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Große Parallelen zwischen Svenja’s Arbeit und unserer
Es ist so schön zu sehen, dass ganz langsam auch andere mit den tieferen Ursachen von Krankheiten arbeiten. Svenja ist eine davon, weshalb wir uns besonders freuen, sie heute als Gast zu haben.
Svenja hatte zahlreiche Allergien, Hautprobleme und Morbus Chron und für sich den Weg zurück in die Gesundheit gefunden.
Nach dieser Folge Happy HIT Podcast weißt du:
- Warum Kämpfen und Aktivismus bei Krankheiten oft schaden und was stattdessen der Weg ist
- Warum Hingabe so wichtig ist und wie sie aussieht
- Wie Svenja’s Weg zurück in die Gesundheit aussah und was du daraus für dich mitnehmen kannst
Mehr von Svenja findest du auf Instagram: https://www.instagram.com/svenja.reccius/
Transkript lesen
Jacqueline: [00:03]
Jacqueline: [01:02]
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Happy Hit Podcast und ich freue mich riesig, weil ich habe heute nicht die Nora da, sondern die Svenja Reccius. Und ich freue mich total.
Svenja: [01:15]
Vielen, vielen Dank für die Einladung.
Jacqueline: [01:18]
Super gerne. Also bei uns war es so, die Nora hat mir geschrieben, die Svenja, die könnte voll gut für den Podcast passen, weil die ist auch Projektorin und die hat eine ähnliche Art, mit Krankheit umzugehen wie wir. Lass uns die doch mal einladen. Und jetzt bin ich super, super gespannt zu erfahren, was deine Geschichte so ist. Ich habe schon gesehen, dass du auch eine ganz schön krasse Geschichte mit Krankheit hast. Das heißt, darüber würde ich super gerne mit dir reden. Und natürlich vor allem auch den Weg, den du gegangen bist, weil heute geht es dir ja sehr, sehr viel besser, oder? Ja, ja. Ja, sehr, sehr cool. Damit alle auch wissen, so was dein Weg war, magst du kurz erzählen, wie das angefangen hat, auch mit den Krankheiten und was du da dann für eine Geschichte hattest.
Svenja: [02:05]
Genau, also ich glaube, jeder, der, ich will sagen, ein sehr erfahrungsreiches Leben so hinter sich, hinter sich hat auch schon. Ich meine, ich bin jetzt 31. Manchmal habe ich das Gefühl, oder ich sage auch ganz häufig, ich habe manchmal das Gefühl, in diesen 30 Jahren habe ich gefühlt schon zehn Leben gelebt.
Jacqueline: [02:23]
Die Dreierlinie.
Svenja: [02:24]
Genau, genau. Und das ist auch mal schwierig für mich, so einen roten Faden oder einfach so eine, wie soll ich sagen, so fast schon eine Zusammenfassung zu halten. Ich würde jetzt einfach mal vielleicht ein bisschen anfangen, spring gerne rein, wenn du Sachen noch ein bisschen tiefer erfahren willst, weil ich glaube, das ist dann einfacher auch für mich, darauf zu antworten oder darauf zu reagieren, weil du kennst ja auch die Hörerinnen, die Hörer mit den Themen einfach, die vielleicht hier auch interessant sein können. Also so, ich glaube, wir alle bringen einfach bestimmte Dinge mit hier auf diese Welt, beziehungsweise haben einfach bestimmte Lernaufgaben hier auf dieser Welt und mir hat sehr vieles schon sehr früh angefangen, was ich aber auch im Nachhinein erst verstanden habe, was man vielleicht so in diese Kategorie Schublade, Hochsensibilität oder so auf die Ebene schieben würde. Ich habe schon immer schnell mit meiner Haut reagiert, mit meiner Lunge reagiert, hatte all mögliche seltsame Geschichten, sowas wie Kälteallergie, habe plötzlich auf irgendwelche Stoffe, also wahrscheinlich Waschmittelsachen und so weiter, früher als Kind reagiert. Das ist mir nie so wirklich bewusst geworden, aber von Erzählungen dann auch und von meiner Mama. Und das war schon als kleines Kind, dann. Also es ist, meine Mama erzählt mir immer die Geschichte, ich kam auf diese Welt und das allererste, was ich gemacht habe, ich habe genossen. Und dann sagt sie immer, und dann ging erstmal so, hä? Und dann wurden halt Untersuchungen und so weiter. Es wurde sehr früh bei mir schon Asthma festgestellt, dann bronchiale Themen, Keuchhusten. Das heißt, ich war irgendwie schon sehr schnell auch mit dem Thema Schulmedizin tatsächlich konfrontiert. Weil wenn dir dann auch in jungen Jahren, ich bin immer ein sehr sportlich aktiver Mensch, und dann auf einmal bleibt dir die Luft weg. Du fängst an, auf bestimmte, im Frühjahr auf bestimmte Sachen, Gräser und so weiter zu reagieren. Und ich laufe, was weiß ich denn ich, durch den Park mit einer Freundin und merke irgendwann so nichts dabei, kein Asthma Spray dabei. Und da wird dir schon mit, was weiß denn ich, sechs, sieben, acht Jahren erstmal ein bisschen so alles runterfahren, alles slow machen, irgendwie nach Hause kommen, um wieder an Luft zu kommen. Also das sind alles so ein paar, ein paar nebensächliche Sachen, will ich fast schon sagen, die mich sehr früh schon begleitet haben. Aber der Super GAU kam dann, ja, ich weiß gar nicht, es war ungefähr mit 14. Kurz davor bin ich noch in eine Essstörung gefallen, typisch auch, glaube ich, für so ein bisschen diese Entwicklung der Fraulichkeit, die da in dem Moment auch passiert ist, dann mit Ablehnung das erste Mal konfrontiert worden. Konnte damit gar nicht umgehen und dachte halt immer viel, immer es liegt an mir. Also das war so immer so ein Fokus auch, der mich ganz stark geprägt hat im Leben. Es liegt alles an mir, ich bin das Problem. Und da dachte ich natürlich nach der Ablehnung damals von einem Jungen, den ich toll fand, so, okay, ich bin das Problem und habe dann angefangen, nichts mehr zu essen, ganz massiven Sport zu treiben. Und das war mit 12, 13. Und irgendwann kam auch da der Switch, weil für mich war Tanzen schon immer so meine pure Leidenschaft. Und da hat meine Mama mir dann wirklich fast schon die Pistole an die Brust