern, weil ich glaube, also das fällt mir eigentlich jetzt auch, wo wir gerade so drüber sprechen, erst so auf, wie sehr wir, glaube ich, weiß nicht, ob als Mütter mehr, als ob als Väter, glaube ich, oft bei unseren Kindern tatsächlich aber genau schon das machen, dass die Kinder was sagen und wir aber nicht das für die Wahrheit nehmen, was sie uns sagen, sondern denken, ah nee, aber eigentlich brauchst du doch das. Das heißt, wir fragen sie, hast du Hunger? Das Kind sagt nein, und wir denken schon, ah, aber eigentlich weiß ich doch, dass du bestimmt Hunger hast, und machen schon irgendwie ganz viel in diese Richtung. Und damit legen wir ja schon ganz stark irgendwie diesen Grundstein von, du weißt selber nicht, was du möchtest, jemand anderes weiß das viel besser. Weil ich kann ja zum Beispiel dann irgendwie eine Semmel halt einfach einpacken und nichts dazu sagen. Und wenn das Kind später vielleicht dann doch sagt, oh, ich habe jetzt irgendwie doch Hunger, dann habe ich halt doch eine dabei. Oder es sagt, ich will keine Jacke, weil mir ist nicht kalt, dann kann ich sie ja vielleicht trotzdem mitnehmen, wenn ich weiß, dass es wirklich kalt ist. Aber ich gucke schon bei meinen Kindern, versuche zumindest so gut wie möglich, wirklich sie auch beim Wort zu nehmen. Und das war dann jetzt schon manchmal so, dass dann irgendwie mein Sohn oder Farbe gesagt hat, aber ich habe so Hunger jetzt. Und dann sage ich, habe ich ihm schon manchmal gesagt, naja, ich habe dich vor zehn Minuten gefragt und du hast gesagt, du hast keinen Hunger. Und wenn du mir das sagst, dann glaube ich dir das. Und ich meine, ich hoffe zumindest, dass es gut ist.

Nora: [15:40]
Es ist ja eigentlich auch Selbstermächtigung, dass sie auch selbst merken, ah, es hat auch ein Gewicht, wenn ich was sage. Meine Kinder, ich habe zum Beispiel einen Tick anscheinend. Ich arbeite dran. Meine Kinder sagen, Mama, du hast mich jetzt schon fünfmal gefragt. Ich frage dann fünfmal nach, ja. Hast du wirklich keinen Hunger? Ja, du hast mich schon vor fünf Minuten gefragt. Ja, aber hast du jetzt echt keinen Hunger? Ich kann es mir einfach da nochmal gar nicht vorstellen. Aber ja, ich arbeite dran. Und was ich auch wichtig finde, ist dieses zu ermutigen, zu sagen, jetzt sag aber bitte, wie du es findest oder wie du es möchtest. Ich habe ja ein Kind, was schon ein bisschen älter ist, auch so bei so Entscheidungssachen. Oder möchte ich das, also kann man aber auch mit kleinen Kindern machen im Rahmen. Genau, immer im Rahmen, ja. Okay, sag mir bitte, ist das gut? Möchtest du wirklich das? Und was stört dich daran oder was bedrückt dich? Manchmal merkt man es ja auch, dass sie dann nichts so genau sagen. Möchtest du jetzt zu dem Freund oder zur Oma oder was auch immer. Und das wirklich zu sagen, okay, ich möchte wirklich, hier ist ein Raum, ich möchte wirklich, dass du, dass du sagst, was du möchtest, was du findest, du darfst auch sagen, dass du es blöd findest, dass du keine Lust hast.

Jacqueline: [16:42]
Und dass es sich auch ändern kann. Fände ich ja auch eben wichtig, wie du vorhin gesagt hast. Nur weil ich jetzt gerade spazieren gehen möchte, muss das in zwei Stunden natürlich nicht mehr das Gleiche sein. Und ich finde, da dürfen sie wahrscheinlich auch bei, also dürfen sie und wir auch beides lernen. Manchmal können wir es dann noch anpassen, manchmal haben halt aber auch Entscheidungen einfach Folgen. Und das ist, glaube ich, also was, wo ich zumindest schon auch sehe, dahinter steht, dass auch kleine Kinder im Rahmen natürlich lernen dürfen, dass Dinge Folgen nach sich ziehen.

