Hat dir die Folge gefallen? Dann erfahre jetzt in unserem „Mythos unheilbare HIT“-Webinar, wie du selbst deine HIT bearbeiten kannst: Direkt anmelden
Zyklusprobleme gehen oft einher mit der Histaminintoleranz
Warum das so ist, was die ärztliche Sicht darauf ist und wie die Psychosomatik zusätzlich unterstützen kann, erzählt uns heute Dr. Daniela Oltersdorf im Interview.
Nach dieser Folge Happy HIT Podcast weißt du:
- Warum Histaminintoleranz & hormonelle Probleme so eng zusammenhängen
- Wie die medizinische Psychosomatik hormonelle und andere Frauenheilkunde-Themen sieht
- Welche Notfall-Maßnahmen du bei ganz akuten Problemen wie Panikattacken oder überwältigendem Stress ergreifen kannst
Mehr von Daniela findest du auf ihrem Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/fraudoktor_o/
Hier findest du außerdem Miss Ovu, unseren neuen Bereich zum Thema Zyklusbeschwerden.
Transkript lesen
Jacqueline: [00:05]
Hallo and herzlich willkommen im Happy Hit Podcast, dem einzigen und einzig wahren Histaminintoleranz Podcast Deutschlands. Wir sind Jacqueline und Nora von Leben mit ohne und wir werden dir in diesem Podcast Antworten auf Fragen geben, die du dir bisher noch nie gestellt hast, die aber deine Welt in Bezug auf die Histaminintoleranz auf den Kopf stellen werden. Weil unser Ziel ist, dass du nicht nur dich ganz komfortabel mit deiner Hit einrichtest, sondern dass sie wieder weggeben kann. Das ist nämlich unsere eigene Erfahrung und das wollen wir dir hier weitergeben. Und jetzt ganz viel Spaß mit der heutigen Folge.
Jacqueline: [00:06]
Hallo and herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Happy Hit Podcast. Und ich bin heute nicht alleine, ich bin ja eigentlich fast nie alleine. Aber heute ist nicht die Nora bei mir, sondern eine Gästin, die wir schon mal hatten, die ihr bestimmt kennt, bestimmt, nämlich Daniela wieder. Schön.
Daniela: [01:13]
Ich freue mich auch. Das zweite Mal. Und ich hab vorhin schon gesagt, ich werde mich bemühen, etwas langsamer zu sprechen, dass alle die Informationen ankommt. Und heute ist so ein Thema, das mich ja auch in der Sprechstunde beschäftigt: die Psychosomatik.
Jacqueline: [01:30]
Genau, aber ich hatte ja, glaube ich, das letzte Mal auch schon gesagt, dass du Gynäkologin bist, eine richtige Ärztin. Und das ist für uns natürlich total cool. Und eben aus der Frauenheilkunde hattest du schon gesagt, auch, dass da die Psychosomatik eh viel reinspielt. Das heißt, ich würde gerne heute mit dir drüber sprechen, über die Psychosomatik nochmal wirklich in diesen Hormon-Themen, weil wir die uns ja auch schon mal tiefer angeschaut haben oder ganz, ganz tief im Hormone-Deep Dive. Ich würde auch gerne nochmal kurz sprechen, was so deine Einschätzung auch vom Zusammenhang mit der Hit ist. Und natürlich eben ja einfach ganz, ganz tief in die Psychosomatik eintauchen und bin ich selber super, super gespannt, auch aus deinem Alltag und deiner super langen Erfahrung als Ärztin, was du da kennst. Genau, lass uns vielleicht sogar mal anfangen mit der Verbindung zu Hit, dass wir die erstmal haben und dann können wir ganz tief in die Psychosomatik eintauchen. Wie hängt denn dieses Frauen-Hormone-Thema überhaupt mit der Hit zusammen?
Daniela: [02:29]
Ja, also die Hit betrifft ja hauptsächlich die Frauen, so ab 40, 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen mittleren Alters, wie man so schön sagt. Da gehöre ich jetzt leider auch mit dazu. Und es hängt einfach damit zusammen, dass das Histamin in Mastzellen gespeichert ist, die zum Großteil auch in der Gebärmutter, in den Eierstücken vorkommen. Also die Mastzellen sind so unsere Schutzmechanismen für Eindringen von außen. Also alle Gewebe oder Organe, die mit dem Außen in Kontakt stehen, sprich Nasen, Rachen, Raum, die Bronchien, der Darm, die Gebärmutter, alles hat ja Kontakt nach außen und versucht, Eindringlinge abzuwehren. Und daher sitzen die Mastzellen hauptsächlich dort und führen durch ihre ganzen Bodenstoffe, die sie ausschütten, das sind ja Hunderte, unter anderem das Histamin, zu einer Abwehr. Und zwar zum Zusammenziehen der glatten Muskulatur. Das ist für die Gebärmutter dann auch diese Periodenschmerzen. Bei den Bronchien ist es die Enge, dann kommt der Hustenreiz, um das auszuwerfen. Die Schleimproduktion zusätzlich einfach um diese Schädlinge rauszukriegen und dem Darm eben auch diese Bauchschmerzen, Durchfall und so weiter. Einfach der Körper möchte das möglichst alles schnell loswerden. Und die Mastzellen sitzen, wie gesagt, zum großen Teil einfach an der GWM-Attern, an den Eierstöcken. Und das Histamin hat auch einen Einfluss auf die Östrogenproduktion und zwar in den Granulosazellen der Eierstöcke. Und zwar über den H1-Rezeptor. Und das stimuliert eben mehr die Östrogenproduktion und weniger die Progesteronproduktion. Das sind unsere beiden weiblichen Hormone, die eben in den Eierstöcken gebildet werden, die wichtig sind für unsere Geschlechtsentwicklung, dass wir ausschauen wie eine Frau, dass wir Wasser einlagern, eine schöne Haut haben, tolle Haare, dass wir so dieses typische emotionale weibliche und Panik und Freude haben. Im ersten Zyklushälfte durch das Östogen und in der zweiten Zyklushälfte das Gestagen macht uns mehr so gechillt, so cool, das schwemmt das Wasser wieder aus. Es ist wichtig für die Veränderung der Gedärme oder Schleimhaut, um eine Einnistung möglich zu machen und zur Aufrechterhaltung der Schwangerschaft und entspannt uns durch Entspannung der Muskulatur, einfach dass auch das Baby dann drin bleibt. Und da die Histaminintoleranz und das Histamin eben mehr das Östrogen stimuliert, haben wir da einfach ein Ungleichgewicht. Also eine Östrogendominanz, obwohl nicht mehr Östrogen da ist, aber im Verhältnis zum Progesteron eben mehr. Und dann ist es so, dass ja Ende 30, Anfang 40, das möchte man eigentlich ja nicht mehr nicht so wirklich wahrhaben, nicht immer einen Eisprung hat. Also man kann auch nicht mehr so leicht schwanger werden. Es sind viele Frauen, die mit 40 kommen und dann so Kinderwunsch, und man sagt, da müssen wir jetzt echt gucken, dass wir das zügig in Angriff nehmen, weil wir einfach nicht immer einen Eisprung haben. Das heißt, das Östrogen in der ersten Zyklushälfte arbeitet, genauso wie das LH und das FSH, das sind die Hormone, die höher geschaltet sind vom Gehirn, auf die Eierstücke einwirken und zur Produktion eben anregen und zur Follikelreifung. Und diese drei Hormone aktivieren auch die Mastzellen, da kann ich noch später drauf kommen, und sind eben in der ersten Zyklushälfte aktiv und lösen den Eisprung aus. Und manchmal geschieht eben kein Eisprung. Und der Eisprung, wenn die Eizelle springt, das, was übrig bleibt, ist der Gelbkörper. Und dieser produziert das Progesteron, unser Gelbkörperhormon. Wenn wir jetzt eben kein Eisprung haben, füllt sich dieses Eibläschen mit Wasser, wird immer größer und größer. Die Schleimhaut durch das Östrogen, was weiter wirkt, wird verstärkt aufgebaut in der Gebärmutter. Und dann fällt es den Frauen auf, dass die Periode später kommt und auch sehr stark, weil irgendwann fällt das Eibläschen doch in sich zusammen und diese ganze, viele, viele aufgebaute Schleimhaut, die blutet dann ab. Das Progesteron fehlt eben, um die Schleimhaut umzuwandeln, einfach sehr klappt für die Einnistung. Und dadurch haben wir dann auch dieses Übergewicht von dem Östrogen und einfach dieses Progesteron fehlt uns, was das Wasser ausschwemmen anbelangt. Das heißt, die Frauen sagen, ich bin so aufgedunsen, die Brust spannt so, ich bin so gebläht. Und auch das Chillige fehlt. Wir haben es total gereizt und genervt und kann nicht schlafen. Das Progesteron ist auch super, was das Einschlafen anbelangt. Also das hilft uns einfach zum Durchschlafen. Das kann auch andocken im Gehirn und stimuliert Rezeptoren, die uns einfach entspannt machen, viel stärker als Valium. Das tut. Also ich glaube, ein Hundertfaches habe ich mal gelesen. Und hat einfach dann dieses Fehlerhafte. Und das Progesteron stabilisiert die Mastzellen, das einzige dieser vier weiblichen Hormone. Und wenn das natürlich weniger ist, dann sind die natürlich empfänglicher und gereizter vor der Periode typischerweise, weil das andere alles im Übergewicht da ist. Und die Frauen haben dann einfach merken, dass wenn sie Asthma zum Beispiel haben wie ich, dass die Symptomatik schlechter wird. Ich esse, ernähre mich gleich, aber vor der Periode kriege ich schlechter Luft, vertrage viele Sachen weniger, die ich sonst vertrage. Oder auch Allergikerinnen allgemein, weil einfach die Mastzellen viel schneller platzen und denaturieren, ja.
