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Histaminarm essen ist – vor allem in den ersten 3 Monaten – extrem wichtig
Und mit den laborgeprüften Produkten von Histaminikus wird das deutlich einfacher. Im Gespräch mit Histaminikus-Gründerin Michaela Zinser tauchen wir tief in ihre & die Unternehmens-Geschichte ein.
Nach dieser Folge Happy HIT Podcast weißt du:
- Wie Michaela’s persönliche Geschichte mit Uran, der DDR und der HIT war
- Wie Histaminikus entstanden ist (und nicht wäre, hätten Michaela & Thomas vorher gewusst, was auf sie zukommt)
- Wie sich Michaela mit Histaminikus ihren Kindheitstraum erfüllt hat
Mehr von Histaminikus findest du hier*.
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Transkript lesen
Jacqueline: [00:04]
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Happy Hit Podcast. Und ich freue mich riesig. Ich habe heute nämlich wieder eine Gästin bei mir und zwar Michaela Zinser, die Gründerin mit ihrem Mann zusammen von Histaminikus. Schön dass du da bist.
Michaela: [02:23]
Hallo, ich freue mich auch total und bin schon ganz gespannt auf unseren Podcast hier heute.
Jacqueline: [02:29]
Ja, total. Viele von euch, die auf uns auf der Seite waren, haben ja bestimmt eh auch schon gesehen, dass ihr auch quasi von uns zu Histaminikus kommen könnt. Falls tatsächlich jemand zuhören sollte, der nicht weiß, was Histaminikus ist, wobei wir da bestimmt auch noch hinkommen. Es geht um Histamin geprüfte, also histaminfreie oder arme, frei darf man ja nicht sagen. Produkte. Und da ist Histaminikus, würde ich fast sagen, der Marktführer. Ich könnte sonst qualen.
Michaela: [02:59]
Ja, also ich würde das auch so sagen. Ich denke, wir haben auch die größte Produktpalette. Wir haben ja auch schon im Jahr 2017 angefangen, ganz fleißig mit zu entwickeln und haben jetzt so über 70 Produkte mit im Programm.
Jacqueline: [03:13]
Ja, ja, also schon sehr cool. Genau. Und wir sind ja tatsächlich auch, dass wir sagen, es ist echt super wichtig, auch histaminfrei einfach zu essen, vor allem in diesen Anfangsmonaten, damit einfach der Körper entlastet wird, damit da nicht noch mehr dazukommt. Und das ist natürlich einfach super, super, super cool, so einen coolen Partner an der Seite zu haben. Und jetzt bin ich aber ganz gespannt, vor allem auch auf deine Geschichte, wie das überhaupt alles dazu kam. Und vielleicht magst du uns ja mal mitnehmen, wie das bei dir angefangen hat mit der Histaminintoleranz.
Michaela: [03:45]
Ja, also ich denke, es ist natürlich alles so vermutungsbasiert, wie das ja bei den meisten ist. Aber ich habe eigentlich meine ganzen Symptome schon seit Kindheit an. Also ich saß wirklich, war diejenige, die dann immer wieder Sitzungen auf der Toilette hatte. Da hieß es schon, ach ja, Michi ist wieder auf dem Klo, die macht wieder ihre Sitzung. Und es war für meine Familie lustig, für mich jetzt überhaupt nicht, weil ich wirklich auch schon richtige Kreislaufzusammenbrüche hatte. Ich hatte so eine Verstopfung, dass es einfach weder vor- und noch zurück ging und damit extreme Darmschmerzen, dass ich wirklich Kreislaufprobleme, Ohnmachtsanfälle auf der Toilette hatte, bis ich halt wirklich einen Stuhlgang hatte und dann war es wieder in Ordnung. Und für mich war das als Kind schon fast zur Normalität geworden. Und die Eltern haben sich, es war wahrscheinlich auch damals die Zeit auch da gar nicht so groß gekümmert. Und ganz ehrlich, ich komme aus der DDR, ich frage mich auch, welcher Arzt in der DDR dir da je hätte helfen können. Das kannst du eigentlich vergessen. Und so habe ich mich da wirklich durchgeschlagen mit den Symptomen, die natürlich auch irgendwo immer mehr wurden. Bei mir kam dann noch hinzu, also mit Ekzemen hatte ich dann zu tun, mit der Haut, klar, Darm und Haut hängt ja zusammen, ist ja logisch, dass das passiert. Migräneanfälle hatte ich auch ziemlich starke Herzrasen, auch manchmal so komische Schwindelanfälle, als wird es einen so wegziehen. Also alles so ganz Seltsamkeiten, wo mir aber auch wirklich keiner weiterhelfen konnte. Und das ist ja eigentlich das, was die meisten erleben, so eine Ärzte-Odysée von einem Arzt zum nächsten und keiner weiß eigentlich, was mit dir anzufangen. Und im Grunde genommen ging mir es eigentlich genauso. Und ich habe mich dann schon ein bisschen auch angefangen mit gesunder Ernährung und solche Sachen zu beschäftigen, habe dann auch alles so fertig, von alleine irgendwie, so intuitiv vielleicht auch schon, mehr so auf Fertiggerichte verzichtet, weil ich auch sehr, sehr gerne koche. Also ich kann für mich alleine auch ein Menü kochen. Ich bin mir das tatsächlich wert und das macht mir auch tatsächlich Spaß, dass ich dann auch wirklich schon frühzeitig angefangen habe, so mit Anfang 20, wo ich dann auch so ausgezogen bin, für mich selbst einfach zu kochen. Aber natürlich habe ich dann noch nichts von Histaminentoleranz gewusst und natürlich mit Tomaten und allem möglichen gekocht, was ja eher fatal ist. Und die Symptome gingen halt einfach nicht weg.
