Manchmal da klingeln bei mir die Alarmglocken. Zum Beispiel, wenn jemand von seiner Migräne erzählt. Oder bei Aufregung sich rote Flecken am Hals zeigen. Oder Frauen ab 45 keinen Rotwein mehr vertragen. Ob sich da wohl eine Histaminintoleranz versteckt hat, denke ich dann. Manchmal sage ich etwas. Meistens nicht. Denn die wenigsten Menschen mögen es, wenn man sich bei ihnen einmischt. Da es mir dennoch keine Ruhe lässt, habe ich euch heute einmal 5 typische Symptome einer Histaminintoleranz aufgeschrieben (und hier schon einmal über die möglichen Ursachen einer HIT berichtet)

Histaminintoleranz und ihre Symptome

Histaminintoleranz ist eine kleine Diva, sie versteckt sich gerne und trickst uns aus. Ihre Symptome richtig zuzuordnen, fällt oftmals sehr schwerMeist geht sie einher mit Magen-Darm-Beschwerden, aber das kann ja nun doch auf verschiedene Intoleranzen hindeuten. Es gibt ein paar Histaminintoleranz Symptome, die relativ eindeutig (jeder Mensch ist unterschiedlich…) auf eine Unverträglichkeit auf Histamin hindeuten.

Wie lange diese Histaminintoleranz Symptome auftreten und wie schnell nach dem Essen sie kommen, hängt sehr individuell von der Verfassung des jeweiligen Betroffenen ab – bei manchen setzen die Kopfschmerzen sofort ein, andere werden müde und manche haben erst 3 Stunden später Beschwerden. Das ist es auch, was diese Unverträglichkeit so schwierig macht. 

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Die häufigsten Histaminintoleranz Symptome 

Wenn dir eines oder mehr der folgenden Symptome bekannt vorkommt, dann solltest du dich einmal auf Histaminunverträglichkeit testen lassen. Oder auf eigene Faust für ca. 3 Monate histaminfrei essen und sehen, ob deine Symptome weniger werden (nachdem du andere Erkrankungen ausgeschlossen hast). Allerdings: Mindestens 2 Wochen vorher solltest du nicht histaminfrei essen, wenn du einen Bluttest testen lassen möchtest. 

1. Migräne

Das Histamin in der Nahrung ist oft Schuld an diesen wirklich fiesen Migräne-Attacken. Nicht wenige Migräne Betroffenen haben nach nur wenigen Wochen histaminfreier Diät bereits eine große Veränderung gespürt. Ich selbst habe seit dem ich Denken kann an Migräne Attacken gelitten, kaum eine Woche verging ohne. Ich konnte nur mit einer großen Schachtel Ibuprofen durchs Leben gehen (etwas das ich seit vielen Jahren auch nicht mehr machen würde) oder überhaupt am Leben teilnehmen. Heute gehe ich lieber mit einer großen Packung Toxaprevent durch die Welt und erfreue mich meines Lebens.

2. Schwindel

Neuen medizinischen Erkenntnissen zufolge ist die Seekrankheit eng mit der Unverträglichkeit von Histamin verbunden – das freigesetzte Histamin im Gehirn sorgt für die “Verwirrung” der Augen-Hirn-Koordination wobei es zu Erbrechen, Übelkeit und Schwindel kommt. Ebenfalls Histamin indiziert, aber etwas seltener, ist ein Schwindel, der sich wie Seekrankheit anfühlt, aber auf dem trockenen Land stattfindet. Dabei spielt ebenfalls das Histamin im Gehirn verrückt und sorgt für diese Wahrnehmungsstörung. Es kann sein, dass der HIT Betroffene sich fühlt als sei er auf einem schwankenden Schiff, obwohl der Boden unter seinen Füßen sich keinen Millimeter weit bewegt. 

3. Rote Flecken vor Aufregung oder von Alkohol

Histamin kann eine Hautreaktion im Körper hervorrufen, daher kommen diese typischen Stressflecken am Hals und Dekoleté, die wir sicherlich alle schon einmal bei dem einen oder anderen beobachtet haben. Stress schüttet Histamin aus (bei jedem) und, wenn dieses Histamin nicht vertragen bzw. abgebaut werden kann, so führt es zu weiteren Stress Symptomen wie Übelkeit, Zittern, Herzrasen und Kreislaufbeschwerden. Bei vielen treten diese roten Flecken auch nach dem Genuss von Alkohol auf. Diese Flecken können ein Indikator für eine Histaminintoleranz sein. 

4. Hormonelle Probleme

PMS, Pillenunverträglichkeit, unerfüllter Kinderwunsch, Beschwerden in und nach den Wechseljahren – diese hormonellen Probleme können in Verbindung mit Magen-Darm-Beschwerden oder einer der anderen 5 typischen HIT Symptome auf eine Histaminintoleranz hindeuten. 