Jacqueline: [07:48]
Super, super spannend. Ich glaube, jetzt habe ich tatsächlich nochmal mehr verstanden, wie extrem eng das ja zusammenhängt. Genau, die Nora hatte schon gesagt, dass wirklich ja fast alle Frauen mit Histaminintoleranz auch Themen mit ihrem Zyklus haben. Und das war jetzt echt nochmal so richtig, also das ist ja wirklich unmittelbar miteinander zusammenhängen und sind dann ja auch genau die Symptomen-Cluster, die wir im Hormone Deep Dive anschauen, was jetzt auch hormonell einfach wirklich nochmal tatsächlich mal drin ist. Ja, wie das dann alles zusammenhängt. Mega, mega spannend.
Daniela: [08:22]
Genau. Und ich habe auch mal, also ich gucke ja natürlich auch, was so immer so veröffentlicht wird und habe nur gedacht, oft ist es ja so, einer schreibt was und alle schreiben es ab. Alle stellt es rein. Und dann ist es vielleicht auch gar nicht wissenschaftlich fundiert, aber ich habe wirklich die Studien durchgeguckt, die wurden auch in Tübingen, also in meiner Nähe, auch gemacht vor vielen Jahren, wo einfach bewiesen wurde, wie das wirklich die Rezeptoren stimuliert und die Östrogensynthese stimuliert in den Granulosa Zellen. Und das liegt also wirklich auch ein wissenschaftlicher Hintergrund da.
Jacqueline: [08:54]
Was wirklich dann im Körper passiert. Super, super, super spannend. Okay, ich glaube, das ist jetzt für alle klar geworden. Vielleicht müssen wir, dürft ihr es nochmal anhören, weil es einfach so viele Informationen waren, die alles zusammenkriegen. Okay, Histamin und die Hormone und Tier. Aber es ist auf jeden Fall ganz klar, dass es extrem eng tatsächlich auch mit der Hit und dem Histamin und den Mastzellen zusammenhängt. Und jetzt wollen wir, also haben wir schon verstanden, okay, das passiert körperlich und in der Psychosomatik gehen wir ja einfach nochmal eine Schicht tiefer, wirklich zu schauen, warum passiert es denn körperlich? Jetzt arbeitest du ja, ich glaube, oh Gott, zwölf Jahre oder war es sogar noch länger? Nee, noch länger als Frauenärztin, als Gynäkologin. Wie lange arbeitest du?
Daniela: [09:42]
Mittlerweile, also ich habe 2002 angefangen. Also mittlerweile sind es jetzt 21 Jahre. Weit weg. Also am Anfang natürlich in der Klinik für die Facharztbildung auch und dann auch, als ich Fachärztin war, da sind wir schon umgezogen, aber da habe ich einen Teil noch im Krankenhaus gearbeitet, die ambulanten OP, so Einzeltage, weil wir einfach dann, ich hatte die Fahrzeit einfach. Und später war ich in der Praxis. Es lässt sich einfach mit Kindern besser vereinbaren, wenn man nicht die ganzen Nächte hat, die Wochenenden. Also das sind so viele Stunden und in der Günther, du schläfst nachts einfach nicht. Die Babys kommen, wann sie wollen. Und die Frauen mit ihrem Bauchschmerzen und Blasenentzündung, die kommen einfach auch. Es ist in anderen Fächern. Mein Mann ist heiß Nasen Ohren, es ist nachts nicht so ein Trubel. Da hast du so eine Nacht auch mal dann Ruhe. Und deswegen, und in der Praxis, es ist aber auch ein ganz anderes Arbeit, muss man sagen. Also das Operative fällt mir schon, so dieses Handwerkliche, sage ich mal, ja, das ist schon schön. Und in der Praxis hast du aber dann wieder das, dass du viele Patienten über viele Jahre begleitest, ja, wo du einfach dann bei den Schwangerschaften dabei bist, dann die Kinder siehst und dann sind die auf einmal echt groß. Und hast dann auch so eben dann die Frauen, die auch mit Unterbauchschmerzen kommen, wo du dann so ein bisschen überlegen musst, ja, was könnten die haben? Und das ist aber nicht nur gynäkologisch. Und es ist einfach nochmal ein ganz anderer Kreis dann, ja, oder ein anderes Themengebiet.
Jacqueline: [11:03]
Ja, mega spannend. Und so ist das wahrscheinlich dann auch gekommen, oder? Dass du irgendwie so ein bisschen vielleicht ans Ende gestoßen bist mit der klassischen Gynäkologie, könnte ich mir vorstellen. Und dann einfach weiter, weil du wahrscheinlich auch so ein bisschen wie Nora und ich bist, die einfach sagen so, hm, das macht schon Sinn, aber da ist noch ein Teil, den kann ich damit nicht erklären.
Daniela: [11:22]
Den kann ich auch noch verstehen. Nee, das ist wirklich so. Und klar, wenn man selbst natürlich auch betroffen ist, das ist ja bei der Nora außen, hat man da so ein Herzblut dann auch dran. Und wo man denkt, hey Mensch, anderen soll es nicht so gehen, dass sie so lange suchen. Und ich habe auch viele Frauen, die kommen wirklich, weil sie es gehört haben, dass ich auch mit ein bisschen Ernährung und so mache und einfach auch mal über eine Tellerrand hinausschaue und sagen, ja, sie haben da ein Problem und vielleicht, und wenn man dann einfach diesen Leidensweg, wie ihr ja auch sagt, so abkürzen kann, sagen, hey, das kommt mir so bekannt vor, diese Sachen würden da passen, teste mal vier Wochen das aus und schau, ob es dir besser geht, dann kommen sie nochmal wieder, bitte. Und dann sind die total dankbar, ja. Einfach wenn, wenn man einfach so eine Abkürzung hat durch diesen Leidensweg, wo man nicht jeder das alles so durchleben muss, sondern einer hat es mal gemacht und hat gesagt, hey, das und das kannst du vergessen, es bringt nichts. Wir machen da und da weiter. Ja, also das ist wirklich gut.
Jacqueline: [12:16]
Total, total, das glaube ich, total, ja. Und ich kann das auch voll verstehen. So gute Frauenärzte, so wie alle anderen Ärzte, sind auf jeden Fall immer rar, der eben, der immer da so ein bisschen ganzheitlicher schaut. Mega spannend. Okay, jetzt hast du eben, haben wir schon gehabt, extrem viele Jahre Erfahrung mit der Psychosomatik, auch mit wahrscheinlich inzwischen Tausenden von Frauen. Ja, ja, also.
unknown: [12:41]
Genau.
Jacqueline: [12:42]
Was sind so die ganz großen, also gerade jetzt eben bei diesen Zyklusproblemen, bei den Beschwerden, die wir jetzt auch besprochen hatten, die mit der Hitze eng zusammenhängen, was sind da die großen Themen, die du auch aus der Psychosomatik wirklich gesehen hast, die dahinter stecken und die dann, da können wir ja dann auch nochmal drüber sprechen, die dann auch wirklich was bewirkt haben und verändert haben bei den Filmen. Darüber würde ich auch gerne noch sprechen.
Daniela: [13:05]
Ja, also so typische Psychosomatik-Beschwerden, wenn man jetzt einfach mal so auch allgemein guckt, das sind echt Kopfschmerzen. Also Kopfschmerzen ist echt sehr, sehr viel auch psychomatisch. Rückenschmerzen, auch der Klassiker, ja, ist auch Wahnsinn. Einschlafstörungen, unsere grübeln, das ist auch viel. Ja, und dann auch so ein bisschen Ernährung. Psyche und Ernährung hängt auch zusammen. Das ist so das Allgemeine. Was die Gün anbelangt, sind es wirklich die Unterbauchschmerzen, ganz klassisch, ja. Zyklusstörungen, Brustschmerzen sind auch ganz viel. Das ist auch bei jungen Männern so, irgendwie so Herzschmerzen, wo man denkt, hey, der hat doch eigentlich nichts mit 20 so am Herz. Männern oder Frauen? Bitte? Männern oder Frauen? Bei Männern, also junge Männer, die mit Herzschmerzen in die Ambulanz kommen, das sind oft solche Bodybuilder, Männer und die einfach viel machen und dann aber so eine Panik, so eine Angst kriegen und das somatisieren sie dann aufs Herz und kommen mit Herzschmerzen rein und denken, sie sterben jeden Augenblick. Weißt du nicht, der Junge, also das gibt es ganz selten, so plötzlich ein Herz und bei Männern, bei jungen, gesunden, aber meistens ist es halt nichts Organisches. Und das ist auch so ein Klassiker. Kinderwunsch ist natürlich auch so ein Thema, das hattet ihr ja auch mal in der Podcast-Folge angesprochen. Genau. Wobei man natürlich immer sagen muss, man muss es immer organisch abklären. Also das ist wirklich das Erste, wenn jemand kommt mit Beschwerden, sei es Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Unterbauchschmerzen, es wird einmal organisch abgeklärt. Ich kann mir dann zwar schon denken, ich sehe ja, wie die Leute reinkommen. Also wenn einer wirklich Unterbauchschmerzen hat, der dreckig geht, dann läuft die wirklich gebückt rein und nicht mit dem Handy hier und mit einer Tasche da und vielleicht noch den Chips in der Hand, dann hat die keine Unterbauchschmerzen, keine schlimmen. Also du siehst es ja schon, wie der auf dich zukommt. Aber es gibt eben Leute, die kommen so gebückt und auch schon so ganz blass und gelb und fahl und dann weiß ich, okay, also der geht es echt nicht. Oder wenn die auch nicht richtig sitzen können, das tut alles so weh, dass die nicht mal auf dem Stuhl Platz nehmen können. Genau, also ganz wichtig ist es, organisch abzuklären. Also ich kann nicht, wenn jemand mit Beschwerden kommt, sei es die Unterbauchschmerzen, sei es die Kopfschmerzen, mir schon denkt, okay, das ist nichts Organisches, das gehen wir mal auf eine andere Schiene, sondern ich muss