Jacqueline: [06:17]
Und hast du da irgendwie schon gemerkt, dass das mit bestimmten Lebensmitteln zusammenhängt oder eigentlich noch gar nicht?
Michaela: [06:23]
Nee, eigentlich noch gar nicht, weil ich überhaupt nicht auf den Trichter gekommen bin, um ehrlich zu sein, dass das mit irgendeinem Lebensmittel zusammenhängt. Ich hatte immer den Verdacht, ich habe ja schon ganz frühzeitig die Pille genommen, also schon frühzeitig im Teenageralter verschrieben gekriegt, weil ich so schlimme Schmerzen hatte, dass ich nicht mehr zur Schule gehen konnte oder die mich dann immer abholen mussten. Das war immer ein Riesenbohei. Und auch sehr, sehr starke Blutungen gehabt. Ich hatte dann irgendwann mal im Verdacht, dass ich aufgrund der Pille die Migräne bekomme. Und dann habe ich das immer meinen Gynäkologen gefragt und der hat es aber gesagt, nein, das kann gar nicht sein. Ja, letzten Endes war es aber so. Habe ich dann natürlich zum Schluss auch herausgefunden, dass das eigentlich mein größter Migränetrigger war. Aber gut, man vertraut ja letzten Endes auch dem Arzt, auch in dem jungen Alter ist man ja auch noch nicht so erfahren oder dass man sich dann da auflehnt und sagt, nö, das glaube ich nicht. Da ist man Autoritätsperson, man ist ja auch so irgendwo erzogen worden und da habe ich da jetzt nicht tiefer geforscht, aber ich hatte es schon im Gefühl.
Jacqueline: [07:24]
Okay.
Michaela: [07:28]
Ja, so.
Jacqueline: [07:32]
Gerne. Genau, das heißt, okay, du hattest echt eine Pille im Verdacht und später dann auch bestätigt, zumindest mit der Migräne, aber noch gar nicht die Idee, dass die Lebensmittel waren und das war dann eher von selber. Oder halt, dass du einfach schon mal selber gekocht hast immerhin, aber natürlich voll mit Histamine haltig.
Michaela: [07:50]
Ja, leider. Ich war dann auch bei dem Heilpraktiker gelandet, der dann mir erklärt hat, ich muss entgiften, entgiften. Okay, entgiften wir halt. Ja, der hat, ich habe das dann angefangen und das hat aber so stark bei mir reingehauen, dass ich das symptommäßig gefühlt halb dran gestorben bin. Und ich musste das abbrechen. Das war einfach so mit der Keule obendrauf, wir entgiften jetzt und mein Körper kam überhaupt nicht hinterher, die ganzen Schlacken und Schadstoffe loszuwerden.
Jacqueline: [08:18]
Ja, ich glaube, das vergessen manche auch. Da denken immer, entwickeln ist das Allheilmittel, aber dass wenn der Körper eh quasi schon auf Anschlag steht, dass natürlich, wenn die Giftstoffe aus den Fettzellen oder den Gewebe freigelassen werden, dass das ja für den Körper nochmal krasse Belastung ist, das vergisst man dann manchmal gerne.
Michaela: [08:35]
Ja, ich glaube auch. Vor allen Dingen hätte der auch mal nachfragen müssen, wo man herkommt. Wir haben also nur mal bei mir als Beispiel, ich bin ja aus der DDR und wir haben dort gelebt, wo Uran abgebaut wurde. Also die haben im Tal das Uran abgebaut und haben dann den Berg halt aufgeschüttet mit dem Geröll, was sie halt da gefunden haben und haben dann überlegt, Mensch, was machen wir mit dem Berg? Ach komm, da bauen wir doch ein Wohngebiet drauf. Eine tolle Idee, auf der Halde ein Wohngebiet, ja, super, und auf dieser Halde, diesem Wohngebiet haben wir halt gewohnt. Also die Schwermetallbelastung ist ja natürlich extrem hoch, weil man auf der Halde wohnt. Und ich denke, das war alles, was dazu beigetragen hat, diese extreme Belastung, was halt den Körper so Stück für Stück vergiftet hat. Und damals hat es ja auch noch keiner gewusst, mit Schwermetallentgiftung oder deine Entgiftungsleistung ist gestört, wusste ja kein Mensch, was mit anzufangen. Und du hast ja jahrelang, habe ja meine ganze Kindheit dort gewohnt. Und dann noch die ganzen in der DDR bist ja, also bisher zwangsgeimpft worden. Und wir haben ja in der Schule ständig irgendeine Zickerle mit irgendwas zu schlucken bekommen. Ich weiß ja gar nicht, was die da alles in einen da rein gepulvert haben. Die Impfstoffe waren ja in der DDR ganz anders wie jetzt im Westen belastet. Ich weiß, man weiß, man will es gar nicht wissen, was da alles drin war. Ich meine, man hat das schon überlebt, aber ich denke, diese Kombination aus Halte, die Impfungen und diese ganzen Umweltbelastungen, toxischen Belastungen drumherum haben einfach dazu geführt.
Jacqueline: [10:18]
Klar, klar, das ist für ein Körper ja Wahnsinn.
Michaela: [10:22]
Eine Belastung ohne Ende und in meiner Familie hat jeder irgendwo noch mit diesen Nachwirkungen zu tun. Das ist ja auch ganz logisch. Meine Mutter ist auch an Krebs zum Beispiel verstorben, wo ich noch ein Kind war. Das macht ja was mit einem, wenn man auf solchen Gebieten wohnt. So, und dann haut der dir tausend Tröpfchen und Zeug rein, da halblackdicker, wo du entgiften sollst. Naja, und wenn das alles gelöst wird, da ist mir jetzt, ist mir das natürlich vollkommen klar, was damals passiert ist.
