LMO Erfahrungsbericht - Lea

Von Kohl und getoastetem Brot zurück ins Leben – Leas Geschichte mit MECFS, Mastzellen & Histamin

Von nur noch 20 Lebensmitteln, einem Körper im Bleisanzug und der Entscheidung nach Berlin zu fahren, die alles verändert hat.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Lea erkrankte an MECFS und lag anderthalb Jahre bettlägerig – am Ende vertrug sie nur noch 20 Lebensmittel und ihr tägliches Highlight war getoastetes Brot mit Butter
  • Sie war überzeugt, keine unverarbeiteten Themen zu haben – und entdeckte beim Arbeiten mit der LMO-Methode, wie viel doch da war: Generationentrauma, unterdrückte Emotionen, ein Körper, der alles festgehalten hatte
  • Ihr Wendepunkt war eine spontane Entscheidung: nach Berlin fahren. Danach konnte sie wieder alles essen

PS: Unten findest du eine geschriebenen Artikel zum Interview, falls du lieber liest.

Vielleicht erkennst du dich in dieser Geschichten wieder?

Jede Geschichte ist anders.

Und trotzdem berichten viele unserer Teilnehmer:innen von einem ähnlichen Wendepunkt:

Sie haben aufgehört, nur ihre Symptome zu kontrollieren – und begonnen zu verstehen, warum ihr Körper überhaupt so reagiert.

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Als der Körper sagte: Jetzt nicht mehr

Lea hatte eigentlich immer irgendwie Struggle – Verspannungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Darmbeschwerden. Aber sie hat sich immer durchgekämpft. Einfach gemacht. Weitergemacht.

Dann kam Mumps. Und danach erholte sie sich nicht mehr.

Was folgte, waren anderthalb Jahre, in denen Lea kaum aufstehen konnte. Ihr Körper fühlte sich an wie in einem Anzug aus Blei. Einen Meter laufen war anstrengend. Den Arm heben war schwer wie eine Tonne. Sechs verschiedene Ärzte – keiner konnte helfen. Alle sagten dasselbe: abwarten, hoffen, dass es irgendwann von selbst besser wird.

Es wurde nicht besser. Es wurde mehr.

Irgendwann kamen neue Symptome dazu – auf einmal vertrug Lea fast nichts mehr. Zuerst dachte sie, es sei Histamin. Dann hörte sie von Mastzellaktivierungssyndrom. Jeden Tag änderte sich, was sie essen konnte. Irgendwann waren es noch 20 Lebensmittel. Hauptsächlich Kohl – Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl, Blumenkohl. Jeden Tag. Ihr tägliches Highlight: glutenfreies Brot, getoastet, mit Butter.


Vom Skeptiker zur Überzeugten

Lea hatte immer gedacht, das Mentale habe mit ihrem Körper wenig zu tun. Sie hatte eine tolle Kindheit. Tolle Freunde. Ein tolles Leben. Was sollte da aufzuarbeiten sein?

Die Angst, nie wieder rauszukommen, war am Ende größer als der Zweifel. Also ließ sie sich drauf ein.

Was dann passierte, beschreibt sie als das Krasseste, was sie je erlebt hat.

Die ersten Wochen mit dem Happy HIT Code waren intensiv – manchmal zwei Stunden am Tag weinen. Aber gleichzeitig spürte sie etwas, das sie vorher nie gespürt hatte: wie etwas von ihr abfiel. Dieses Gewicht. Dieser Bleianzug. Ihre Schultern, die sich so lange angefühlt hatten wie unter einer Last. Der Körper, der überall fest und verkrampft gewesen war – so fest, dass sie nie die Hände zum Boden strecken konnte, wenn sie stand.

Auf einmal konnte sie es.


Die Entscheidung, die alles verändert hat

Lea lebte zu dem Zeitpunkt noch bei ihrer Familie, am Bodensee studiert, aber zu krank für die WG. Irgendwann merkte sie: An dem Ort, an dem sie krank geworden war, konnte sie nicht gesund werden. Sie zog zurück in die WG – mit Hilfe ihrer Eltern, die alles packten und aufbauten, während sie lag.

Dann kam eine Reise nach Berlin. Zwei Monate entfernt. Alle Freunde fuhren mit.

Leas erster Gedanke: Ich kann nicht. Ich weiß nicht, wie es mir dann geht. Und was esse ich da? Ich habe nur meine 20 Sachen.

Und dann, irgendwann unterwegs: eine innere Stimme. Klipp und klar.

Du fährst jetzt mit nach Berlin.

Sie kam nach Hause. Entschied sich. Und weinte – so wie noch nie in ihrem Leben. Eine Flut. Eine Befreiung. Sie hatte sich selbst gerade aus dem Gefängnis befreit, das sie sich selbst gebaut hatte.

Am nächsten Tag konnte sie wieder alles essen.

Das erste Porridge seit Monaten. Danach Kuchen. Der beste Kuchen ihres Lebens.


Was sie wirklich gelernt hat

Lea hatte ihr ganzes Leben Emotionen weggedrückt. Nicht weil ihr etwas Schlimmes passiert wäre – sondern weil es einfach so war. Irgendwann hatte sie gelernt: Emotionen fühlen ist nicht sicher. Also ließ sie es nicht zu.

In der emotionalen Arbeit mit der LMO-Methode verstand sie, wie weit das zurückging. Nicht nur ihre eigene Geschichte – auch das, was über Generationen weitergegeben wird. Großeltern, die den Krieg erlebt haben und nie verarbeiten konnten. Eltern, die das Beste gegeben haben – und trotzdem etwas weitergegeben haben, das sie selbst nie aufgelöst hatten.

Lea ist dankbar für das, was sie durchgemacht hat. Auch wenn es ihr manchmal noch schwerfällt, das vollständig zu sagen – weil anderthalb Jahre ihres Lebens in den Anfang der Zwanziger gefallen sind. Aber sie weiß: Ohne diese Krankheit wäre sie nie so frei geworden. Und über kurz oder lang hätte der Körper ihr das ohnehin gezeigt.

Heute macht sie die emotionale Arbeit nicht mehr stundenlang täglich. Sie ist Teil ihres Lebens geworden. Wenn etwas hochkommt, arbeitet sie damit. Manchmal schreibt sie abends in ein Kissen. Manchmal weint sie im Zug – und lässt die Blicke der anderen einfach da sein.

„Das Krasseste, was ich je erlebt habe. Es hat mein Leben so immens verändert. Ich konnte damals nicht eine Hand zum Boden strecken – und auf einmal ging es. So, als würde ich aufbrechen. Es hat sich wirklich so angefühlt, als würde ich aufbrechen.“ – Lea

Vielleicht erkennst du dich in dieser Geschichten wieder?

Jede Geschichte ist anders.

Und trotzdem berichten viele unserer Teilnehmer:innen von einem ähnlichen Wendepunkt:

Sie haben aufgehört, nur ihre Symptome zu kontrollieren – und begonnen zu verstehen, warum ihr Körper überhaupt so reagiert.

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