Nora: [17:14]
Ja, total. Ich finde zum Beispiel, das Jackenthema ist ein gutes Beispiel. Man kann, also bei den größeren Kindern sage ich immer, okay, du findest jetzt nicht, dass du eine Jacke anziehen willst, ist ja vollkommen in Ordnung. Ich habe aber aufs Wetter geguckt, ich würde sagen, es ist wirklich kalt, nimm bitte eine mit, dann kannst du sie ja anziehen. Oder wenn sie ja kleiner sind, nehme ich sie mit. Genau. Einfach weil das ist ja auch meine Verantwortung, auch zu wissen, es ist wirklich kalt draußen, es ist eigentlich ein bisschen unverantwortlich, ohne Jacke rumzulaufen. Wenn sie das jetzt nicht sehen wollen, ist ja okay. Aber das können wir ja super schnell ändern draußen. Und gerade so mit Hungerdurst plane, da hat man auch dieses, aber hier vorher hatte ich noch keinen Hunger. Aber da darf man ein bisschen lernen, ein bisschen vorzuplanen. Es ist wie, dass ich immer gerne darauf auch ein bisschen bestehe mittlerweile, dass wir halt aufs Klo gehen, bevor wir rausgehen, weil ich sage so, ja, weil ich weiß, dass es nachher total schwierig ist, vor allem wir sitzen zwei Stunden im Auto oder wir sind irgendwo, wo es schwierig ist, da wäre es jetzt echt total sinnvoll, vorher auf die Toilette zu gehen. Und das dürfen wir einfach lernen, vielleicht gewisse Dinge oder auch einfach zu gucken, gut, ich habe jetzt schon lange nichts mehr gegessen, es wäre eigentlich Mittagessenszeit. Vielleicht wird es halt schon Sinn, machen jetzt was zu essen. Und dann auch die Konsequenzen auch zu tragen, mitzutragen. Die Verantwortung, eigentlich für sich selber Verantwortung.

Jacqueline: [18:30]
Genau. Ja, genau, finde ich super, super wichtig. Und wahrscheinlich, also das ist so, ja gibt es quasi, wenn wir Kinder haben mit so ein bisschen was, was wir vielleicht ein bisschen bewusst hat, zumindest mal wahrnehmen können und mal gucken können, wie kann ich das umsetzen und vor allem wirklich auch bei uns selber wirklich da gucken, okay, wie oft habe ich das, wie sehr denke ich das, fühle ich das, und darf ich wirklich da ganz hart dran arbeiten, wieder zu sagen, eben, was meine Bedürfnisse sind und zu sagen, es ist vollkommen okay, eben, dass ich auch verschiedene Bedürfnisse habe. Es ist vollkommen okay, dass ich mir wünsche, Aufmerksamkeit, Liebe, Geschenke, was auch immer, das ist ja total in Ordnung. Und da steckt ja dann schon einfach immer auch, was wir ja immer haben, dieser Moment dahinter, wo das irgendwann mal gemerkt haben, krass, das ist aber nicht in Ordnung. Und vielleicht haben wir uns irgendwie als Kind dann mal ein anderes Geschenk gewünscht und waren dann ganz wütend. Aber ich habe mir doch das gewünscht und das Geschenk ist blöd. Und dann haben wir mega Ärger bekommen, so ja, da kriegst du nie wieder was. Und von dem Moment an haben wir beschlossen, okay, ich darf nicht mehr sagen, was ich möchte. Und natürlich dürfen wir dann als Kind lernen, wie sage ich das. Ich muss da dann hier gleich total ausflippen. Das darf ich ja schon lernen. Aber dass ich das sage, hey, eigentlich ist das blöd, eigentlich wollte ich das anders, eigentlich möchte ich das so, fand ich super wichtig.

Nora: [19:54]
Neulich extrem stolz auf mich, weil dann habe ich gesagt, tust du mir leid, aber das Geschenk gefällt mir wirklich nicht.