gesetzt und hat gesagt, Svenja, also wenn du jetzt nicht wieder anfängst zu essen, dann wirst du nicht mehr tanzen gehen. Und da dachte ich so, sie wusste sich ja auch nicht mehr zu helfen. Da dachte ich, was? Und dann habe ich irgendwann verstanden, was da passiert. Und dann konnte ich auch wieder zurückrudern, nur diese Dysbalancen, die einfach auch aufgrund von diesen Erfahrungswerten schon in mir passiert sind, die ich auch nie richtig greifen konnte, verarbeiten konnte, waren dann wahrscheinlich auch so ein bisschen die Grundlage dann für meinen ersten Schub mit Morbus Kron. Also chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Prozesse, bei mir hauptsächlich wirklich auch im Darm, also bei mir haben wir jetzt keine andersweitigen, irgendwie Speiseröhe, Magen oder sowas hat es nicht betroffen. Und mein hauptsächliches Symptom war auch immer halt Durchfall. Also ich habe nichts mehr vertragen an Lebensmitteln, ganz starker Energieverlust und das eben auch dann alles mit 13, 14, 15, wo jeder so in seiner Blüte des Lebens lebt, experimentiert und ich stand da und dachte so, ey, ich habe immer, ich weiß, ich habe immer zu meiner Mama gesagt, ich will einfach ein normales Leben führen. Das war mein allergrößter Wunsch. Und habe halt sehr früh damit angefangen, mich mit ganz, ganz vielen Themen, wo selbst heute noch Menschen, glaube ich, nicht hingucken, mich damit beschäftigen zu müssen. Weil ich irgendwie dachte, ich will da raus. Und Schulmedizin hat mir zwar einen Puffer gegeben, weil meine Eltern wussten damals natürlich auch nicht. Wir waren auch viel mit Osteopathie und Heilpraktiker tatsächlich damals schon im Gange, aber ich kam halt nie auf eine Stabilität. Und deshalb wurde die Schulmedizin mit einbezogen. Aber es war für mich nicht ausreichend. Das war für mich nicht ausreichend an Heilung, nicht ausreichend an Lebensenergie. Es gab immer wieder trotz Schulmedizin ganz intensive Momente. Ich habe gemeint, das kann doch nicht sein, ich haue mir die ganzen Gifte rein und ich habe eigentlich immer noch Probleme. Zwar abgeschwächt, aber sie sind halt da.
Jacqueline: [07:42]
Und das war dein Gefühl vor allem, oder kam da, also dein Gefühl, dass du sagst, nee, das kann es doch irgendwie noch nicht gewesen sein.
Svenja: [07:49]
Also es war ganz interessant, weil es gab einen Moment, den habe ich auch immer vor Augen, fast schon wie in so einem, wie soll ich das sagen, wie in so einem Kinofilm, also mit so einem Abstand, wie mir die Diagnose gestellt wurde? Und ich hatte innerlich, ich habe keine Ahnung, ich hatte so ein Gefühl und dachte, ach ja, spannend. Dann muss da ja jetzt eine Lösung gefunden werden. Das war so ein innerliches irgendwas. Ich wusste noch gar nicht, auf was sich meine Seele eingestellt hat.
Svenja: [08:17]
Und dann ging diese Reise los.
Jacqueline: [08:20]
Und war das was von deinen Eltern, dieses so, hey, okay, da kommt jetzt was. Oder war das was, was aus dir kam und eher, also gegen das von deinen Eltern?
Svenja: [08:38]
Morbus Kron, unsere Familie bestärkt sehr stark diese schulmedizinische Schublade. Nämlich, es liegt wirklich bei uns familiär auch drin. Das heißt, da war natürlih, yeah, okay, genetisch gegeben, weitergegeben, kannst du nicht, kannst du nicht behandeln, so ungefähr. Und aber es gab irgendwas in mir, ich kann es auch nicht beschreiben, das wieso das Gefühl hatte, dass also bei mir ist jetzt der Punkt, wo der Cut gezogen wird. Das konnte ich noch nie greifen.
Jacqueline: [09:08]
Mega. Aber das Gefühl war da. Mega cool. Mega cool. Yeah, ich finde, das passt natürlich voll auch zu dem, was du ganz am Anfang schon gesagt hattest, was wir ja auch ganz einfach so, also es ist, ich finde, das ist gar kein Glauben, also das ist irgendwie so ein Wissen mit den Seelen, dass sie einfach sagen, die nehmen das mit, aber die haben ja auch schon die Erfahrungen aus früheren Leben und dann haben sie halt manchmal schon diese Stärke zu sagen, nö, nö, das ist jetzt echt doof, wird wahrscheinlich auch echt anstrengend, aber wir kriegen das hin. Das ist echt sehr, sehr cool. Sehr cool, okay. Das heißt, du hattest du hattest die krasse Diagnose, hast dann ja auch die Erfahrungen gemacht, aber irgendwo in dir diese Stimme, die gesagt hat, so, nee, nee, das kann, das kann nicht irgendwie, das kann vielleicht auch nicht das Leben sein, wie es sein soll, dass es einfach nur noch blöd ist von hier ab und irgendwie von dieser Krankheit bestimmt wird. Und wie ging es dann weiter?
Svenja: [09:59]
Also ich bin schon, muss ich ehrlich sagen, durch eine intensive, krasse Odyssee gegangen. Weil in so einem Alter, und ich sag jetzt mal auch, meine Familie, ich war diejenige, will ich immer sagen, es gibt so diese schönen Sprüche, es gibt so ein Kind in der Familie, die bricht dann erstmal so all möglichen konventionellen Muster und Gegebenheiten und ich sage immer so, here I am.
Jacqueline: [10:21]
Ich kenne das auch nicht ganz so krass, aber meine ganze Familie hatte Allergien, auch ganz schlimm, Nahrungsunverträglichkeiten, alles mögliche. Und ich habe, ich hatte genau dieses auch, ich habe als Kind gedacht, so, nö, nö, nö, das macht irgendwie gar keinen Sinn. Nö, das möchte ich auch einfach nicht. Und ich habe gar nichts gehabt, also wirklich gar nichts, keine Allergien, gar nichts. Ich habe mir dann meine anderen Aufgaben gesucht. Aber ich kenne das voll, dieses so, nee, nee, das macht irgendwie keinen Sinn, so wie ihr das macht. Und nö, da möchte ich nicht mitmachen. Und dann sucht sich natürlich jeder sein Weg.
Jacqueline: [10:54]
Super.
Svenja: [10:55]
Also das war auch dann irgendwie der Punkt. Und wie war deine Frage?