Jacqueline: [10:54]
Krass, okay. Das heißt, das war auf jeden Fall nicht der Weg, den du vermutlich weiterverfolgt hast.
Michaela: [10:60]
Nein, der Schuss ging nach hinten los, wo ich gedacht habe, nein, ich denke, wir lasten das jetzt mal. Und letzten Endes, ich habe ja damals in München gelebt und bin dann aber zu meiner Schwester hier ins Saarland gezogen. Und die hat, die war Krankenschwester, also ist immer noch Krankenschwester und hat dann noch die Ausbildung zum Heilpraktiker gemacht. Und die kam letzten Endes drauf, da war ich dann aber schon Mitte 30. Mensch, das könnte doch bei dir eine Histaminintoleranz sein. Deine ganzen Symptome, die klingen total nach Histaminintoleranz.
Jacqueline: [11:33]
Okay.
Michaela: [11:34]
Und da kam dann letzten Endes die Diagnose raus. Und da war ich schon erstmal total froh, dass wir endlich mal dem Kind einen Namen geben konnten. Weil das war schon erstmal so, oh, Erleichterung. Das andere war schlimm, weil die hat mir dann diese Siggi-Liste angedrückt. Da habe ich gesagt, guck mal, hier musst du dich jetzt dran halten. Du darfst nur noch essen, was grün ist. Und ich denke, okay, das ist ja toll. Eben nicht, weil ich habe ja auch so gerne süß und alles so gegessen. Also vieles, was ich wirklich sehr, sehr gern gegessen habe, durfte ich nicht mehr essen. Und das war für mich auch erstmal so eine Katastrophe. Oh Gott, was esse ich jetzt eigentlich noch?
Jacqueline: [12:18]
Das glaube ich, ja, total. Vor allem, weil sie ja tatsächlich dann auch so, ja, für immer halt, ne?
Michaela: [12:26]
Ja, ne, und ja, dann hatte ich halt auch noch, hat sie halt alle möglichen Tests mit mir gemacht, haben halt auch noch so eine Glutenunverträglichkeit mit raus, sodass ich gesagt habe, okay, ich mache jetzt auch mal ein halbes Jahr glutenfrei. Mittlerweile habe ich mit Gluten eigentlich überhaupt gar keine Probleme mehr, man kann auch Gluten essen. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe mich ein Jahr lang ganz, ganz streng histaminfrei schon fast ernährt. Und ich sagte ja, das war mein symptomfreistes Jahr ever, was ich je hatte. Meine Haut ist total schön geworden. Ich hatte wirklich absolut kein Symptom mehr, was ich vorher hatte. Keine Migräne, keine Blähungen. Ich habe eigentlich immer ganz viel mit Darmbeschwerden zu tun. Blähungen, Darmkrämpfe, Verstopfung. Es war alles weg. Und da war mir bewusst, ja, also kann nur Histaminintoleranz sein.
Jacqueline: [13:16]
Ja, haben wir letztens auch eine Folge gemacht, dass ja die Diagnose tatsächlich oft auch gar nicht so einfach ist auf diese Tests und dass eigentlich dieses Weglassen oder Auslassdiät eigentlich der zuverlässigste Test ist, um für sich selber auch rauszufinden, habe ich oder habe ich eben nicht, ist was anderes.
Michaela: [13:31]
Absolut. Absolut.
Jacqueline: [13:32]
Okay, das heißt, du hast dann ein Jahr lang komplett, soweit das eben halt bei Histaminen, das ja immer ein bisschen schwierig geht, verzichtet und dann?
Michaela: [13:42]
Ja, dann willst du natürlich auch mal wieder in den Genuss von der Süßigkeit oder auch mal im Alkohol. Ich trinke ja auch mal gerne ein Glas Wein oder so kommen. Und bei mir ist das so, ich bin so ein, ja, ich habe ein bisschen Schwierigkeiten, mit Disziplin zu halten. Und bei mir ist es so, ich kann nur schwarz oder weiß, ja. Ich kann nur Verzicht oder ganz schlimm fressen, ja, alles, was mir gefällt. Ich kann nicht dieser Mittelweg, ich verzichte und dann näher mich das Termin ab, warum kommen wir hier, esse ich mal zwei Stück Schokolade oder so. Das funktioniert bei mir irgendwie nicht, keine Ahnung, warum. Ich bin nicht so dafür geschaffen. Und deswegen bin ich halt wieder in dieses Muster reingerutscht, halt wieder viel zu essen, was mir eigentlich nicht gut tut. Und das hat natürlich wieder dann den ganzen Kreislauf in Gang gesetzt mit dem Darm, Dysbiose. Das geht dann natürlich wieder auf dein Immunsystem und, und, und auf die Haut halt wieder. So, ich meine, es ist ja nicht so, dass ich das nicht alles weiß. Deswegen sage ich immer, ich darf mich gar nicht beschweren, denn ich entscheide mich ja aktiv dafür, jetzt auch mal das zu essen mit der Konsequenz, mit dem Wissen der Konsequenz daraus. Das ist ja meine aktive Entscheidung in dem Moment. Das heißt, ich habe kein Recht zu lamentieren irgendwo, gell? Denn ich kann mich ja auch für den anderen Weg entscheiden, wo es mir ja eigentlich wirklich gut geht.