Jacqueline: [20:02]
Ich bin extrem stolz auf dich, weil das ist. Da habe ich ein bisschen daran gearbeitet, dass mehr. Also gerade meiner Mutter zum Beispiel, wirklich so, aber auch bei meiner Oma, die ich dann echt nicht oft sehe. Und dann denke ich mir, eigentlich weiß sie. Sie hat mir jetzt jahrelang Grünen Tee geschenkt, auf einmal kriege ich wieder einen Früchtetee.

Nora: [20:23]
Und ich habe Grüntee bekommen und habe dann gesagt, hey es tut mir echt leid, ich trinke gar keinen Grünentee. Und das ist echt voll schade, weil ich meine, die, genau, grundsätzlich meinen die meisten Menschen das ja wahnsinnig gut und haben sich vorher was überlegt und es kostet Geld und so. Und so sagen so, ja, kannst du es umtauschen.

Jacqueline: [20:46]
Ja, also noch natürlich im Prozess, wie sind alle im Prozess.

Nora: [20:53]
Und eben auf der anderen Seite auch dieses, was viele eben Jungs oder Männer gelernt haben, irgendwie dieses, eigentlich haben sie ja auch gelernt, nicht ihre Bedürfnisse wertzuschätzen, sondern das Bedürfnis der Frau, was sie dann nicht mal sagt, und du musst es komplett interpretieren. Dann gibt es ja noch die lustigen Videos mit dem, wie unterschiedlich das im Zyklus ist, was sie dann noch meint and sagt und tut. Also du musst es interpretieren und dann ist es auch wichtiger, als was du willst. Du willst nämlich vielleicht halt am Valentinstag einen chilligen Tag zu Hause auf dem Sofa machen und sie will unbedingt essen gehen, sagt aber nice, okay, wir können auch auf dem Sofa sitzen, dann musst du deine Bedürfnisse hinten anstellen, mit ihr trotzdem essen gehen, obwohl sie nicht mal gesagt hat, dass sie essen gehen will.

Jacqueline: [21:41]
Und da kommt wahrscheinlich ein Thema, worüber wir kurz vorher in der Vorbereitung gesprochen hatten, dass, glaube ich, viele Männer wahnsinnig Angst vor Emotionen haben und einfach Angst haben oder gelernt haben und wissen, boah, wenn ich das jetzt aber nicht mache, dann ist hier erstmal richtig tief und der Haus hängt schief. Und dann wägen sie wahrscheinlich halt ab, okay, ist es jetzt quasi wichtiger, mein Bedürfnis nachzugehen, nicht essen zu gehen zum Beispiel. Oder dafür auszuhalten, dass jetzt irgendwie ich total hier mit einer total sauren Frau rumsitze. Oder mache ich das lieber einfach? Und da kommt dann natürlich schon auch was für dieses emotionale Manipulieren, dass viele Frauen, ich glaube, viele unbewusst, manche machen das, glaube ich, tatsächlich sogar bewusst, halt einsetzen, dass tendenziell Männern oft Emotionen extrem unangenehm sind und sie alles dafür tun, das zu vermeiden, dass unangenehme Emotionen rauskommen. Und auch das ist natürlich am Ende ein unfassbar wichtiger Punkt, wo ganz viel wieder drin hängt als Frau, oder eben, wie gesagt, also wir haben jetzt einfach hier die Rollen, wie sie am öfter spielen. Ihr dürft es austauschen mit Geschlechtern, wie ihr möchtet. Aber als Frau auch die Verantwortung für meine eigenen Gefühle übernehmen, wenn ich richtig sauer dann bin oder traurig bin, zu sehen, okay, was ist denn da mein Bedürfnis? Warum habe ich das denn so stark? Das ist übrigens tatsächlich auch Themen, auf die wir bei Miss Ovu super intensiv eingehen, diese Bedürfnisse, welches Bedürfnis ist da eigentlich nicht erfüllt und wie kann ich mich darum kümmern, dass das erfüllt wird. Ganz, ganz wichtig und auch Männer dann üben dürfen, lernen dürfen, das auszuhalten und zu sagen zu dürfen, ja, das ist okay, dass du jetzt sauer bist, du darfst auch sauer sein. Ich verstehe das vielleicht zu einem gewissen Grad. Und am Ende ist es dein Sauersein und meins. Und mein Bedürfnis ist einfach jetzt nicht dahin zu gehen. Und vielleicht kann man ja dann zusammen überlegen, was gibt es für eine Lösung. Aber da ist, glaube ich, wirklich in der Kommunikation und im Verhalten und in der Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse, für die eigenen Emotionen unfassbar viel Luft nach oben noch.