Jacqueline: [11:03]
Sorry. Du hattest gesagt, dass du dass du dann diese krasse Odyssee hattest und dass du von der Familie das so ein bisschen auch aufgebrochen hast, wie sie das angehen, weil sie ja sehr stark auf diesem Stand waren, na gut, haben halt unsere Familie, hat es halt genetisch, hast du jetzt auch Pech gehabt, die so.
Svenja: [11:20]
Genau, also es wurde mir schon immer von der Schulmedizin und auch von familiären Strukturen mitgegeben. Ja, gehen die Akzeptanz, das hast du jetzt, damit darfst du anfangen zu leben. Es gab immer einen Teil in mir, der sich halt wirklich so dachte: so, es ist nicht meins. Also es war sehr interessant. Heute blicke ich auch nochmal anders drauf, auch mit dem Thema Akzeptanz. Aber vielleicht gehen wir da nachher nochmal oder kommen vielleicht auch nachher nochmal drauf. Aber es war halt auch immer so, wo ich dachte, so, also es fühlt sich halt ganz, ganz, ganz seltsam an. Ich hatte auch durch die ganzen Untersuchungen, durch die ich schon sehr früh gehen musste, immer einen ganz großen Widerstand und war dem so hilflos ausgesetzt und habe natürlich dann auch, vielleicht durch die Feinfühligkeit, I don’t know, weil ich mag, das nicht in diesen Schubladen zu sprechen irgendwie, aber hab dann auch die Hilflosigkeit meiner Eltern gespürt. Und da, wo ich zum Beispiel auch sehr viel Halt eigentlich gebraucht hätte, weil ich ja selbst nicht wusste, was passiert, aber wie sollte ich Halt bekommen? Ich glaube, das kann jeder verstehen, wenn selbst meine Eltern so, die wussten ja auch nicht, wie, was, wo. Und ja, und dann bin ich da eigentlich durch eine ziemliche Odyssee, also eben auch sehr viel mit Schulmedizin, obwohl ich innerlich immer einen ganz intensiven Widerstand dagegen hatte. Jahrelang auch Schulmedizin. Also ich glaube, ich war zehn Jahre wirklich Dauer auf Immunsuppressiva. Und war aber tatsächlich halt mental, emotional und so weiter, einfach auch noch nicht in der Weisheit oder in der Reife, dass ich Dinge hinterblicken konnte. Ich war einfach nur froh, wenn ich Momente hatte, wo ich dachte, das geht jetzt einigermaßen, ich kann einigermaßen ein normales Leben führen, ich kann mal mit auf Klassenfahrt gehen, obwohl alle Prozesse halt innerer Stress für mich waren. Und ja, es war, also dieser komplette Switch kam tatsächlich auch, ich glaube, das waren so vor vier Jahren, wo ich dann auch wieder in einem extremen Schub war und wo ich nicht mehr konnte und wo ich dann aber die Entscheidung für mich getroffen hatte, damals, ich gehe auch aus dem Beruflichen jetzt raus, ich gehe jetzt irgendwie in eine Selbstständigkeit, ich hatte so eine Ernährungsberatungsausbildung gemacht, war eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und dachte, das ist mir scheißegal, ich habe gerade nichts zu verlieren, ich bin gerade eher im Abgrund, egal was jetzt passiert und habe dann auch diesen Vertrag, in dem ich damals war, der eh beendet war, habe ich gesagt, ich verlängere das nicht mehr. Hab damals auch über die Schulmedizin noch Unterstützung bekommen, will ich auch dazu sagen. Und plötzlich, weil ich so innerlich losgelassen habe, es war so ein tiefer Prozess, der schwächelt, ich konnte nicht mehr, hatte auf einmal mein Körper, also das war der erste Moment, wo ich dachte, was passiert hier? Und ich bin das erste Mal wirklich, und das war wie gesagt vor vier, fünf Jahren, das heißt Pi mal Daumen mit 26, habe ich das erste Mal nach über zehn, zwölf Jahren Schub und intensivem Kampf wieder in ein Gefühl von Lebensenergie.
Jacqueline: [14:15]
Und zwar über das Loslassen eigentlich, oder? Und zwar anders, du hattest ja vorher schon gesagt mit dieser Akzeptanz und ich glaube, das ist ja so oft eigentlich, finde ich, dass es in den Nuancen steckt. Und alle reden so, ah, akzeptiere es, aber es ist eine ganz ganz feine Nuancen, nämlich akzeptiere ich es, in dem so, oh Gott, ich bin heute die Arme und ich werde das für immer haben. Oder es ist so eine Akzeptanz aus der Stärke heraus von es geht irgendwie, und es geht gut oder so, ja, so ein ganz krasses Loslassen. Kannst du das noch mehr beschreiben, wie sich das für dich angefühlt hat?
Svenja: [14:49]
Also es war tatsächlich, ich muss sagen, ich bin eine extreme Kämpferin, weil sich diese Odyssee tatsächlich im letzten Jahr wiederholt hat und dieser Prozess aber ganz anders war, weil plötzlich habe ich den Prozess in ganz tiefen Nuancen spüren können. Deswegen damals war es für mich ein, ich konnte wirklich nicht mehr. Ich war so erschöpft, dass dieses ganz, ganz, ganz tiefe Kämpferherz in mir, was irgendwo wusste, so hey, das ist eigentlich nicht meins, aber damit immer noch auch ein Widerstand aufgebaut hat, ja, fallen musste. Es musste fallen.
Jacqueline: [15:27]
Es ist so widersprüchlich, gell? Weil wir so krasse Angst davor haben, aber es ist, diesen Schritt müssen wir gehen, irgendwie zu sagen, ja gut, wenn es jetzt so sein soll, dann, es ist kein Aufgeben, sondern es ist ganz fein.