sie wirklich ernst nehmen. Und ich sehe es aber auch schon, wenn sie reinkommen. Ja, ich sehe es, kommen sie gebückt rein mit schmerzverzerrtem Gesicht, oder kommen sie rein mit Handy in der Hand und der Chips Tüte und sie noch am Kauen, dann können die Unterbauchschmerzen nicht so schlimm sein, wenn ich jetzt gerade noch Chips essen kann. Also man sieht schon viel, wenn der Patient reinkommt zu dir. Da kann man schon mal ganz gut einschätzen, wie er kommt, wie er so drauf ist, können die überhaupt Platz nehmen, ja, oder sind die so gekrümmt, dass sie sagen, oh, ich stehe lieber, weil einfach die Schmerzen so stark sind. Dann kläre ich es einmal ab mit einer Untersuchung. Ich stelle natürlich die Fragen, die Anamnese, so heißt es bei uns Medizinern, so klassisch, wie lange, woher, gibt es, haben sie da vielleicht auch irgendwas, wo sie denken, woher es kommen könnte. Das ist dann auch wichtig später für die Gesprächsführung. Und dann untersuche ich die Patienten, mache meistens noch ein Ultraschall und gucke einfach, ist es was Organisches? Ist es wirklich jetzt gynäkologisch? Hat Unterbauchschmerzen, also im Unterbauch ist wirklich viel. Da muss man auch immer ein bisschen aufs Alter gucken. Ja, jüngere Frauen, die keine Pille nehmen, könnten eher auch mal eine Zyste haben. Oder Frauen so Richtung Wechseljahre, die dann Bauchschmerzen haben, wo das Progesteron vielleicht dann auch schon niedriger ist, weil sie keinen Anspruch haben, haben vielleicht eine Zyste und Beschwerden dadurch. Wenn die Zyste dann doch platzt, es berichten so stechende Schmerzen. Oder sind es ältere Frauen, die schon operiert sind, ja, die keine Gebährmutter Eierstöcke mehr drin haben. Wenn die mit Unterbauchschmerzen kommen, kann ich meistens sagen, es ist nicht gynäkologisch, ja, weil die Organe einfach fehlen. Da kann man schon mal so ein bisschen abschätzen. Und dann auch einfach später mal bei der Anamnese oder beim weiteren Gespräch, wo wir sagen, wir haben jetzt nichts Organisches gefunden. Wo könnte es denn sein? Also bei den Leuten fällt es auch mal ein bisschen schwer, so dem Körper auch so zuzuhören, ja. So warum tut es denn da weh? Also jeder hat so das, ja, da gibt es dann auch so ganz nette Begriffe, so ein Fenster, ja, so eine Sollbruchstelle, wo man gerne rein somatisiert. Also das hat oft mit der Kindheit zu tun. Es gibt ja Kinder, die hatten ganz schlechte Haut, viel Neurodermitis, oder waren so Spuckkinder oder hatten ganz oft Durchfall und Bauchschmerzen. Und bei Kindern kennt man das ja auch, die beschreiben immer, die haben Zahnschmerzen, aber der Bauch tut weh. Ja, aber sie haben Kopfschmerz oder der Bauch tut weh. Bei Fieber tut fast immer der Bauch. Wie die somatisieren das so immer in den Bauch rein. Und wenn ich das natürlich als Kind auch erlebt hatte, oder ich hatte es, glaube ich, auch bei dem letzten Podcast gesagt, wenn ich zum Beispiel eine Mutter hatte, die immer Migräne hatte bei der Periode, ja, der ist ganz schlecht ging, der war alles zu laut, zu voll, der war übel, furchtbare Kopfschmerzen, hat sie sich immer in ihr dunkles Zimmer zurückgezogen, man dürft sie nicht stören, die braucht ihre Ruhe, damit es ja wieder besser geht, dann kann ich das auch entwickeln später bei stressigen Situationen, ja, dass ich das so erlernt habe. Die Mann oder die Mutter? Dass die Tochter dann quasi auch so reagiert wie die Mutter.
Jacqueline: [18:26]
Wir gucken quasi dann, du guckst dann auch mit dem Patienten wirklich schon mal direkt in die Kindheit und guckst, ist dieses Muster schon damals aufgetaucht oder sogar schon bei deiner Mutter, eher der Mutter wahrscheinlich dann. Und das gibt dann schon mal einen ersten Anhaltspunkt, oder?
Daniela: [18:41]
Genau. Also man kann, da ist natürlich auch immer so ein bisschen eine Zeitfrage. Also oft klären wir das organisch ab, dann gucken wir mal, was es so sein könnte. Und oft bestelle ich sie dann nochmal ein, dass wir einfach nochmal einen zweiten Termin haben, weil ich sehe, wenn die Frauen kommen, mit was für eine Latte die kommen, ja, wie zeitintensiv das wird. Und wenn es natürlich sehr eng getaktet ist, okay, jetzt haben wir es abgeklärt, ich gebe ihm mal so Hausaufgaben, sie gucken mal, wo können es denn sein, gib Ihnen so Hinweise, aber alles kann man ihnen ja auch nicht sagen. Da müssen sie schon selber drauf kommen, weil es ja ganz wichtig ist, ich den Kopf und den Körper vereine und nicht immer so getrennt arbeite. So mein blöder Körper, der hat da Symptome und der macht dann irgendwas. Und mein Körper lässt mich im Stich, aber mein Körper bin ja ich, also ich höre ja zusammen. Und dass man ihnen dann solche Sachen gibt, dann gucken sie doch mal, hängt es damit zusammen und dann schauen sie mal die nächsten Wochen, dann kommen sie nochmal. Und dann gibt es oft so, ja, dann haben die oft die eigenen Ideen, ja, wo sie dann einfach merken, da und da habe ich dann doch meine Schwachstelle oder das könnte es sein oder ja, sie haben recht. Manchmal kommt es auch, wo sie dann sagt, ja, sie haben total recht, ja genau. Und wenn die Mutter zum Beispiel ungewollt schwanger ist, dann sagt sie immer ihrer Tochter ständig, vergiss die Pille, nicht vergiss die Pille, nicht, dass du schwanger wirst. Und diese Mädchen, die brauchen einen Schwangerschaftstest nach dem anderen. Ja, die kommen ständig und nicht, dass sie schwanger sind. Sie nehmen so die Pille regelmäßig, sie verhüten mit Kondomen, sie haben ihre Periode, wo ich sage, sie können eigentlich nicht schwanger sein. Und die haben so Angst, weil sie das so immer wieder eingetrichtert bekommen haben, dass sie dann so ihr Päckchen mitnehmen.
Jacqueline: [20:20]
Und mal gucken, wirklich, was sind die großen Angst, Themen vielleicht schon von der Mutter, die ich in Bezug auf Weiblichkeit, Schwangerschaft, all das mitbekommen habe. Das ist dann ein großes Thema. Okay, genau, die Bauchschmerzen, hattest du schon gesagt. Einfach wirklich so ein Coping-Mechanism, eigentlich, den wir als Kinder entwickeln, dann wir wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen, vielleicht um Aufmerksamkeit von den bekommen.
Daniela: [20:47]
Also in der Psychosomatik nennt sich das Regression. Das heißt, man kehrt wieder zurück in eine Zeit, wo man die Sprache nicht hatte, nicht so, oh, das schlägt mir auf den Magen, die viele Belastung, was ihr alles wollt, da kann ich mich nicht entspannen, da kann ich mich in Ruhe verdauen, da kriege ich Bauchschmerzen, wenn ihr so viel wollt. So wäre es ja normal, dass man das so sagt. Aber man fällt dann zurück in so ein Alter, wo man einfach die Sprache noch nicht hatte, sondern einfach, man kriegt dann so Bauchschmerzen und wird dann verzweifelt und trotzt und Bauchwege, ich esse nicht mehr und das tut mir alles weh. Und genau, also da wäre sogar der psychosomatische Begriff dabei. Dass manchmal dann, genau, man diese Unterbauchschmerzen dann einfach, weil es alles zu viel ist, irgendwo versucht der Körper es dann auszudrücken. Und das sind ja auch so, dass im Prinzip sind es ja Gefühle, die sich nicht so zeigen dürfen. Weil Gefühle kommen ja so auch echt schlecht weg in unserer Gesellschaft, ja. Also stolz zum Beispiel, ja. Also man darf ja irgendwie nicht stolz auf was sein, was man geschafft hat. Du bist ja wohl arrogant und eingebildet, ja. Oder Mut ist ja auch sowas, Wut geht ja auch gar nicht, ja. Und Trauer, gut. Stimmt, Trauer ist vielleicht noch okay. Trauer ist noch so, und genau, also gerade so diese Gefühle und dass man die dann aber auch einfach zulassen kann und dass man dann auch bei seinen Kindern aufpasst, dass man nicht sagt, jetzt stell dich nicht so an, so schlimm ist es nicht, du hast doch keinen Grund, jetzt traurig zu sein, jetzt freu dich doch, der kommt und macht aber dich. Also dass man da so über die Gefühle von anderen ein bisschen bestimmt und dann es auch nicht einfach zulassen. Sagt, nein, ich fühle mich jetzt echt sauer, ja, und was du da, wie du mit mir reagiert hast und da kriege ich dann Magenschmerz und mag auch nicht essen.
Jacqueline: [22:32]
So, genau. Das ist ja tatsächlich auch genau, was wir dann machen. Das fände ich ja spannend, wie du dann damit arbeitest, weil bei uns geht es ja wirklich genau darum, diese da zurückzukommen in der Regression, zu diesem ursprünglichen Trigger, wo das passiert ist, so krass, und wirklich das Gefühl eben dich ausgelebt wurde. Und dann geht es ja eigentlich nur darum, das Gefühl einmal komplett auszuleben. Also das ist zumindest wie wir damit arbeiten. Und wenn wir das wirklich komplett mal ausgelebt haben, dann merken wir ja oft schon eine ganz, ganz krasse Veränderung. Ist das auch so, wie du dann damit arbeitest mit den psychosomatischen Themen oder wie machst du das dann?
