Histaminbedingte Lebensmittelvergiftung durch Fisch ist in den USA unter den Top3 der „Seafood Illnesses“ und das nicht nur bei jenen mit Histaminintoleranz, sondern bei der ganzen Bevölkerung. Und auch bei uns kommt Fischvergiftung immer wieder vor und hat vielleicht der eine oder andere schon einmal erlebt. Kein schönes Erlebnis, ganz und gar nicht!

Woher kommt das und, was musst du bei deinem Fischkonsum beachten?

Histaminvergiftung zeigt sich in Symptomen wie Schwindel, Ohnmacht, Magen-Darm-Beschwerden, Gesichtsschwellung und Probleme beim Schlucken. Diese Beschwerden und noch weitere Symptome kennen HIT’ler zur Genüge. Aber auch Menschen, die ansonsten keine Probleme mit Histamin haben, können von einer histaminbedingten Fischvergiftung betroffen sein – und von dieser stark mitgenommen werden.

Histamin kommt vor allem in den Fischen vor, in denen sich das Bakterium Skombroid antreffen lässt, gängige Fischarten mit stacheliger Rücken-Flosse so wie Thunfisch, Mahi Mahi und Wahoo und auch in Makrelen.


Diese Fische sind reich an Histidin (einer Aminosäure), – wenn der Fisch stirbt, dann können die Skambroid und weitere Histamin bildende Bakterien weiterleben und in einem chemischen Prozess aus Histidin Histamin herstellen. Besonders in den warmen Gebieten des Golfstromes können diese Bakterien sich stark vermehren und weiterleben. Die Bakterien kommen entweder nachträglich in den Fisch, durch Verunreinigung oder sie befinden sich schon darin – von Natur aus, sozusagen.

Thunfisch liebt Histamin

Der Thunfisch zum Beispiel ist ein Fisch, der besonders stark mit Histamin durchsetzt sein kann. Dies kann zum einen an seiner generell hohen Körpertemperatur liegen, manchmal ist sie sogar um ein paar Grad wärmer als das Wasser. Während des Fischfangs und dem Überlebenskampf erhöht sich die Körpertemperatur der Fische noch einmal um knapp 10°C – die Histamin bildenden Bakterien lieben das und vermehren sich fleißig und „spucken“ gleichzeitig allerhand Histamin aus. Daher wird in den meisten HIT Ratgebern vom Konsum von Thunfisch abgeraten – völlig abgesehen davon, dass Thunfisch einer der überfischtesten Fische überhaupt ist.

Tipps für Fischer – auch für Sportfischer

Beim Fischen sollten (Sport) Fischer ein paar Grundregeln einhalten, um uns Konsumenten das sorgenfreie Essen zu erleichtern:

  • Der Fisch muss sofort nach dem Fangen mit Eis gekühlt werden.
  • Wenn der Fisch ausgenommen wird, dann sofort und danach auch von innen mit Eis kühlen. Beim Ausnehmen darauf achten, dass das Fleisch um die Bauchhöhle nicht verletzt wird.
  • Der Fisch solle sofort getötet werden, sobald er aus dem Wasser geholt wird.

Worauf musst du beim Fischkauf achten?

Als Konsumenten können wir nicht wissen, ob und wie unser Fisch nach dem Fangen behandelt und gekühlt wurde. Gut ist es, tief gefrorenen Fisch zu kaufen, da dieser direkt nach dem Fangen eingefroren wurde. Bio Qualität und Fisch aus nachhaltigem Fischfang sind ebenfalls gute Qualitätskriterien.

Übrigens: Eine Reihe von Lebensmittelvergifungs Fällen wurde gemeldet, nachdem Menschen mit dem Skambroid Bakterium kontaminierten Schweizer Käse gegessen hatten und ebenfalls zu viel Histamin darin enthalten war. Sachen gibt’s!?

Quellen

Marcus (2015), Scombroid (histamine) poisoning
Bell (2003), Prevent Histamine poissoning in your fish!

Weiterlesen

Kennst du schon Histamin Fact 1, 2, 3, 4, 5 und 6 des “24 Histamin Facts bis Weihnachten” Adventskalenders? Wenn nicht, dann solltest du sie lesen und staunen!

 

 

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
Nora Hodeige

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