Svenja: [15:40]
Und es ist auch interessant, weil es ist auch eine pure Hingabe. Und das war ja auch, weil ich ja schon immer auch, wie gesagt, einen sehr, sehr großen Widerstand gegenüber der Schulmedizin hatte. Und in dem Moment habe ich gemerkt, ich komme nicht weiter, also ich muss die Schulmedizin mit einbeziehen, ich kann nicht mehr. Und das war damals auch mit einer hohen Cortison-Gabe. Und ich hatte früher schon immer mal Cortison, das hat nie bei mir gegriffen. Aber ich war so tief in diesem Loslastprozess, dass auch Medikamente plötzlich greifen konnten. Und das ist halt total interessant, weil mir ist in dem Prozess, in dem ich jetzt im letzten Jahr war, der sehr ähnlich war, das erste Mal bewusst geworden, was eine massive Stärke ich habe, dass ich sogar so intensiv stark in mir bin, dass ich Medikamente, also immunsuppressiver, die teilweise ja auch für chemische, also für, ach, wie sagt man auch, alles, was so in die Chemotherapie geht und so weiter, dass ich in der Lage war selbst, dass diese Sachen nicht an mir andocken konnten. Das heißt, Widerstände können im Körper so massiv aufgebaut werden, dass wir uns wirklich selbst im Weg stehen. Und wenn man da mal ein Gefühl für bekommt, es ist nicht einfach, weil man ganz, ganz, ganz tief in sich selbst hineinfallen muss in dem Moment. Und manchmal braucht es dafür dann wirklich auch so Prozesse im Leben, wo alle Türen geschlossen werden und ja, wo wir auf die Knie fallen und wo wir wirklich sagen, ich kann nicht mehr. Viele in uns sind einfach, also unermessliche Kämpfer, aber teilweise führen wir diesen Kampf auf dem falschen Spielfeld. Und das darf bewusst werden. Und das ist etwas, also damals klar, da war mir aber dieses Bewusstsein noch gar nicht so, also da war ich noch gar nicht so, war es für mich noch nicht so greifbar. Ich wusste, ich habe irgendwie losgelassen, ich habe keine Ahnung wie, ich konnte einfach nicht mehr. Und plötzlich kam ich in eine Kraft rein. Und das war aber ganz interessant, weil ich war dann wirklich drei, vier Jahre schubfrei. Ich konnte alle Medikamente zur Seite legen. Ich hatte Werte, die waren bombastisch, die Ärzte haben sich gefragt, was machst du? Ich wusste es nicht. Aber das hat mir auch Angst gemacht.
Jacqueline: [17:57]
Das glaube ich, weil ja dann doch immer die Ungewissheit, es kommt halt wieder.
Svenja: [18:00]
Genau. Und das Interessante war, es gab wieder auch ein unbewusster Teil in mir, der wusste, es wird einen Prozess geben, wo ich mich darauf vorzubereiten habe. Und dann kam eben diese ganze Corona-Geschichte und so weiter, die mich auch wieder sehr zurückgeworfen hat in vielen, vielen, vielen Themen. Und wo ich gemerkt habe, scheiße, die Abwärtsspirale geht und sie geht und sie geht. Und Text ja Gott. Ich habe in die Karte einfach gerannt und ich konnte nichts tun. Mein System ist einfach rein, weiter, weiter. Und da war es dann halt auch wirklich so, dass ich mich komplett selbst wieder in einen Schub gebracht habe. Und da ist mir dann aufgefallen. Extremer Widerstand gegen die Schulmedizin. Ich habe gedacht, ich ziehe das alleine durch, ich gehe dann nicht wieder zurück. Diese Schwäche einzugestehen, auch irgendwo den ganzheitlichen Faktor, den man ja selbst vertritt, und dann zu denken, nein, und es ist auch so interessant, weil man steht sich mit seinen eigenen Werten im Weg. Und ich denke, wirklich? Also nur, weil man denkt, okay, ganzheitlich und alles natürlich und bla bla bla bla. Und manchmal gibt es dann Momente, wo ich dann gemerkt habe, selbst da, selbst auf diesen Ebenen, tritt dir selbst aus dem Weg. Und Hingabe bedeutet auch Dinge, wie du sie dir nicht vorstellst, in dein Leben zu lassen.
Jacqueline: [19:25]
Wenn sie kommen dann, wenn so die Einladungen kommen, wir sind ja sonst so krass in dem, wie soll es sein, zu sehen überhaupt nicht, was da alles daneben liegt. Und das ist echt, also ja, wir haben das ja auch immer wieder, und denken so, hm, wir sollten uns manchmal selber zuhören. Die sagen schon echt ziemlich schlaue Sachen oft, aber selber ist das halt oft so schwierig, das zu sehen.
Svenja: [19:50]
Ja, absolut. Nee, und da hatte ich dann auch so im letzten Jahr mit einer, ich will fast schon sagen, der intensivsten Prozesse in meinem Leben, aber auch der Prozesse, die mich am stärksten, wie soll ich das sagen, erwacht haben, weil das ist das falsche Wort, aber es waren Prozesse, wo ich ganz stark jeden Schritt plötzlich sehen konnte. Also ich konnte ganz viele Mechanismen, Muster, Zwänge in mir selbst erkennen. Ich konnte in so eine intensive Aufmerksamkeit und Beobachtung meines Systems steigen, dass ich ganz viele Sachen auch rückläufig erkannt habe. Quasi, wo sie ursprünglich hergekommen sind.
Jacqueline: [20:29]
Genau, genau. Das ist ja genau, wie wir auch arbeiten zu sagen. Das sind eigentlich alles Wiederholungen von den ganz Alten, bis wir es halt endlich überall checken und hingucken, ja. Ach, krass, und also genau, da du weißt, dass du Projektorin bist, hast du ja auf jeden Fall Human Design. Arbeitest du auch mit den Jean-Keys für dich oder kennst du die?
Svenja: [20:50]
Ich kenne die, ich habe da mal so ein bisschen reingefühlt gehabt, aber kurz bevor auch bei mir so diese ganze Spirale losging, bin ich ja wirklich auch extrem ins Human Design gegangen. Hab dann auch Human Design Guidings gegeben gehabt und so weiter. Und da gab es aber schon einen Prozess in mir und der war sehr, sehr interessant. Ich war immer unfassbar wissbegierig. Genau, das war Wahnsinn. Genau. Einser Linie, ganz massiv. Aber ich bin nie ins Leben gegangen. Also nicht in diese Dreier-Linie rein. Und es gab irgendwann einen Moment, wo ich gemerkt habe, hör auf, dir ständig Wissen anzueignen, weil alles halt in dir liegt. Und ich habe nicht verstanden, was es bedeutet. Und dann gab es, ich konnte plötzlich, ich konnte keine Bücher mehr lesen. Ich kann es ganz schwierig beschreiben, aber bei mir hat, also mein Leben hat mich wirklich körperlich dahin gezwungen, wo ich hin musste. Ich wollte es nicht. Ich habe am Anfang noch dagegen gekämpft und irgendwann habe ich gemerkt gehabt, gib dich dem jetzt hin. Und da sind wir wieder bei dem Thema meine Vorstellung von Heilung oder von Prozessen und das, was dann aber das Leben mit mir vorhatte. Hätte ich das gewusst, also ich wäre niemals diesen Weg gegangen. Und habe mich dann aber drauf eingelassen, weil ich irgendwann gemerkt habe, es geht nicht anders.
