Dieser Beitrag ist Teil 2 unserer Artikel Reihe über Candida. Teil 1 findest du hier. Die Autorin der Beiträge über Candida ist Steffi, ihr Autorenportät findest du am Ende des Artikels.

Wie kann ich einen systemische Candida – Befall nachweisen?

Im Internet wird immer wieder ein praktischer Heimtest beschrieben, man solle am Morgen nüchtern in ein Glas Wasser spucken, das Wasser dann stehen lassen und beobachten ob sich Fäden bilden, die zum Boden reichen. Wenn das so ist, wäre eine Candidose wahrscheinlich.

Von diesem Test kann ich nur abraten, denn er beweist weder die Anwesenheit von Candida, noch könnte dieser Test Aufschluss darauf geben in welchem Maß sich der Pilz in deinem Körper befindet. Denn:
1. wie oben schon erwähnt findet sich der Pilz bei fast jedem Menschen und er nützt auch dem Körper.
2. Über Nacht haben sich im gesamten Mundraum diverse Stoffwechselprodukte gebildet, sowie verschiedene Enzyme. Wenn diese nun leicht schwerer sind als das Wasser, sinken sie auch langsam nach unten
3. Ist auch nicht gesagt, dass wenn sich ein Pilzbefall im Mundraum zeigen würde, dieser gleichzeitig im Darm auftreten MUSS. Und hier rede ich auch aus eigener Erfahrung.

Sinnvoller ist es fundierte Labortests bei dringendem Verdacht zu machen:

1. Der Stuhltest

Die erste Möglichkeit ist die Bestimmung über Stuhltest*. Die meisten Labore arbeiten hier glücklicherweise mit einer Toleranzgrenze, sodass auch ein „gesunder Befall“ berücksichtig wird. Liegt man unterhalb der Grenze, gilt er als „nicht nachgewiesen“ und liegt man darüber, gilt er als „nachgewiesen“. Im Normalfall ist der Nachweis auf Candida albicans bei einem normalen Darmfloracheck integriert – so lässt sich beides gut verbinden. Dieser Test lässt sich auch einfach von zu Hause durchführen, zum Beispiel durch einen umfangreichen Darmcheck von medivere*.

Das Problem beim Stuhltest ist aber, dass sich Candida im Darm zwischen den Darmzotten einnistet. Ihr könnt euch das so vorstellen als ob euch ein Krümel Kekse auf einen Langfloorteppich gefallen ist und nun zwischen den einzelnen Fasern hängt. Deswegen wird der Candida durch eine Stuhlprobe am seltensten nachgewiesen, da er selbst durch regelmäßigen Stuhlgang selten aus dem Darm transportiert wird und wenn nicht in dem Maße, dass er oberhalb der Toleranzgrenze wäre. Als nächstes lebt dieses Wesen ja von uns, es würde sein gemütliches Wohnzimmer mit prall gefülltem Essenstisch nicht freiwillig verlassen. Deswegen heftet er sich in der Regel fest.

Der Urintest

Meiner Meinung nach der sicherste Test ist der Urintest, welcher noch relativ neu auf dem Markt ist. Dieser Test ist ebenfalls ein “Home-Test” vom Labor medivere verfügbar, du findest ihn hier*.

Gemessen wird hier ein Stoff namens „D-Arabinitol“, der anzeigt ob ein übermäßiges Hefewachstum vorliegt. D- Arabinitol ist ein Zuckeralkohol und Stoffwechselendprodukt, der unter den Mikroorganismen ausschließlich durch die Synthetisierung von Kohlenhydraten durch die Hefepilze der Gattung Candida spp. wie z.B. Candida albicans, C. tropicalis und C. parapsilosis auftritt. Auch hier gilt eine Candidose auch erst bewiesen, wenn ein gewisser Toleranzwert überschritten ist, denn der Zucker-Alkohol tritt auch beim Gesunden als Stoffwechselendprodukt auf.

D-Arabinitol lässt sich ebenfalls im Blutserum nachweisen.

Über die Autorin

Steffi (35) aus Bayern arbeitet im medizinischen Bereich und ist selbst von Histaminintoleranz betroffen. Da sie eine große Hilfe in meiner Facebook Gruppe und besonders im Berich Candida ein großes Wissen hat, habe ich sie gefragt, ob sie einen Artikel über Candida Albicans schreiben möchte.  Zum Glück hat sie “ja” gesagt. Ich bin Steffi sehr dankbar, dass sie uns ihr geballtes Wissen in drei Artikeln zur Verfügung stellt.

Teil 1 erklärt, was Candida Albicans ist und welche Symptome dabei auftreten. Teil 2 zeigt, wie du dich auf Candida testen kannst und in Teil 3 geht Steffi auf die verschiedenen Therapiemethoden ein. (NH)

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