Nora: [23:54]
Da ist unfassbar viel Luft nach oben. Und man sieht, finde ich, ja auch schon ziemlich deutlich, dass das wahrscheinlich am Ende echt ziemlich schief geht. Wenn er immer macht, was sie möchte, auch aus Angst, dass sie sauer ist und so. Ich meine, er hat auf jeden Fall ja stark, stark, stark immer mehr das Gefühl, dass er immer zu kurz kommt, dass es eigentlich nie wichtig ist, was er möchte, und dass er Freiraum braucht und so. Und sie denkt eigentlich immer noch, dass sie ihre Bedürfnisse nicht erfüllt bekommen.

Jacqueline: [24:25]
Und das ist, glaube ich, eines der größten Scheiterungsgründe für 50% Scheidungsquote oder irgendwie sowas in dem Range woherkommen. Und ich, also ich merke es schon auch. Also Beziehungen bringen uns halt genau die Themen. Und wir können halt entweder dieses Normale machen und dem anderen irgendwie die Schuld geben oder versuchen irgendwie logisch damit zu reden und damit zu arbeiten. Oder wir gehen halt wirklich in unsere Themen. Und das, das merke ich jetzt auch. Das sind, glaube ich, wirklich viele die Themen von Miss Oro, wo es ja um Zyklusbeschwerden geht. Und vielleicht haben da jetzt ein paar von euch auch so ein, oh krass, das steckt eigentlich dahinter. Dann ist das ein super cooler Kurs. Und in Rebirth arbeiten wir natürlich super viel dann mit diesen wirklich ganz Persönlichen auch. Und eigentlich fast alle, aber auch ganz viele, die haben so, krass, meine Beziehung hat sich so verbessert, sowohl in der Partnerschaft als auch mit der Familie und so. Also da können wir unglaublich viel machen. Und das ist cool. Aber dafür dürfen wir halt anfangen, wirklich auch dann hinzugucken und mit unseren Dingen so zu arbeiten, die Verantwortung zu übernehmen. Und ich hoffe, dass wir, dass wir da ein bisschen zu beitragen konnten, so ein bisschen das anzustupsen, zu sagen, so, hey, das ist nicht normal, diese Videos sind vielleicht lustig, aber eigentlich steckt da wirklich ein gravierender Missstand dahinter auf ganz vielen Ebenen, die wir jetzt ja auch angesprochen hatten. Und es lohnt sich schon sehr, da hinzugucken und das zu verändern.

Nora: [25:52]
Auf jeden Fall. Also genau, das ist einfach, es lohnt sich extrem. Der Weg ist vielleicht ein bisschen, fühlt sich vielleicht ein bisschen anstrengend an oder ist manchmal auch ein bisschen härter. Aber das Ergebnis lohnt sich extrem. Und eben bei uns anzusetzen. Das ist einfach, das ist der Knackpunkt. Absolut. Sehr schön.

Jacqueline: [26:13]
Hat Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch beim Zuhören. Und ja, schreibt uns wie immer total gerne. Wenn ihr Feedback habt, Wünsche, wie auch immer. Und dann freuen wir uns aufs nächste Mal. Bis bald, ciao.

Nora: [26:31]
Das war’s mit der aktuellen Folge. Vielen Dank, dass du dabei gewesen bist. Und gerne möchten wir dich noch einmal erinnern an unsere Umfrage, denn wir brauchen dazu wirklich deine Hilfe. Du findest die Umfrage auf der Internetseite Therapie-Erfolg bei HIT/MCAS . Nimm dir gerne diese fünf Minuten Zeit und hilf uns dabei, noch mehr Aufklärungen zum Thema Histaminintoleranz und MCAS zu leisten und zu untersuchen, wie gute gängigen Therapien und Empfehlungen wirklich funktionieren. Vielen Dank für deine Mittel für alles, alles Liebe für dich. Bis bald.

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Nora Hodeige & Jacqueline Hallmann von LMO

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