Daniela: [23:13]
Also ganz ehrlich, es fehlt oft an der Zeit in der Sprechstunde. Also wenn ich merke, das sind wirklich große Themen, also jetzt zum Beispiel so ein Mädchen, das immer Angst hat, schwanger zu werden, die schicke ich dann weiter. Die schicke ich dann wirklich weiter. Weil ich denke, es gibt so einen Notfallkoffer, so Erste-Hilfemaßnahmen, die man immer machen kann, wenn es einem echt nicht gut geht, wo ich dann auch so Tipps gebe, sage, versuchen Sie mal das, das und das. Kann ich auch später mal noch erzählen. Aber wenn ich merke, das sind größere Sachen, das kann ich jetzt als Gynäkologin nicht auffangen, die schicke ich weiter. Weil ich denke, da gibt es dann so viel noch hochzuholen und da habe ich nicht die Zeit. Also ich sage denen ganz klar, ich kann Ultraschall machen, ich kann jedes Mal Ultraschall machen, aber das wird ihnen nicht helfen. Sie sehen zwar im Moment, sie sind nicht schwanger, aber in zwei Wochen könnten sie es ja sein. Und da haben sie immer wieder diese Angst. Die müssen mit diesem Thema arbeiten und sie müssen ihrer Mutter sagen, hör zu, das ist dein Problem, dass du damals schwanger geworden bist, weil du nicht verhütet hast. Das ist nicht mein Problem. Ich kann nicht mehr machen. Und wenn ich dann sehe, diese Mädchen kriegen da wirklich Angststörungen. Und die kriegen dann, die fahren in einem Magersucht. Das ist ja auch so ein, Magersucht ist ja auch so ein bisschen Richtung Psychomatik, aber diesen Körper endlich mal kontrollieren zu können. Diese Teenager-Mädchen, die hormonell jetzt wachsen, eine Brust kriegen und sich verändern und haben so das Gefühl, der Körper wird so fremd und der verändert sich. Und mit dem Essen, mit dem Kontrollieren, was ich esse, habe ich meinen Körper wieder in Kontrolle und er nimmt dann ab und ich entscheide das. Ich habe die Macht wieder über meinen Körper und das finde ich dann ganz schlimm, weil das kannst du als Gynäkologe in diesen kurzen Zeiten. Also ich gebe dann schon immer so die Hinweise und meinen sie nicht. Und die meisten sind auch einsichtig klingt blöd, aber die meisten sehen es schon, dass sie da ein Thema haben.
Jacqueline: [25:02]
Ja, klar. Klar, ich meine, das ist ja bei uns auch eben, das ist ja gerade wenn wir das erste Mal vielleicht uns da überhaupt reinbegeben, dann kann das ja locker eine Stunde dauern, dass wir da einfach nur weinen und hütend sind oder irgendwas. Also das kenne ich ja selber auch in großen Themen, das dauert einfach und das ist klar, dass das dann einfach nicht der Rahmen ist. Okay, okay. Das heißt jetzt wirklich auch, um zu schauen, quasi so praktisch mitnehmen, ist echt einmal dieses Thema Regression, also wirklich zurückschauen in meine Vergangenheit, wo haben dir meine Eltern, besonders vielleicht meine Mutter, was hat die mir da vorgelebt, was hat die eingetrichtert ganz stark? Und wie habe ich vielleicht auch damals schon reagiert darauf? Und ist es eigentlich eine Abwandlung von dem damals? Und dann wirklich gucken, was sind da die Gefühle und die aufarbeiten, was natürlich oft hilfreich ist in Begleitung. Also das ist ja das, was wir auch machen. Also gerade wenn wir da einfach nicht schon super firmen drin sind, und das sind wir ja meistens dann nicht, ist das oft gar nicht so einfach, finde ich, so tief in die Gefühle zu kommen, dann auch keine Angst davor zu bekommen, weil wir es eben ja in der Kindheit meistens nicht üben, so intensiv zu fühlen, sondern dass sofort abgeblockt wird und sofort so nicht. Ruhiggestellt. Genau, ruhiggestellt, abgelenkt, bestraft dafür, dass wir so wütend sind oder was auch immer. Also das sind auf jeden Fall schon mal Dinge, die wir wirklich so ganz konkret mitnehmen können. Haben Sie noch andere große Themen psychosomatisch aus dem ganzen Thema Frauenheilkunde oder was, was sie noch so mitnehmen können, unsere Hörer?
Daniela: [26:45]
Also, was wichtig ist, dass es ja einfach diese, dass unser Körper ganz tolle Kommunikationswege hat zwischen Gehirn, Psyche und Organismus. Also das Klassische ist so das vegetative Nervensystem, unseren Sympathikus und Parasympathikus, der uns eben aktivieren kann. Der Sympathikus, weil Stressreaktionen, Botenstoffe ausstehen, für eine Durchblutung sorgt, für einen schnellen Herzschlag und der Parasympathikus, der einfach für die Ruhe zuständig ist, für die Entspannung, für die Regeneration, auch im Schlaf. Also gerade auch Frauen, die sehr viel Stress haben, die sollen nicht dann noch bis nachts um elf arbeiten und morgens um 15 Wecker stellen, um alles unterzubringen, sondern einfach diese Schlafphase, diese Ruhephase wirklich nutzen. Dann ist das motorische Nervensystem ein Kommunikator, das heißt, wenn ich irgendwo eine heiße Herdplatte lange, ziehe ich automatisch die Hand zurück, weil ich Angst habe, mich zu verbrennen. Da denke ich gar nicht drüber nach, das funktioniert automatisch. Das sind Reflexe des Hormonsystems. Da sind wir wieder bei Stresshormonen, bei Adrenalin, Noradrenalin, das Cortisol ist ja ein ganz krasses Stresshormon, was auch wieder auf den weiblichen Zyklus einwirkt. Wir kennen das alle, es gibt so Phasen, da haben wir unendlich viel zu tun. Da sind Einladungen, Feste, muss man was vorbereiten, muss man was backen für die Schule. Und da läuft man und alle in der Familie haben Schnupfen, selber hat so viel zu tun, man wird nicht krank und sobald es abgearbeitet ist, wusch am Wochenende, dann erwischt es ein und dann wird man krank, weil das Immunsystem einfach auch da sehr mit zusammenhängt. Das ganze Cortisol, das also pusht, unterdrückt die Immunreaktionen. Also man kriegt kein Fieber oder wird einfach nicht so platt und müde. Und wenn dann die Ruhe kommt, dann fällt das weg und dann haut es uns rein mit Fieber im Urlaub und am Wochenende. Und das kennen, glaube ich, auch alle, dass man da so Phasen hat, wo man eher krank ist, ja. Also Frauen, die in Stressphasen der Uni, merken es nicht und jetzt ist doch Uhr und jetzt könnte doch alles gut sein, jetzt bin ich ständig krank. Genau. Und was ihr ja auch ganz viel besprecht mit dieser Epigenetik, ja, also die Genetik, die unsere Träger von Erbinformationen sind in unseren Zellen. Ein bisschen anders als die Keimzellen, das sind noch ein bisschen unterschied, die aber einfach unsere Informationen und können ja verändert werden durch unsere Lebensweise. Es gibt so Studien von eineiigen Zwillingen, was ja ganz klassisch ist, die haben die gleiche DNA. Als Kind, als Dreijährige siehst du keine Unterschiede in der Ausprägung, in den Verhalten, Erkrankungen und so weiter, aber sind die mal 70, hat der eine Diabetes, der andere hat einen hohen Blutdruck, der eine hat das und der hat das. Das ist einfach durch die unterschiedliche Lebensweise, durch die Metallierung der einzelnen Genabschnitte, dass sich da einfach Sachen an- und abschalten. Und der eine bekommt durch die Umweltgifte, durchs Rauchen, durch Stress auch, kriegt dann Erkrankungen, die der andere eben nicht hat, nicht bekommt. Obwohl sie ja die gleichen Erbinformationen haben und der eine hat so eine Ausbringung da. Also das fand ich auch total spannend, dass da so, ich finde, das kann man wirklich nicht oft genug sagen.
Jacqueline: [29:52]
Oft fühlt man sich, also fühlen sich ja, glaube ich, so viele noch so gefangen dann ultimativ in diesen, es ist genetisch. Das ist ein genaues Todesurteil. Ja. Fürs restliche Leben und da wirklich zu sagen, wir können da können was echt ändern.
Daniela: [30:06]
Ja, also indem wir einfach auf die Umweltgifte achten, auf Stress, auf Rauchen, auf so viel. Also ich bin gestolpert über den Manuka-Honig. Ich wusste gar nicht, dass er so tolle Eigenschaften hat, aber der kann wirklich auch gewisse Dinge ins Positive, dass diese schlecht Methylirin wechseln und auch wohl der grüne Tee. Also da gibt es auch Studien, dass Asiaten.
Jacqueline: [30:27]
Ja, bin ich zu gesund. Ja, wahrscheinlich. 1,7 Liter grüner Tee am Tag kann nur gut sein.
Daniela: [30:34]
Nein, dass Asiaten natürlich viel weniger Krebserkrankungen haben, was und an der Veränderung des grünen Tees, also frag mich nicht, wie dieser Inhaltsstoff heißt, der bei Ellen habe ich mehr. Ich habe mir den nicht auf irgendwas Langes. Aber dass das so gute Eigenschaften hat. Also das fand ich dann echt spannend. Das muss ich auch auf jeden Fall mitgeben, dass wir wirklich einen Einfluss haben. Und auch das hattet ihr auch in der Folge, dass die Gene, die müssen ja diese ellen langen Schlangen, müssen ja irgendwie diesen Mini-Zellkern reinpassen. Das heißt, die sind um solche Proteinkugeln gewunden und gedreht. Und zwar ganz, ganz viel, dass sie auch schon wie so ganz kleine Perlchen und um da was zu ändern, müssen die sich natürlich entspannen. Die müssen sich öffnen, damit die wieder abgelesen werden können und sich verändern. Und das ist ja auch bei eurer Arbeit, dass sie einfach sagt, diese Entspannung muss rein, damit auch sich da was tun kann. Und dass eben der Stress ja eben genau das Gegenteil ist von Entspannung und negativ sich auswirken kann. Und die Entspannung einfach total wichtig ist. Einfach dieser Leerlauf, sagen das auch die Psychosomatiker, die einfach sagen, Dauerstress, das führt einfach zu so vielen negativen Sachen, die wir nicht so sehen wollen. Weil eigentlich so ein, manche gewisse Stresslevel fühlen wir ja ganz gut. Unser Herzschrecksteller, wir sind durchblutet, haben roten Kopf und sind so voll da. Und wenn dann so ein Loch kommt, finden wir das total furchtbar.
