Seekrankheit ist ein Phänomen, welches (nicht immer nur) auf dem Wasser auftritt. Dabei kommt es zu einem Missverständnis im Gehirn zwischen erwartetem und tatsächlichem Ereignis. Zum Beispiel der Tatsache, dass der Boden sich nicht bewegt. 

Seekrankheit und der Bezug zu Histamin (Intoleranz)

Histamin ist als Botenstoff für das Zentrale Nervensystem und die Übermittlung von Nervenreize verantwortlich (siehe Histamin Fact #1). Daher kann ein zu viel oder zu langsam abgebautes Histamin (nach neuester Forschung) als Ursache Nummer 1 für Seekrankheit angesehen werden. Seekrankheit hat nicht nur das Symptom von Schwindel, sondern äußert sich auch in starken Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Blässe, Müdigkeit, kalter Schweiß, Hyperventilation und Kopfschmerzen. Gleichmäßiges Atmen und der Blick auf das Meer kann helfen. Interessanterweise gibt es Unterschiede vom Auftreten der Seekrankheit in Bezug auf Geschlecht, Alter und biologisch-kulturelle Faktoren: Z.B. sind Chinesen anfälliger für Seekrankheit als Europäer,  Frauen als Männer und Jünger als Ältere – und nüchtern ist schlimmer als, wenn man etwas im Magen hat. 

Bezug zu Histaminintoleranz

Histamin wird in den Mastzellen gespeichert (manchmal viel zu viel davon) und kann bei einer Diskommunikation der übermittelten Reize (visuell, somatosensorisch = die Körperwahrnehmung betreffend) zum Gehirn vermehrt ausgeschüttet werden – das Hirn wird mit Histamin überschwemmt und reagiert mit Vergiftungserscheinungen. Menschen mit Mastozytose haben wohl demnach größere Probleme mit der Seekrankheit als solche ohne. Gibt es Probleme mit den Histamin Abbauenden Enzymen (durch bspw. eine Histaminintoleranz) dann kann das Histamin nicht schnell genug abgebaut werden – der Zustand der Seekrankheit bleibt länger bestehen. Blutuntersuchungen haben gezeigt, dass der Histaminspiegel der Testpersonen signifikant anstieg, wenn starker Wellengang auftritt – das Enzym DAO jedoch erhöhte sich nicht. Nach einer Gabe von Vitamin C vertrugen die Probanden den Wellengang sehr viel besser und ihr Histaminspiegel im Blut war gesunken bzw. blieb niedrig. 

Was kann helfen?

  • Für denn Abbau von Histamin ist Vitamin C nötig. Daher kann ein Vitamin C Mangel Seekrankheit begünstigen und vice versa die Gabe von Vitamin C die Gefahr der Seekrankheit eindämmen.
  • Beim Schlafen sinkt der Histaminspiegel (automatisch) in Richtung Null – Schlaf hat demnach einen enorm positiven Effekt auf die Seekrankheit.
  • In Fahrtrichtung sitzen und durch optisch (richtige) Reize das Gehirn auf die Veränderungen (des Untergrunds, in dem man sich beispielsweise die Wellen betrachtet) aufmerksam machen. 

Quellen

UniWien: Gesundheitsstörungen in der Reisemedizin
ÄrzteZeitung: Seekrankheit, Histamin und Vitamin C


Weiterlesen?

Kennst du schon die Türchen des Adventskalenders? In der Rubrik “24 HistaminFacts” findest du sie alle aufgelistet. 

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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