Jacqueline: [15:09]
Aber halt klar, der Verzicht dann, okay. Ja klar, das verstehe ich, weil ebenso würde man sagen, hey, wenn es total gut geht, verzichte, aber dann ist ja irgendwie doch der Antreiber manchmal, und das ist ja dann auch das Coole eigentlich, der Antreiber zu sagen, hey, das muss doch irgendwie auch besser gehen. Und das war ja wahrscheinlich bei euch auch der Punkt dann, oder? Dass dieser Antreiber kam.
Michaela: [15:31]
Es hat mich halt so total genervt, dass ich im Supermarkt letzten Endes nichts Wirkliches gefunden habe, was ich mir einfach kaufen kann und essen kann. Da war, ich habe ja da wirklich immer die Zutatenlisten gelesen. Einkaufen ist ja wirklich zu einem etwas längeren Erlebnis geworden, weil ich ja wirklich alles immer ganz akribisch gelesen habe, ne, gerade so in der Anfangszeit, wo man ja auch immer noch gucken muss. Und das hat mich irgendwo so genervt, dass ich gesagt habe, das muss ich doch mal irgendwie ändern. Und der Thomas und ich, wir wollten auch schon immer mal ein Produkt verkaufen. Wir waren beide schon selbstständig so im Dienstleistungsbereich. Aber wir hatten so richtig Lust auf so Produktverkauf.
Jacqueline: [16:14]
Das ist ja total witzig.
Michaela: [16:15]
Ich sage immer, oh Gott, auf keinen Fall. Sowas, was du in der Hand halten kannst, was du so jemandem geben kannst. Also da haben wir total Spaß dran gehabt.
Jacqueline: [16:26]
Wie lustig. Ganz kurz, Thomas hat ja auch Histaminintoleranz, oder?
Michaela: [16:31]
Nee, Thomas nicht, aber mein Sohn, der Timmy.
Jacqueline: [16:34]
Okay.
Michaela: [16:35]
Deswegen ist ja, weil meine Mutter eigentlich auch die gleichen Probleme hatte, ist ja auch so ein bisschen die Vermutung, ob es vielleicht nicht sogar eine genetische Histaminintoleranz bei mir ist. So steht es so im Raum.
Jacqueline: [16:48]
Okay, das heißt, er hatte selbst quasi nicht den Leidensdruck, aber durch euren Sohn natürlich schon. Und er hat es ja bei dir auch gesehen. Und dann warst du quasi so, die gesagt hat, hä, also das muss anders werden.
Michaela: [16:59]
Genau, das muss anders werden. Und es war so lustig. Wir haben tatsächlich überlegt, was für Produkt könnten wir denn verkaufen und sind ja erstmal gar nicht auf den Trichter gekommen, Mensch, wir machen doch was für Histaminintolerante. Das kam dann irgendwie erst so später, wir haben alles Mögliche schon im Bereich Gesundheit, wollen dann so Bürsten und Basensalz, so alles Mögliche verkaufen. Und dann haben wir gesagt, ich sag mal, wir müssen doch was machen für Histaminintolerante. Das ist doch ein totaler Mangel. Vor allen Dingen, weil mir auch meine Schwester hatte halt wirklich immer mehr Patienten, die Histaminintoleranz hatten. Und auch die hat immer gesagt, Mensch, das ist ja fürchterlich, sie weiß gar nicht, was sie denen sagen. Sie kann ihnen immer nur die Liste in die Hand drücken, aber nicht sagen, guck mal, das kannst du dir holen oder das kannst du essen. Und das hat uns irgendwo, hat es dann irgendwann mal Klick gemacht, dass wir gesagt haben, komm, wir entwickeln jetzt selber Produkte, jetzt reicht es uns, wir müssen auch den Menschen helfen, Hilfe zur Selbsthilfe so ungefähr, und haben dann einfach begonnen.
Jacqueline: [18:03]
Und habt ihr irgendwie einen Hintergrund, auch mit Lebensmitteln oder Knie oder irgendwie sowas?
Michaela: [18:09]
Nein, eigentlich überhaupt nicht. Der einzige Hintergrund ist, dass ich wirklich sehr gerne koche. Und wir haben halt so einen Gesundheitshintergrund. Der Thomas ist ja Gesundheitsberater, zwar also im Bereich Rücken, macht ja auch die Don-Preis-Therapie und hat halt, wir hatten hier, es war ein großes Hotel hier, wo auch meine Schwester als Heilpraktiker drin war. Er hat den Wellnessbereich geleitet hat und da ist er halt extrem viel auch so mit Patienten ins Gespräch gekommen. Wie macht man das und wie geht es dir? Und hat ja auch mit meiner Schwester und mit den Heilpraktiker dann zusammengearbeitet und die Patienten therapiert. So, er kommt halt schon aus diesen Gesundheitsthemen raus. Und mich hat auch automatisch dann schon durch meine Schwester und so und auch durch meine Histaminentoleranz die Gesundheitsthemen auch massiv interessiert. Und ich habe mich da auch immer sehr belesen und gemacht und getan. But jetzt Lebensmittel, Lebensmittelchemiker oder irgendwas, nee, sind wir eigentlich überhaupt nicht.