Jacqueline: [31:56]
Wir werden da richtig abhängig. Ich habe ja letztens was total Krasses gesehen, dieses Verliebtsein am Anfang hat ganz viel mit Stress zu tun. Weil wir so in der Bühnung, also quasi noch nicht wissen, wird der andere antworten. Mag er mich doch, war das gut genug, war das Date gut? Und wenn wir quasi dann länger in der Beziehung sind oder in eine Beziehung kommen, dann ebbt langsam dieser Stress ab, weil wir nicht mehr die ganze Zeit Angst haben, dass es wegfällt. Und dann denken wir, oh krass, jetzt bin ich nicht mehr so verliebt, jetzt ist es nicht so aufregend. Und also das wirklich auch mal bewusst zu machen, wie abhängig wir auch uns selbst von dem Stress gemacht haben und dass das ja tatsächlich dann echt auch eine Übung ist, eine Übung, die wir immer wieder haben dürfen und immer wieder üben dürfen, das ist nicht ein Schalter, den wir einmal umlegen. Das kann es in ganz krassen Situationen sein, aber für die meisten ist es eine Übungssache, dass wir wieder üben, nicht permanent unter Stress stehen zu müssen. Und was du gerade gesagt hast, dieser Leerlauf, dieses einfach nur da sitzen und nicht sofort zum Handy greifen, nicht sofort das nächste Mal zu nutzen. Sagt man ja auch.
Daniela: [33:01]
Genau, weil es eine Pause hat, ich nutze es noch irgendwie. Nein, dieser Leerlauf, der wird nicht mehr als schön und wohltuend empfunden, dass etwas wichtig wäre, ja. Man hat ja auch so ein schlechtes Gewissen, wenn man dann wirklich mal, die Kinder sind der Schule, du hast einkaufen sollen, das hast du eine Stunde, wo du nur auf dem Sofa hockst. Boah, was könnte ich in der Zeit alles machen? Aber nein, diese Phase ist ja so wichtig, weil, also ich würde mal sagen, auch gerade als Mutter, wenn du dann mehrere Kinder hast und berufstätig hast, dein Tag geht ja von früh bis spät. Ja, du hast ja nicht so. Und die Pausen müsstest du dir ja echt gönnen, ja. Und wenn man den Frauen dann sagt, sie brauchen einfach mehr Ruhepausen und mehr Stille, wo dann man dann nicht sich jetzt noch was anhört und wirklich nichts macht. Das wird so negativ empfunden und da muss man erstmal mit klarkommen, ja, weil da kommt ja der Gedanken und der, und da kann ich mich doch noch das machen und nun. Und man ist ja auch nicht so dann in Ruhe. Und dass man das akzeptiert hat, dass das super, super wichtig ist, ja.
Jacqueline: [33:58]
Dass es ganz viel Konditionierung natürlich da drauf liegt, wo wir an, also wir setzen das ja schon immer an, im Happy Hit Code und im Hormone, die auf diese Konditionierungen zu erkennen, eben diese ganzen Themen, irgendwie Erwartungen an mich als Frau, was genau sowas, was du vorher gesagt hattest. In Rebirth gehen wir noch viel, viel tiefer wirklich zu erkennen, ah, wo bin ich konditioniert, genau auf sowas. Wir sind ja auch alle unterschiedliche Typen, die anders arbeiten. Und manche zum Beispiel, so wie ich, haben eigentlich als Projektor zum Beispiel super kurz, ganz intensiv Energie und dann schaffe ich unfassbar viel und dann darf ich aber auch ganz viel wieder ausruhen. Und das ist richtig so. Und da eben diese ganzen Konditionierungen zu erkennen von harter Arbeit, das ist das Einzige, was wertvoll ist. Ich muss irgendwie mich beweisen, ich muss irgendwie ein wertvoller Bestandteil der Gesellschaft sein. Das ist krass, was da drauf liegt. Einfach aus den unseren ganzen Generationen ja auch, die sich so aufgebaut haben, wo das teilweise ja wirklich noch so war, wo wir so überleben mussten, aber das ist ja jetzt nicht mehr. Und darum dürfen wir viel umstoßen, ganz viel. Und das ist echt viel Arbeit.
Daniela: [35:11]
Ja, und auch diese Optimierungswahn, es ist ja alles. Also wenn ich zurückdenke als Kind, wenn du irgendwas gut warst, dann hast du das gemacht. Also wenn du gut warst im Tanzen, da warst du beim Tanzen oder beim Ballett oder warst du beim Fußball, warst du im Fußball. Wenn ich mir heute meine Kinder angucke, wenn das Kind nicht gut schreibt, dann soll das irgendwelche motorische Sachen machen oder es ist nicht gut, es hat zu wenig Muskeln, muss in Schwimmkurs. Wenn ich mir das arme Kind, das ist da schlecht, wenn du das dann ständig. Genau, gerade das Schlechte, warum gerade das Schlechte. Um das noch zu verbessern, soll es doch das machen, wo es echt gut ist, damit es eine Bestätigung bekommt, dass es stolz ist, was es kann und nicht immer nur hingewiesen wird, was es nicht kann. Das ist so ein Wechsel.
Jacqueline: [35:54]
Absolut, wir sollen alles können, aber das macht doch gar keinen Sinn. Es ist doch viel besser, wenn jeder das macht, was er wirklich gut kann und einfach sagt, Mathe ist einfach nicht meins. Ja, es ist schon gut, wenn ich weiß, was 5 plus 10 ist oder sowas. Aber wenn das einfach nicht meins ist oder dieser krasse Sport oder irgendwas, warum müssen wir alles können? Also aus den G-Keys hat der Richard da auch was sehr cooles, weil er ihm sagt, Tiere sind ja unfassbar effizient in dem, dass sie genau das können, was sie brauchen und alles andere nicht. Es kann nicht jedes Tier total lang rennen oder total schnell rennen oder im Dunkeln sehen. Es kann genau das Tier, was es braucht, kann das auch. Und alles andere kann es einfach nicht. Und niemand würde sagen, hey, du Eichhörnchen, du müsstest jetzt aber eigentlich, ich weiß gar nicht, was Eichhörnig nicht gut kenne, du müsstest eigentlich ein super Langstreckenläufer sein. Könnte das gar nicht brauchen. Aber wir Menschen erwarten es und da wirklich auch wieder zu vertrauen, dass das, was ich brauche für mein Leben, das kann ich auch. Das ist das, was ich genau.
Daniela: [36:59]
Und das andere brauche ich einfach nicht so. Ja, das hat sich echt gewandelt. Also wie gesagt, mir ist es bei meinen Kindern total negativ aufgestoßen, als die in der Grundschule waren, wo ich dachte, nein, mein Kind macht nicht das, was es nicht gut kann. Mein Kind darf das machen, was es gut kann. Also klar kann man, man kann nicht sagen, okay, da ist er wirklich, da hat er wirklich ein Defizit, das man aufholen muss, weil sonst gäbe es echt Probleme für später, aber einfach so Begabungen muss man doch fördern, ja. Oder das, wo sie Freude dran haben, wo so mit Herzblut dabei ist. Also das ist, finde ich, total wichtig. Und das ist ja auch das, was uns dann auch dann so unseren, es gibt ja so einen Notfallkopf, aber wenn es zu viel Stress ist oder wenn wir so dann insGrübeln verfallen oder Ängste kriegen, was ja mit der Psychosomatik auch zusammensteht, dass wir da einfach so einen Notfallplan haben, auf was kann ich zurückgreifen, dass ich dann Dinge mache, die ich super gern mache. Wenn ich gern in den Wald gehe und spazieren und mich berauschen lasse von den ganzen Blättern oder ich male oder ich lese, dass man irgendwas macht, wo man richtig Freude dran hat, um dann auch wieder diese Glückshormone zu haben, um runterzukommen. Also das sind ja auch so Dinge, wo ich sage, wenn sie nicht gut geht, dann überlegen Sie, was machen Sie denn gerne? Ziehen Sie sich gerne in irgendwo ein Zimmer zurück mit einem schönen Buch und einer Tasse Tee oder müssen Sie raus und in der Erde buddeln, um sich so zu erden und da brauchen sie einen Hund, um rauszugehen, weil Tiere ja ganz anders, die sind ja nicht so fordernd, ja. Das ist ja nicht wie eine Beziehung mit einem Menschen, dass man da sich so einen Notfallplan auch zurechtlegt, ja.
Jacqueline: [38:38]
Das ist ein sehr wichtiger Punkt, der auch eher zu uns bleibt, der Nora und mir in letzter Zeit nochmal ganz klar geworden ist, dem wir tatsächlich auch aus unserer Arbeit gut erklären können. Also dieses wirklich dann mit den Händen oder mit dem Körper was tun, das liegt nämlich auch an unserem, quasi unserem Körper, weil wir so Energiezentren haben und fast alle, also ich würde fast mal sagen, 90 Prozent der Menschen haben mindestens eins von diesen Zentren aktiv. Und dann ist es ganz oft auch notwendig. Und dadurch, dass wir so viel sitzen in der Arbeit und uns nicht bewegen, ist die Energie da. Und wenn wir die nicht bewegen, und wir bewegen die genau durch sowas, spazieren gehen, aber auch putzen oder malen oder Sport, irgendwas, was wir wollen, dann wird es auch zu so einer Anxiety, so einer Angst oder Anspannung in uns. Und das ist eigentlich wirklich viel auch, dass wir die Energie in unserem Körper nicht bewegt haben. Und das finde ich echt auch nochmal ganz krass, wirklich da zu sagen, ja, okay, jetzt gerade würde ich mich eigentlich gerne bewegen. Und wir reden uns ja oft dann ein, das geht nicht, weil wir dann denken, ich muss vielleicht gleich das Stunde Fitnessstudio machen, aber darum geht es ja gar nicht. Ich darf vielleicht einfach einmal die Treppe runterlaufen und wieder hoch und dann ist es schon bewegt. Und dann werden wir auch gleich merken, wie viel besser es uns geht.