Jacqueline: [22:10]
Ja, ich kenne das auch, ja. Wir hatten das auch ganz, also im Business ganz krass, dass wir wirklich davor, beide Nora und ich ständig noch geguckt. Und hat die noch die Strategie oder das Mindset oder das Energetische oder das und das und das und das und dann auch wirklich gemerkt haben, krass, das ist einfach nicht der Weg. Immer noch mehr von anderen, noch mehr Wissen, dann noch genau diesen Kanal und das alles. Und wir haben dann echt auch ein Jahr lang gar nichts gemacht. Und das war das Beste überhaupt, weil so konnten wir dann überhaupt anfangen, unser eigenes zu fühlen. Und das ist, das ist ja eigentlich das, was du auch sagst, wir alle haben das ja in uns und dann gibt es natürlich schon diese Hilfen, die uns helfen, bei uns zu bleiben und zu sagen, so, Moment mal, was machst du denn da gerade? Jetzt fängst du schon wieder an, tausend Nahrungsergänzungsmittel zu recherchieren und dann vielleicht doch noch das. Und dann ist es aber ja auch, und das macht es oft so schwierig, wie du auch gesagt hast, ist es ja nicht, dass Nahrungsergänzungsmittel oder Schulmedizin oder was auch immer per se nicht gut ist. Sondern es kann genau das Richtige sein. Aber die Frage ist immer, wie kommt es? Kommt es aus dem, ich suche und mache das und das und das und das, oder ist es so ein, ah, das begegnet mir, das ist jetzt genau das eine richtige Nächste.
Svenja: [23:26]
Und da ist vielleicht auch interessant, gerade genau zu dem Thema, mich hat so eine Sommergrippe erwischt und ich habe Alzheimer rumgemacht und irgendwann hat sich das komplett festgesetzt in Nasennebenhöhlen. Und dann bin ich in einfach so ein Biolädchen, wo auch so ein bisschen Haus Ergänzung wird und bla bla. Und ich habe irgendwas intuitiv in diesen Laden reingefühlt. And es gibt einen ganz, ganz großen Unterschied. Und das ist halt ein Unterschied, den du aber erst spüren lernst, wenn du dich leer machst und wenn du in Verbindung kommst, ich sag immer, mit etwas, was uns erstmal auch Angst machen kann. Mir hat das sehr viel Angst gemacht, weil ich hatte plötzlich, ich hatte eine Lebensenergie in mir, ich hatte eine Führung in mir, und der zu vertrauen bedeutet diese Kontrolle, die wir über sehr viele Mechanismen im Gehirn aufrechterhalten, wo es eben auch um Strategien geht, wo wir uns denken, wir müssen uns schützen, we müssen gucken, dass uns nichts passiert, das loslassen zu dürfen und uns mal in etwas hineinzubegeben, was so unbekannt ist, wo wir keinen Namen für haben, wo wir keine Definition für haben und wo wir überhaupt nicht wissen, will das eigentlich etwas Gutes für uns oder will es etwas nicht Gutes für uns. Das ist ein Gefühl, wenn wir damit nie in Verbindung gekommen sind, und das sind sehr viele Menschen, das kann am Anfang sehr viel Angst machen. Also ich weiß, als das Gefühl bei mir immer stärker zum Vorschein kam, es hat mir unfassbar viel Angst gemacht. Ich habe immer gesagt gehabt, da ist was in mir, wenn ich alleine bin, habe ich Angst davor, dass das aus mir rauskommt. Weil es, das hat so eine Intensität gehabt, das war Wahnsinn. Und irgendwann Stück für Stück, also ich habe dann irgendwann auch angefangen mit mir zu sprechen und mit diesem inneren Teil und habe gesagt, du darfst kommen, aber bitte komm portionsweise. Weil ich habe mit dir noch nie Berührungspunkte gehabt und es fühlt sich gerade echt spooky an. Und es kam, es kam wirklich im Spanischen sagst du Poc a Poc. Also es kam wirklich so dieses Stück für Stück. Und da, um kurz den Bogen zu schließen, ich bin dann in dieses Biolädchen da reingegangen und bin so durchgelaufen und stand auf einmal vor Manukka-Honig. Und das war total interessant, ich habe mich selbst beobachtet, weil intuitiv hat es mich dahin gezogen und ich bin weitergelaufen, weil mein Verstand ging an, den ich beobachtet habe. No way, hast du den Preis gesehen? Da kommst du dir wieder irgendwie scheiß, der nachher nicht funktioniert. Und ich konnte diesen Prozess beobachten, aber diese Führung ist immer wieder bei diesem Honig hängen geblieben. Und dann bin ich zu einer Beraterin, verstand es eben und habe gesagt, was können Sie mir denn empfehlen? Und witzigerweise sagt sie sofort, da würde ich Ihnen den Manuka-Honig empfehlen. Und ich musste selbst schmunzeln und dachte so, okay, lieber Verstand, das tut mir mega leid, aber wir gehen diesen Weg jetzt, denn irgendetwas führt mich ja dahin. Und es war total halt auch interessant, dann auch zu merken, wie schnell sich bei mir alles auch auf dieser Erkältungsebene lösen konnte. Da kann der eine sagen, ja, ja, komm, und egal in welche Richtung. Aber diesen Unterschied mal wahrzunehmen, was macht der Verstand, in welchem Muster ist er, wie sehr geht er in diese Sicherheitsfunktion. Und der innere Teil, den ich auch immer beschreibe, also bei mir zum Beispiel ist es eine ganz, ganz, ganz sanfte Stimme. Also ich muss sehr tief in der Aufmerksamkeit, auch sehr tief eben in dieser Stille bei mir sein, um diese Führung in mir wahrzunehmen. Sonst überrennt der Alltag mein Verstand alles. Also das ist so mächtig, das ist Wahnsinn.
Jacqueline: [27:10]
Ja, und dann ist gleichzeitig natürlich immer das Coole, das Leben, das pusht uns ja schon wieder in die Richtung. Immer in den Sachen, die nicht klappen. Und dann können wir halt entweder einfach immer noch härter und noch mehr. Oder wir gucken mal so, Moment, warum klappt das da gerade nicht? Und das ist so krass. Das passiert ja auf allen Ebenen und wir checken es einfach nicht. Dann fährt die S-Bahn, irgendwie verpassen wir und wir denken, oh shit, da habe ich Pech gehabt. Anstatt mal zu gucken, Moment, was passiert denn da? Was ist das denn eigentlich? Oder keine Ahnung, das klappt nicht. Das Geld kommt einfach nicht an. Und wir sind einfach nur am, okay, was kann ich jetzt tun? Wen kann ich noch anrufen? Wen kann ich fertig machen? Wo kann ich mich beschweren? Anstatt zu sagen, so, Moment, was passiert denn da eigentlich?