Jacqueline: [19:32]
Kleine Werbung. Uns hier zuhören ist natürlich absolut großartig und gleichzeitig passiert mit dem Zuhören hier oft der Shift nur auf der mentalen Ebene, aber nicht so sehr auf der emotionalen und physischen Ebene. Das heißt, wenn du schon merkst, oh cool, schon allein hier beim Podcast tut sich mega viel und jetzt den nächsten Schritt machen möchtest, dass du wirklich auch wieder mehr verträgst, entspannter essen kannst, dass nicht so ein Riesenthema ist, deine Symptome vielleicht ein kleines bisschen schon besser werden, dann haben wir was richtig, richtig geniales für dich und zwar Bye Bye Intoleranz. Es heißt ja nicht umsonst HistaminINTOLERANZ. Und über die Arbeit mit über 1100 Betroffenen hat sich ganz klar herauskristallisiert, dass Intoleranz in einem viel größeren Rahmen ein absolutes Schlüsselthema der Histaminintoleranz ist. Und wie du das wirklich komplett bearbeitest, nicht nur mental, sondern auch emotional und physisch, sodass eben das Essen entspannter wird, du vielleicht eben schon erste Dinge wieder einführen kannst. Das zeigen wir dir ganz genau, Schritt für Schritt in Bye Bye Intoleranz. Und zwar für 37 Euro, was echt mega, mega cool ist. Wenn du noch mehr Infos haben möchtest und oder direkt buchen möchtest, dann findest du alles unter leben-mit-ohne.de/bbi. Und wir freuen uns riesig, dich da zu sehen. Tadam! Werbung Ende.
Jacqueline: [19:32]
Aber das ist cool. Ich finde es so cool, dass ihr es dann einfach gemacht habt. Weil wie viele Leute gibt es, die immer sagen, ah ja, sie müssten, das wäre toll. Also das, ja, müsst aber dann halt nicht machen. Mega, mega, mega cool.
Michaela: [21:10]
Und das, weil du das gerade ansprichst mit den ganzen Auflagen, ich muss dir ehrlich sagen, hätte uns jemand gesagt, was alles auf uns zukommt, hätten wir es nie gemacht. Nie im Leben. Deswegen war es gut, dass wir da auch so ein bisschen, ich sag mal, naiv reingestolpert sind und gesagt haben, komm, wir machen das jetzt einfach. Und weil ansonsten, wenn man jetzt da zurückdenkt, man würde diesen Schritt gar nicht gehen. Gerade mit diesen ganzen Auflagen, was man alles beachten muss. Und ich meine, wir sind da wirklich Stück für Stück reingewachsen. Du hast ja auch die ganzen Behörden. Wir haben auch ziemlich zeitig hier mit dem Landesamt für Verbraucherschutz zusammengearbeitet. Der hat uns unsere Küche und unsere Garage abgenommen. Unsere Küche, wo wir unsere Brotmischungen zusammengerührt haben, den haben wir extra hierher geholt, dass der da die Abnahme macht. Und der war auch ganz begeistert darüber. Also von Anfang an da wirklich auch eng mit den Behörden zusammengearbeitet, weil, wie du schon sagst, wir wussten ja eigentlich nichts, ne?
Jacqueline: [22:11]
Also ich muss auch sagen, ich habe das auch gerade in letzter Zeit oder immer mal wieder gedacht, wenn ich gewusst hätte, bei uns auch, wie es wäre, wie es jetzt war die letzten Jahre. Ich weiß nicht, ob ich es gemacht hätte. Natürlich hatten wir nicht mit so Auflagen und so, aber einfach emotional auch das aufzuhalten, so eine Selbstständigkeit oder so ein Business-Aufbau mit dem krass vielen Auf- und Abs. Und ich weiß nicht, ob es bei euch auch mal mit so Verzweiflung ist. Ich habe was für niemand gekauft und überhaupt, das ist doch so schlimm, aber warum will jetzt keiner?
Michaela: [22:45]
Das hatten wir auch ganz stark. Das war so lustig. Wir haben ja 2017 angefangen zu entwickeln und haben ja, ich glaube, den Pfundskerl und die Tifara entwickelt, also die Brotbackmischungen und die Pfannkuchenmischung. Und damit hat uns, und das war am Anfang ganz schlimme Mischungen, sind da rausgekommen. Da Thomas sagt immer, die Enten wollten das nicht mal mehr fressen. Und gerade die glutenfreie Bäckerei ist ja nochmal ein Stück höher als jetzt normal mit Dinkel, wo es ja das Gluten dazu gibt. Aber wir haben es eigentlich gut hingekriegt und sind dann damit an den Markt. Die Gewürze kamen noch hinterher und dann hat erstmal keiner gekauft. Klar, es kannte einen ja auch keiner.
Jacqueline: [23:27]
Das kennt man so ein bisschen, weil man denkt, das ist so ein cooles Produkt, wenn sie endlich rausgehen, dann werden sie uns das aus den Händen reißen.
Michaela: [23:34]
Genau. So nach dem Motto geht man da ran und dann sitzt du da und es kauft keiner. Und wir haben dann wirklich schon überlegt, naja gut, vielleicht war es ja doch einfach noch die falsche Idee oder der falsche Zeitpunkt. Und wir waren da wirklich schon so fast auf dem Trichter, weil es war, glaube ich, ein halbes oder ein Dreivierteljahr, wo da wirklich fast nichts ging, dass wir gesagt haben, okay, wir geben uns jetzt noch die und die Zeit, hatten ja natürlich auch schon einen Haufen Geld da rein investiert. Und dann müssen wir halt gucken, ob wir was anderes machen. Und der Schlüssel war dann aber eigentlich, wo wir nach London auf die Free-From-Messe dort gegangen sind. Das ist ja Europas größte Free-From-Messe gewesen in London. Und wo wir ja auch bei diesem Free From Food Award mitgemacht haben. Und der Pundskerl ja tatsächlich auch das Label sehr empfehlenswert dort gewonnen hatte. So erstes Brot gleich gewonnen war natürlich auch fantastisch. Und da waren da Influencer aus Deutschland und die haben über uns berichtet. Und da fing es dann an. Da haben uns die Leute dann kennengelernt und da ging es dann halt los.