Daniela: [39:54]
Und da müssen wir uns auch manchmal wirklich die Kinder vor Augen halten, die ja noch nicht diese Zwänge haben, diese Maßgaben von außen, dieses Ganze, wie man sich verhält, sondern die leben ihre Emotionen aus und die rennen auf einmal rum. Also ich habe auch einen Sohn, der einfach sehr viel gerannt ist als Kind, der hat es einfach gebraucht. Und die rennen dann einmal oder hüpfen ein paar Mal rum und dann sind die wieder gesettelt. Die können das. Und da müssen wir uns manchmal wirklich so auf unsere Kinder ein bisschen zurück ein bisschen zurückdenken, was die eigentlich, wie gut die es haben, dass die noch so unbedarft sind. Einfach ihren Körper mehr spüren und die Tränen können raus und die Wut. Und das war ja auch so mit diesem, mit dem Schütteln, was die Nora ja auch mal gemacht hat, dieser, was sagt mir den Namen hier? Ja, genau. Und Kinder machen das nämlich auch. Wenn Kinder sich aufregen, dann fangen die doch an auf, so rum zu hampeln und schlagen mit den Armen und wo ich dachte, hey, wie cool, der kriegt seine Emotionen so raus und der hochhampelt, ja, und wir denken, oh Gott, das ist nicht peinlich, um die guckt keiner zu. Dass es Kinder einfach können, ja. Die sind einfach.
Jacqueline: [41:07]
Eigentlich können wir das alle und wir haben es halt so verlernt oder abtrainiert, genau, abtrainiert bekommen, ja. Super spannend. Das heißt, eigentlich geht es so schön wieder darum, dass wir wieder zurückfinden zu dem, was wir schon können, was wir die ganze Zeit schon konnten und was durch diese viele Konditionierung und durch diesen vielen gesellschaftlichen Druck und alles wir abzogen bekommen haben und irgendwann beschlossen haben, damit ich reinpasse und eben nicht auffalle, dass die Leute denken, so, uh, was ist eigentlich mit dem oder mit der los? Machen wir das nicht mehr. Und wir dürfen das wieder viel, viel mehr machen. Also das ist ganz, ganz wichtig. Dann hattest du jetzt gesagt, eben wirklich auch einfach auf die Epigenetik echt die äußeren Umstände mit einbeziehen. Und jetzt, tja, jetzt bin ich hier so ein bisschen, eine der vergangenen Folgen haben wir tatsächlich auch gemacht, wo Nora und ich drüber gesprochen haben, was wir an so äußeren Sachen machen. Weil es ist ja, wir sind ja voll die Verfechte auch von dieser inneren Arbeit. Aber es gibt ja eben durchaus auch Sachen, die wir im Außen machen, ob jetzt bewusst oder unbewusst, die auch gut sind. Also meine eineinhalb Liter grüner Tee, ich trinke die nicht, weil sie gesund sind. Das ist cool, aber ich habe die schon getrunken, bevor ich das wusste, dass das so gut ist. Und ich habe eigentlich als Kind schon Intervall gefastet, weil das einfach für mich das Natürlichste der Welt ist. Und meine Mutter wollte mich ja immer zwingen zum Frühstück, weil sie gesagt hat, du brauchst noch Energie, aber ich brauche die nicht. Kenne ich auch, weil meinem mittleren Sohn kann auch nicht essen, muss. Ja, das ist für mich wirklich richtig schlimm. Ich wollte noch einkaufen und da sind immer so Sachen zum Probieren. Und weil es zu früh war, normal probiere ich immer alles, weil ich denke, ah, das und das. Und heute habe ich echt gemerkt, so nee, es ist mir einfach noch viel zu früh. Also da musst du echt gucken und dann eben dieses Thema Regression wirklich zu schauen, ah, okay, was haben mir da meine Mutter, meine Eltern, meine Familie mitgegeben, was war mein eigenes Verhalten? Und dann eben gerne auch Unterstützung suchen beim Aufarbeiten. Das machen wir ja ganz viel. Es gibt aber natürlich auch viele andere Möglichkeiten. Das waren auf jeden Fall jetzt für mich so die großen Punkte, die ich mitgenommen habe. Hast du noch irgendeinen Punkt, was du sagst, das ist noch ganz, ganz wichtig, dass wir das verstehen?
Daniela: [43:23]
Achso, es gibt natürlich auch so einen psychosomatischen Notfallkoffer. Das habe ich gefunden. Das fand ich total nett. Einfach so ein paar Punkte. Ich habe es auch in meinem Buch, wo ich auch gesagt habe, weil Stress ja auch schlecht ist für chronische Entzündungen, ja. Einfach weil es die Mastzellen triggert und die ganzen Entzündungsstoffe ausgeschüttet werden und Stress macht es wirklich schlechter. Deswegen ist ja Schlaf und Entspannung bei chronisch Entzündungen auch super wichtig und auch Bewegung. Und da waren so ein paar Sachen, die aber eigentlich total logisch sind. Also ich kann sie einfach mal vorlesen und langsamer atmen, kennen wir alle, dass we einfach unseren Sympathikus unterdrücken und den Parasympathicus aktivieren können, weil wenn ich tief in den Bauch atme, werden die Hormone and mein Gehirn so verändert, dass ich mich nicht aufgerückt fühlen kann. It geht einfach nicht. In den meisten fällt es schwer, wenn sie stehen. Da schafft man es nicht, die Luft und die Lunge so tief in den Bauch auszubreiten. Aber im Liegen auf dem Rücken und dann vielleicht noch mit angestellten Beinen oder erhöhten Beinen, klappt das super tief in den Bauch zu atmen. Deswegen würde ich das jedem empfehlen, wenn man versucht, dieses tiefe Atmen, wirklich auf den Boden legen, auf den Rücken und dann versuchen, Hand auf den Bauch und die Hand wegzuschieben. Das klappt viel besser. Also das ist was, wo man wirklich sagt, wenn Panik kommt und Stress und ich atme dann schon so oberflächlich und es kommt gar keine Luft an und verkrampfe, auf den Rücken legen, also wenn es halt irgendwo geht.
Jacqueline: [44:51]
Und es ist nicht öfter, als man es denkt. Ja, werft mich. Zum Beispiel beim Stillen, wo ich schon überall, dann setze ich mich halt im Zweifel wirklich auf den Weg und stille, wenn es nicht anders geht. Also auch da vielleicht ein bisschen wirklich mal aufzubrechen, was denken wir, was geht und was nicht geht.
Daniela: [45:06]
Mein Gott, mir doch gar nicht, wenn es vorbei läuft. Meine Freunde würden sagen, hey, was machst du? Alles gut und die anderen sollen gucken und was die denken, braucht mich ja nicht interessieren. Das haben wir aber immer viel zu sehr im Kopf, was andere von uns denken und wie die uns bewerten, aber es ist ja deren Problem, nicht mein Problem. Auch Kontaktübung mit der Umwelt, auch zu gucken, wie viel Distanz brauche ich. Es gibt ja Leute, die finden es voll kuschelig, wenn man zusammen essen und alles sitzen eng und eng und schwätzt und macht. Und andere brauchen aber Platz. Also wie in dem Film, mein Tanzbereich, dein Tanzbereich, ja, wie viel Abstand brauche ich zu anderen, ja? Brauche ich einen großen Tisch, der sitzt mir gegenüber und es ist okay, hat man ja bei Corona gemerkt, als dann diese Abstände an den Kassen waren, fanden wir total angenehm. Und auf einmal, wenn die dann so eng rankommt, denken sie so, warum rückt der mir so auf die Pelle? Da war das auf einmal total unangenehm, was uns früher nie aufgefallen ist, wie mit den Wagen, die hacken es werden, wo ich denke, hey, Abstand ist echt schön manchmal. Also gerade finde ich das dann sehr angenehm, ja. Was nächstes, ist es ja auch bei der Körperreise, dass man sich so einen Wohlfühlort vorstellen soll, ja. Also einfach so gedanklich, wo bin ich denn super gern? Irgendwo am Strand, im Urlaub, ich spüre den Sand, ich spüre die Sonne auf dem Gesicht, ich rieche das salzige Wasser, dass man so einen Rückzugsort hat. Der kann natürlich auch zu Hause sein, eine kuschelige Ecke, die aufgeräumt ist, wo ich keine Bügelwäsche sehe oder so, oder arbeite, sondern die für mich ist. Aber ich bin ja nicht immer zu Hause, wenn es mir schlecht geht. Und dann hilft es so, sich sowas vorzustellen. Sagen, okay, mein Wohlfühlort ist ein kleiner Garten mit nur Kräutern, wo es keine Arbeit gibt, da hat es auch einen Schirm, wenn es regnet, ist mir gerade egal, ich rieche den Duft und kann mich sofort so reinzoomen, ja, oder noch einfach. Waldrichtung. Ja, genau. Eine Waldlichtung, ich spür das Moos, ich rieche den Duft, wie das Licht einstreichen, dass man sich so ein Wohlfehlort schafft. Für manche, wo es noch zu schwierig ist, sage ich immer ein schönes Landschaftsbild, da kannst du dich auch rein träumen, ja, wo du einfach sagst, hey, jetzt bin ich da drin anders vergessen und da sein, wo ich mich gut fühle. Und das kann total hilfreich sein. Also gerade in so Stressphasen, wo ich jetzt am Durchdrehen bin, ist alles so viel, das bricht über mich ein. Nein, jetzt verschwinde ich mal kurz für drei Minuten.