Svenja: [27:51]
Genau.
Jacqueline: [27:51]
Das ist schon echt sehr, sehr, sehr cool. Was ein krasser Prozess, es ist Wahnsinn.
Svenja: [27:57]
Also ich wusste für mich auch, wie gesagt, weil ich ein sehr, sehr starkes Kämpferherz auch bin, also ich musste im letzten Jahr in meine eigene tiefste Dunkelheit steigen. Also wirklich, wo ich auch wirklich, wirklich, also das Leben hat mich so massiv gezwungen, die Kontrolle loszulassen und so massiv gezwungen, mich mir selbst hinzugeben. Und das Leben wusste, wir müssen diesen Weg gemacht, sonst würde ich immer wieder Ressourcen finden, um irgendwie dagegen zu kämpfen. And heute bin ich dankbar dafür, dass es mich tatsächlich durch den Weg geschickt hat, den ich niemals selbst gewählt hätte. In meiner Ausstellung nun mal.
Jacqueline: [28:44]
Wenn ich das gewusst hätte, never. Aber ich habe mir oft in letzter Zeit, also vorhin einiger Zeit gedacht, wenn ich gewusst hätte, wie die Selbstständigkeit aussieht, ich hätte es, glaube ich, niemals gemacht. Niemals, wenn ich gewusst hätte, in was für krasse Tiefen mich das stürzt und wie unfassbar intensiv und boah. Ja, das ist echt krass. Jetzt hattest du vorher was gesagt, das fand ich sehr cool. Und ich glaube, weil das so vielen so geht, kann das vielen auch helfen. Du hattest gesagt, das ist ja diese Kraft, die irgendwie so uns antreibt. Und wir wissen nicht so genau, will dir was Gutes für uns oder was nicht Gutes für uns. Deine deine Einschätzung, dein Gefühl zu.
Svenja: [29:28]
Sie ist immer auf deiner Seite. So würde ich das sagen wollen. Das Interessante ist ja, wir definieren mit dem Verstand ja schon wieder Gut und Böse. Und teilweise würden wir sagen, also dem Prozess, den ich auch im letzten Jahr für mich durchlaufen habe, der Verstand würde sagen, das kann nicht sein, dass dich diese Intuition oder dieses Innere dort durchführt. Weil das ist nicht gut, das war nicht gut. Aber es war zum Schluss das, was ich gebraucht habe. um auf einer sehr bewussten, also ja, bewusst das wahrzunehmen, was ich in dem Moment für meinen Prozess einfach benötigt habe. Und das heißt, ich würde nie in Gut und Böse heute mehr sprechen, sondern in der Sprache, dass es das ist oder dass es dir das gibt, was du benötigst, aber dass es immer, egal wie schwer und intensiv es ist, immer für dich ist. Und das ist, glaube ich, ein Vertrauen, was teilweise, das ist halt das, was mir, wie gesagt, auch Angst eingejagt hat, weil es war so ein inneres Gefüge von mir, was wirklich auch mich vor ein Gefühl gestellt hat, sowas wie, ich sage das mal ganz krass auch, gehst du mit mir durch den Tod?
Jacqueline: [30:50]
Ja, ultimativ ist das ja unsere tiefste Angst. Genau. Irgendwann würden wir uns der Stellen.
Svenja: [30:55]
So war dieses Gefühl, gehst du mit mir durch den Tod? Und ich hatte dieses innere Wissen die ganze Zeit and dachte, was bedeutet das? Was bedeutet das? Und dachte nur, fuck, und es hat natürlich so viel Angst gemacht. Und mich dann aber diesem Prozess hingegeben. Und das ist wirklich, also ja.
Jacqueline: [31:17]
Wir haben diese gut, es fühlt sich nicht gut an, es sieht nicht gut aus, aber es ist richtig. Und das ist natürlich jetzt auch wieder so ein Wort, aber es ist eigentlich dieses Gefühl. Es ist quasi, es führt uns immer zu den richtigen Dingen und das Vertrauen habe ich inzwischen auch ganz krass. Und das müssen wir glaube ich, oder müssen nicht, aber wenn wir diesen Weg gehen wollen, dann dürfen wir das üben und erfahren eigentlich. Das Problem ist ja, das müssen wir echt erfahren, mehrmals, dass wir durch so was krasses durchgehen und danach sagen, okay, das passt echt nicht gut, aber es war richtig, es war genau richtig für mich. Und dann kommt ja langsam auch der Verstand an Bord and sagt, okay, das ist echt strange, was du hier machst. Voll strange. Aber es ist richtig, das führt uns echt an coole Punkte.
Svenja: [32:05]
Genau.
Jacqueline: [32:07]
Sehr, sehr krass. Hast du vielleicht einen oder zwei so ganz praktische Dinge, wo du auch gemerkt hast, die haben dir am allermeisten geholfen, die auch jetzt für unsere Hörer vielleicht so diese Takeaways, die ihnen so helfen, wenn es gerade echt super schwierig ist und sie vielleicht ganz krass in diesem Zweifel drin sind. Was dir da auch am meisten vielleicht geholfen hat?