Jacqueline: [24:41]
Ach, cool. Ja, manchmal ist drauf da irgendwie so ein Funken, der dann so anfängt, damit es dann loslaufen kann. Ach, krass, das wusste ich auch gar nicht, dass das bei euch am Anfang auch nicht so einfach war.
Michaela: [24:55]
Nein, das war wirklich nicht einfach. Also es war nicht so Shopp, zack, los geht’s und es ging nee. Und eigentlich hat uns dann noch den nächsten Sprung gegeben, wo wir dann auf Facebook gegangen sind und auf Facebook die Seite gemacht haben und die Werbung so ein bisschen gemacht haben. Da fing es dann wirklich an, dass uns wirklich immer mehr und immer mehr Leute auch kennengelernt haben und dann halt letzten Endes bei uns gekauft haben und sich auch super riesig gefreut haben, dass es jetzt endlich mal jemanden gibt, der dieses Thema mal in die Hand genommen hat und mal diese histaminarmen Lebensmittel herstellt. Also da haben wir wirklich sehr, sehr viele positive Resonanz bekommen.
Jacqueline: [25:31]
Das glaube ich total, ja. Und ihr habt ja dann eben, du hast ja gerade gesagt, ihr habt mit zwei Brotmischungen und dann noch gewöhnt, angefangen, inzwischen über 70 Produkte. Wie macht ihr das denn? Macht ihr das so ganz strategisch, dass ihr sagt, boah, jetzt, was wird am meisten gesucht? Weiß ich nicht, Paprika, also Ketchup-Ersatz oder so? Oder macht ihr das eher so, dass du sagst, oh, ich hätte auch total gerne eine Erdbeermarmelade und sowas machen.
Michaela: [25:58]
Nee, also wir haben tatsächlich Umfragen gemacht, ja. In Facebook damals oder auch mal wieder auf, ich weiß gar nicht, auch mal auf Instagram haben wir, glaube ich, auch schon mal gemacht. Oder im Newsletter machen wir öfters mal Umfragen, wo wir dann tatsächlich sammeln, welche Produkte fehlen dir persönlich, ja. Weil wir wollen ja jetzt nicht die Produkte entwickeln, die ich jetzt toll finde, sondern ja auch die Produkte entwickeln, die die Kunden gerne möchten. Letzten Endes deckt sich das ja schon, weil irgendwo sind es ja schon die gleichen Produkte, die ja irgendwo fehlen. Und da haben wir jetzt tatsächlich eine sehr große Liste, die wir halt wirklich so Stück für Stück abarbeiten.
Jacqueline: [26:36]
Das heißt, da kommt noch einiges.
Michaela: [26:38]
Da kommt noch einiges. Wir haben die Liste, die Problemlöser erstmal genannt, wo wir wirklich jetzt erstmal die Produkte entwickeln, wo es wirklich noch absolut keine Alternative auf dem Markt gibt. Wie jetzt zum Beispiel das Ketchup, das wir jetzt ganz neu rausgebracht haben, dass es jetzt endlich halt auch mal ein Ketchup gibt, was die Leute essen können. Und so arbeiten wir das wirklich Stück für Stück ab, wobei man auch wissen muss, so eine Produktentwicklung kann zwischen drei bis sechs Monaten dauern.
Jacqueline: [27:05]
Das ist ja eine halbe Frage, genau, weil wahrscheinlich ist das ja nicht, dass der Thomas und U, ihr euch da hinsetzt und dann überlegt, oh, wie machen wir es? So, das ist eine gute Idee. So machen wir es.
Michaela: [27:15]
Ja, genau. Also das ist schon ein Prozess von drei bis sechs Monaten, je nachdem, ob wir es halt selber machen, ob wir es nach außen geben. Wir haben jetzt mittlerweile auch einen Koch, der mit für uns entwickelt. Der macht das halt nebenbei, muss halt auch die Zeit haben. Das hängt von vielen Faktoren ab, aber man kann schon sagen, drei bis sechs Monate braucht man schon dafür.
Jacqueline: [27:38]
Und also wenn du uns da so ein bisschen mitnehmen magst, wie funktioniert das denn, dass ihr sowas entwickelt? Überlegt ihr euch da, was könnte funktionieren und testet dann einfach ganz viel und auch Geschmackstest oder wie sieht es dann aus?
Michaela: [27:51]
Ja, also wenn zum Beispiel jetzt die Produktentwicklung bei uns im Haus ist, dann recherchiere ich so ein bisschen, welche Zutaten könnten ganz gut zusammenpassen. Zum Beispiel jetzt beim Pizzaminikus, alles, was Trockenmischungen ist, entwickeln wir meistens selbst. Und dann überlege ich, okay, welche Mehle könnten gut zusammenpassen? Wie muss ein Pizzateig eigentlich sein? Da muss er schon ein bisschen elastisch sein, dass man den auch gut kneten kann. Welche Mehle haben diese Eigenschaften? Es ist erstmal viel Recherche. Es ist mal viel Recherche, welches Mehl passt wie zu, was brauche ich, dass es auch schmeckt vor allen Dingen. Manche Mehle schmecken auch wirklich überhaupt nicht. Klingelt ja die ganze Zeit. Und ja, und dann fange ich da wirklich an. Ich habe da so ein ganzes Protokoll, wo ich stand halt immer Version 1, Version 2, Version 3, ne, und dann ganz akribisch schreibe ich das auf, wie viel von welchem Mehl ich genommen habe, dann mache ich das, backe das und dann wird es verkostet. Wir verkosten auch gerne bei uns im ganzen Team, bei uns in der Firma, und dann kann dann jeder sein Senf sozusagen dazugeben und dann gucken wir, okay, brauchen wir noch ein bisschen mehr Salz, wie ist die Konsistenz, wie riecht es, wie sieht es aus. Also das ist dann schon immer ein sehr aufwendiger Prozess. Da hat man schon viele Versionen, bis man dann wirklich beim Endprodukt ist, wo man sagt, das passt. Und dann manchmal, also alles, was unsere eigenen Entwicklung ist, wir machen mittlerweile viel direkt über die Lohnhersteller, weil die einfach die Lebensmittelchemiker haben, das Know-how, dann sagen wir nur noch, das muss drin sein und dann kriegen wir halt die Produktmuster. Aber wenn wir es selber machen, haben wir ja auch unsere Produkttester, wo wir das halt auch nochmal hinschicken und die testen das dann auch nochmal ganz akribisch.