Jacqueline: [47:22]
Genau, das ist auch ein wichtiger Punkt noch. Das sind ja wirklich drei bis fünf Minuten, wo wir reden vom Atmen, von diesem Bild.
Daniela: [47:29]
Ja, das sind lauter Kleinigkeiten. Und es ist ja auch so wichtig, dass viele Leute sagen, ja, ich habe ja keine Zeit für Sport, ich habe ja keine Zeit für ein Museum, ich habe keine Zeit für Yoga. Nein, das ist keine Priorität für dich. Ja, weil die Dinge, die mir wichtig sind, ey, das schaffe ich. Ich gucke, wie viel Zeit so am Handy, wenn ich nur irgendwas blätter und gucke, wie viel da verschwindet oder der Fernseh läuft, nehme, auf einmal ist die Sendung rumwächst, es ist eine Stunde vergangen, da hätte ich drei Minuten mich irgendwo hinträumen können. Also da muss man schon so ein bisschen den Prioritätenwechsel auch haben.
Jacqueline: [48:02]
Und vor allem wirklich auch mal klar machen, wann habe ich denn wirklich Zeit? Also wirklich mal wirklich drüber nachdenken. Ist es echt so, und ich kann das natürlich entscheiden, aber dass ich entscheiden möchte, dass ich erst Zeit habe, wenn ich in Rente bin, weil realistischerweise würde das das ja bedeuten, weil es die nächste Woche nicht besser sein, im nächsten Monat. Und ist das wirklich das Leben, was ich möchte, dass ich wirklich sage, bis zur Rente, bis irgendwas zwischen, weiß ich nicht, 55 und 60 oder sowas, da will ich erst anfangen, dafür die Zeit zu haben. Und ich finde, also ich habe jetzt da sofort das Thema mit den Mastzellen ganz stark im Kopf, wo wir ja ganz, ganz viel darüber dann gesprochen hatten, nämlich echt nochmal zu hinterfragen, ist das wirklich das Leben, wie ich es möchte? Und das ist eben so leicht, immer zu sagen, ich habe jetzt keine Zeit, aber dann dürfen wir echt mal drüber nachdenken, werde ich morgen Zeit haben, wenn ich so weitermache, wie jetzt gerade, werde ich in einer Woche Zeit haben. Und die Antwort wird sein, nein. Es wird genauso voll sein. Es wird genauso. Und dann werde ich eben, und dann werde ich eben frühestens Zeit haben, wenn ich in Rente bin. Und ist das echt das, was ich möchte? Da wirklich mal, wirklich mal fragen. Und natürlich kann ich sagen, ja, ist für mich okay. Ich arbeite einfach und lebe so vor mich hin, bis ich in Rente bin und dann wird es schön. Aber viele. Damit es toll, aber viele werden wahrscheinlich auch sagen, so, nee, Moment mal, das ist eigentlich nicht, wie ich mir vorgestellt habe.
Daniela: [49:31]
Und dann kommen vielleicht dann auch Lebenssituationen, dass der Partner schwer erkrankt, dass man selber so Erkrankungen hat, dass man das alles so nutzen kann, ja. Und das soll es dann gewesen sein, ja. Und da denke ich, da muss man einfach mehr im Hier und Jetzt ankommen. Und einfach der Tag heute ist der Tag heute. Und was gestern war, ist rum und was morgen ist, weiß ich überhaupt nicht, ob ich morgen erlebe oder was passiert, sondern nur das jetzt ist mein Leben, dieser Moment, ja. Und nicht in drei Stunden, wenn ich irgendwas gemacht habe. Jetzt mache ich das und in drei Stunden, dann nehme ich mir die Zeit, sondern das Leben passiert einfach nur im Augenblick.
Jacqueline: [50:08]
Und vielmehr, was wir vorher auch gesagt hatten, diese Mikromomente. Ich muss dann nicht gleich denken, ich muss dann gleich eine Stunde Sport machen und morgen auch wieder und übermorgen auch wieder. Oder ich muss dann gleich eben, weiß ich, nicht, ins Museum fahren oder irgendwas, sondern, also es ist toll, ins Museum zu fahren, aber viel mehr wirklich zu sagen, jetzt gerade möchte ich mich bewegen, dann bewege ich mich doch jetzt gerade. Und vielleicht schüttel ich mich einfach eben nur oder laufe die Treppe. Oder vielleicht setze ich mich einfach ans Fenster, mache das auf und schaue einen Moment in die Natur. Ich muss ja nicht gleich eine Stunde spazieren gehen. Also das merke ich halt mir viel geswitcht, da wirklich zu sagen, es geht ja vielmehr um diese Mikromomente und nicht immer um eine riesige Zeitspanne, wo ich vielleicht wirklich sage, ich kann jetzt nicht eine Stunde spazieren, aber eben drei Minuten aus dem Fenster schauen bei offenem Fenster, das kann ich fast immer.
Daniela: [50:58]
Und wenn ich die Zeit nehme, wo ich die Zahnbürste in der Hand habe und dann das Fenster aufmache, das funktioniert ja auch, ja. Also das sind, da hat sich bei mir auch viel geändert, weil ich natürlich auch ein Mensch bin, der viel in wenig Zeit unterbringen möchte, hat auch was mit Ablenkung zu tun. Das sind andere Themen, aber da bin ich jetzt wirklich gut dabei. Aber dass man einfach sagt, man möchte die Zeit natürlich nutzen, möglichst viel, viel machen, aber jetzt sage ich mir, das brauchst du jetzt nicht. Also ich kann auch in meinem Geburtstag jetzt echt sagen, okay, ich bestell für meine Familie Pizza, ich kann sie nicht essen und es ist nicht so schlimm, aber ich muss nicht kochen. Muffins werden aufgetaut, oder meine Familie backt, oder auch nicht. Und wer kommt, der kriegt einen Kaffee und fertig. Und dann konnte ich meinen Geburtstag echt besser genießen. Auch letztes Jahr, ich fand es voll toll, einfach zu sagen, nee, nicht. Und ganz ehrlich, diesmal habe ich mir einen Kuchen gebacken am Tag vor und zwar Apfelstuhl. Ich liebe das, aber eine Riesensauerei. Da kriege ich ja alles, ist voller Mehl. Und als er fertig war, habe ich gesagt, so Jungs, wir essen jetzt gleich das erste Stück und den Rest gibt es morgen am Geburtstag. Hätte ich vor ein paar Jahren nie gemacht. So egoistisch zu sein. So, ich esse jetzt ein Stück, ich hatte jetzt die Arbeit, ich genieße es jetzt. Morgen, wenn dann alle da sind und ich dann Kaffee mache, dann kann ich das gar nicht so genießen, dieses Stück abgestrudeln. Und dachte mir, nein, es hat sich schon ein bisschen was geändert, ja. So, einfach mal, es geht auch anders.
Jacqueline: [52:20]
Also, total schön. Sehr cool. Genau, wir waren eigentlich noch beim Notfallkoffer, gab es da noch andere Sachen? Achso, genau.
Daniela: [52:26]
Das ist dir zum Beispiel dieser Brillenwechsel. Man sagt dann einfach mal, wie sieht jemand anders deine Situation? Einfach mal so ganz lustig, ja. Man hat ja manchmal bei Freundinnen und sagen, hey, mir ist ganz klar das und das Problem, ob sie selber kann es noch nicht sehen. Aber so ist es ja auch, dass sie mich sieht. Einfach mal zu sagen, wie wirkt es denn auf andere? Was ist denn da, dass man merkt, man, das ist ja echt nicht so ein Problem, warum ich das so aufbaue schon so wichtig und schlimm finde. Für andere ist es total egal einfach. Also auch gerade, ich maßregel meine Kinder schon immer beim Essen, weil ich hatte selber so das Problem, dass mir einer mal gesagt hat, du isst überhaupt nicht schön und nicht schön mit Messer am Garten. Das fand ich so schrecklich, dass ich meinen Kindern so beibringen möchte, wie man der Öffentlichkeit anscheinend ist und anderen Eltern ist es total egal, die sollen einfach essen. Und einfach diesen Brillenwechsel mal vollziehen und denken, hey, vielleicht sieht es jemand anders ganz anders und das könnte auch mein Weg sein.
Jacqueline: [53:23]
Muss das einfach nicht sein.
Daniela: [53:24]
Ich kann ja, und dann, das allein gibt schon die Freiheit zu sagen, ich kann ja immer noch. Ich könnte es ja auf einmal anders machen, ja. Und eine Freunde hat dann auch applaudiert und sagt, ich glaube es nicht, dass du echt den Kuchen schon gegessen hast am Tag vor deinem Geburtstag. Daniela aus dir wird noch was. Also einfach, weil sie auch so vom Typ so hätte sie nie gemacht, genau. Selbstmassage oder Massage generell, weil es ja auch viele Hormone ausschüttet, also sich selber packen, machen Kinder ja auch. Wenn die wütend sind oder irgendwas, die fassen sich ja oft auch so ganz fest irgendwie an und packen sich oder verkrümel sich in der Ecke und umfassen sich. Das machen ja auch automatisch, dass sie sich so packen. Oder sagen ja auch oft ganz, Mama arm, das können sie ja, egal wie klein sie sind, das können sie ja ganz, Mama arm, die wollen dann festgehalten werden. Also dieses Festhalten, dieses über den Rücken streichen, das lässt einen schon so richtig runterkommen. Und man muss ja, man kann sich ja auch die Beine massieren oder reifen. Es muss ja nicht irgendwas Komisches sein oder die Füße oder so. Dieses Selbstmassage kann helfen. Wertschätzung, dass man einmal auch mal guckt, was kann ich denn gut, ja? Wo sind denn meine Stärken? Das hat auch vor allem mit dem Gefühl mit Stolz zu tun, dass man sagt, hey, auch wenn ich da total manchmal durchdrehe, aber ich kann es super organisieren, ich kann Feste gut vorbereiten, ich kann das gut delegieren, ich habe da einen Überblick und das nicht nur so negativ sehen, sondern auch so die positiven Sachen auch mal sehen.