5. Kreislaufbeschwerden bei/nach dem Essen

Plötzlicher Bluthochdruck mit Herzrasen, Hitzwallung und Engegefühl am Hals kann auf eine Überreaktion gegen Histamin im Essen hindeuten. Kann das Histamin im Körper nicht abgebaut werden, reagiert das System über und handelt wie bei einer Allergie. Kreislaufbeschwerden sind ein typisches Allergiesymptom. Bei manchen Menschen mit einer Histaminintoleranz ist dieses Symptom so stark ausgeprägt, dass sie immer ein Notfall-Set mitführen müssen – mit Antihistaminika und Adrenalin. Manche Betroffenen berichten auch von einer unglaublichen Müdigkeit, die sie im Anschluss an histaminhaltiges Essen spüren.

Was ist das aber genau, eine Histaminintoleranz? Wenn du noch weitere Informationen benötigst, um die Hintergründe und die Vorgänge in deinem Körper besser zu verstehen, dann schau doch mal bei “Diagnose Histaminintoleranz” vorbei.

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Mögliche Ursachen einer Histaminintoleranz (HIT)

Ich habe die Erfahrung gemacht – in zahlreichen Foren und bei Gesprächen mit Ärzten zeichnete sich dies ebenfalls ab – dass die HIT stark mit Hormonen in Verbindung gebracht werden kann. Besonders in Zeiten einer Hormonumstellug – Pubertät, Schilddrüsenerkrankung, Wechseljahren – kann eine leichte oder auch schwere Form der zeitweiligen HIT auftreten, sich entwickeln, aber auch verschwinden.

Daher ist eine HIT auch augenfällig häufiger bei Frauen als bei Männern anzutreffen, meiner Beobachtung nach. Besonders leiden Frauen in den Wechseljahren, die Beschwerden mit Hitzewallungen sowie beispielsweise roten Flecken nach dem Genuss von Rotwein haben können, oftmals an einer leichten Form der HI. Meistens kann in diesem Fall davon ausgegangen werden, dass es sich um eine HI auf Zeit handelt, welche nach der überstandenen Hormonumstellung sich wieder normalisiert. Es wäre eventuell ratsam, in dieser Zeit auf den Genuss von all zu histaminhaltigen Lebensmitteln zu verzichten, um Beschwerden freier Leben zu können. So eine Hormonumstellung ist für den Körper schon aufwändig genug, da muss er nicht noch zusätzlich mit übermäßigem Histaminabbau belastet werden.

Des Weiteren spielt die Vergiftung (Einlagerung von Toxen und Schlacken) des Körpers eine große Rolle bei der Entwicklung von Lebensmittelunverträglichkeiten. Umweltgifte, toxische Belastung von Lebensmitteln oder durch bleihaltige Rohre verschmutztes Wasser machen es dem Körper zunehmend schwerer, bei manchen Menschen funktioniert der Entgiftungsmechanismus besser als bei anderen. Diese brauchen Unterstützung bei der Entgiftung und sollten ihren Körper durch geeignete Maßnahmen unterstützen. [sam_pro id=”0_4″ codes=”true”]

Symptome der Histamin-Intoleranz betreffen auch “gesunde” Menschen

Symptome einer eventuellen HIT sind auch starke Mineral- sowie Vitaminmangel, im Besonderen Vitamin B6, Vitamin D (dieses ist im strengen Sinne kein Vitamin, sondern ein Hormon – und hängt eng mit dem Calcium Haushalt zusammen) und Zink. Calcium ist ein Mineral, welches den Körper bei der Verarbeitung von Dispositionen gut helfen kann und manchmal ist eine ausreichende Calcium Substitution bereits ausreichend, um Histamin Symptome verschwinden zu lassen.

Eine Übersicht zum Thema natürliche Anti-Histaminika mit einer Aufzählung der wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel kannst du hier und noch hier nachlesen.

Menschen, die mit Heuschnupfen, Allergien, anderen Unverträglichkeiten, chronischen Schmerzen, Migräne oder Lampenfieber mit roten Flecken zu kämpfen haben, können ebenfalls eine versteckte Histaminintoleranz haben.

Histaminitoleranz ist nämlich keine Erkrankung und auch keine normale Unverträglichkeit, es ist vielmehr ein Zustand des Körpers, der sich in diesen Symptomen zeigt.

Interessant ist zudem, dass bei einer Lebensmittelvergiftung es ebenfalls das Histamin ist, welches auch den gesündesten Menschen dann Probleme bereitet. Verdorbene Lebensmittel, bei welchen sich zu viel Histamin gebildet hat, lösen dann auch bei Menschen ohne HI Übelkeit, Schwindel, Bauchkrämpfe, Migräne sowie einen heißen Kopf aus.

Diese Aufzählung kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und, ist wie bereits erwähnt, subjektiv vom jeweiligen Individuum und seiner speziellen Disposition abhängig. Psychische und emotionale Zustände habe ich bei der Aufzählung dieser Histamin Symptome bewusst außen vor gelassen. 