Svenja: [32:30]
Also was mir sehr geholfen hat, ist immer wieder in den Körper zurückzugehen. Also ich musste lernen, ganz viel mit meinem Körper zu arbeiten, weil ich wurde dann auch phasenweise mit diesem Wahnsinn im Verstand, weil diese ganzen Selbstzweifeln, auch dieser Kampf, finde ich, findet hauptsächlich im Verstand statt, weil wir da dann immer nach allen möglichen, warum, wieso, weshalb, Sinnesfragen und so weiter, einfach drinstecken und wir suchen über den Verstand Antworten. Genau. Und erstmal sich dessen bewusst zu sein, dass wir da oben eigentlich immer nur etwas auf Wiederholspur, die ganze Zeit im Replay-Faktor spielen. Und mir hat es wirklich geholfen, mich, entweder sei es über die Atmung oder sei es wirklich über den Tanz oder über Spazieren in der Natur. Das waren in den intensivsten Zeiten meine absoluten Anker. Und da geht es dann nicht darum, hey wow, okay, ich muss jetzt wieder anfangen, morgen meine Morgenroutine, bla bla bla bla bla, weil das ist alles verstandesgesteuert. Und ich sage immer in den intensivsten Zeiten gehe in die komplette Basis zurück. Und die Basis ist schlafen, Atmen, Natur, vielleicht eben tanzen oder halt spazieren gehen. Und alles andere. Also ich sag’s krass, scheiß erstmal auf Nahrungsergänzungsmittel, scheiß auf, ich gucke jetzt, dass ich meine Ernährung umstelle. Scheiß auf, ich muss jetzt noch den Yoga, den Morgenkurs machen, den Online-Kurs, alles. Alles zur Seite. Und dann kommst du halt in deine Basis wieder zurück. Und das ist, glaube ich, auch das, wenn wir häufig solche Sprüche hören, dass wir vielleicht auch hier sind, um uns wieder zu erinnern. Es ist schon schön, all dieses Wissen anzueignen und so weiter und so fort, was uns heute auch bereitgestellt wird. Aber ich glaube, der schönste Prozess ist, uns davon leer zu machen und mit etwas in Kontakt zu kommen, wo alles da ist.
Jacqueline: [34:42]
Genau, es ist ja eh da, es ist ja so kollektiv verbunden. Ich habe einen Jean Key, der hat als die höchste Frequenz oder eine hohe Frequenz, die Mastery und dann diese Perfektion. Und da geht es wirklich darum, dass wenn wir uns da so komplett reingeben und da wirklich in dieser höchsten Frequenz sind, wir alles können. Alles, was jemals gekonnt wurde und jemals können, wird irgendwie eine Sonate von keine Ahnung was spielen. Ich meine, da bin ich weit von entfernt. Aber ultimativ ist es so, weil es ist ja alles da und es ist alles verbunden. Und natürlich können wir, wenn wir uns so sehr darauf einlassen, auch darauf zugreifen. Und das ist eigentlich schon krass. Und das müssen wir dann eben nicht mit ganz viel Härte in den Verstand und keine Ahnung wo reinbringen, sondern es geht immer diesen, eigentlich diesen total konterintuitiven Weg, uns da so rein zu entspannen. Und ja, ich glaube auch wirklich in den Körper und das, und dann echt so ganz basic in die Dinge reinzugehen. Und dann kommt halt oft der Verstand, der sagt, so, nee, so einfach kann das nicht sein. So einfach geht es nicht. Da muss, das muss hier und da und da und da und da eben sehr bewusst werden.
Svenja: [35:47]
Ist ja total auf der einen Seite Verstandesebene sagen wir, es ist so einfach, weil wir eigentlich nicht viel im Aktionismus sind, aber das durfte ich zum Beispiel auch lernen, vielleicht der nächste auch noch ein weiterer Tipp, raus aus diesem Aktionismus und rein in die Passivität. Und es ist leider Gottes so, und das ist aber eigentlich das, wo wir ja dann unsere Antworten finden, die wir als suchen im Aktionismus, wenn du passiv wirst, kommst du in Kontakt mit diesen Antworten aus deinen Zellen und aus deinem System. Nur in der Regel sind das Antworten, die wir so nicht gerne hören wollen. Weil es eine andere, weil sie in Widerspruch wieder mit der Verstandesvorstellung sind. Und sich darauf einzulassen, das ist einfach auch, das ist dann Hingabe. Also das ist dann auch zu sagen, okay, ja, gefällt mir vielleicht nicht so, ah, was weiß denn ich Vorstellung, ich will doch freies Leben, selbstständig und so weiter. Und auf einmal kommt eine tiefe innere Weisheit und sagt, geh in ein Angestelltenverhältnis. Und dann denkst du dir so, no way! Aber das ist vielleicht ein innerer Prozess, der dich ganz woanders hinführt, als das, was du dir im Verstand ausmalst.
Jacqueline: [37:05]
Ja, das ist, glaube ich, echt auch nochmal super, super wichtig. Also ich glaube, es darf, oder ich glaube, das Coolste ist so eine Balance, die ist bei jedem ein bisschen unterschiedlich mit Aktionismus und Passivismus, wenn wir es so nennen wollen. Und wir sind aber quasi alle viel, viel, viel zu sehr im Aktivismus, viel zu sehr und dürfen auf jeden Fall mal, egal wie unsere Balance ist, viel, viel, viel, viel, viel mehr in die Passivität gehen. Weil ihnen nur dann die Dinge auch so kommen und auch die coolen Sachen wirklich passieren können.
Svenja: [37:36]
Und die Kunst besteht ja dann, wenn wir aus dem Aktionismus rausgehen und erstmal in diese Passivität, ich sage auch immer ganz bewusst, manchmal müssen wir die Extreme ausleben, damit wir überhaupt ein Gefühl dafür bekommen. Und die Kunst dann ist in der Aktion selbst, also im Aktionismus selbst, im Tun selbst, innerlich in der Passivität zu bleiben. Das heißt innerlich in dieser Ruhe, in der Stille und damit auch in dieser intensiven Aufmerksamkeit, weil dann beginnen wir ja auch, uns selbst beobachtend zu lernen und wir beginnen auf einmal Prozesse wahrzunehmen, oh okay, jetzt braucht mein Körper gerade Ruhe, ich ziehe mich raus. Jetzt braucht er das, jetzt braucht er das. Aber das passiert dann trotz Aktionismus, aber in der inneren Ruhe.
Jacqueline: [38:22]
In dem Inneren, ja genau. Das ist dann dieser Flow, den die so, oh, ja. Und das ist cool, dass du sagst, ja, ja, ich glaube auch, wir müssen manchmal in das Extrem gehen. Ich habe zum Beispiel nach meiner Trennung und irgendwie so gefühlt, boah, alles bricht weg, habe ich wirklich einen Monat gehabt, mein Verstand hat die ganze Zeit gesagt, du musst arbeiten, du musst arbeiten, oh Gott, die Nora. Und sie war aber zum Glück, also sie hat es gar nicht, sie hätte es mir so krass vertraut und war einfach so, nö, alles gut. Und ich habe wirklich nur das Allernötigste gemacht und sonst gar nichts. Ich konnte einfach nicht. Ich bin jeden Morgen aufgestanden und habe gedacht, heute habe ich Zeit, heute mache ich super viel. Und ich konnte wirklich nicht. Und ich bin da, glaube ich, ähnlich wie du, auch so eine krasse Kämpferin. Deswegen war das super schwierig, mich wirklich zu merken, ich kann einfach nicht. Es geht absolut gar nicht. Und ich habe tatsächlich ganz viel körperlich gemacht. Ich habe Wände gestrichen und es war so cool. Und da könnte man sagen, es ist ja auch Aktionismus, aber es ist anders, weil es ist wirklich dieses Körperliche und das war mega. Und es war wirklich ein Monat oder vielleicht sogar fast zwei. Und einfach, das ging nicht. Und dann war das quasi, glaube ich, wieder so ein bisschen eingepolt, weil ich so krass im Gegenteil war. Und dann hatte ich langsam so was, sowas rauskristallisiert. Und dann bin ich noch tausendmal. Und immer noch wieder irgendwelche Extreme. Das ist ja immer bedenken, dann einmal so, jetzt habe ich es geschafft. Oder ist das bei dir auch so? Und dann bäm kommt das nächste Mal.