Jacqueline: [29:39]
Cool. Und dann, bis alle quasi Daumen hoch gehen, muss weiter getestet werden.
Michaela: [29:44]
Genau, ne? Und dann muss es ja auch noch ins Labor, es muss ja dann auch noch im Labor getestet werden. Und erst wenn dann der Laborbericht dann auch sagt, ja, histaminarm, ja, dann, und glutenfrei auch noch, dann ist es wirklich abgenommen.
Jacqueline: [30:01]
Cool, ja, sehr cool. Vielen Dank, dass du uns da mal mitgenommen hast. Was macht dir denn am meisten Spaß? Du hast ja, glaube ich, recht auch unterschiedliche Aufgaben, irgendwie zu Mähne, recherchieren, backen und dann auch so ein bisschen vielleicht noch Firma führt. Was macht dir am meisten Spaß?
Michaela: [30:20]
Ja, genau. Ich habe viele Hüte auch, das stimmt. Was mir eigentlich am meisten Spaß macht, ist ja einfach in der Firma zu sein, mit den Mitarbeitern zu sein, dass sich auch zusammenzusetzen, neue Ideen zu kreieren und dass sich Neues auszudenken. Also dieses Miteinander eigentlich mit dem ganzen Team, das macht mir eigentlich schon recht Spaß. Ich bin nicht so ein Alleinemensch, der jetzt nur alleine vor sich hinknoddelt. Ich kann das auch und brauche das auch manchmal, je nachdem, was die Aufgabe ist. Aber ich bin schon eher jemand, der gerne im Team auch arbeitet. Weil jeder hat ja so seine kreativen Ideen und nochmal hier einen Input, dort ein Input. Und wenn man dann so alles zusammenschmeißt, dann, ja, Mensch, das ist doch die Idee, jetzt machen wir doch dieses Produkt, ja, und also das finde ich immer ganz toll.
Jacqueline: [31:10]
Sehr cool, sehr cool. Und du hast ja jetzt schon gesagt, du kochst so gerne. Ist es jetzt schon so, dass du, dass du sagst, hey, ist schon dein Traum oder darf da noch mehr dazu kommen, dass du echt sagst, boah, jetzt bin ich wirklich, habe ich alles, was ich brauche und das ist total cool.
Michaela: [31:30]
Also, so wie es momentan ist mit der Firma und so, leben wir eigentlich schon unsere Visionen nach unserem Traum. Also Thomas und ich, es war schon immer lustigerweise von Kindheit an, mein Traum mit meinem Mann zusammen ein Geschäft zu führen. Und tatsächlich hatte ich das schon als Teenager, war das schon immer so mein Traum. Und so deswegen kann ich wirklich sagen, ich lebe tatsächlich so meinen Teen-Traum auch gerade. Und das macht natürlich auch Spaß, das auch zusammen mit dem Thomas zu machen. Weil wir ergänzen uns da auch so super, wo ich schwach bin, ist er stark, wo er schwach ist, bin ich stark drin. Und auch diese Zusammenarbeit als Eheleute, wo man ja manchmal denkt, oh, geht das überhaupt gut, wenn man so viel zusammenhängt. Aber bei uns ist das wirklich, das geht wirklich gut, weil wir sind einfach ein super Team und das macht halt auch so Spaß, dass wir das zusammen als Ehepaar einfach machen können.
Jacqueline: [32:23]
Ja, also dieses grundsätzlich zusammen kann ich voll verstehen. Ich war ja auch erst alleine selbstständig und habe dann wirklich, ich habe bei meinem Fahrradfahren immer die besten Ideen und habe gedacht, oh, warum ist es eigentlich so schwer? Ah, ich hätte gerne jemanden, mit dem ich das zusammen machen kann. Und wirklich, also ohne Spaß, zwei Tage später sagt Nora, hey, also, oder was hältst du eigentlich davon, wenn wir das zusammen machen? Damit noch was anderes. Aber so haben wir angefangen, zusammen zu arbeiten. Und ich glaube, es ist echt kein Tag vergangen, an dem wir beide nicht bewusst oder unbewusst gedacht haben, oh, das war das Bett, das war die beste Entscheidung aller Zeiten.
Michaela: [32:59]
Ja, das glaube ich, das ist auch einfach schön, weil zusammen ist es einfach schöner und man hat einfach nochmal die Sichtweise auch von einer anderen Person. Oder wenn man dabei ist, sich zu verrennen, kann der andere mal sagen, ey, stopp, nee, ich glaube, das ist nicht die richtige Richtung. Also ich mag das auch.
Jacqueline: [33:15]
Ja, und eben auch wenn es nochmal herausfordernd ist, dann kann man sagen, mache ich da jetzt wirklich komisch? Ist das komisch, was wir machen? Oder warum macht der das? Ja, ja, total. Ach, sehr schön. Und vielleicht letzte Frage, letztes Geheimnis, wobei ich vermute, die Antwort schon zu erkennen. Nimmst du auch selber für euch daheim eure Produkte? Kochst du damit viel? Ja, natürlich. Du musst jetzt natürlich auch sagen, ne?
Michaela: [33:44]
Nee, es ist auch tatsächlich so. Nee, es ist tatsächlich so. Ich benutze wirklich unsere gesamte Gewürzpalette, unsere ganze Soßenpalette. Also das ist bei mir auf jeden Fall Bestandteil. Auf jeden Fall. Also, ja.
Jacqueline: [34:02]
Wenn quasi, das ist ja so ein bisschen dann auch, dass eigentlich Arbeit und Privates so zusammenfließen. Und das ist bei uns ja zum Beispiel auch so, dass wir, also wenn mich Leute fragen, wie viel arbeitest du denn eigentlich pro Woche, ich kann es gar nicht so sagen, weil wir haben es ja unseren Jour fix, aber da reden wir halt dann auch mal drüber, wie es mit der Tagesmutter ist oder mit den Zahnproblemen und was darum, das mischt sich so. Und ich finde es ja total schön, wenn das eben keine so Trennung ist, sondern eh das private Interesse auch so sehr trifft. Und einfach so, und eben natürlich auch inhaltlich reden wir ganz viel so, ah, wie ist es da? Und wie können wir es da anwenden und was passiert da? Und das ist einfach super cool. Sehr schön.
Michaela: [34:41]
Ja, auf jeden Fall. Es ist bei uns auch so, wobei wir gesagt haben, wir müssen aufpassen, dass sich die Firma nicht nur auch ins Privatleben reinzieht. Man muss auch irgendwo diesen Punkt schaffen, gerade wenn man halt als Ehepaar ist, wir reden gerade über was anderes und zack, bist du schon wieder bei der Firma. Oh, hast du den angerufen? Hast du die E-Mail schon gelesen? Das geht so schnell, dass man wie in einem Hamsterrad drin ist. Und wir haben das gemerkt, das war am Anfang ganz so schlimm, wir haben ja fast jedes Wochenende durchgearbeitet und das hat uns wirklich fast gekillt. Also wir haben wirklich so viel Stress gehabt, das ging nicht mehr. Dass wir uns jetzt gesagt haben, das Wochenende gibt es nur den Samstagvormittag, wo wir noch was besprechen und dann ist Wochenende. Und das pflegen wir auch wirklich ganz intensiv und sind da auch wirklich ganz diszipliniert, weil wir merken, wie wir da auch auftanken und wie gut uns das auch tut, dass wir dann auch Qualitätszeit zusammen haben, diese Ehezeit, die auch extrem wichtig ist. Nicht nur Geschäft, Geschäft, sondern auch intime Ehezeit. Das ist jetzt einfach mal, und da merken wir, wie wir auftanken und dann am Montag wieder fit sind für die Woche und die Wochenenden wirklich uns gehören.
Jacqueline: [35:50]
Total, total. Also so wirklich diese operativen Sachen sind bei uns auch, wenn wir zusammen sind, ganz oft total. Also bei uns ist dann manchmal nur so Vision oder so, dass wir sagen, das ist irgendwie so eine coole Idee. Aber eben auch, ich finde es auch voll wichtig, dass man auch mal was ganz anderes macht und es eben gar nicht einfließt, weil wir einfach nur essen gehen oder so. Als Ehepaar ist es ja nochmal wichtiger, glaube ich, dass dieses Persönliche dann auch gelebt wird. Sehr, sehr cool. Total schön. Ich meine, jetzt ist ja so ein bisschen, man findet euch ja quasi sowieso auch bei uns, aber wenn man jetzt auch noch mehr über euch wissen möchte, vielleicht auch noch mehr täglich up-to-date bleiben möchte, wo sucht man und findet man euch denn am besten?
Michaela: [36:36]
Also natürlich auf unserer Website, ja, www.histaminikus.de. Da haben wir auch einen Blog mit ganz, ganz vielen Informationen. Man kann sich auch gerne bei uns zum Newsletter anmelden. Da bekommt man auch immer unsere ganzen Aktionen mit, die wir ja auch regelmäßig fahren. Und wir sind auch auf Instagram gut vertreten. Da kommt auch wöchentlich kommen da neue Posts. Also da kann man auch gerne reinschauen und ein bisschen mehr Insights von uns finden. Wir werden jetzt auch anfangen, mal noch so ein bisschen mehr Insights auch rauszubringen, auch von unserem Firmenleben, von den Mitarbeitern und so, weil ich finde es auch manchmal lustig, dass man das auch mal sieht, wie es so intern ein bisschen abgeht. Das wird dann auch auf Instagram und auch auf TikTok dann kommen. Also da könnt ihr euch gerne mal reinschalten.
Jacqueline: [37:25]
Sehr cool. Ja, das verlinken wir natürlich auf jeden Fall in den Shownotes, dass das jeder findet. Und dann vielen, vielen lieben Dank, dass du hier warst. Wir haben ja tatsächlich ein bisschen Vorlauf gehabt, bis jetzt genau der perfekte Zeitpunkt war. Und es hat echt super, super viel Spaß gemacht. Danke.
Michaela: [37:43]
Ja, vielen Dank für die Einladung. Es ist, was siehst du, was lange wert, wird letztlich gut. So nach dem Motto war das bei uns. Also es hat riesen Spaß gemacht und vielen, vielen Dank dafür.
Jacqueline: [37:54]
Sehr gerne. Und danke auch fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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