Doch wo ist überall Histamin drin? In welchen Lebensmitteln versteckt es sich? Eine breite Übersicht findest du in meinem neuen Buch und eine Aufzählung der Top 5 Histamin Übeltäter habe ich dir ebenfalls zusammengestellt. 

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Histaminintoleranz Symptome erkennen

Da einige HI Erscheinungen mit dem Mangel von wichtigen Vitaminen oder Mineralien einhergehen und auch mit Erkrankungen wie Asthma, chronischer Sinusitis oder Migräne möchte ich nur auf diese eingehen, welche mir bei der Recherche und im Gespräch mit Betroffenen begegnet sind.

Folgende Symptome waren bei mir vorrangig, bevor die HI erkannt worden ist und ich (das nun schon seit 2 Jahren) eine sehr strenge histaminfreie bzw. histaminarme Ernährung begonnen habe:

Ein sehr starkes Histamin Symptom, welches wirklich erst mit Beginn der histaminfreien Diät verschwunden ist, war der Schwindel. Mehrere Monate war mir ununterbrochen, in jeder wachen Sekunde, schwindlig. Ich fühlte mich, als sei ich den ganzen Tag auf einem stark schwankenden Boot unterwegs, der Boden kam mir mal entgegen, mal brach er unter mir ein, immer aber bewegte er sich, hin und her, von links nach rechts – beim Laufen, beim Sitzen oder auch beim Liegen, immerzu. Des Weiteren habe ich jahrelang unter Migräne gelitten, erst mit dem Bewusstsein für eine mögliche HI konnte ich diese Kopfschmerzen mit Übelkeit und Gliederschmerzen in Verbindung mit Essen sowie bestimmten Lebensmitteln bringen. Alles, was scharf ist oder meinen Kreislauf zu sehr anregt (Kaffee, Chilli oder Schokolade), verursacht in meinem Kopf ein dumpfes Pochen, welches mit der Zeit schlimmer und schlimmer wird, der ganze Kopf beginnt zu glühen, mein Bauch bläht sich auf, Licht und Bewegung sind unerträglich und nichts kann diese Schmerzen lindern – bis zum nächsten Morgen, da ist es zum Glück meistens vorbei.

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Manche Lebensmittel verursachten auch Atemprobleme und Kreislaufbeschwerden. Wie ich nun schon häufiger gehört habe, kann Asthma eine Auswirkung einer unerkannten HI sein. Mein Histamin Symptome zeigten sich sehr häufig auch in einer Reaktion des Kreislaufs: Entweder wurde ich vom Essen so müde, dass ich mich augenblicklich hinlegen wollte, mich kaum noch konzentrieren konnte und mir die Augen zufielen oder aber, mein Herz begann wie verrückt zu schlagen, mir wurde heiß und kalt, Schweiß brach aus und ich fühlte mich wie auf einer Verfolgungsjagd. Dieser Zustand führte leider zu mehrmaligen Panikattacken, eines der unangenehmsten Gefühle überhaupt! Manchmal hatte ich Angst Einkaufen zu gehen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich heil, lebendig und ohne Umzukippen aus dem Laden wieder heraus kommen sollte. So schwach, zittrig und auch panisch fühlte ich mich lange Zeit. Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sei hier nur der Vollständigkeit halber ebenfalls erwähnt, es wird Histamin wohl nachgesagt, dass es schleimbildend sei, daher auch die Lungenbeschwerden und jene in den Nasenneben- oder Stirnhöhlen.

[sam_pro id=”0_4″ codes=”true”] Dann wären da noch die typischen Magen- und Darmbeschwerden, welche als Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten meistens auftauchen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfungen Blähungen, Durchfall, Aufstoßen, Sodbrennen und Magenschmerzen. Typisch für Histamin sind auch rote Flecken, welche besonders am Hals und im Bereich des Dekolleté auftreten können – manche Menschen, besonders Frauen, bekommen diese “Stress-Flecken” auch, wenn sie aufgeregt sind (weil sie beispielsweise vor vielen Menschen sprechen). Wenn man in Stresssituationen zu solchen roten Flecken neigt, kann es gut sein, dass man auch eine Veranlagung für eine HIT hat. 

Histaminintoleranz feststellen

Die Histamin Intoleranz kann man über einen Bluttest, einen Darmstatus oder aber eine Auslassdiät herausfinden. Mehr dazu findest du in diesem Artikel.

Weiterführende Literatur

Deine Meinung ist gefragt

Hast du eine HIT? Welches sind deine Symptome? Und, wie wurde es festgestellt?

Nora Hodeige

Nora Hodeige

Nora weiß, wie man sich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlt. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Mit ihren Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen kannst du auch deinen Körper zurück zu einem gesunden Zustand führen: In Balance mit Körper, Seele und Geist.
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