Svenja: [39:49]
Aber das sind halt auch tiefe Muster, sag ich ganz ehrlich, die brauchen ein paar Wiederholungen und auch dann sich selbst nicht wieder zu verurteilen, weil es sind immer wieder Puzzleteile. Also ich sage, wenn ich manchmal die Schlaufen drei oder viermal gelaufen bin, habe ich mit jeder Schlaufe einen Puzzleteil mitgenommen. Und ich habe jede Schlaufe gebraucht, weil in der Schlaufe zuvor hatte ich das Wissen, das ich dann durch die Schlaufe wieder für mich einfach integrieren konnte, nicht gehabt. Und das sind Prozesse. Und ich glaube, so ist auch das ganze Leben aufgebaut. Und da vielleicht auch nochmal ein ganz, auch nochmal ein Impuls, das war auch was, was bei mir ganz viel geschiftet hat. Ich habe immer gedacht, ich muss in dieses Ankommen der Heilungsphase kommen. Also gerade jetzt körperlich. Ich muss in dieses körperlich, jetzt bin ich geheilt. Und es gibt, das ist so ein Manifest. Und irgendwann davon loszulassen und zu sagen, was ist Heilung? Es ist ein lebenslanger Prozess. Und da habe ich mir eine sehr radikale Frage gestellt und habe wirklich damit konfrontiert, Svenja, was, wenn du auf deinem Sterbebett irgendwann mit hoffentlich 80, 90 liegst und dir selbst sagst, du hast nicht geheilt. Das, was ich auf Verstandesebene damit verbinde. Und da kam dann auch so viel, auch auf der einen Seite so auch eine Traurigkeit zu von wegen, wenn man sich wirklich da mal reinfühlt, wow, habe ich jetzt ernsthaft 80 Jahre meines Lebens einfach nur damit verbracht, um fanatisch diesen einen Weg zu gehen, wann habe ich gelebt. Und auch alles in dem Moment miteinander verbinden zu dürfen und dass Heilung einfach ein Prozess ist, wo es nicht darauf ankommt, dass immer alles tippitoppi ist. Es kommt nicht darauf an.
Jacqueline: [41:39]
Und es kommt nicht auf an der Ziellinie irgendwie. Wir denken das immer so, boah, wenn ich das, wenn ich die einmal überquert habe, dann bin ich da. Aber die gibt es einfach nicht.
Svenja: [41:47]
Die gibt es nicht. Und ich glaube, wenn wir auch so denken und so agieren auch im Leben, unterdrücken wir ganz viel. Weil wir auch immer auf diesen High Level oder dieses High Excitement State wollen und immer auf diese hohe Frequenz. And damit lassen wir diese niedrige Frequenz finde ich total den falschen Ausdruck. Damit lassen wir aber dann Gefühle auch wie Traurigkeit oder teilweise wie Wut, die wir ja als sehr negativ betrachten, die aber so pure Schönheit sind. Das ist pure Schönheit. Wenn we anfangen damit zu arbeiten, das ist Kraft, das ist Wahnsinn. Und alles in dem Moment eben zuzulassen.
Jacqueline: [42:28]
Ja, total, total. Sehr, sehr cool. Okay, ich glaube, in dem, was du jetzt gesagt hast und schon die ganze Zeit vorher ist super, super, super viel. Und ich würde ja fast sagen, ihr liebe Zuhörer, ihr könnt euch das gerne einfach nochmal und nochmal anhören. Weil es wird immer wieder, wird dann so das eine oder die zwei Sachen denkt, oh stimmt, haben sie das letzte Mal auch schon gesagt? Nein, bestimmt nicht. Kommt dann so und legt so richtig ein. Mega, mega cool. Vielen Dank. Wenn jetzt jemand auch sagt, er möchte noch, oder er oder sie möchte noch mehr über dich erfahren oder auch mit dir arbeiten, wo finden wir dich am besten?
Svenja: [43:06]
Also ich sage am besten eigentlich über Instagram, also svenja.reccius, wobei ich sagen muss, dass der ganze Online-Auftritt bei mir auch sehr abgenommen hat. Einfach durch eigene Prozesse. Ich merke, dass ich mich lieber ins Leben selbst schmeiße, als eben auf dieser möchte gern, das Leben findet online statt ebene mich begebe. Aber zumindest ist dort auch, also dort gebe ich immer mal gerne Impulse. Aktuell steht auch wieder ein Podcast eventuell in der Pipeline. Und wenn da Infos einfach da sind, dann gehe ich, wenn schon auch über Instagram und gebe da Informationen raus oder Workshops, die dann vor Ort, also im Moment versuche ich eher Dinge, wenn ich sie gestalte, tatsächlich nicht im Online-Bereich zu gestalten, sondern im Offline-Bereich zu gestalten. Aber wenn da Interesse im Frankfurter Raum. Okay, genau. Aber bin auch super offen, einfach langfristig auch viel weitläufiger da einfach zu gehen. Aber auch da ohne Vorstellung. Also ich gucke, wo das Leben mich einfach hinführt und was es auch vorhat. Und dementsprechend, aber Instagram ist, glaube ich, eine gute Anlaufposition, einfach, da gebe ich immer mal, immer mal was raus.
Jacqueline: [44:22]
Sehr cool, ja, das verlinken wir natürlich total gerne in den Shownotes. Und dann vielen, vielen lieben Dank dir für deine Weisheit, dass du uns an deiner Reise hast teilhaben lassen und an deinen Erfahrungen. Ich meine, die Dreierlinie ist, die ich einfach ultra viel erlebt habe und darum ganz, ganz, ganz viel auch teilen kann. Und es war super schön und alles Liebe. Vielen, vielen Dank.
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