Jacqueline: [54:48]
Dieses Schwächen stärken wollen, genau stärken, voll auskleben und sagen, das andere brauche ich gar nicht. Das kann niemand anders.
Daniela: [54:56]
Genau, und darin bin ich gut. Und wenn der Garten gemacht werden müsste, denke ich mir, aber heute ist das Wetter nicht schön, da gehe ich nicht raus. Da zieht niemand drin und lese ein Buch und das andere mache ich ein anderes Mal. Und was auch super wichtig ist, wenn einem so viel im Kopf ist, denkt, oh Gott, ich muss das und das und das noch machen, es bricht über mir zusammen und ich spüre den Stress. Ganz einfach, ein Zettel und einen Stift und aufschreiben, was alles angeblich zu tun wäre. Dass man es einfach mal vom Kopf draußen hat, ich habe nicht mehr die Angst, ich könnte vergessen, irgendwas super Wichtiges zu machen und dann mal rigoros streichen. Also entweder mache ich die Dinge schnell, die kurz dauern. Ich sage, okay, Waschmaschine anschalten, das geht der Klick, ist er an. Oder Sachen, die jetzt wirklich dringend sind. Einfach, dass man sagt, die schnellen, kleinen Sachen, mache ich mal weg. Und dann erstmal gucken, Keller aufräumen, boah, da kann ich, das kann ich mal beim Regentag in zwei Wochen wird schon mal weggestrichen. Und dann merkt man auf einmal, es wird weniger und weniger und ich komme so ein bisschen runter in dem, was ich jetzt alles noch super wichtiges machen muss.
Jacqueline: [55:55]
Energie halten zu tun. Ja, ich habe Trello, weil man das halt am Handy auch hat. Ich liebe das. Alles, was ich tun muss, halte ich, schreibe ich da rein. Und es geht da ganz viel um dieses, was hält die Energie? Halte ich die selbst, die Energie von der Sache, die ich tun muss, in meinem Kopf? Und ich kenne, also ich kann das inzwischen gar nicht mehr, weil das für mich so anstrengend ist, als ich muss nach dem schreiben und dann wollte ich das machen. Und darum schreibe ich sofort auf. Alles steht da drin, ich vergesse nichts. Entweder entscheide ich mich halt, dass ich es dann nicht machen muss, oder dass jetzt einfach nicht die Zeit dafür ist, aber ich vergesse es nicht. Und dann kann nämlich diese Liste, egal ob jetzt auf Papier oder im Handy, kann nämlich die Energie halten für mich.
Daniela: [56:35]
Genau, das ist dann meine Erinnerung und ich muss nicht mehr den Kopf voll machen mit diesen Erinnerungen. Also ich hatte früher den Namen Philofax von meinem Mann, weil ich einfach die war, die alle Termine im Kopf hatte für die. Und weil dann immer die Kinder immer mehr dazu kamen, immer mehr Termine wurden für alle und der hat da Sport und der hat da Friseur und Kieferorthopäde, wo ich dachte, boah nee, ich schreibe es auf. Zack, das wird mir echt zu viel. Also ganz einfach eigentlich, wirklich so energetisches Management. Genau.
Jacqueline: [57:04]
Wo halte ich die Energie? Muss ich die selber halten? Genau, auch für Termine und alles. Oder habe ich da ein System? Da dürfen wir uns dann schon. Finde ich auch viel eben mit dieser männlichen und weiblichen Energie zu tun. Ich darf dann die männliche Energie diese Struktur nutzen, damit das weibliche sich entfalten kann und nicht die ganze Zeit diese Sachen festhalten muss.
Daniela: [57:23]
Also die Psychosomatiker sagen auch, da hilft manchen auch eine Uhr, eine Armbanduhrstruktur zu gehen, weil durchs Handy hat man eigentlich keine Uhr mehr. Also man muss immer das Handy zücken, um zu gucken, sondern einfach, okay, dafür nehme ich mir jetzt die Zeit und wenn die rum ist, dann lasse ich es, dann lege ich es weg und mache was anderes. Und das ist wirklich was, das kann auch Kindern helfen. Also mein mittlerer Sohn war auch so, der hat für Hausaufgaben echt lang gebraucht. Und da haben wir auch wirklich gesagt, von da bist du auf der Uhr, du siehst die Uhr, kann man auch von die Kinder Uhr nehmen und sagen, von da bis da machen wir das jetzt. Und wenn die Zeit abgelaufen ist, tun wir es weg. Länger machen wir nicht. Du brauchst keine Angst haben, dass du da Stunden dranhabst, sondern wenn die Zeit rum ist, ist es eine Vorgabe, auch für den Lehrern, der immer nicht länger ist. Und so haben wir es wirklich gemacht und dadurch wurde es dann auch besser. Da konnte man sagen, okay, wenn der Zeiger da ist und sie lernen dann echt schnell die Uhr, dann ist die Zeit rum und du darfst wirklich dann spielen. Egal für die Kinder ist es ja anstrengend, ob sie dann das Blatt schaffen oder einfach nur mit dem Kopf und dem Gedanken, ich muss es ja machen, ist ja beides anstrengend. Einfach dann mit der Blick auf die Uhr die Zeit ein bisschen anders einteilen. Und dann hat man vielleicht auch die Möglichkeit, sich dann diese paar Minuten extra zu gönnen und sagen, okay, wenn ich jetzt wirklich im Internet suchen will nach einem neuen Fernsehen, keine Ahnung was, von da bis da gucke ich und dann lege ich es weg und dann nehme ich aber nochmal fünf Minuten Zeit, mich ein bisschen durchzubewegen oder eine Runde durch den Garten zu laufen, die Blumen zu gießen. Also das kann gut helfen.
Jacqueline: [58:42]
Das war gerade auf jeden Fall ein guter Hinweis für mich, für meinen Sohn. Ich werde eine Kinderuhr holen. Weil wir haben das Thema gerade, das ist echt wirklich heute früh wieder, wir haben es gerade ganz schmeckt, dass er immer noch spielen möchte. Und danach ist er heute, haben wir extra ausgemacht, er steht früher auf, damit er mehr Zeit zum Spielen hat, aber die Stunde hat ihm halt nicht gereicht. Und ich glaube, wenn er wirklich visuell diese Uhr hat und sieht, ah, jetzt wenn der Zeiger, weiß ich nicht, der Maus ist, dann ist, ah, das ist cool, danke. Das war echt gut.
Daniela: [59:08]
Da siehst du auch, okay, jetzt habe ich noch so und so viel, noch zehn Minuten. Die kann ich jetzt nochmal ganz intensiv nutzen und dann ist es wirklich abgelaufen. Manchmal kann man es auch mit der Sanduhr machen, wobei das, finde ich, ist noch schwieriger als den Zeiger laufen sehen. Und das war echt ganz gut. Was schreiben sie noch? Sie empfehlen noch, ja klar, wohl, der Lieblingskissen, dass man einfach so eine kuschelige Ecke hat, wo man sagt, okay, wenn man es zu viel ist, kusche ich mich erstmal eine Decke, Hirsessack, einfach einkuscheln für mich sein. Oder auch einfach sich ein paar Turnschuh hinstellen. So als Mahnung, hey, komm, beweg dich einfach eine Runde, wenn es jetzt so doof wird. Manche müssen einfach Ortswechsel, den Raum verlassen. Wenn es gerade bei mich einbricht, ich stehe, für mich ist immer das Schlimmste, ich stehe in der Küche, habe vier Töpfe, Pfannen, der kleine heult wegen irgendwas und dann kommen die großen rein, der eine wird das erzählen, der andere wird das erzählen, ich stehe mit den Töpfen, dann denke ich mir, boah, am liebsten möchte ich mich jetzt auflösen und weg, geht es einfach zu. Viel, zu viel. Jeder will irgendwas und zieht Gefühle in einem. Und dann zu sagen: So, pass auf, hört aus, einmal kuscheln, einmal drücken, dann erzählst du, dann du, und dann koche ich zu Ende. Und ansonsten laufe ich so rum, dass mein Garten drauf paar Minuten geht.
Jacqueline: [01:00:15]
Genau, ja, total gut. Okay, es wäre.
Daniela: [01:00:18]
Also das ist so der Werkzeugkoffer, um sich, wenn es ganz, ganz dumm läuft, einmal nochmal so runterzufahren, sich zu spüren, sich breit hinzustellen, sich liebevoll auch mit den Schmerzen umgehen, einfach zu sagen, hey, mein Bauch, der will mir jetzt nichts Böses, sondern der zeigt mir nur einen Weg und dass da was ist. Den braucht lieber streichen, Wärmflasche drauf und sein und dann so quasi sagen, was willst du mir denn eigentlich sagen mit den Bauchschmerzen? Wo höre ich denn nicht hin? Oder was liegt begraben? Und das ist ja auch eure Arbeit dann.
Jacqueline: [01:00:50]
Ganz genau. Sehr cool. Okay, jetzt haben wir eine ganz schön lange Freunde, aber ich glaube, es ist wirklich extrem viel dabei. Ich glaube, das ist eine, die sich viele auch mehrmals anhören können, um einfach alle Tipps nochmal zu verinnerlichen und alle Sachen, die wir besprochen haben. Und das ist, glaube ich, wirklich ganz viel Praktisches auch dabei, was immer sehr cool ist, das mag ich immer. Vielen, vielen, vielen lieben Dank. Gerne, gerne, gerne. Und ja, mal gucken, ob wir nochmal irgendwann eine Folge mit dem Schwaben haben. Ja, wäre schön, genau. Irgendwas wieder ergibt und eine Intuition kommt. Und sonst aber vielen Dank und alles Liebe dir. Danke, Daniel. Tschüss.
Weitere Folgen für dich:



